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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Charmante Idee, die mich nicht ganz erreicht hat

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Die Idee hat mich sofort angesprochen: eine weibliche Ghostbusting-Agentur, ein altes Herrenhaus mit drei ruhelosen Brüdern und dazu ein bisschen Liebeschaos. Das klingt nach Tempo, Witz und vielleicht ...

Die Idee hat mich sofort angesprochen: eine weibliche Ghostbusting-Agentur, ein altes Herrenhaus mit drei ruhelosen Brüdern und dazu ein bisschen Liebeschaos. Das klingt nach Tempo, Witz und vielleicht sogar ein bisschen Grusel.

Im Mittelpunkt steht Melody, die – wie alle Frauen in ihrer Familie – Geister sehen kann. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina macht sie aus diesem Talent ein Geschäft. Der erste große Auftrag führt sie in ein Herrenhaus, dessen Geister nicht einfach nur herumspuken, sondern an einer alten Tragödie festhängen. Das hätte richtig atmosphärisch werden können.

Der Roman wird aus Melodys Perspektive erzählt. Das schafft zwar Nähe, sorgt aber auch dafür, dass sich vieles stark auf sie fokussiert statt auch einmal auf die anderen Figuren. Die wirken auf mich einfach nur platziert. Der Humor ist ebenfalls spürbar zu gewollt und trifft zu dem nicht immer ins Schwarze. Manche Szenen sind charmant, andere ziehen sich arg in die Länge.

Am meisten interessiert hat mich tatsächlich die Geschichte der drei Geisterbrüder. Da steckt Emotion drin, da gibt es ein Geheimnis, das nach und nach freigelegt wird. Diese Passagen haben für mich am besten funktioniert. Der paranormale Aspekt bleibt insgesamt eher gemütlich als unheimlich. So richtig Gänsehaut bekommt man nicht.

Weniger überzeugend fand ich die romantischen Verwicklungen. Das angedeutete Liebesdreieck bleibt für meinen Geschmack zu oberflächlich. Weder der Ex noch der Journalist gewinnen genug Profil, um echte Spannung zu erzeugen. Deutlich sympathischer war mir das Kernteam der Agentur. Marina und vor allem Artie bringen eine angenehme Bodenständigkeit mit, die der Geschichte gut tut.

Ich muss ehrlich sagen: So richtig mitgerissen hat mich das Buch nicht. Die Grundidee hat Potenzial, aber Tempo und Emotion bleiben oft hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Trotzdem hat die Geschichte einen leichten, unkomplizierten Ton und dürfte Leser:innen ansprechen, die Lust auf eine seichte Paranormal-Romance haben.

Für mich war es eher eine nette Geisterjagd als ein echtes Spukabenteuer. Aber vielleicht entfaltet sich das volle Potenzial ja erst in den Folgebänden.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Liebevoll illustrierte Schlummergeschichte

Jetzt schon? Schlummerzeit für kleine Tiere
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Ich habe mich auf dieses Buch wirklich gefreut. Schon das Cover ist so einladend in weichen Farben gehalten, mit niedlich gezeichneten Tierkindern. Der warme Lichtschein erinnert sofort an eine Abendstimmung, ...

Ich habe mich auf dieses Buch wirklich gefreut. Schon das Cover ist so einladend in weichen Farben gehalten, mit niedlich gezeichneten Tierkindern. Der warme Lichtschein erinnert sofort an eine Abendstimmung, in der man sich am liebsten selbst in eine Decke kuscheln würde. Ein schöner Rahmen für ein gemütliches Abendritual. Und tatsächlich hält das Buch, was es verspricht – zumindest optisch.

Die Illustrationen von Sonja Schweiger sind wunderschön. Sie wirken fast, als würden sie von innen heraus leuchten. Jedes Bild strahlt Ruhe, Geborgenheit und Wärme aus. Besonders schön sind die vielen Details, die kleinen Leser:innen beim wiederholten Anschauen auffallen: winzige Insekten, versteckte Pilze, liebevoll eingerichtete Tierbehausungen. Ganz nebenbei lernen Kinder, wo ein Eichhörnchen schläft, wo sich ein Siebenschläfer einkuschelt oder wie das Nest einer Meise aussieht.

Inhaltlich begleitet man vier kleine Tierfreunde – Fuchs, Eichhörnchen, Siebenschläfer und Meise – durch ihren Tag. Sie spielen, haben Spaß und möchten, wie Kinder nun mal sind, nicht aufhören, als der Abend naht. Einer nach dem anderen wird von Mama oder Papa abgeholt und ins Bett gebracht. Und jedes Mal ertönt der kleine Protest: „Jetzt schon?“ Das ist charmant, liebevoll und für Kinder ab zwei Jahren wunderbar nachvollziehbar.

