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Veröffentlicht am 05.08.2018

War Kolumbus wirklich der Erste?

Das Todeswrack
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Der Thriller „das Todeswrack“, welches von Clive Cussler und Paul Kremprecos geschrieben wurde, ist meiner Meinung nach eher ein Abenteuerroman, als ein klassischer Thriller. Es handelt sich hierbei um ...

Der Thriller „das Todeswrack“, welches von Clive Cussler und Paul Kremprecos geschrieben wurde, ist meiner Meinung nach eher ein Abenteuerroman, als ein klassischer Thriller. Es handelt sich hierbei um den ersten Roman der Serie „Kurt Austin – Numa“ und ist auf Deutsch am 01.05.2000 im Blanvalet Verlag erschienen. Der Roman, welcher in der dritten Person Singular und hauptsächlich aus der Sicht von Kurt Austin geschrieben wurde, umfasst 571 Seiten.



Nina, eine junge Unterwasserarchäologin, begleitet eine Expedition nach Marokko und dabei glaubt sie kaum, dass sie dort noch etwas Neues entdecken können. Dann jedoch entdeckt sie vor der Küste Marokkos ein riesiges Steingesicht, welches eine befreundete Professorin, welcher Nina das Bild zeigt, an die Maja erinnert. Doch was sollen die Maja in Marokko gemacht haben? Es ist auch unwahrscheinlich, dass jemand anderes als Kolumbus aus Europa oder Afrika früher nach Südamerika kam, oder etwa nicht? Zumindest gibt es Leute die nicht wollen, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt und so töten sie die Expedition. Nur Nina kann mit sehr viel Glück und Mut entkommen. Dennoch steht es schlecht um ihr Leben, bis im allerletzten Moment Kurt Austin auftaucht und ihr das Leben rettet. Zusammen mit den Kollegen von der Numa kommen sie einer tödlichen Verschwörung auf die Spur, welche jedoch deutlich größerer als gedacht ist.



Ich habe schon einige Kurt Austin Romane gelesen, weshalb die Charaktere für mich alte Freunde sind. Kurt Austin, welcher einst bei der CIA gearbeitet hat, mag ich wegen seiner klugen, gerissenen und mutigen Art, eigentlich begleite ich ihn gerne durch die Abenteuer. Doch das er sich diesmal teilweise wie ein Schuljunge benommen hat, gefiel mir gar nicht, weshalb ich einen halben Stern abziehe. Deshalb habe ich wohl auch eher Joe Zavala, seinen Freund und Kollegen, einen ziemlichen Herzensbrecher ins Herz geschlossen. Denn dieser Mann ist genauso mutig, aber dafür gelassen und hat meistens einen lustigen oder sarkastischen Spruch auf den Lippen. Zudem finde ich seien technische Begabung einfach beeindruckend. Paul und Gamay Trout finde ich Beide sehr faszinierend. Wobei es mich immer wieder überrascht wie taff die Beiden sind, denn Beide haben nie bei der CIA oder eine andere ähnliche Organisation gearbeitet. Da ich die Beiden jedoch sehr mag, ignoriere ich einfach, dass ich mir durch ihren Lebensweg eigentlich zwei andere Charaktere vorgestellt habe. Nina ist eine junge, taffe Frau, welche einen starken Überlebenswillen besitzt und sehr klug, auch sie habe ich gern gewonnen. Im Buch gibt es übrigens nicht nur einen Bösewicht, sondern eine ganze Organisation und ich fand sehr spannend wie unterschiedliche die einzelnen Mitglieder sind bzw. was für unterschiedliche Ziele diese eigentlich verfolgen, für mich hat dies noch mehr Spannung reingebracht. Schön fand ich auch die Mischung der Charaktere generell und dass ich in einige Fallen getreten bin.



