Eigentlich finde ich das Cover ziemlich abschreckend, aber dann wird das Hörbuch doch mitreißend von Astrid Kohrs vorgetragen.
Es geht um die Münchner Kommissarin Andrea Mangfall, die recht großzügig mit ...
Eigentlich finde ich das Cover ziemlich abschreckend, aber dann wird das Hörbuch doch mitreißend von Astrid Kohrs vorgetragen.
Es geht um die Münchner Kommissarin Andrea Mangfall, die recht großzügig mit Alkohol als auch mit Dienstvorgaben umgeht. Im Ermitteln ist sie ein unbestrittenes Ass, aber als ihr eigener Bruder unter Mordverdacht gerät, übertreibt sie es mit ihren Alleingängen.
Auch wenn mich die Protagonisten nicht überzeugen konnten, hält einen das hohe und schnelle Erzähltempo bei der Stange. Dieser Krimi hat es in sich und lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Grauners lang ersehnter Ruhestand ist leider in weite Ferne gerückt. Immerhin konnte er eine Beförderung abwenden, auch wenn er sich dabei zum Narren gemacht hat. Während die Stimmung zu Hause ungemütlich ...
Grauners lang ersehnter Ruhestand ist leider in weite Ferne gerückt. Immerhin konnte er eine Beförderung abwenden, auch wenn er sich dabei zum Narren gemacht hat. Während die Stimmung zu Hause ungemütlich wird, weil Ehefrau und Tochter ihre eigenen Pläne schmieden, gilt es den Mord an einer bekannten Bildhauerin aufzuklären.
Diesmal spielt die Handlung im malerischen Laas. Der Ort ist bekannt für seinen Marmorsteinbruch, aber auch für besonders hochwertige Marillen. Der Blick des Autors geht allerdings noch weit über die Grenzen Südtirols hinaus, denn Grauners Mitarbeiter Saltapepe und Tappeiner geraten auf ihrer Urlaubsreise in Amerika in üble Schwierigkeiten. So kommt noch eine zusätzliche Prise Spannung ins Geschehen. Das ist aber auch notwendig, denn Grauner wirkt ausgebrannt. Er denkt immer mehr an Mahler und an seinen Kuhstall, was allmählich für den Leser beinahe schon zu viel wird. Ich vermute fast, dass sich die Grauner-Reihe dem Ende zuneigt, zumindest wirkt der Schluss so. Mal abwarten!
Man kann die Fortsetzungsgeschichte um die deutsche Kommissarin Wallis Windsbraut mit ihrem skurrilen Leichenwagen gut ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings ist es auch schön, wenn man so auf alte Bekannte ...
Man kann die Fortsetzungsgeschichte um die deutsche Kommissarin Wallis Windsbraut mit ihrem skurrilen Leichenwagen gut ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings ist es auch schön, wenn man so auf alte Bekannte trifft. Kollege Paul, der immer noch ewig Pipi muss oder das holländische Morddezernat. Die größte Veränderung ist der süße Hund, den Wallis sich wahrscheinlich zulegen wird, der aber vorerst noch bei ihr stundenweise Probe wohnt. Leider hat er ein Faible für Leichen und schwups ist Wallis wieder mittendrin in einer Mordserie.
In gewohnter Manier wechseln sich spannende Momente mit lustigen Situationen ab. Kenner der Gegend rund um Medemblik werden vieles wiedererkennen. Für meinen Geschmack sind es ein paar niederländische Aussprüche zu viel, auch wenn ich Grundkenntnisse der Sprache habe. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt an dem Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Nachdem mir die Geschichte um den Baronet Robin Blyth so gut gefallen hat, enttäuscht mich die Fortsetzung. Hier versucht seine Schwester Maud, fehlende Teile des Magievertrages sicher von Amerika nach ...
Nachdem mir die Geschichte um den Baronet Robin Blyth so gut gefallen hat, enttäuscht mich die Fortsetzung. Hier versucht seine Schwester Maud, fehlende Teile des Magievertrages sicher von Amerika nach England zu bringen. Doch auf dem Passagierschiff gibt es Gegner, die vor Mord nicht zurückschrecken. Leider sieht man es seinen Mitreisenden nicht an, ob sie magisch begabt und zugleich auch noch eine tödliche Gefahr sind. Insofern erzählt uns Freya Marske eine spannende Krimigeschichte in Zeiten des Jugendstils mit den entsprechenden Garderoben, die man sich bildlich vorstellen kann. Auch ihre Fantasie für das Magische ist beeindruckend, aber diesmal ist die begleitende queere Liebesgeschichte nicht so sensibel gelungen und wirkt durch die häufigen erotischen Szenen leider etwas plump.
Regina gehört zu einer Gruppe engagierter Menschen, die sich Gedanken um den Fortbestand der Erde gemacht und die Folgen der Klimakatastrophe korrekt vorhergesehen haben und gerade noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen ...
Regina gehört zu einer Gruppe engagierter Menschen, die sich Gedanken um den Fortbestand der Erde gemacht und die Folgen der Klimakatastrophe korrekt vorhergesehen haben und gerade noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen konnten. Sie bauten über die Erde verteilt hoch technisierte Überlebensbunker, in denen sie selbst und ausgewählte Exemplare der Tierwelt im Tiefschlaf überleben konnten. Regina ist die letzte ihrer Gruppe, ganz allein auf sich gestellt und da ihre Erinnerungen auch erst langsam wieder kommen, erlebt man als Leser quasi mit, wie sie ihr Zuhause und später die gerettete Umwelt vorsichtig neu kennenlernt. Das Erzähltempo ist sehr behutsam, leider stellenweise fast zum Einschlafen. Viele wiederkehrende Handlungen werden unnötig oft beschrieben.
In Zeiten des Klimawandels ist dies ein interessanter und aktueller Roman. Die Protagonistin Regina wirkt nicht wie eine 35-jährige Frau, sondern mehr wie ein Teenie. Viele Denkweisen kann man nicht so recht nachvollziehen und oft unterschätzt sie die Gefahren. Aufgelockert wird die Handlung durch eine kleine schwarze Babykatze, die Regina die Einsamkeit nimmt und sich auch ins Herz des Lesers einschleicht.
Das Ende ist gut gewählt. Das Abenteuer in der Wohnkapsel ist vorerst zum Abschluss gekommen und wer Lust hat, kann Regina auf ihren nächsten Trip in dem Folgeband, wenn der denn mal erschienen ist, begleiten.