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Thorsten2024

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2025

Musik oder Uhren

Frühlingssonate
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An dem Roman „Frühlingssonate“ von Stefan Radau hatte ich nach Lesen des Klappentextes große Erwartungen, die jedoch nur zum Teil erfüllt wurden. Johanna, eine leidenschaftliche Geigerin lebt in einem ...

An dem Roman „Frühlingssonate“ von Stefan Radau hatte ich nach Lesen des Klappentextes große Erwartungen, die jedoch nur zum Teil erfüllt wurden. Johanna, eine leidenschaftliche Geigerin lebt in einem kleinen Dorf in den Alpen zusammen mit ihrem Vater, der eine Uhrmacherwerkstatt besitzt und ihr die potentielle Nachfolgerin für sein Geschäft sieht. Doch Johanna hat andere Pläne, die sie nach langem Zögern umsetzt. Sie zieht nach Berlin und schreibt sich dort in der Musikhochschule ein. Sie kommt mit ihrer Musik gut voran und liebt das Großstadtflair. Als ihr Vater an Krebs erkrankt, muss sie Berlin jedoch wieder verlassen, um ihn während seiner schweren Erkrankung beizustehen. Johanna steht zwischen zwei Stühlen. Einerseits liebt sie ihren Vater, andererseits vermisst sie ihr Berliner Leben. Stefan Radau versteht es gut die Gefühle und Unsicherheiten von Johanna bezüglich ihrer familiären Verpflichtung einerseits und ihren Träumen andererseits darzustellen. Doch trotzdem stellen sich einige Längen ein. Es hätte mir gefallen, wenn er seine Buchfiguren etwas mehr ausgearbeitet hätte. Trotz allem ein schön geschriebener Roman mit einem beeindruckendem Cover.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Filmgeschichte

Von Stufe zu Stufe
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Felix Kuchers Roman "Von Stufe zu Stufe" ist nicht nur ein Film für Kinofans, sondern er bringt durch diese interessante Romangeschichte auch allen anderen Leserinnen und Lesern dieses Metier nahe.Die ...

Felix Kuchers Roman "Von Stufe zu Stufe" ist nicht nur ein Film für Kinofans, sondern er bringt durch diese interessante Romangeschichte auch allen anderen Leserinnen und Lesern dieses Metier nahe.Die Protagonisten des Romans sind Anton und Luise, die Anfang des letzten Jahrhunderts die Kinofilme populär machten und um Marc, dessen Leben in der heutigen Zeit stattfindet. Marc arbeitet in Österreich bei einem Filmarchiv bis ihm coronabedingt gekündigt wird. Durch Zufall findet er bei der ukrainischen Pflegerin seiner Oma ein Foto, auf dem alte Filmrollen in einem Keller zu sehen sind, der sich in der Ukraine befindet. Er begibt sich auf die Suche und entdeckt die Filmrolle mit dem Film "Von Stufe zu Stufe", der von Luise und Anton im letzten Jahrhundert gedreht wurde. So schließt sich der Kreis der Protagonisten, die in verschiedenen Jahrhunderten gelebt haben. Das Buch ist spannend und interessant geschrieben und hat mich sehr gepackt.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Lesenswert

Was ich von ihr weiß
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"Was ich von ihr weiß" ist der neue, mit dem Prix de Concourt, ausgezeichnete Roman über eine besondere Liebesgeschichte von Jean Baptiste Andrea. Mimo Michelangelo Vitalani (Mimo) und Viola sind die beiden ...

"Was ich von ihr weiß" ist der neue, mit dem Prix de Concourt, ausgezeichnete Roman über eine besondere Liebesgeschichte von Jean Baptiste Andrea. Mimo Michelangelo Vitalani (Mimo) und Viola sind die beiden Protagonisten dieses Romans. Mimo ist zu Handlungsbeginn über 80 Jahre alt und blickt rückwirkend auf sein Leben. Er ist kleinwüchsig und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und ist Bildhauer. Als junger Mann lernt er die aus wohlhabenden Verhältnissen stammende Viola kennen. Viola schert sich nicht um Konventionen und hat nicht vor, wie es in ihren Kreisen üblich ist, jung zu heiraten und Kinder zu bekommen. Die beiden so unterschiedlichen Menschen finden zu einander und verlieren sich während ihres Lebens immer wieder.
Der Roman ist so interessant, weil er man nebenbei noch viel über die damaligen politischen Verhältnisse in Italien und über die Kunst im Allgemeinen erfährt. Ein lesenswerter Roman.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Kurzes, Bewegtes Leben

Der ewige Tanz
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Steffen Schroeders Buch " Der ewige Tanz " ist ein biographischer Roman und eine Hommage an die Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber (* 10. Juni 1899 in Leipzig; † 10. November 1928 in Berlin). Der ...

Steffen Schroeders Buch " Der ewige Tanz " ist ein biographischer Roman und eine Hommage an die Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber (* 10. Juni 1899 in Leipzig; † 10. November 1928 in Berlin). Der Roman besticht durch sein in rot gehaltenes Cover, in Anlehnung an das Bild "Bildnis der Tänzerin, das Otto Dix von ihr gemalt hat. Anita Berber ist in den 20er Jahren der Star der Berliner Szene, doch sie stirbt jung, mit nur 28 Jahren an Tuberkulose. Steffen Schroder erzählt ihr bewegtes Leben in Rückblenden aus ihrer letzten Zeit im Hospital und lässt die Leserinnen und Leser an ihr bewegtes Leben in den 20er Jahre teilhaben. Man erfährt viel über ihre Kindheit und ihr Leben als Künstlerin in Berlin und lernt dabei bekannte Persönlichkeiten, wie Otto Dix, Fritz Lang und einige andere kennen. Anita Berben hat ein kurzes, aber excessives Leben mit Drogen und Alkohol geführt, das der Autor gut nachgezeichnet hat.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Berliner Krimi

Skin City
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"Skin City" ist der neue Kriminalroman von Johannes Groschupf. Ein Roman aus der Reihe über Berliner Kriminalfälle, dessen erster Band „Berlin Prepper“ schon durch seine ungewöhnlich starke Spannung aufgefallen ...

"Skin City" ist der neue Kriminalroman von Johannes Groschupf. Ein Roman aus der Reihe über Berliner Kriminalfälle, dessen erster Band „Berlin Prepper“ schon durch seine ungewöhnlich starke Spannung aufgefallen ist. Protagonistin in dem jetzt erschienen Kriminalfall ist u.a. die Polizistin Romina Winter, die im Berliner Außenbezirk tätig ist. Dort herrscht gerade große Unruhe unter der Bevölkerung, da eine georgische Einbrecherbande in Villen einbricht. Anführer der Verbrecherbande ist der Georgier Koba, der Geld für seinen Ausstieg braucht, um sich ein neues Leben in Kanada aufzubauen. Der dritte Protagonist dieser spannenden Handlung ist der aus dem Gefängnis entlassene raffinierte Betrüger Jacques Lippold, der die reichen Villenbesitzern mit besonderen Kunstwerken lockt. Der packende Krimi ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben und Johannes Groschupf schafft es gekonnt, sie miteinander zu verbinden. Auch dieses neue Werk von Groschupf hat mir sehr gefallen. Er beweist mal wieder, was er für ein besonderer Krimiautor ist. Sämtliche Handlungen sind schlüssig und es herrscht immer eine packende Atmosphäre.

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