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Veröffentlicht am 03.02.2025

Kein Buch ist so spannend, wie die Bibel

Jakob
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Rebekka und Isaak liegen im Bett. Plötzlich sagt sie „Isaak, die Zwillinge streiten sich so sehr, dass ich denke, die bringen sich um. Ehe sie das Licht der Welt erblicken. Nur wenige Minuten danach platzt ...

Rebekka und Isaak liegen im Bett. Plötzlich sagt sie „Isaak, die Zwillinge streiten sich so sehr, dass ich denke, die bringen sich um. Ehe sie das Licht der Welt erblicken. Nur wenige Minuten danach platzt die Fruchtblase. Isaak läuft zur Hebamme und kommt wenige Minuten danach mit drei Frauen zurück. Es dauert nicht lange und die Zwillinge Esau und Jakob sind geboren. 15 Jahre später geht die Geschichte weiter.

Es gibt wohl nur wenige Menschen, die tatsächlich dieses Buch der Bücher gelesen haben. Keineswegs spannend und schon gar nicht unterhaltsam. Aus dem Grund ist es erfreulich, dass es Autoren wie Damaris Kofmehl gibt. Ihr Bibel Thriller #Jakob zeigt eindrücklich, wie brutal es schon damals zuging. Brunnen wurden zugeschüttet und somit nicht mehr als solche zu nutzen. Brüder kämpften gegeneinander und das Wort Gottes war nichts mehr wert.

Selbst für jene, die sich mit den Schilderungen der Bibel auskennen, ist "Jakob" ein Buch, das fesselnd Ereignisse beschreibt, welche die Geschicke der Menschheit beeinflussten. Was bedeutet diese Aussage? An Gott zu glauben ist eine völlig private Ansicht und sollte auch privat bleiben. Das gilt auch für alle Erlebnisse, die in der Bibel beschrieben sind.

Ich habe das Lesen dieses Romans genossen. Die Geschichte um Jakob und Esau einmal in Romanform zu lesen, das war außergewöhnlich. So nah kam ich den Akteuren vorher nicht. Ich begleitete sie auf ihrem Weg und konnte ihre Ängste und Freuden empfinden. Ganz klar, dass es eine ausdrückliche Leseempfehlung von mir gibt.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Außergewöhnlich, und außergewöhnlich gut

Stadt der Hunde
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Solange Nicole nicht sprach und ihre schrille Stimme nicht bei jeder Unterhaltung störte, war für ihn alles in Ordnung. Sie war die Mutter seiner Tochter. Dem Kind, das nicht „geplant“ war. Lea, sein Ein ...

Solange Nicole nicht sprach und ihre schrille Stimme nicht bei jeder Unterhaltung störte, war für ihn alles in Ordnung. Sie war die Mutter seiner Tochter. Dem Kind, das nicht „geplant“ war. Lea, sein Ein und Alles hätte es nie gegeben, wenn er Nicole nicht geehelicht hätte. Abtreiben? Nein, das war nie eine Option für ihn. Er, das ist der weltbekannte Gehirnchirurg Jaap Hollander. Er ist eine Kapazität und aus dem Grund wird er vom Premierminister Israels angesprochen. Er soll einen lebensgefährlichen Eingriff durchführen. Bei einer jungen Frau. Nein, keine „gewöhnliche“ Patientin. Sie ist die Tochter des Prinzen von Saudi-Arabien. Gelingt die OP, dann schwimmt er in Geld. Stirbt die Patientin, dann wird er getötet.

Für Jaap Hollander undenkbar, dass er nicht einmal im Jahr den Ort aufsucht, an dem die letzte Spur seiner Tochter gefunden wurde. Vor 10 Jahren verschwand sie und es gibt keinerlei Erkenntnisse über ihr Verschwinden. Ja, es wurde ein Rucksack gefunden. Vor einer Höhle, die bei starken Regenfällen völlig überflutet wird. Selbst wenn sie nicht mehr leben sollte, wo sind dann ihre Knochen zu finden? Und wo noch Reste ihrer Kleidung?

Leon de Winter schreibt über das Leid des Vaters, der sein Kind bereits 10 Jahre lang sucht. Und das so eindrucksvoll, dass mich dieser Roman

StadtderHunde tatsächlich gefangen nahm. Ich nahm nicht nur Anteil mit Jaap. Auch die Sorgen des Prinzen aus Saudi-Arabien konnte ich ein wenig nachvollziehen. Es spielt also keine Rolle, welchen Reichtum jemand angehäuft hat. Wer sehr krank ist, der kann sich seine Gesundheit nicht kaufen.

Das Buch ist außergewöhnlich. Es zeigt deutlich, wie sehr unser Gehirn von äußeren Gegebenheiten beeinflusst werden kann. Ich las es mit Begeisterung und gebe eine absolute Leseempfehlung.

NetGalleyDE

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Veröffentlicht am 29.01.2025

So spannend kann das Mittelalter sein

INFAMIUM
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Der junge Ignatius hängt sehr an seinem Ziehvater. Kein Wunder also, dass er völlig niedergeschlagen ist, als dieser verstirbt. War er doch noch einen Tag vorher bei ihm. Hat sich mit ihm unterhalten und ...

Der junge Ignatius hängt sehr an seinem Ziehvater. Kein Wunder also, dass er völlig niedergeschlagen ist, als dieser verstirbt. War er doch noch einen Tag vorher bei ihm. Hat sich mit ihm unterhalten und ein Versprechen gegeben. Bodowin, so heißt der Tote, bat ihn um einen Gefallen. Er möge ein Buch an sich nehmen und es still und heimlich an einen Ort bringen, dessen Name niemand wissen dürfe. Der Ort heißt Lauresham. Ignatius zögert keinen Moment und begibt sich auf die gefahrvolle Reise.

