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Veröffentlicht am 05.03.2025

Bücherliebe auf Sylt

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Die 55-jährige Journalistin reist von Hamburg nach Sylt. Am Lister Ellenbogen ist sie mit der 85 jährigen Gesa Lorenzen verabredet, mit der sie vorher einen Podcast aufgenommen hat und jetzt ein Porträt ...

Die 55-jährige Journalistin reist von Hamburg nach Sylt. Am Lister Ellenbogen ist sie mit der 85 jährigen Gesa Lorenzen verabredet, mit der sie vorher einen Podcast aufgenommen hat und jetzt ein Porträt über sie schreiben soll. Doch sie trifft nur ihre Tochter Elisa in der reetgedeckten Kate an. Als heftige Regenfälle den Dachboden durchnässen, müssen sie nicht nur jede Menge Bücher bergen. In einem alten Gedichtsband, der ausgehöhlt ist, verbergen sich ein Samtbeutel und eine silberne Dose.
Das Cover und der Titel passen sehr gut zusammen. Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben. Die Frauen haben alle eine besondere Beziehung zu Bücher und lieben Tiere. Die Handlung wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Die Frauen auf Listland stehen dabei im Mittelpunkt. Die Handlungsorte, die ich teilweise kenne, werden sehr anschaulich beschrieben. Die Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe, waren eher leichte Kost. Dieser Roman hat sehr viel Tiefgang und es wird wohl auch eine Fortsetzung geben.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Ein kniffeliger Fall

Der zweite Verdächtige
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In einem Berliner Nachlokal wird ein Toter mit heruntergelassener Hose im Darkroom gefunden. Der Homosexuelle hatte zuvor Streit mit seinem Bekannten Jan Staiger. Der herbeigerufene Notarzt kann keine ...

In einem Berliner Nachlokal wird ein Toter mit heruntergelassener Hose im Darkroom gefunden. Der Homosexuelle hatte zuvor Streit mit seinem Bekannten Jan Staiger. Der herbeigerufene Notarzt kann keine äußeren Verletzungen feststellen und ruft die Beamten des LK 11 an den möglichen Tatort. Laut Obduktion starb er an einer Überdosis Liquid Ecstasy, die ihn Jemand verabreicht haben muss. Als Jan Staiger verhaftet wird, finden sie in seiner Wohnung genau diese Substanz. Der Verteidiger Rocco Eberhardt übernimmt die Verteidigung und noch bevor es zur eigentlichen Verhandlung kommt, wird wieder ein Toter in einer ähnlichen Auffindesitution gefunden. Die Presse vermutet einen Serienmörder.
Das Cover zeigt einen Gerichtsflur mit einem Beamten und passt zusammen mit dem Titel zur Handlung.
Die Protagonisten sind bekannt und so kann ich gleich in diesen 5. Fall einsteigen. Die Handlung ist spannend und realistisch beschrieben. Die kurzen Kapitel listen sämtliche Ermittlungsschritte und Justizverhandlungen auf. Zwischendurch kommt ein gewisser "Fuzz" zu Wort, der Jan Staiger unbedingt als schuldig sehen möchte und über Social Media gegen ihn Stimmung macht. Wieder ein sehr kniffeliger Fall für Rocco und seine Mitstreiter, für die es zum Schluss eine böse Überraschung gibt.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Eine Brücke und ihre Schicksale

Die Brücke von London
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In seinem ersten historischen Roman schreibt der Autor über die London Bridge und die Menschen, deren Schicksale mit dieser Brücke verbunden waren. Das Cover zeigt ein Teil der historischen Brücke mit ...

