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Veröffentlicht am 09.03.2024

Emotionale Achterbahnfahrt, Freundschaft, Liebe, Verlust

If he had been with me
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"If he had been with me" von Laura Nowlin ist eine sehr emotionale, tiefgründige Geschichte. Ich habe das Buch schon etwas länger bei mir zu Hause liegen, da ich tatsächlich doch viel negatives gehört ...

"If he had been with me" von Laura Nowlin ist eine sehr emotionale, tiefgründige Geschichte. Ich habe das Buch schon etwas länger bei mir zu Hause liegen, da ich tatsächlich doch viel negatives gehört hatte, aber ich wurde wirklich positiv überrascht.

Die beiden Protagonisten Autumn und Finn, die seit ihrer Kindheit beste Freunde sind, durchleben eine beeindruckende persönliche Entwicklung. Autumn, anfänglich schüchtern und unsicher, gewinnt im Laufe der Geschichte an Selbstvertrauen und stärkt ihre eigene Identität. Finn hingegen, der anfangs eher zurückhaltend erscheint, öffnet sich allmählich und zeigt eine beeindruckende innere Stärke.

Die Handlung selbst erzählt von den komplexen Facetten einer tiefen Freundschaft und den ungewissen Pfaden des Erwachsenwerdens.

Es werden auch sensible Themen wie Suizid thematisiert. Die Autorin schafft es, diese ernsten Themen auf eine einfühlsame und respektvolle Weise zu behandeln, was die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zugänglich. Die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Erzählerperspektive aus Autumns Sicht verleiht dem Buch eine persönliche Note und verstärkt die emotionale Bindung zu den Figuren.

Dennoch ist es für mich kein 5 Sterne Buch, da das Ende meiner Meinung nach zu abrupt kam und mich mit einem Gefühl der Traurigkeit zurückließ. Ich hätte mir ein ausführlicheres Ende gewünscht, was der Geschichte mehr Raum für einen emotionalen Abschluss gegeben hätte. Trotzdem hat mich "If he had been with me" zutiefst berührt und wird mir noch länger in Erinnerung bleiben. Ich kann es allen empfehlen, die emotionale Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Spannend

Das College
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Das College: In der Nacht kommt der Tod von Ruth Ware ist ein atmosphärischer Thriller, der in den ehrwürdigen Hallen von Oxford spielt und eine komplexe Geschichte über Schuld, Erinnerung und das Streben ...

Das College: In der Nacht kommt der Tod von Ruth Ware ist ein atmosphärischer Thriller, der in den ehrwürdigen Hallen von Oxford spielt und eine komplexe Geschichte über Schuld, Erinnerung und das Streben nach der Wahrheit erzählt. Doch obwohl der Roman mit vielen Stärken glänzt, bleibt er in einigen Aspekten hinter den Erwartungen zurück.
Der Thriller wird aus der Perspektive von Hannah erzählt, die vor zehn Jahren die Leiche ihrer Freundin April fand und nun in der Gegenwart erneut in die düstere Vergangenheit eintaucht. Diese Ich-Erzähler-Perspektive sorgt für eine enge Bindung an die Hauptfigur, gibt dem Leser aber auch einen Einblick in Hannahs zerrissene Gedankenwelt. Ruth Ware hat einen eleganten, aber teils langsamen Erzählstil, der die düstere, fast mystische Atmosphäre von Oxford perfekt einfängt. Der Schreibstil ist definitiv einer der Stärken des Buches – die detaillierten Beschreibungen der Umgebung und die sich stetig verdichtende Spannung tragen zur dichten Atmosphäre bei. Doch manchmal zieht sich die Erzählung etwas in die Länge, was die Spannung teilweise bremst.
Die Handlung dreht sich um ein Verbrechen, das vor zehn Jahren an der Universität Oxford geschah, und die Fragen, die sich daraus in der Gegenwart ergeben: War der verurteilte Mörder tatsächlich der Täter? Hannah, die zu dieser Zeit eine enge Freundin von April war, beginnt an ihrer eigenen Aussage zu zweifeln und wird von der Suche nach der Wahrheit getrieben. Das „Zweifel an der eigenen Aussage“-Tropus ist ein interessanter, aber nicht ganz neuer Ansatz in Thrillern. Hier wird er gut umgesetzt, und Ware gelingt es, die Spannung durch unerwartete Wendungen aufrechtzuerhalten. Dennoch ist die Auflösung des Falles nicht ganz so überraschend, wie man es sich vielleicht erhofft hätte, was den Thriller etwas weniger packend macht.
Hannah als Protagonistin ist ein interessanter Charakter, da sie zwischen dem Wunsch, das Richtige zu tun, und der Angst, die Vergangenheit nicht richtig deuten zu können, hin- und hergerissen ist. Ihre Unsicherheit und die Schuldgefühle, die sie aufgrund ihrer Aussagen hegt, machen sie zu einer gut entwickelten, wenn auch nicht immer sympathischen Figur. Die anderen Charaktere, besonders die Mitglieder der ehemaligen Clique, bleiben oft etwas blass und sind weniger tiefgründig ausgearbeitet. Einige von ihnen wirken eher wie typische „verdächtige“ Figuren, ohne viel Eigenständigkeit.
Das Setting in Oxford ist ein echter Höhepunkt des Romans. Ware nutzt die alten, ehrwürdigen Gebäude und das akademische Umfeld geschickt, um eine beklemmende, fast klaustrophobische Stimmung zu erzeugen. Besonders die Rückblenden, in denen wir Hannahs Zeit als Studentin erleben, sind gelungen, da sie eine gewisse Melancholie und Nostalgie in die Geschichte bringen, die sich später in der düsteren Suche nach Antworten verwandelt.
Das College: In der Nacht kommt der Tod ist ein solider Thriller mit einer fesselnden Atmosphäre und einem überzeugend aufgebauten Geheimnis. Die Grundidee ist spannend, und Ruth Ware versteht es, eine düstere Stimmung zu schaffen. Dennoch fehlt es der Geschichte an einigen Stellen an Tempo und Überraschung, um wirklich herausragend zu sein. Die Auflösung des Falls ist zwar zufriedenstellend, lässt jedoch keine Wow-Momente zurück, was den Thriller insgesamt etwas schwächer macht, als er sein könnte.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Emotionale Geschichte