„Infamium“ wird in zwei Zeitspannen erzählt. Einmal die Reise des Ignatius im Heute und das Lesen des Buches von Bodowin in der Vergangenheit. Es ist eine lange Reise ins Mittelalter, die mich zu jedem Zeitpunkt fesselte. So lebendig wird sie erzählt. Viele Intrigen und auch einige Anschläge gilt es zu überwinden. Wie Ignatius seine Prüfungen besteht und auf welche Weise er das Buch an seinen Bestimmungsort bringt, ist äußerst unterhaltsam geschildert. Klare Empfehlung von mir, denn auch die Sprecher haben mich mitgenommen und zu keinem Zeitpunkt gelangweilt.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein wichtiges Buch, das beim Erinnern hilft

Berchtesgaden
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Sophie Gruber und ihre Cousine Magda sind froh. Endlich sind sie weg, diese Bonzen. Eben fuhr der letzte schwarze Wagen am Haus vorbei und sie können sich in aller Ruhe umschauen. In der Villa von A. Speer, ...

Sophie Gruber und ihre Cousine Magda sind froh. Endlich sind sie weg, diese Bonzen. Eben fuhr der letzte schwarze Wagen am Haus vorbei und sie können sich in aller Ruhe umschauen. In der Villa von A. Speer, dem Architekten des Führers. Sie sind beeindruckt und vor allem die Bibliothek hat es ihnen angetan. Hier finden sie sogar ein Exemplar von „Mein Kampf“ mit Widmung. Schau einer an. Nicht nur die vielen Bücher haben es ihnen angetan. Es gibt viel mehr zu entdecken. Und nicht nur die beiden Jugendlichen haben es auf die vielen Schätze im Haus abgesehen. Immer mehr Nachbarn kommen dazu.

„Berchtesgaden“ ist nicht nur der Titel des Buches. Diese Stadt hat es Hitler ganz besonders angetan. Er vereinnahmte sie sofort, ließ seine Residenz bauen und verscheuchte Einheimische. Die jüdischen Nachbarn auf dem Obersalzberg waren die ersten, die vertrieben wurden. Weitere Höfe wurden enteignet, unten in der Stadt herrschte das Denunziantentum. Leider gab es sehr viele, die in diesem Menschen ihren Messias sahen und für ihn alles menschenmögliche taten. Es gab Reisebusse mit Anhängern, die nur einmal einen Blick auf Haus und Mann werfen wollten.

Das Buch beginnt sofort nach dem Krieg. Die Amerikaner nehmen Berchtesgaden ein. Sie urteilen im Schnellverfahren, wer sich während der letzten Jahre strafbar machte und wer nicht. Eigentlich ja normal, dass oft zu hören war: „Ich habe niemals von den Untaten der Soldaten sowie SS und SA gewusst. Nein, den Hitler mochte ich nie.“ Die Amerikaner nannten sie „Expressgeläuterte“.

Die Autorin zeigt sehr deutlich, wie sich Täter herauswinden wollten. Dabei gab es einige, die sogar ihre Nachbarn denunzierten und diese dann zum Tode verurteilt wurden. Wie es den Juden ging, das muss ich nicht wiederholen. Schätze wurden angehäuft, und in fast jeder Familie gab es Schuldige.

Das Buch ließ sich gut lesen. Die Sprache ist leicht und abwechslungsreich. Die Charaktere realistisch dargestellt und auch die Spannung lässt nichts zu Wünschen übrig. Das Literaturverzeichnis bietet allen, die weitere Informationen haben möchten, eine Vielzahl an interessanten Büchern. Nicht nur zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ein gelungenes Stück Geschichte, das beim Erinnern hilft.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Ein Krimi, den ich nur empfehlen kann

FördeGrauen
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Kristin Voss kann ihre Entsetzen kaum verbergen. Vor ihr liegt eine Frauenleiche, die sich von allen Opfern, die sie bisher sah, grausam unterscheidet. Sie trägt ein Brandmal, wie es eigentlich vornehmlich ...

Kristin Voss kann ihre Entsetzen kaum verbergen. Vor ihr liegt eine Frauenleiche, die sich von allen Opfern, die sie bisher sah, grausam unterscheidet. Sie trägt ein Brandmal, wie es eigentlich vornehmlich bei Pferden zu sehen ist. Der Täter lässt sich kaum Zeit, bis die Leiche kalt ist. Schon gibt es einen neuen Fund. Kristin und ihre Kollegen müssen sich auf kurze Nächte einstellen.

Das Cover von "Förde Grauen" sprach mich sofort an. Die Küste rund um Flensburg kenne ich gut und das Cover passt perfekt. Es dauerte nicht lange und ich war mittendrin im Geschehen. Der Autor Andreas Schmidt schreibt nicht nur spannend. Auch die Charaktere sind so gut dargestellt, dass ich mir die Akteure sehr gut vorstellen konnte. Die Wendungen sind zahlreich und durchaus nachzuvollziehen.

Was mir ebenfalls gut gefiel, das ist die Beschreibung der Natur und den Bewohnern. Nein, es ist kein Buch, bei dem das Blut in Strömen fließt. Und das ist auch gut so. Meine Leseempfehlung kommt ohne Abstriche daher.

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