Wie ich es von den Büchern von Clive Cussler gewöhnt bin, sind sie von Anfang bis Ende spannend, aber diesmal muss ich einen Punkt abziehen. Denn teilweise war es mir zu ausführlich, zu zäh und man hätte einige Stellen kürzen können. In späteren Büchern gelingt es dem Autorendou meiner Meinung nach viel besser. Der Schreibstil ist einfach fantastisch, man kann das Buch flüssig lesen und ich wurde direkt in die Geschichte hineingezogen, so dass ich mit den Charakteren mitfühlen konnte. Ich konnte mir ihnen lachen, hier vor allem wegen Joe, und mit Herzklopfen lesen wie sich die Situation entwickelt. Die verschiedenen Orte von der Küste Marokkos, über Washington bis in den Regenwald von Mexiko wurden sehr gut und plastisch beschrieben, dass ich mir dies bildlich vorstellen konnte und bei mir das Kopfkino anging. Wer mich kennt, weiß wie wichtig dies für mich ist. Im Buch werden verschiedene Geschichten erzählt und erst gegen Ende erfährt man wie diese zusammenpassen, was ich sehr interessant fand. Doch leider muss ich dem Buch noch einen halben Punkt abziehen, denn meiner Meinung nach hat es viel zu lange gedauert bis endlich Kurt aufgetaucht ist. Sehr schade fand ich auch, dass es kein Nachwort von den Autoren gab, wo sie Fiktion von Tatsachen getrennt haben.



Für mich war es guter, solider Spannungsroman, aber nicht der Beste von der Reihe. Da ich beim Lesen dennoch meinen Spaß hatte, empfehle ich ihn weiter.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Nur für Leser, welche große Sehnsucht nach dieser Reihe haben

Geister auf der Metropolitan Line
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Bei dem Buch „Geister auf der Metropolitan Line“, welche von Ben Aaronovitch geschrieben wurde, handelt es sich um eine Novelle zur Reihe „die Flüsse von London“. Tappt nicht in dieselbe Falle wie ich, ...

Bei dem Buch „Geister auf der Metropolitan Line“, welche von Ben Aaronovitch geschrieben wurde, handelt es sich um eine Novelle zur Reihe „die Flüsse von London“. Tappt nicht in dieselbe Falle wie ich, sonst werdet ihr euch über das Buch ärgern und euch wundern wieso es plötzlich so kurz ist. Der Fantasy Roman umfasst gerade einmal 176 Seiten und ist am 31.05.2018 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen.



Geister sind für Peter Grant nichts Neues seitdem er fürs Foley arbeitet. Doch diesmal belästigen diese Menschen die von Vororten nach London zur Arbeit fahren. Im ersten Moment sehen die Menschen diese Gestalten, aber schon im nächsten Monat haben sie die Geister schon wieder vergessen. Mit Nightingale, Abigail und alten Kollegen macht sich Peter auf die Suche nach dem Grund für diesen Spuk und versucht dieses Problem in den Griff zu bekommen.



Der Schriftsteller hat seinen wunderbaren Schreibstil nicht verloren und so lässt sich das Buch flüssig lesen. Aber dennoch verliert es ganze zwei Sterne. Ich fand es zum einen Schade, dass Bev kaum vorkommt und ich auch nichts Neues von Leslie gehört habe, aber damit hätte ich leben können. Doch meiner Meinung nach hat Peter in dieser Novelle seinen Biss verloren und ist nicht mehr so witzig wie ich ihn in Erinnerung habe, deshalb ziehe ich dem Buch einen halben Stern ab. Wenigstens seine Cousine Abigail konnte ich nun richtig ins Herz schließen. Die Schülerin ist frech, intelligent, offen und ehrgeizig. Sie hat sich in den Kopf gesetzt auch Magie zu beherrschen wie ihr älterer Cousin Peter.



