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Veröffentlicht am 19.09.2022

Toller Auftakt der neuen Reihe

Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen Schein
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Adelheid kann ihr Glück kaum fassen. Sie, Tochter eines wertlosen Tagelöhners, wurde vom Fürst zu Eulenburg persönlich ausgewählt, um in seinem Schloss als Stubenmädchen zu arbeiten. Adelheid kann nicht ...

Adelheid kann ihr Glück kaum fassen. Sie, Tochter eines wertlosen Tagelöhners, wurde vom Fürst zu Eulenburg persönlich ausgewählt, um in seinem Schloss als Stubenmädchen zu arbeiten. Adelheid kann nicht nachvollziehen warum ausgerechnet sie, aber sie ist überglücklich, da sie nun durch diese Stelle ihre Familie unterstützen kann, die in sehr armen Verhältnissen lebt und oft hungern muss.
Doch im Schloss angekommen, muss sie schnell feststellen, es ist nicht alles Gold was glänzt. Es gibt unter ihren Kollegen Neider die ihr das Leben schwer machen und da sie erstmal keinen Anschluss findet, ist sie sehr einsam. Hinzu kommt der Druck, die Stelle unter keinen Umständen verlieren zu dürfen, da ihre Familie auf ihren Lohn angewiesen ist. Sie tut ihr Bestes, aber trotzdem hat sie es im Schloss nicht leicht. Erstrecht, als über die Fürstenfamilie Gerüchte in Umlauf kommen, die jeden im Schloss, auch die Angestellten, die Existenz kosten können.

Der Auftakt der neuen Reihe von Hanna Caspian hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist schön und der Schreibstil, den ich schon aus ihren früheren Romanen kenne, gewohnt flüssig und leicht zu lesen.
Am besten finde ich, dass dieser Roman rein aus der Sicht der Angestellten erzählt. Ich finde es toll dass ihnen dadurch auch mal eine Stimme verliehen wird, da Anfang des letzten Jahrhunderts ja für die Dienstboten das oberste Gebot war unsichtbar zu sein.

Man bekommt hier einen guten Einblick, wie schwer das Leben und diese Jobs damals waren. Man musste viele Stunden am Tag arbeiten, hatte in solchen Häusern meist keine Freunde, da sich gegenseitig viel geneidet und missgönnt wurde und man war jederzeit der Willkür der Herrschaften oder der übergeordneten Angestellten ausgesetzt und hatte kaum je die Möglichkeit sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen.
Ich bin froh, dass ich in dieser Zeit nicht leben musste, bin aber sehr froh, darüber mal einen genaueren Einblick bekommen zu haben.
Ich freue mich schon wirklich sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Bewegender Einblick in die NS-Zeit

Die karierten Mädchen
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Inhalt:
Blind und mit über neunzig Jahren beginnt Klara, ihre Erinnerungen auf Kassette aufzunehmen. Auf der Suche nach dem Menschen, der sie einmal war, vertraut sie den Bändern ein Geheimnis an, von ...

Inhalt:
Blind und mit über neunzig Jahren beginnt Klara, ihre Erinnerungen auf Kassette aufzunehmen. Auf der Suche nach dem Menschen, der sie einmal war, vertraut sie den Bändern ein Geheimnis an, von dem nicht einmal ihre Kinder etwas wissen. Ist ihre Familie bereit für die wahre Geschichte ihres Lebens?
Siebzig Jahre zuvor: Die junge Klara ist überglücklich. Mitten in der Weltwirtschaftskrise 1929 bekommt sie eine Stelle als Lehrerin in einem Kinderheim in Oranienbaum. Als dort eines Tages Tolla, ein einjähriges Mädchen, abgegeben wird, fühlt sich Klara ihm auf Anhieb stark verbunden. Doch bald spitzt sich die wirtschaftliche Lage des Heims zu. Klara, die das Haus inzwischen leitet, sucht die Nähe der neuen nationalsozialistischen Machthaber in der Hoffnung auf Rettung. Zu spät erkennt sie, mit wem sie sich eingelassen hat. Die Nationalsozialisten wollen aus dem Heim eine Ausbildungsstätte für junge Frauen machen, in der Klara ihren Schülerinnen die Liebe zu Volk und Kind vermitteln soll, statt sie zu eigenständig denkenden Menschen zu erziehen. Gleichzeitig ist sie unter der Hakenkreuzflagge und den ständigen Besuchen der Nazi-Funktionäre plötzlich selbst in Gefahr: denn Tolla, das Waisenmädchen, das inzwischen wie eine Tochter an Klaras Seite lebt, ist jüdischer Herkunft.

Meine Meinung:
Da die Geschichte auf den Erinnerungen der Großmutter der Autorin basiert, hat mich dieser besonders "echte" Einblick in die NS-Zeit sehr berührt. Vor allem die Schilderung der Geschehnisse der Reichspogromnacht hat mich sehr bewegt.

