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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Junge Liebe mit Hindernissen

Freak City
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2013 ist das Buch erstmals erschienen, jetzt mit einem neuen frische Cover, dass Hände, die gebärden abbildet, wirkt es sehr ansprechend.
Mika und seine Freunde gehen der hübschen Lea nach und belästigen ...

2013 ist das Buch erstmals erschienen, jetzt mit einem neuen frische Cover, dass Hände, die gebärden abbildet, wirkt es sehr ansprechend.
Mika und seine Freunde gehen der hübschen Lea nach und belästigen sie mit ihren Bemerkungen, doch sie bleibt völlig cool. Die Erklärung findet Mika, als er Lea im Freak City begegnet, denn sie ist gehörlos und unterhält sich in Gebärdensprache. Mika ist fasziniert von dem hübschen selbstbewussten Mädchen und entschließt sich spontan in den Ferien die Gebärdensprache zu erlernen. Aber irgendwie ist es ihm auch peinlich, so erzählt er zunächst niemandem davon. Später stößt sein Plan auch auf Skepsis und Verwunderung. Mika weiß seine Gefühle nicht einzuordnen, eigentlich liebt er Sandra, die ihn verlassen hat, aber Lea zieht ihn immer wieder an. So entschließt er sich sie einfach zu Hause zu besuchen. Keine gute Idee.
Das Buch liest sich zügig und Mikas Gedanken und Gefühle lesen sich spannend und beschreiben auch seine sexuellen Vorstellungen, ohne peinlich zu sein. Mika ist einfach ein Sechszehnjähriger, der sich entscheiden muss und ob er um Sandra kämpfen möchte oder ob er lieber seinen neuen Gefühlen vertrauen kann, die ihn zu Lea ziehen. Dabei wird auch nicht verschwiegen, wie schwierig eine Freundschaft zwischen einer Gehörlosen und einem Hörenden sein kann. Einfühlsam erzählt Kathrin Schrocke von einer uns unbekannten Gruppe, die meist unter sich bleibt und die wir hier ein wenig kennenlernen.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Humorvolles Abenteuer

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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Muffin ist ein Kater, der bei einem sehr schlechten Zauber namens Tatterich lebt. Er mag es, wenn alles schön ordentlich ist und er mit seiner Kuscheldecke, die Gürkchen heißt in seinem warmen Körbchen ...

Muffin ist ein Kater, der bei einem sehr schlechten Zauber namens Tatterich lebt. Er mag es, wenn alles schön ordentlich ist und er mit seiner Kuscheldecke, die Gürkchen heißt in seinem warmen Körbchen liegen kann. Seinen Namen hat Muffin nicht einfach so, nein, er liebt diese kleinen Törtchen, besonders die, mit klebrigem Zuckerguss und einer Kirsche. Als er gerade so ein Muffin essen möchte, verzaubert Tatterich das Gebäck in einen „Tört.“ Ein kleines klebriges lebhaftes Kaninchen, dass Abenteuer liebt.
So gelangen Muffin und Tört durch die magische Katzenklappe zu dem Wikingern. Die suchen einen Trolljäger, weil ihr Freund Eierich verschwunden ist. Man vermutet, dass er von Trollen gefressen wurde. Obwohl Törts Sprachschatz auf seinen Namen begrenzt ist, versteht ihn Muffin sehr gut und wiederholt, was Tört eigentlich gesagt hat. So machen sich die beiden „Trolljäger“ auf und fahren mit dem Langschiff (das wirklich sehr lang ist) hinüber zur Trollinsel.
Das Buch hat ganz kurze Texte, viele Sprechblasen und ganz viele lustige Bilder. Sehr schön sind auch die Bonusseiten hinten im Buch, hier kann man lernen, wie der Muffin gezeichnet wird und erfährt einiges über seine Familie.
Ein bisschen verrückt ist die Geschichte auf jeden Fall, aber sehr gut zu lesen, witzig und durchaus spannend. Meine Enkel 5 und 6) haben sich das Buch ganz vorlesen lassen und wollten es am nächsten Tag gleich wieder hören. Sie Unterstützen mein Vorlesen mit „Tört“-Rufen, das Wort steht in vielen Sprechblasen und ist gut zu merken.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Zwei tote junge Frauen halten Polizei und Leser*innen in Atem

Die Brandung – Leichenfischer
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Am Anfang musste ich mich, vor allem, weil ich den Vorgänger Krimi nicht gelesen habe, ein wenig an die vielen Menschen gewöhnen. Ich kann aber sagen, es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Da ist die Archäologin ...

