Eine Ärztin in Hamburg
Wer aus dem Schatten trittHamburg 1958. Der Krieg ist vorbei. Doch viele Menschen sind noch immer von ihren Erlebnissen traumatisiert. Renate hat ihr Examen als Ärztin bestanden und tritt ihre Stelle in der psychiatrischen Abteilung ...
Hamburg 1958. Der Krieg ist vorbei. Doch viele Menschen sind noch immer von ihren Erlebnissen traumatisiert. Renate hat ihr Examen als Ärztin bestanden und tritt ihre Stelle in der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus Ochsenzoll an. Dort herrschen noch die alten Hierachien der Männer. Viele Krankheiten werden als Schizophrenie diagnostiziert und nur medikamentös behandelt. Obwohl Renate wenig bis keine Erfahrung hat, versucht sie mit Gesprächen die Hintergründe zu erforschen. Als einer ihrer Patienten Selbstmord begeht, lernt sie Kommissar Studt kennen und lernt auch seinen Sohn Mathias kennen.
Das Cover und der Titel passen sehr gut zur Handlung. Die Protagonisten werden sehr persönlich beschrieben. Renate ist die Hauptfigur und wir begleiten sie nicht nur durch die Hansestadt der damaligen Zeit, sondern lernen selbstbewusste Frauen kennen, die sich für Frauenrechte einsetzen und eine Vereinigung gründen. Bei einem Fußballspiel des HSV am Rothenbaum hat dann Uwe Seeler einen kleinen Gastauftritt. Der Erzählstil nimmt mich mit in eine Zeit, in der ich selbst in Hamburg aufgewachsen bin und ich genieße es.