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Veröffentlicht am 19.01.2025

Geschichte lebendig greifbar gemacht

Die Schwestern von Krakau
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Bettina Storks hat einen wunderbaren historischen Roman auf zwei Zeitebenen geschrieben. Einerseits erleben wir die Besatzungszeit 1942 in Krakau und andererseits Nachforschungen im Jahr 2017.

Kurz bevor ...

Bettina Storks hat einen wunderbaren historischen Roman auf zwei Zeitebenen geschrieben. Einerseits erleben wir die Besatzungszeit 1942 in Krakau und andererseits Nachforschungen im Jahr 2017.

Kurz bevor Simon Mercier in Paris stirbt hatte er seine Tochter Edith, aus Baden-Baden um ein Treffen gebeten. Leider fand dieses nicht mehr rechtzeitig statt. In seinem Nachlass entdeckt sie Notizzetteln und Nachforschungen, mit dabei eine deutsche Telefonnummer. So erfährt Edith von ihrer Großcousine Tatjana, die in der Nähe von Stuttgart wohnt. Beide entdecken ihre polnischen Wurzeln und erforschen gemeinsam die Familienvergangenheit. Tatjana reist dafür nach Krakau.

Im Zeitstrang um 1942 erfährt man Stück für Stück wie es der Familie damals ergangen ist und allmählich enthüllen sich so alle Puzzleteilchen bis das Buch ein Großes Ganzes bildet.

Der Schreibstil liest sich flüssig und lebhaft. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben. Vor allem die Vergangenheit hat mich tief berührt und oft betroffen gemacht. Ich habe von vielen Gräueln gelesen die mir bisher nicht so detailliert bekannt waren.

Personenregister helfen den Überblick zu behalten, hab ich aber gar nicht benötigt. Ein bewegendes Buch mit einem wichtigen Stück Zeitgeschichte - kann ich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Mehr als nur eine Zugfahrt

In einem Zug
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Eduard Brunhöfer, einst gefeierter Bestseller Autor der immer noch davon ausgeht das jeder ihn erkennen und achten müsste. Ein Termin wegen seines neuen Buches beim Verlag in München setzt ihn ...

Eduard Brunhöfer, einst gefeierter Bestseller Autor der immer noch davon ausgeht das jeder ihn erkennen und achten müsste. Ein Termin wegen seines neuen Buches beim Verlag in München setzt ihn unter Druck, denn fertig ist es noch lange nicht aber der Vorschuss schon ausgegeben. Deshalb muss er den Zug statt dem Flugzeug nehmen.
Dann sitzt ihm auch noch eine Dame mittleren Alters gegenüber, mit der erstmal kein gutes Gespräch beginnt - denn ganz anders als erwartet kennt sie ihn nicht, hat noch kein einziges seiner Bücher gelesen. Doch Catrin lässt nicht locker und verwickelt Eduard immer wieder und mehr in ein Gespräch das auch immer tiefsinniger wird. Über Beziehung, Ehe, über Liebe. Eduard reflektiert dabei die ganzen Ehejahre mit seiner Frau.

Anfangs war der Schreibstil etwas ungewohnt für mich und manche Stellen im Buch auch etwas langatmig, da halt nur ein Gespräch stattfindet und sonst so gut wie keine Handlung. Aber diese Unterhaltung hat es in sich und regt teils schon enorm zum Nachdenken an. Man muss dieses Buch beim Lesen auf sich wirken lassen. Es ist wirklich gute Literatur!

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Veröffentlicht am 29.12.2024

kurzweilig, humorvoll

Nur Norbert malte blauer
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In Oma Käthes Pension wird zum Malkurs eingeladen. Und ausgerechnet bei dem voll ausgebuchten Haus ist Karl-Heinz nicht auffindbar.

Ein Nachbar der Backes begeht anscheinend Suizid, doch Jupp wittert ...

In Oma Käthes Pension wird zum Malkurs eingeladen. Und ausgerechnet bei dem voll ausgebuchten Haus ist Karl-Heinz nicht auffindbar.

Ein Nachbar der Backes begeht anscheinend Suizid, doch Jupp wittert dahinter einen Mord und hat mit den etwas merkwürdigen Teilnehmern des Malkurses gleich eine ganze Liste an Verdächtigen. Dabei muss er auch noch Streit in der eigenen Familie schlichten. Tochter Eva steht vor den Scherben ihrer Beziehung. Inge versucht mit Ratschlägen zur Stelle zu sein und muss sich manchmal für Jupp schämen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und humorvoll. Jupp Backes ist wirklich eine Nummer für sich. Die Geschichte ist turbulent und hat ein hohes Tempo. Der Spannungsbogen baut sich gut auf. Und ich konnte super miträtseln wer denn nun wohl der Mörder ist.

Charaktere und Schauplätze sind beides authentisch und lebendig beschrieben. Dieser Band lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Schicksalswege jüdischer Kinder aus Wien

Suche liebevollen Menschen
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Julian Borger erzählt in diesem Buch nicht nur die Geschichte seines Vaters, sondern auch von Schicksalen anderer Kinder die aufgrund des Kriegsbeginnes per Zeitungsinserat ins Ausland geschickt wurden.

Das ...

Julian Borger erzählt in diesem Buch nicht nur die Geschichte seines Vaters, sondern auch von Schicksalen anderer Kinder die aufgrund des Kriegsbeginnes per Zeitungsinserat ins Ausland geschickt wurden.

Das Cover ist sehr interessant gestaltet und das ganze Buch wirkt hochwertig. Auch die Aufmachung im Inneren hat mir gut gefallen. Es gibt Personenregister, und zb einen Abdruck der Zeitungsinserate in denen Eltern versuchen ihre Kinder zu vermitteln.

Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen, aber man muss schon konzentriert bei der Sache sein. Es sind viele Infos und Personen. Mir waren die Zeitsprünge und das Wechseln zwischen den verschiedenen Schicksalen manchmal zu plötzlich. Das hätte ruhig besser ersichtlich sein dürfen.

Trotzdem war ich sehr ergriffen von den Lebensgeschichten und habe so viele Informationen erhalten die ich vorher nicht wusste. Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte und sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 23.11.2024

Authentisch, tolle Einblicke

Alles büddn wild
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Annemarie Paulsen wächst mit 7 Geschwistern auf einem Landwirtschaftsbetrieb auf. In diesem 256 Seiten langen Buch gibt sie tolle, authentische Einblicke in das Leben auf dem Bauernhof.
Das sie ...

Annemarie Paulsen wächst mit 7 Geschwistern auf einem Landwirtschaftsbetrieb auf. In diesem 256 Seiten langen Buch gibt sie tolle, authentische Einblicke in das Leben auf dem Bauernhof.
Das sie ehrlich und offen schreibt, nichts beschönigt merkt man sofort und doch hat das Buch einen guten Touch Humor der mich immer wieder schmunzeln lässt.
Sie erzählt auch vom Dorftratsch, den Dorfbewohnern, davon wie furchtbar bürokratisch heute alles ist und auch ganz wichtig von den Traditionen.
Auch heute noch ist es meist so das die Frauen sich um Haushalt, Essen, Kinder kümmern und die Männer sich um Feldarbeit und schwere Maschinen.
Traditionell wird der Hof immer von einem Mann übernommen, aber es wird immer schwerer einen Nachkommen zu haben der das noch machen möchte. Da spielen natürlich die Bürokratie, immer weniger Einnahmen aber höhere Kosten eine große Rolle.

Annemarie zeigt uns sowohl die Landidylle als auch die Schattenseiten.
Das hat mir gut gefallen.

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