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Veröffentlicht am 06.02.2025

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Vom Leuchten der Sterne
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Eigentlich klang der Plot von „Vom Leuchten der Sterne“ so vielversprechend, doch leider konnte mich Autor Wolfgang Schnellbächer mit seinem Text nicht erreichen. Es sind nur relativ wenige Seiten und ...

Eigentlich klang der Plot von „Vom Leuchten der Sterne“ so vielversprechend, doch leider konnte mich Autor Wolfgang Schnellbächer mit seinem Text nicht erreichen. Es sind nur relativ wenige Seiten und gerade bei solch dünnen Büchern muss finde ich auf den Punkt erzählt werden. Hier blieben mir die Figuren aber überwiegend fremd und auch die eigentlich spannende Reise zum Nordkap wird nur in Bruchstücken vermittelt. Außerdem las sich der Schreibstil für mich eher anstrengend, der sprachliche Ausdruck wirkt dabei erwachsen, weshalb viele Aussagen der Jugendlichen für mich hölzern wirkten. Alles in allem waren die Charaktere für mich wenig authentisch und ihre Handlungen oft nicht glaubhaft. Und auch die philosophischen Einschübe konnten mich letztlich nicht überzeugen. Obwohl das Buch doch eigentlich Hoffnung vermitteln soll, wirken die dargelegten Erkenntnisse und Illusionen auf mich niederdrückend. Manches davon und auch der exzessive Alkoholkonsum ist für mich sogar fragwürdig und auch deshalb würde ich das Buch auf keinen Fall für Jugendliche empfehlen. Aber auch Erwachsene finden denke ich im Genre Besseres. Schade denn die Idee hinter „Vom Leuchten der Sterne“ klang nach Potential. Aufgrund meiner Kritikpunkte kann ich letztlich aber nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Komplexe Handlung und nur moderate Spannung

Allein gegen die Lüge
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Irgendwie hatte ich mir von „Allein gegen die Lüge“ des Autoren Alex Finlay mehr erhofft. Für mich hatte die Geschichte insgesamt mehr etwas von einem Drama, weshalb ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen ...

Irgendwie hatte ich mir von „Allein gegen die Lüge“ des Autoren Alex Finlay mehr erhofft. Für mich hatte die Geschichte insgesamt mehr etwas von einem Drama, weshalb ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen würde. Diese Erwartungshaltung wird aber nun mal erzeugt. Die Geschichte ist zwar durchaus fesselnd, von großer Spannung aber weit entfernt. Gut gefielen mir der Schreibstil und die verflochtene und komplexe Handlung. Trotz mancher falschen Fährte des Autors konnte ich die tatsächliche Auflösung aber bereits recht früh erraten. Für geübte Leser:innen des Genres ist alles doch ziemlich vorhersehbar. Außerdem gab es ein falsches medizinisches Detail bezüglich Blutgruppen, was bei mir für unnötige Verwirrung sorgte und durch bessere Recherche hätte vermieden werden können. Alles in allem las sich „Allein gegen die Lüge“ zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht rund. Anderseits mochte ich manche Details wie etwa, dass die taffe FBI Agentin Keller einen liebevollen Hausmann hat, der sich um die Kinder kümmert, total gerne. Ihre Figur war mit Abstand mein Lieblingscharakter und machte einiges wett. Im Vergleich mit anderen Thrillern kann ich letztlich aber leider nur 3 Sterne vergeben, da es in meinen Augen doch einige Schwächen gab.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Freundebuch für große Fans von Elefant und Hase

Die Sendung mit dem Elefanten - Meine Kindergartenfreunde
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Dieses Freundebuch für den Kindergarten ist finde ich nur etwas für sehr große Fans von Elefant und Hase. Rein inhaltlich betrachtet gibt es meiner Meinung nach nämlich bessere Bücher. Keine Frage, die ...

Dieses Freundebuch für den Kindergarten ist finde ich nur etwas für sehr große Fans von Elefant und Hase. Rein inhaltlich betrachtet gibt es meiner Meinung nach nämlich bessere Bücher. Keine Frage, die Aufmachung ist niedlich und schön bunt. Betrachtet man die auszufüllenden Seiten stellt man aber schnell fest das nur wenig Persönliches Platz findet. Einerseits ist es für Kindergartenkinder zwar toll die Antworten teilweise anhand von kleinen Zeichnungen ankreuzen zu können. Allerdings ist die Auswahl doch sehr speziell und auf jeder Seite auf genau die gleichen vier Optionen beschränkt. Auch die Auswahl finden wir nicht optimal. Beim Lieblingsessen gibt es etwa nur Äpfel, Eis, Pizza oder Salat anzukreuzen. Und auch Frage "Was kann ich gut?" ist mit Malutensilien, einem Ball, Sandspielzeug und einem Fahrrad ziemlich beschränkt. Hier fehlt finde ich ein zusätzliches Feld zum selbst eintragen oder malen. Die übrigen Fragen sind soweit normal und bieten Platz für eine eigene Antwort. Gut gefallen uns hingegen die zusätzlichen Rätsel- und Ausmalseiten im Buch, auf welchen jedes Kind nach Lust und Laune etwas beisteuern kann. Platz bietet das Buch für 24 Freund:innen, sowie das eigene Profil. Auch Elefant und Hase haben jeweils eine eigene Seite, auch wenn sich hier leider die Fragen von den Kinderseiten unterscheiden. Insgesamt fällt das Fazit also gemischt aus weshalb ich letztendlich auch "nur" 3 Sterne vergeben kann. Wem die genannten Punkte allerdings nicht stören, findet hier ein einfach auszufüllendes Freundebuch für den Kindergarten.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Inhaltlich sehr speziell - Mehr Fach- als Sachbuch