In seinem ersten historischen Roman schreibt der Autor über die London Bridge und die Menschen, deren Schicksale mit dieser Brücke verbunden waren. Das Cover zeigt ein Teil der historischen Brücke mit ihren Häusern und Protagonisten.
Die Handlung beginnt 1749. Die Brücke ist mit Holzhäusern bebaut, obwohl in der Stadt selbst massive Häuser wegen der Brandgefahr vorgeschrieben sind. Nur das ehemalige Kapellenhaus ist auf Stein gebaut. Auf der Brücke gibt es Händler, die ihrem Gewerbe nachgehen und jetzt um ihre Existenz bangen müssen, da eine zweite neuere Brücke gebaut werden soll. Die Tuchhändlerin Juliana Hamley ist gerade Witwe geworden und muss die Spielschulden ihres Mannes begleichen. Der Straßenjunge Alder und seine Gang vermitteln ihr den Einstieg ins Schmuggelgeschäft. Der neue Gehilfe des Brückenmeisters Oliver ist von Juliana fasziniert und untersucht den ungewöhnlichen Tod seines Vorgängers.
Zwischendurch springt die Handlung in das Jahr 1201 als die Brücke gebaut wurde und auch Opfer zu beklagen waren. Die Kräuterfrau Sibilla und ihre Schwester Estrid stehen hier im Mittelpunkt des Geschehens, das bis in die Zeit des Abrisses der Brücke 1832 nachwirkt.
Die Leben der Protagonisten werden für die jeweilige Zeit sehr gut beschrieben. Die Brücke als Handlungsort lernen wir bei der Einführung des Brückengehilfen sehr ausführlich kennen. Da ich vorher noch nie von der Bebauung der Brücke gelesen hatte, konnte ich mir jetzt einen guten Eindruck verfassen. der Schreibstil hat mich sofort mitgenommen und mich nicht wieder los gelassen.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Gelungener Auftakt

Wenn Ende gut, dann alles
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Der Krimi-Autor Tommi Mann reist im Wohnmobil durch die Gegend, schreibt an seinem ersten Thriller und hat genug zu tun, sich beim Wildcampen nicht erwischen zu lassen. Sein Vater residiert in einer Luxus-Seniorenwohnanlage ...

Der Krimi-Autor Tommi Mann reist im Wohnmobil durch die Gegend, schreibt an seinem ersten Thriller und hat genug zu tun, sich beim Wildcampen nicht erwischen zu lassen. Sein Vater residiert in einer Luxus-Seniorenwohnanlage und hat ihm das Wohnmobil und die ukrainische Putzfrau Svetlana überlassen. Als sie ein kleines Mädchen mit Down-Syndrom am Waldrand laufen sehen, überzeugt Svetlana Tommi anzuhalten und sich um das Mädchen zu kümmern. In ihrem Rucksack finden sie einen Zettel mit der Aufschrift "Hilf mir". Sie rufen die Rettungssanitäter und die Polizei. Die Mutter ist nicht auffindbar und die beiden stellen ihre eigenen Ermittlungen an.
Das Cover mit dem Wohnmobil, den Putzutensilien und dem Kind unter der Tanne im Vordergrund ist gut gewählt. Der Titel mit einem der Sprichwörter von Svetlana ist sehr gut gewählt. Die Protagonisten werden sehr launig und mit allen Ecken und Kanten beschrieben. Volker Klüpfel ist seinem humorvollem Erzählstil treu geblieben und ich musste oft schmunzeln. Die Handlung greift ein aktuelles Thema auf und das Ende ist elegant gelöst. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Ruhesitz in Ostfriesland

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
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Der neu erbaute Seniorenwohnsitz Benigaburg in Neuharlingersiel zieht mit 8000€ monatlichen Gebühren sehr unterschiedliche Bewohner ins Heim. Der Besitzer und Unternehmer Erich Beninga hat mit seiner Hörgeräte-Firma ...

Der neu erbaute Seniorenwohnsitz Benigaburg in Neuharlingersiel zieht mit 8000€ monatlichen Gebühren sehr unterschiedliche Bewohner ins Heim. Der Besitzer und Unternehmer Erich Beninga hat mit seiner Hörgeräte-Firma viel Geld verdient und bewohnt mit seiner 40 Jahre jüngeren Frau Isabell in einem Bungalow auf dem Gelände. Ausgerechnet die Exfrau von dem Dorfpolizisten Rudi Bakker ist zurück und arbeitet in leitender Funktion in der Pflegeeinrichtung. Denise Bakker findet dann auch die tote Isabell Beninga im Gartenteich und informiert ihren Exmann.

Das Cover und der Titel sind leicht humorvoll gewählt. Die Protagonisten um den Dorfpolizisten und dem Häkelbüddel-Club sind bekannt und ich fühle mich gleich wieder wohl in Ostfriesland. Der Schreibstil des Autoren-Duos ist nordisch erfrischend mit landestypischen Begriffen versehen. Die Handlung ist spannend. Die Episoden sind teilweise, wie aus dem Leben gegriffen und laden zum mitraten ein. Da viel und lecker gekocht wird, finde ich zu meiner Freude am Ende des Buches einige typische Rezepte..

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