Am Anfang musste ich mich, vor allem, weil ich den Vorgänger Krimi nicht gelesen habe, ein wenig an die vielen Menschen gewöhnen. Ich kann aber sagen, es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Da ist die Archäologin Fria, die bei einer Ausgrabung auf das Grab einer jungen Frau stößt. Sie war früher Polizistin und ihre Brüder sind es in Dänemark immer noch. So kann sie nicht anders, sei muss ermitteln. Zusammen mit Ohlsen, dem Kommissar aus Flensburg, bei dem ein ähnliches Grab gefunden wurde, ist sie im deutsch-dänischen Grenzgebiet unterwegs.
Schnell ist klar, dass es sich um denselben Mörder handelt und dass er die Frauen nicht sofort nach ihrem Verschwinden tötet. So gibt es Kapitel, die mit Julia überschreiben sind, die junge Frau wird in einem Raum gefangen gehalten. Ein anderer Erzählstrang berichtet von Nettie, die mit ihrer Tochter ein eigenartiges Leben führt. Da diese Frauen selbst berichten, könnte ich deren Gefühle und Ängste sehr gut nachempfinden.
Fria, die sehr gut beobachten kann und daraus messerscharfe Schlüsse zieht, hat eine Theorie, die Art des Grabes betreffend, die allerdings ein anderer Fachmann nicht teilt. Als dann noch die Leiche eines jungen Mannes auftaucht, stellt sich die Frage, ob er was mit dem Tod der Frauen zu tun hat.
Trotz seiner fast vierhundert Seiten, bleibt der Krimi bis zu seinem überraschenden Ende spannend.
Wir lernen Frias dänische Familie und ihren Mitbewohner kennen und auch diese Episoden fand ich sehr interessant und gut beschrieben. Einige Male gab es Verweise auf den letzten Fall, was dem Verständnis keinen Abbruch tat, trotzdem werden ich das Buch in nächste Zeit lesen.
Menschliche Abgründe, ungewöhnliche Schicksale und eine sympathische Archäologin, die den Fall voranbringt. Spannung ohne reißerische Szenen, das macht eine gute Krimiautorin für mich aus.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Spannender Erstleser-Comic

Leselöwen Comics 1. Klasse - Entführung im Drachenwald
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Theo sitzt auf dem Rücken seines Drachenfreundes Kokolo und sie eilen Lennox, das Drachenkind zu retten. Ein Cover, dass neugierig auf das Abenteuer der beiden macht.
Dann lernen wir erstmal alle kennen, ...

Theo sitzt auf dem Rücken seines Drachenfreundes Kokolo und sie eilen Lennox, das Drachenkind zu retten. Ein Cover, dass neugierig auf das Abenteuer der beiden macht.
Dann lernen wir erstmal alle kennen, die im Buch eine Rolle spielen.
Der erste Kapitel verrät uns „Theos Geheimnis“, ein wenig ahnen wird es schon, denn einen Drachen zum Freund zu haben ist ja nicht alltäglich und deshalb bleibt es wohl besser ein Geheimnis. Selbst Theos Papa verfährt nichts davon. Mitten in der Nacht gibt es „Alarm!“ denn Kokolo weckt Theo, denn der kleine Lennox wurde von dem Adler Malo „dem schlimmsten Vogel im Drachenwald!“ entführt. Natürlich fliegen die beiden gleich los, um ihn zu finden. Zum Glück gibt es im Wald viele Tiere, die den beiden helfen.
Dieses Erstlese-Buch ist in Comicform gestaltet und damit sind die kurzen Texte mit den dazugehörigen Bildern sehr gut zu lesen. Die große Schrift und die, für einen Comic, großen Bilder, erleichtern das Verständnis sehr. Ich werde das Buch gleich in den nächsten Tagen an unserm Erstklässler testen und ich bin überzeugt, dass er das Buch selbst lesen kann.
Ich schließe mich den Lehrer*innen, die auf dem Cover das Buch empfehlen an, ich kann nur sagen ein überzeugendes Erstleserbuch voller Spannung.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Schönes Depressionsgedicht

Schwarze Liese
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Das schwarze Huhn, von dem dieses Gedicht erzählt ist groß auf dem Cover zu sehen. Unter dem Titel sieht man es mit rigoros in die Hüften gestemmten Flügeln und hoch erhobenen Hauptes oder Schnabels.
„Es ...

Das schwarze Huhn, von dem dieses Gedicht erzählt ist groß auf dem Cover zu sehen. Unter dem Titel sieht man es mit rigoros in die Hüften gestemmten Flügeln und hoch erhobenen Hauptes oder Schnabels.
„Es war einmal…“ so beginnt der Text und zunächst wird Lise vorgestellt, leider „jammert sie den ganzen Tag“, denn sie „sehnt sich nach Tüpfeln auf dem Kleid“. Ja da ist es dumm, wenn man einfach nur schwarz ist. Doch dann beschießt sie, dass man die schwarzen Tüpfeln auf dem schwarzen Kleid einfach nicht sieht. So verkündet sie den anderen Hühnern und dem Hahn ihre neue Erkenntnis. Doch die lachen sie nur aus. Da wurde die schwarze Liese traurig und „fiel in eine depressive Kriese.“ Sie aß und trank nicht mehr und legte deshalb auch keine Eier. Irgendwann fiel sie um und wurde für tot erklärt und sollte begraben werden. Am Grab sprach der Hahn wundervolle Worte über die von allen geliebte Lise. Als er mit den Worten „Sie war im schwarzen Tüpfelkleid das schönste schwarze Huhn.“ schloss, meldete sich die Totgeglaubte.
Das Gedicht lässt sich wunderbar lesen und die Illustrationen sind sehr passend. Wie schön, dass die depressive Lise so einfach durch die Anerkennung der anderen Hühner fröhlich wurde.

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