Flavorama
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Ich selbst würde mich als geübte und probierfreudige Hobbyköchin bezeichnen und so machte mich die Beschreibung von „Flavorama“ neugierig da tolle neue Geschmackserlebnisse versprochen werden. Nicht damit ...

Ich selbst würde mich als geübte und probierfreudige Hobbyköchin bezeichnen und so machte mich die Beschreibung von „Flavorama“ neugierig da tolle neue Geschmackserlebnisse versprochen werden. Nicht damit gerechnet habe ich allerdings was für ein umfassendes wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwerk Arielle Johnson abliefert. Ich habe mich nun durch die fast 350 Seiten gearbeitet und bin was mein Fazit angeht geteilter Meinung. Zunächst einmal ist inhaltlich überhaupt nichts zu kritisieren. Ich bin überaus beeindruckt in welcher Detailverliebtheit sich die Wissenschaftlerin dem Geschmack nähert. Nichts bleibt hier offen, bis ins kleinste Detail erklärt Arielle Johnson, oft bis hin zur chemischen Ebene. Die Rezepte dienen dann dazu den eigenen Geschmackssinn zu schulen oder ein bestimmtes Prinzip zu erklären. Als schnörkelloser Fließtext finden sie sich überall im Buch verstreut. Bilder der Gerichte sucht man leider vergeblich. Einzige Farbtupfer sind die wissenschaftlichen Diagramme und Schemata. Auch der Schreibstil ist eher nüchtern und fundiert gehalten, aufgrund der vorherrschenden Fachsprache liest er sich anspruchsvoll. All dies erzeugte bei mir das Gefühl ein Fachbuch vor mir zu haben. Was mich nun zurück zur Frage bringt für wen „Flavorama“ nützlich sein könnte. Ich persönlich habe zwar durchaus etwas gelernt, die allermeisten Informationen werde ich aber vermutlich schnell wieder vergessen. Auch die Rezepte sind für mich nicht alltagstauglich und werden mich wohl nicht länger begleiten. Für professionelle Köch:innen der gehobenen Küche finden sich hingegen viele relevante Ideen und „Flavorama“ hat in diesem Bereich das Zeug zum Standardwerk zu werden. Alle anderen sollten sich aber gut überlegen ob sich die Investition in dieses doch sehr spezielle Buch lohnt. Aus Laiensicht kann ich leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben, kann aber gut verstehen wenn Profis vom Buch begeistert sind.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Gemütlicher Krimi, wenn auch eher realitätsfern

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Irgendwie sprang diesmal der Funke bei mir nicht so recht über. Bei „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ handelt es sich ja bereits um den dritten Band in welchem uns Autor Robert Thorogood ...

Irgendwie sprang diesmal der Funke bei mir nicht so recht über. Bei „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ handelt es sich ja bereits um den dritten Band in welchem uns Autor Robert Thorogood erneut in seine Heimat Marlow entführt. Zuletzt konnte mich die Reihe noch begeistern, in diesem Fall störte mich aber die doch sehr unrealistische Zusammenarbeit mit Polizistin Tanika. Diese macht Judith, Becks und Suzie einfach mal so zu zivilen Beraterinnen und sieht dann munter dabei zu wie die Drei sich an keinerlei Absprachen halten und es letztlich sogar selbst nicht so genau mit dem Gesetz nehmen. Klar muss Cosy Crime nicht unbedingt realistisch sein, aber in diesem Fall waren es mir einfach ein paar Abwegigkeiten zu viel. Zudem war der "Fall" auch noch ziemlich konstruiert und nicht so überraschend wie er vermutlich gedacht war. Der Schreibstil macht hingegen weiterhin Spaß und liest sich leichtgängig. Auch mit viel Humor punktet die Geschichte. Letztlich muss jede:r selbst entscheiden wie wichtig die oben genannten Punkte sind. Für mich persönlich war „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ aber deutlich schwächer, als etwa noch der erste Band. In Relation dazu kann ich deshalb nur 3 Sterne vergeben.

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