Die Protagonistin Klara ist in ihrer Anfangszeit in Oranienbaum noch sehr naiv und blauäugig, entwickelt sich aber im Lauf der Geschichte zu einer doch recht resoluten Heimleiterin.
Die Geschichte an sich ist sehr flüssig und spannend, aber für mich auch recht sachlich und distanziert geschrieben. Daher wurde ich mit Klara nicht so wirklich warm und konnte mich nicht so in sie einfühlen.
Trotzdem möchte ich wissen, wie es weitergeht, vor allem wegen Tolla.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Anders als erwartet

Komm spielen
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Bei "Komm spielen" hat mich direkt das Cover angesprochen. Der bedrohliche rote Himmel über dem Haus und auch die leicht roten Sprenkel auf dem Titel sorgen schon für Gänsehautfeeling.

Der Schreibstil ...

Bei "Komm spielen" hat mich direkt das Cover angesprochen. Der bedrohliche rote Himmel über dem Haus und auch die leicht roten Sprenkel auf dem Titel sorgen schon für Gänsehautfeeling.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er war flüssig und leicht zu lesen.
Der Prolog war gleich richtig gut und ich dachte nur, wow da wird was kommen. Aber leider kam erstmal nicht viel. Der erste Teil rund um Annie hat sich ziemlich gezogen ohne dass etwas nennenswertes passiert wäre. Als dann der zweite Teil rund um Harry losging wurde es endlich interessanter und es kam Leben in die Geschichte. Im letzten Drittel nahm die Story dann richtig fahrt auf, aber leider in eine Richtung, die nicht so mein Ding ist, denn mit Mystery/Horror Elementen kann ich nicht wirklich was anfangen. Für Leser die sowas mögen, war der Verlauf sicher super aber ich persönlich fand es schade, dass das im Vorfeld nicht ersichtlich war, denn dann hätte ich mich nicht für dieses Buch entschieden. Wenn wo Thriller drauf steht, dann hätte ich auch gerne genau das und keinen Horror- oder Mysterythriller.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Wohlfühlroman mit tollem Setting

Küstenrauschen
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Tierärztin Lea hat es nicht leicht. Total ausgelaugt, Job weg, Freund weg. Sie braucht dringend eine Auszeit. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Großeltern Urlaub machen wollen und ihr Opa sie darum ...

Tierärztin Lea hat es nicht leicht. Total ausgelaugt, Job weg, Freund weg. Sie braucht dringend eine Auszeit. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Großeltern Urlaub machen wollen und ihr Opa sie darum bittet in der Zeit seine Tierarztpraxis zu übernehmen.
In ihrer Heimat Ostfriesland will Lea wieder Kraft tanken und zur Ruhe kommen, doch das ist gar nicht so leicht mit ihrer Familie im Nacken. Und dann betreibt ihr Opa die Praxis auch noch mit dem sturen Bajo, der ihr trotz seiner Eigenwilligkeit ein Kribbeln im Bauch beschert...


Das wunderschöne Cover hat mich gleich angezogen. Da bekommt man direkt Fernweh.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, sodass man ruck zuck durch die Seiten fliegt.
Die meisten Charaktere sind sehr sympathisch und authentisch gezeichnet, nur mit Lea's Mutter bin ich nicht warm geworden und Lea's Tante hätte es für mein Empfinden überhaupt nicht für die Geschichte gebraucht.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, muss aber gestehen, dass es mich nicht so abgeholt hat wie erwartet. Mir ist bewusst, dass es ein Wohlfühlroman ist, aber mir persönlich war es trotzdem etwas zu viel Friede, Freude Eierkuchen. Da hätte man sehr schön mehrere Romane draus machen können, dann wäre die Geschichte für mich ein bisschen weniger "überfüllt mit Liebe" gewesen.
Aber um zwischendurch mal die Seele baumeln zu lassen und sich an ein schönes Setting zu träumen war das Buch für mich durchaus in Ordnung.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Ok, aber kein Pageturner

Racheritual
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Als Fan der Ackerman jr. Reihe hatte ich mich sehr auf den ersten Band einer neuen Reihe von Ethan Cross gefreut. So richtig erfüllt wurden meine Erwartungen aber leider nicht.

Das Cover gefällt mir sehr ...

Als Fan der Ackerman jr. Reihe hatte ich mich sehr auf den ersten Band einer neuen Reihe von Ethan Cross gefreut. So richtig erfüllt wurden meine Erwartungen aber leider nicht.

Das Cover gefällt mir sehr gut und der Klappentext hatte mich total angesprochen.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und wechseln immer zwischen den verschiedenen Perspektiven. Ich mochte Baxter und sein Team, besonders Corin hatte es mir angetan, aber insgesamt hätte ich sie gern näher kennengelernt. Die einzelnen Figuren blieben mir leider zu flach. Die Kapitel rund um die Familie Hagen, besonders wenn Steinar erzählt hat, haben mich oft gelangweilt und mir den Lesefluss gestört. Das Ganze rund um die nordische Mythologie und die entsprechenden Begriffe dazu waren mir schlicht zu viel.
Alles in allem war das Buch ok, aber kein Pageturner. Die Reihe hat für mich noch viel Luft nach oben.

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