Mirror Of My Soul. Fee & Aurelian (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt)
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„Mirror Of My Soul“ von Johanna Marquardt erzählt die Geschichte von Fee Heinfeld, die an einem exklusiven Coachingprogramm in Málaga teilnimmt, um ihre Bindungsprobleme zu überwinden. Durch einen Anmeldefehler ...

„Mirror Of My Soul“ von Johanna Marquardt erzählt die Geschichte von Fee Heinfeld, die an einem exklusiven Coachingprogramm in Málaga teilnimmt, um ihre Bindungsprobleme zu überwinden. Durch einen Anmeldefehler ist sie gezwungen, Aurelian Miller als ihren Fake-Freund auszugeben – und was zunächst nach einem rein taktischen Arrangement aussieht, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Herausforderung für ihre Gefühle.
Das Buch vereint einige meiner liebsten Tropes: Enemies-to-Lovers, Fake-Dating und eine Prise Forced Proximity – perfekte Zutaten für eine emotionale und knisternde Liebesgeschichte. Besonders gut hat mir gefallen, wie die anfängliche Abneigung zwischen Fee und Aurelian langsam in etwas Tieferes übergeht, ohne dass es sich überstürzt anfühlt. Die Chemie zwischen ihnen ist spürbar, und ihre Dialoge sind oft herrlich scharfzüngig.
Der Schreibstil ist bildhaft und angenehm zu lesen, wobei ich anfangs etwas gebraucht habe, um in den Rhythmus der Geschichte zu kommen. Durch die wechselnde Erzählperspektive erhält man einen guten Einblick in die Gedankenwelt beider Protagonisten, was ihre Entwicklung nachvollziehbar macht. Fee kämpft stark mit ihren Selbstzweifeln, und ich hätte mir gewünscht, dass sie noch ein wenig mehr an Selbstvertrauen gewinnt. Aurelian hingegen überrascht mit seiner tiefgründigen Seite, die nach und nach sichtbar wird.
Obwohl ich die Story insgesamt mochte, gab es einige Aspekte, die für mich nicht ganz rund waren. Manche Handlungsstränge wurden nicht richtig aufgelöst, und das Ende fühlte sich für mich etwas unbefriedigend an. Gerade bei einigen Nebencharakteren hätte ich mir mehr Tiefe oder zumindest einen klareren Abschluss gewünscht.
Insgesamt ist „Mirror Of My Soul“ eine schöne Romance mit starken Tropes, emotionalen Momenten und einem tollen Setting.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Friedens-to-Lovers

Daydream
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„Daydream“ von Hannah Grace ist der dritte Teil der Maple-Hills-Reihe, und ich hatte wirklich hohe Erwartungen, vor allem nach den beiden ersten Bänden, die mich regelrecht begeistert haben. Im Mittelpunkt ...