Für mich war das Buch einfach viel zu kurz. Kaum hatte ich angefangen, war es auch schon vorbei. Natürlich war dies nicht so, aber ich hatte einfach dieses Gefühl. Zudem fand ich die Geschichte nicht so spannend wie ich es eigentlich von dieser Reihe gewöhnt bin. Es war interessant und ich habe Neues über diese magische Welt unter uns gelernt, aber nichts wo ich danach einfach Wow sagen könnte. Dafür muss ich dem Buch einen Punkt abziehen. Wenn ich nicht so ein großer Fan der Reihe wäre, hätte ich nicht einmal dieses kurze Buch fertiggelesen, denn wirklich spannend wurde es für mich nur auf den letzten Seiten. Noch einen halben Punkt muss ich dem Buch abziehen, weil für mich am Ende Fragen offenblieben und so etwas mag ich einfach nicht. Außerdem bezweifele ich, dass ich im achten Band der Reihe Antworten bekommen werde.



Eine Leseempfehlung fällt mir hier schwer. Man kann es lesen, muss man aber nicht. Ich würde es nur Leuten ans Herz legen, welche große Sehnsucht nach dieser Reihe haben und nicht auf den achten Band warten wollen.

Veröffentlicht am 06.07.2018

viel zu viel Drama

Der letzte erste Blick
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„Der letzte erste Blick“ ist der erste Roman der „Firsts“ Reihe und wurde von Bianca Iosivoni geschrieben. Das Buch ist am 24.04.2017 im LYX Verlag erschienen und umfasst 448 Seiten. Es ist in der ersten ...

„Der letzte erste Blick“ ist der erste Roman der „Firsts“ Reihe und wurde von Bianca Iosivoni geschrieben. Das Buch ist am 24.04.2017 im LYX Verlag erschienen und umfasst 448 Seiten. Es ist in der ersten Person Singular abwechselnd aus der Sicht von Embry und Dylan geschrieben.



In ihrer Heimatstadt hatte Embry eine schreckliche Schulzeit und um nicht mit den gleichen Leuten auf die Universität gehen zu müssen, zieht sie von Montana nach West Virginia und lässt ihre geliebte Familie zurück. Doch schon am ersten Tag schafft sie es sich Ärger einzuhandeln als sie ihrem Mitbewohner, als er ihr auf den Po schlägt, fast die Nase bricht. Am gleichen Tag fühlt sie sich zu seinem besten Freund Dylan hingezogen, wie auch er Interesse an ihr hat. Doch er ist viel zu nett, als dass sie ihm eine Chance geben könnte und dabei spielen sich die Beiden sich immer wieder gegenseitig Streiche und da zeigt er sich nicht immer von seiner besten Seite. Ob die Beiden am Ende zusammen ihr Glück finden? Und wie wird Embry reagieren, wenn sie sein Geheimnis herausfindet?



Den ersten Stern muss ich gleich für Embry abziehen. Die Frau ging mir einfach die meiste Zeit extrem auf die Nerven. Es fing schon damit an, dass sie Maze keine Ohrfeige gegeben hat, wie es wahrscheinlich jede andere Frau getan hätte, sondern ihm fast die Nase bricht. Natürlich hatte ich Mitleid mit ihr und konnte manchmal auch ihr Verhalten verstehen, zumindest ihr Misstrauen am Anfang. Doch ihre Entwicklung zum Besseren hat so extrem lange gedauert und vor allem ihre Sicht der Dinge ging mir manches Mal so sehr auf die Nerven, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hätte, wenn es nicht Dylan, diesen wunderbaren sympathischen und lieben Kerl gegeben hätte. Ihn habe ich gemocht, mit ihm konnte ich mitfühlen und auch wenn ich nicht jede seiner Handlungen gut fand, konnte ich ihn dennoch verstehen. Zudem hat er mir mit seiner hilfsbereiten und loyalen Art einfach gefallen.



Doch mein Herz hat für die Nebencharaktere geschlagen. Elle, Luke und Maze haben die Geschichte oftmals dann für mich gerettet, wenn Dylan es gerade nicht konnte. Auch die anderen Nebencharaktere fand ich sehr gut gelungen, es war einfach eine sehr interessante Mischung.


Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, welcher sich flüssig lesen lässt. Zudem ist das Buch spannend geschrieben und es wirft immer wieder neue Fragen auf, welche einen dazu bringen weiterzulesen. Zudem gelingt es ihr hervorragend die Umgebung zu beschreiben, so gut, dass ich mir diese bildlich vorstellen konnte. Anfangs hat es noch Spaß gemacht das Buch zu lesen, aber je weiter ich kam desto schlimmer wurde es. Ich musste mich am Ende richtig davon überzeugen das Buch fertig zu lesen. Es war einfach zu viel. Nun was hat mich gestört. Es hat mich gestört, dass nicht nur sie ein Riesendrama mit in die Geschichte gebracht hat, sondern auch er. Da musste ich schon schlucken, aber ich habe tapfer weitergelesen. Doch dann wurde es immer dramatischer, am Ende sogar so schlimm, dass ich fast im Meer des Dramas ertrunken wäre. Für mich war das leider kein gutes Buch und somit kann ich es nicht weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 07.01.2025

Persephone und Hades - moderne Geschichte, anders als bisher

Girl, Goddess, Queen: Mein Name ist Persephone
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Das Fantasy-Jugendbuch „Girl, Goddess, Queen – Mein Name ist Persephone“ wurde von Bea Fitzgerald geschrieben. Es ist in der ersten Person Singular aus der Sicht von Persephone erzählt.

Als Erstes: Vergesst ...

Das Fantasy-Jugendbuch „Girl, Goddess, Queen – Mein Name ist Persephone“ wurde von Bea Fitzgerald geschrieben. Es ist in der ersten Person Singular aus der Sicht von Persephone erzählt.

Als Erstes: Vergesst alles, was ihr über die Liebesgeschichte von Hades und Persephone wisst, denn in diesem Buch wird eine völlig andere Geschichte erzählt. Kore ist die Tochter von Zeus und Demeter. Als ihr Vater sie fragt, welches Gebiet sie haben möchte, nennt sie die Welt – viel zu viel für Zeus' Geschmack. Deshalb gibt er ihr nur Blumen. Kore muss mit ihrer Mutter auf der Insel Sizilien aufwachsen, obwohl sie die ganze Welt sehen will. Ein Wunsch, den sie besser vergessen hätte. Denn ihre Eltern planen bereits ihre Hochzeit und suchen einen passenden Mann. Blöd nur, dass Kore nicht vorhat zu heiraten, und so flieht sie in die Unterwelt. Hades möchte sie am liebsten loswerden, denn er hat mehr als genug Geheimnisse, die Zeus besser nicht erfahren sollte. Doch durch eine List bleibt sie – und das verändert nicht nur Kores Leben, sondern auch Hades'. Kore wird zu Persephone.

Dies ist eine neue Interpretation der Geschichte von Hades und Persephone, aber ich muss sagen: Es gibt andere Versionen, in denen Persephone nicht entführt wird, die mir deutlich besser gefallen haben. Zwei Sterne muss ich leider wegen der Charaktere abziehen. Über Hades kann ich nicht zu viel verraten, aber er wurde anders dargestellt, als ich es erwartet hatte, was mich nicht ganz überzeugen konnte. Kore oder Persephone mochte ich stellenweise. Oft ging sie mir jedoch einfach auf die Nerven. Zum Glück hielt das nicht dauerhaft an, sodass ich das Buch dennoch weiterlesen konnte.