Was mich allerdings nicht ganz überzeugt hat, ist der Textfluss. Die Idee, kurze Reimpassagen einzubauen, ist schön, wirkt aber etwas unausgegoren. Es reimen sich immer nur zwei Verse, der Rest ist prosaisch erzählt. Das unterbricht beim Vorlesen den Rhythmus. Gerade kleine Zuhörer:innen reagieren stark auf Wiederholungen und Klangmuster. Hier fehlt ein durchgehender, harmonischer Sprachfluss, wie man ihn sich bei einer Einschlafgeschichte wünschen würde.

Insgesamt ist das Buch sehr ruhig. Es passiert nicht viel, was natürlich zum Thema passt, aber mir fehlte zwischendurch ein kleiner Spannungsbogen oder etwas, das die Aufmerksamkeit hält. Mein Kind hat beim Vorlesen mehrfach abgelenkt umgeblättert oder sich anderen Dingen zugewandt – ein Zeichen dafür, dass der Text nicht ganz fesselt.

Trotzdem: Für die Abendroutine ist das Buch schön geeignet. Es vermittelt Geborgenheit, Nähe und Vertrautheit. Wir finden, es ist ein warmherzig illustriertes Pappbilderbuch mit einer liebevollen Botschaft, textlich aber leider etwas unrund.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Eine Liebesgeschichte, die zu schwerfällig ist

Das Geheimnis von Liebe und Magie
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Das Geheimnis von Liebe und Magie hat mich auf den ersten Blick sofort gehabt: dieses herbstliche, cozy Cover, der gemütliche Kleinstadt-Vibe, ein Familienfluch und dazu der Vergleich mit „Gilmore Girls“. ...

Das Geheimnis von Liebe und Magie hat mich auf den ersten Blick sofort gehabt: dieses herbstliche, cozy Cover, der gemütliche Kleinstadt-Vibe, ein Familienfluch und dazu der Vergleich mit „Gilmore Girls“. Alles Zutaten, die genau mein Ding sind. Entsprechend hoch war meine Erwartung. Leider hat die Geschichte sie für mich nicht erfüllt.

Die Idee ist eigentlich wunderbar: In Sadies Familie steckt Magie. Ihre Kuchen heilen gebrochene Herzen, spenden Mut oder Trost. Doch über Sadie liegt ein Fluch. Wenn ihr Herz ein viertes Mal bricht, verliert sie ihre Gabe. Drei Brüche hat sie schon hinter sich und als ihre Jugendliebe Jake zurückkehrt, wird klar, dass es dieses Mal um alles geht.

Das klingt nach Romantik und Zauber, hat sich beim Lesen aber erstaunlich schwer getan. Die Geschichte ist dicht, stellenweise sprunghaft, und so beladen mit Verlust, Krankheit und alten Wunden, dass die Magie kaum Raum zum Atmen bekommt.

Poppy Meadows als Schauplatz hat mir dagegen gefallen. Dieses herbstliche Kleinstadtflair mit Cafés, Backduft und vertrauten Gesichtern ist gelungen eingefangen. Auch Sadies Großmutter Gigi bringt Witz und Herzenswärme, die der Geschichte guttun. Ohne sie wäre das Buch noch um einiges düsterer.

Mit Sadie selbst bin ich allerdings nicht warm geworden. Sie bleibt distanziert, zögerlich und manchmal so in sich verstrickt, dass ihre Entwicklung kaum spürbar wird. Die Liebesgeschichte zwischen Jake und ihr hat mich nicht sonderlich abgeholt.

Trotzdem hat das Buch Momente, die hängen bleiben – etwa, wenn sich Magie, Erinnerungen und der Duft frisch gebackener Cupcakes miteinander verweben. In diesen Augenblicken blitzt auf, wie feinfühlig Breanne Randall eigentlich schreibt. Leider gehen sie zu oft im Durcheinander aus Dramatik und Melancholie unter.

Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, eben nur eines, das für mich die Balance verloren hat. Es wollte Magie und Romantik, aber auch eine gewisse Melodramatik zugleich und hat dabei von seiner Leichtigkeit eingebüßt. Vielleicht trifft es Leser:innen, die genau diese Mischung suchen. Mich hat es eher nicht überzeugen können.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Schön anzusehen – nur fehlt der Zauber im Inneren

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Wenn man „Irida und die Stadt der Geheimnisse“ zum ersten Mal in die Hand nimmt, hat man sofort das Gefühl, ein kleines Schmuckstück entdeckt zu haben. Hardcover, fantastischer Buchschnitt, stimmungsvolles ...