„Daydream“ von Hannah Grace ist der dritte Teil der Maple-Hills-Reihe, und ich hatte wirklich hohe Erwartungen, vor allem nach den beiden ersten Bänden, die mich regelrecht begeistert haben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Halle Jacobs, die nach einer Trennung beschließt, ihr eigenes Glück an erste Stelle zu setzen und ihren Traum, einen Liebesroman zu schreiben, zu verfolgen. Unterstützung bekommt sie dabei von Henry Turner, dem neuen Eishockey-Captain von Maple Hills, der sie auf ungewöhnliche Weise um Hilfe bittet, um eine Nachhilfe in einem schwierigen Kurs zu bekommen. Ihr Deal lautet: Keine echten Gefühle, nur gegenseitige Unterstützung. Doch, wie zu erwarten, lässt sich die Liebe nicht so einfach in Regeln fassen.

Zunächst muss ich sagen, dass ich die abwechselnde Erzählperspektive von Halle und Henry sehr genossen habe. Es hat mir geholfen, mich viel besser in beide Charaktere einzufühlen, ihre Gedanken und Gefühle direkt nachzuvollziehen, was das Buch besonders lebendig gemacht hat. So bekommt man ein gutes Gespür für ihre Entwicklung und auch die wachsende Chemie zwischen den beiden.

Die Charakterentwicklung war für mich eines der Highlights. Halle ist eine sehr empathische, fast schon selbstaufopfernde Person, die sich oft zu sehr um das Glück der anderen kümmert. Besonders interessant fand ich, wie sie sich mit ihren Unsicherheiten bezüglich Freundschaften auseinandersetzt. Sie hatte es in der Vergangenheit schwer, sich auf Beziehungen zu verlassen und gab oft mehr, als sie zurückbekam. Es war wirklich spürbar, wie sie mit dieser Unsicherheit kämpft und sich langsam öffnet, Vertrauen fasst und lernt, auch ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Diese Entwicklung war besonders emotional und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.

Auch Henry, der anfangs etwas geheimnisvoll und verschlossen wirkt, entwickelt sich zu einem echten, verständnisvollen Partner, der mit seiner Stärke und seiner Geduld Halle bei ihrer Reise unterstützt.

Was jedoch leider etwas von der Geschichte ablenkte, war die Länge des Buches. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte in manchen Momenten ohne viel Vorankommen in die Länge gezogen wurde.

Was den Schreibstil von Hannah Grace betrifft, so hat sie wieder einmal bewiesen, dass sie eine Meisterin darin ist, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Ihre humorvollen, aber auch tiefgründigen Dialoge machen das Lesen einfach zu einem Vergnügen. Auch wenn dieser Teil nicht ganz an die Qualität der ersten beiden Bände heranreicht, fühlt man sich doch sofort wieder in der Welt von Maple Hills zu Hause.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Daydream eine tolle Fortsetzung der Reihe ist, bei der sehr wichtige Themen behandelt werden. Leider kommt dieser Teil nicht an die anderen beiden Bände ran. Die Geschichte ist charmant, die Charaktere entwickeln sich gut, und die Erzählperspektive trägt definitiv zur Tiefe bei. Aber ein wenig weniger Länge und mehr Fokus auf die Kernhandlung hätten dem Buch gutgetan.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Zwischen Party, Verlust und Stillstand

Weird Girls
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Weird Girls von Gráinne O’Hare erzählt die Geschichte dreier Freundinnen, die in einer WG in Belfast leben und nach einem einschneidenden Verlust versuchen, ihr Leben zwischen Freundschaft, Alltag und ...

Weird Girls von Gráinne O’Hare erzählt die Geschichte dreier Freundinnen, die in einer WG in Belfast leben und nach einem einschneidenden Verlust versuchen, ihr Leben zwischen Freundschaft, Alltag und innerem Chaos neu zu sortieren.

Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen beendet. Einerseits hat mich der besondere, teils sprunghafte Schreibstil wirklich angesprochen, weil er die unruhige Lebensphase der Figuren gut einfängt und sehr flüssig zu lesen ist. Auch die Grundidee – Freundschaft, Erwachsenwerden und der Umgang mit Trauer – fand ich interessant und grundsätzlich nahbar.

Allerdings konnte mich die Umsetzung emotional nicht ganz abholen. Die Figuren bleiben für mich oft etwas distanziert, weil ihre inneren Konflikte nur angerissen werden. Stattdessen liegt ein starker Fokus auf exzessivem Feiern, Alkohol und Drogen, was sich im Verlauf für mich etwas wiederholt hat und andere Themen überlagert.

Zwar gibt es kleine Ansätze von Veränderung, aber diese wirken eher vorsichtig und nicht immer konsequent zu Ende geführt. Gerade zum Ende hin hätte ich mir mehr Tiefe und stärkere Entwicklungen gewünscht.

Insgesamt bleibt für mich ein gemischter Eindruck: interessante Ansätze und ein guter Schreibstil, aber emotional hat mich die Geschichte nicht vollständig erreicht.

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