Die Nebencharaktere haben mir dagegen sehr gut gefallen – allen voran Styx, aber auch Charon und andere Götter der Unterwelt. In diesem Buch wirken die Götter der Unterwelt deutlich sympathischer als die Götter des Olymp. Das muss man mögen – oder eben nicht.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Liebesgeschichte war okay. Faszinierend fand ich hingegen, wie kreativ die Unterwelt dargestellt wurde, was für mich überraschend war. Weniger überzeugend fand ich jedoch die Geschichte an sich. Die Götter des Olymp – insbesondere Zeus – wurden mir zu platt dargestellt: In der Unterwelt sind die Guten, und im Olymp sind die Bösen. Zudem habe ich Zeus nie als dumm wahrgenommen, was hier anders dargestellt wird. Vielleicht kenne ich zu viele andere Versionen, um mich auf diese Interpretation wirklich einzulassen. Trotzdem war es interessant, mal eine andere Perspektive zu lesen. Für junge Mädchen könnte dieses Buch eine gute Wahl sein, denn es zeigt, dass sie alles erreichen können, wenn sie nur wollen, und dass sie sich nicht in bestimmte Rollen pressen lassen müssen.

Besonders gelungen fand ich die Beziehung zwischen Persephone und Demeter. Diese neue Perspektive auf ihre Beziehung hat mir viel besser gefallen als in anderen Geschichten.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2024

Nightingale in New York, aber zu wenig präsent

Eine Nachtigall in New York
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Der Fantasy-Roman „Eine Nachtigall in New York“ wurde von Ben Aaronovitch geschrieben, der vor allem durch die Reihe „Die Flüsse von London“ bekannt ist. Dieses Buch, mit seinen nur 208 Seiten, spielt ...

Der Fantasy-Roman „Eine Nachtigall in New York“ wurde von Ben Aaronovitch geschrieben, der vor allem durch die Reihe „Die Flüsse von London“ bekannt ist. Dieses Buch, mit seinen nur 208 Seiten, spielt ebenfalls in dieser Welt, jedoch nicht in London, sondern – wie der Titel verrät – in New York. Es ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, aus der Sicht von Augustus Berrycloth-Young.

Wer wie ich auf viel Nightingale hofft, wird enttäuscht. Zwar reist er nach New York, um dem Geheimnis eines verzauberten Musikinstruments auf die Spur zu kommen, doch die Geschichte bleibt langweilig. Augustus, der sich wegen ein paar zu vieler Eskapaden nach Amerika geflüchtet hat, genießt sein Leben im Big Apple an der Seite von Lucy. Eigentlich ist er wenig geeignet, um gemeinsam mit Nightingale auf Spurensuche zu gehen. Leider hat mich die Handlung nicht überzeugt und mir einfach nicht gefallen – deshalb ziehe ich einen Stern ab.

Die Nebencharaktere fand ich durchaus interessant, allen voran Cocoa und Lucy. Aber Augustus hat mir den letzten Nerv geraubt. Ob in Freundschaft oder Partnerschaft – mit so jemandem an meiner Seite wäre ich irgendwann durchgedreht. Er ist mir persönlich zu eitel, zu feige und nimmt vieles nicht ernst genug. Damit steht er für mich in starkem Kontrast zu Nightingale, der seit dem ersten Buch der Reihe „Die Flüsse von London“ einer meiner absoluten Lieblingscharaktere ist.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, was das Lesen erleichtert. Es gab einige amüsante Momente, doch die Spannung kam erst gegen Ende auf – und selbst da nur auf den letzten zehn Seiten. Dafür ziehe ich einen weiteren Stern ab. Die Fantasy-Welt bot kaum etwas Neues, und das Setting in den 1920er Jahren war nur bedingt faszinierend. Positiv fand ich jedoch, dass das Buch einige gesellschaftliche Aspekte dieser Zeit thematisierte, insbesondere den Alltag schwarzer Menschen und homosexueller Männer in New York. Das war interessant, entsprach aber nicht meinen Erwartungen an diesen Fantasy-Roman. Wäre das Buch länger gewesen, hätte ich es wahrscheinlich nicht beendet.

Ich empfehle die Reihe „Die Flüsse von London“ nach wie vor gerne weiter, doch für dieses Buch kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen. Deshalb vergebe ich nur zwei Sterne: Einen für den gewohnt angenehmen Schreibstil und einen weiteren, weil ich durch das Buch einiges über die 1920er Jahre gelernt habe.

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