Wenn man „Irida und die Stadt der Geheimnisse“ zum ersten Mal in die Hand nimmt, hat man sofort das Gefühl, ein kleines Schmuckstück entdeckt zu haben. Hardcover, fantastischer Buchschnitt, stimmungsvolles Cover. Das Buch schreit regelrecht „Lies mich!“. Also habe ich mich in den Lesesessel gesetzt, Tee eingeschenkt, die Erwartungen hochgedreht und bin dann etwas unsanft gelandet. Inhaltlich hatte ich auf ein stimmiges Leseerlebnis gehofft, wurde aber nicht vollständig überzeugt.

Die Figuren treten von Beginn an als fertiges Gesamtkunstwerk auf. Das Aussehen, Eigenheiten und Rollen innerhalb der Gruppe stehen fest, ohne dass sie sich organisch entwickeln. Diese Fülle und Vielfalt an Details fand ich etwas erschlagend und ließen bei mir auch keine Nähe zu den Figuren aufkommen. Verstärkt wurde der Abstand durch den starken Fokus auf Äußerlichkeiten – Kleidung, Aussehen, Gegenstände – während Gedanken und Gefühle oft blass bleiben.

Dabei hat die Grundidee viel Potenzial: eine Außenseiterin mit eigenen Unsicherheiten, eine eingeschworene Clique, rätselhafte Vorkommnisse in einer Kleinstadt, über der ein Hauch von Magie liegt. Das sind alles gute Zutaten, die üblicherweise total meinen Geschmack treffen. Aber irgendwie wollte der Funke nicht überspringen.

Der Schreibstil wirkt für ein Kinder- und Jugendbuch mitunter schwerfällig. Statt mühelos mitzuziehen, fordert der Text immer wieder Konzentration. Positiv ist, dass die Handlung nicht vorhersehbar ist. Ich konnte bis zum Schluss nicht sagen, wie sich alles fügt. Allerdings bleiben viele Stränge lose und der abrupte Schluss lässt die Geschichte eher unvollständig wirken.

Für die Zielgruppe ab etwa zehn Jahren bietet das Buch dennoch einiges: geheimnisvolle Orte, magische Elemente und eine Gruppe von Freunden, die zusammenhält.

Mein Fazit: Rein optisch ein beeindruckender Auftakt mit spannenden Ansätzen, der erzählerisch nicht ganz die Wirkung entfaltet, die er haben könnte. Vielleicht findet die Reihe in den Folgebänden ihren Ton – und dann passt die Verpackung auch mehr zum Inhalt.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Ostereiersuche mit Überraschungen

Hurra, ein Zauber-Osterei!
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Das kleine Küken macht sich auf den Weg, um Ostereier zu suchen. Doch diese Eier sind nicht einfach nur bunt bemalt, in ihnen verbergen sich kleine Überraschungen. Mit jedem Ziehen am Schieber knackt ein ...

Das kleine Küken macht sich auf den Weg, um Ostereier zu suchen. Doch diese Eier sind nicht einfach nur bunt bemalt, in ihnen verbergen sich kleine Überraschungen. Mit jedem Ziehen am Schieber knackt ein Ei auf, und zum Vorschein kommt mal eine Schnecke mit einem Kleeblatt, mal ein Drache mit einem funkelnden Edelstein. Auch ein Frosch mit einer Perle versteckt sich in einem Ei. Und am Ende? Da wartet die größte Überraschung: Ein Küken-Mädchen, das sich zum Küken-Jungen gesellt.

Die interaktiven Schiebeelemente mit Knack-Sound sind das Herzstück dieses Buches. Sie machen nicht nur Spaß, sondern laden kleine Kinderhände dazu ein, aktiv mitzumachen. Die Elemente sich so gestaltet, dass sie von kleinen Kinderhänden selbstständig bewegt werden können. Das Knacken kommt dabei richtig gut an.

Allerdings ist der inhaltliche Bezug zu Ostern eher locker gehalten. Die versteckten Tiere und Gegenstände in den Eiern sind fantasievoll gewählt, wirken aber stellenweise etwas zufällig. Hier steht weniger eine klassische Ostergeschichte im Vordergrund als vielmehr der Entdecker- und Spielspaß.

Die Texte auf den Seiten sind bewusst einfach gehalten und laden mit Lautmalereien wie “Piep, piep, nanu” zum Mitsprechen ein. Sie passen sich dem spielerischen Charakter des Buches an, bleiben dabei aber eher zweckmäßig.

Die Illustrationen von Sarah Garbers sind farbenfroh und freundlich. Das kleine Küken ist liebevoll gezeichnet und die frühlingshafte Umgebung sorgt für eine frische, lebendige Atmosphäre.

“Hurra, ein Zauber-Osterei!” ist ein interaktives Pappbilderbuch, das sich besonders durch seine Schieber und Sounds auszeichnet. Wer eine klassische Ostergeschichte sucht, wird hier nicht unbedingt fündig. Doch als Mitmachbuch mit einer Prise Frühlingszauber sorgt es für viel Freude bei kleinen Entdeckern ab zwei Jahren.

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