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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2025

Rasant

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Teil Drei - und es diesmal geht es um Dana, die vermisste Nachbarin von Art Mayer.
Die Suche nach ihr hat uns ja schon in den Vorgängerbänden begleitet, diesmal ist sie der Hauptpart. Der sonst so ruppige ...

Teil Drei - und es diesmal geht es um Dana, die vermisste Nachbarin von Art Mayer.
Die Suche nach ihr hat uns ja schon in den Vorgängerbänden begleitet, diesmal ist sie der Hauptpart. Der sonst so ruppige Ermittler wird immer ganz weich, wenn es um das Wohl von Milla, der Tochter der Vermissten geht.
Mit dabei ist auch wieder Nele Tschaikowski , die eine richtig gute Entwicklung über die drei Bände hingelegt hat. Jetzt ist sie Mutter und hat - glaube ich - ihr Standing gegenüber Mayer und auch so endgültig erlangt.

Mit vielen Rückblenden in die Vergangenheit schafft Raabe es wieder, seinen gewohnt temporeichen Thrillerstil ständig auf Hochspannung zu halten. Man merkt es den Büchern an, dass der Autor vorher im TV/Mediengeschäft tätig war, sie haben einen besonderen Stil und sind auch für die große Kinoleinwand geeignet (finde ich). Der Band ganz besonders!

Mayers Privatleben bekommt hier diesmal nicht so viel Raum, weder die Kanzlergattin noch das Vielleicht-Kind nehmen Raum ein. Den hat diesmal Nele bekommen und das hat gut gepasst.

Nur gegen Ende hin flachte für mich die Spannung trotz Showdown ab, da bin ich beim Lesen abgeschweift und die Auflösung fand jetzt auch nicht 100%-ig meine Zustimmung.
Aber geschenkt - insgesamt wieder ein absolut lesenwerter Raabe!
Es wird übrigens auch noch einen Teil Vier geben, das hatte ich gar nicht erwartet, weil es am Ende von Band Drei eigentlich relativ abgeschlossen wirkt, aber ich freue mich natürlich darüber.

Veröffentlicht am 09.03.2025

Gelungene Fortsetzung

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Schon Band fünf der Grenzfall Serie - und wieder sehr gelungen, finde ich.
Diesmal geht es um Brandstiftungen. Es beginnt in de Nähe von Bad Tölz auf einer Straße in einem Waldgebiet.
Ein Autounfall, aber ...

Schon Band fünf der Grenzfall Serie - und wieder sehr gelungen, finde ich.
Diesmal geht es um Brandstiftungen. Es beginnt in de Nähe von Bad Tölz auf einer Straße in einem Waldgebiet.
Ein Autounfall, aber eine Zeugin hat bemerkt, dass jemand etwas in das Auto geworfen hat, ist es vielleicht Brandstiftung?
Das ist aber erst der Beginn einer Serien von wahrscheinlichen Brandstiftungen - und auch jenseits der Grenze, in Österreich brennt es.

Neben den aktuellen Geschehnissen gibt es immer wieder Rückblenden zu den Erlebnissen von unbekannten Personen und so nach und nach kommen wir Lesenden dahinter, wie alles zusammenhängt. Aber erst sehr, sehr spät im Buchverlauf.
Ich fand das Buch jetzt zwar nicht superspannend, für mich ist es die gelungene Kombination aus Krimi, Entwicklung der Charaktere und die Orte des Geschehens, die es so lesenswert machen.

Neben den gesellschaftskritischen Ansätzen rund um das Thema Immobilienpreise und Auswirkungen auf die ganz normale Bevölkerung mochte ich die Entwicklung der Vater-Tochter-Beziehung zwischen Alexa Jahn und ihrem in Österreich lebenden Vater hier sehr gern. Im letzten Band konnte ich damit noch nichts anfangen, das war mir alles zu blass, hier im aktuellen Band sind mir jedoch die zwei Charaktere viel näher gekommen, das hat mir gut gefallen.
Auch das Lokalkolorit im Grenzgebiet ist super!

Veröffentlicht am 04.03.2025

Spannender Krimi mit viel Ostsee-Atmosphäre

Dunkle Asche
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Gudrun Möller bekommt eine neue, bezüglich ihrer Versetzung ausgesucht wortkarte Kollegin, in der Abteilung Cold Case zugewiesen.
Zusammen untersuchen sie einen Mordfall, der dreißig Jahre zurückliegt. ...

Gudrun Möller bekommt eine neue, bezüglich ihrer Versetzung ausgesucht wortkarte Kollegin, in der Abteilung Cold Case zugewiesen.
Zusammen untersuchen sie einen Mordfall, der dreißig Jahre zurückliegt. Eine junge Frau wurde brutal ermordet und die Spuren dann anschließend bei einem Brand vertuscht.

Das Buch hat mir aus zweierlei Gründen gut gefallen.
Zum einen ist da die volle Ladung Ostsee-Atmosphäre. Kalifornien, Laboe, da wurden Erinnerungen an den letzten Urlaub wach.
Zweiter Punkt - natürlich noch wichtiger - es ist ein wirklich spannender Krimi mit interessanten Ermittlerinnen. Man kann gut mit rätseln und zumindest ich war voll auf der falschen Spur.
Gudrun Möller als eine der beiden Ermittlerinnen hat deutlich mehr Raum bekommen, ihr Privatleben war relativ dominant. Aber nicht unpassend, das hat gut zum Buch gepasst. Ich schätze, dass in weiteren Bänden dann Judith Engster etwas mehr in den Vordergrund rückt.

Für die vollen fünf Sterne hat es nicht ganz gereicht, weil ein ehemaliger Ermittler, jetzt pensioniert, ständig im Büro des jetzigen Cold-Case-Unit-Chefs abhängt und nicht nur Gudrun Möller, sondern auch mich zunehmend genervt hat. Das war einfach unrealistisch. Genauso wie der Showdown.
Davon abgesehen war es aber ein richtig guter Krimi mit ständig steigendem Spannungsbogen. Ich würde auch bei Folgebänden wieder mitlesen.

Veröffentlicht am 17.01.2025

Es gibt nichts zu feiern

Das Fest
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Jakob wird 50. Und wie das so ist, das ist ein Geburtstag, der mit aller größter Wahrscheinlichkeit markiert, das die bisherigen Jahre mehr sind als die noch verbleibenden. Jakob beutelt es angesichts ...

Jakob wird 50. Und wie das so ist, das ist ein Geburtstag, der mit aller größter Wahrscheinlichkeit markiert, das die bisherigen Jahre mehr sind als die noch verbleibenden. Jakob beutelt es angesichts des Tages sehr. Karriere vorbei, Körper verfällt zunehmend und auch in der Liebe ist Flaute.
Dabei war er einmal ein gefeierter Filmregisseur. Nach feiern ist ihm jedenfalls nicht zumute.
Aber er hat nicht mit seiner Freundin Ellen gerechnet - die organisiert ihm einen Geburtstag, den er so schnell nicht vergessen wird.

O.k., Jakob ist sehr begriffsstutzig, denn er wundert sehr, wie viele Menschen aus der Vergangenheit er an seinem Ehrentag so ganz spontan trifft.
Aber das macht nichts, wir lernen ihn und sein Leben jedenfalls dadurch richtig gut kennen.
Ein bewegtes Leben mit Einschnitten, die prägend sind, immer noch.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und es hat mir gut gefallen.
Die Sprecherin Bettina Hoppe hat ihren Job richtig gut gemacht, ich habe ihr so gerne zugehört.

Und Jakob und sein Leben in all der Bandbreite, sein melancholischer Gemütszustand und die Entwicklungen, die das Buch nimmt - ebenfalls weiterempfehlenswert.

Veröffentlicht am 17.01.2025

Polarkreis-Feeling

Blutbuße
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Ich mag ja schon alle Cover der bislang dreibändigen Polarkreis-Krimi-Reihe.
Aber natürlich bin ich vom Inhalt genauso angetan.

Jetzt also schon Band drei um das Ermittlerteam Hanna und Daniel.

Dieses ...

Ich mag ja schon alle Cover der bislang dreibändigen Polarkreis-Krimi-Reihe.
Aber natürlich bin ich vom Inhalt genauso angetan.

Jetzt also schon Band drei um das Ermittlerteam Hanna und Daniel.

Dieses Mal beschäftigt die Beiden ein Mord in einem Bergdorf, das von Skifahren im Winter besucht wird.
Charlotte Wretlind, eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau und Immobilienentwicklerin hat ein neues Projekt. Sie will ein altes Hotel abreißen und ein mondänes Luxushotel stattdessen errichten.
Die Anwohner sind komplett dagegen und Charlottes Beliebtheitsskala hat noch viel Luft nach oben, um es einmal vorsichtig zu formulieren.
Dann wird sie ermordet aufgefunden.

Ich mag das Polarkreis-Setting, ich finde, die Atmosphäre kommt auch in Band drei wieder sehr gut beim Lesenden an.
Außerdem mag ich Hanna und Daniel. Ihr Privatleben und ihre Beziehung zueinander bekommt viel Raum und hat eine eigene Dynamik und hat auch einen guten Anteil daran, dass ich die Reihe so mag.

Der eigentliche Kriminalfall ist eher bedächtig und hat jetzt nicht mit 100% Spannung aufgewartet.
In Summe geht die Formel aber prima auf:
Kriminalfall + Charaktere + Umgebung = sehr gute Krimiunterhaltung.

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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