Ein vielversprechender Auftakt mit kleineren Schwächen
The Stars are DyingSchon beim ersten Blick auf „The Stars are Dying“ war ich fasziniert – das Cover, der Farbschnitt und die Illustration unter dem Schutzumschlag sind einfach wunderschön und passen perfekt zur Geschichte. ...
Schon beim ersten Blick auf „The Stars are Dying“ war ich fasziniert – das Cover, der Farbschnitt und die Illustration unter dem Schutzumschlag sind einfach wunderschön und passen perfekt zur Geschichte. Optisch ist dieses Buch ein absolutes Highlight!
Inhaltlich hat mich die Geschichte ebenfalls unterhalten, auch wenn sie mich nicht in jeder Hinsicht restlos überzeugen konnte. Astraea als Protagonistin mochte ich grundsätzlich gerne. Sie steht vor vielen Herausforderungen und wächst im Laufe der Handlung spürbar über sich hinaus. Dennoch hatte ich manchmal Schwierigkeiten mit ihr, weil sie oft das Offensichtliche nicht gesehen hat – was nicht so ganz zu ihrer Darstellung als kluge und scharfsinnige Figur gepasst hat. Ihre Entwicklung fand ich aber nachvollziehbar und gut umgesetzt.
Nyte hingegen blieb für mich lange ein Rätsel. Seine undurchschaubare Art hat ihn wahnsinnig interessant gemacht, aber ich konnte ihn nicht immer greifen. Trotzdem hat es mir gefallen, ihn nach und nach besser kennenzulernen, und ich hoffe sehr, dass einige offene Fragen im zweiten Band beantwortet werden.
Die Handlung hatte viele spannende Ansätze, aber manchmal war sie für meinen Geschmack etwas vorhersehbar. Ich hätte mir mehr überraschende Wendungen und insgesamt eine höhere Spannungskurve gewünscht. Gerade weil die Welt mit ihren übernatürlichen Wesen so viel Potenzial bietet, hätte ich mir noch mehr Details zu den Fae, Celestials und Vampiren gewünscht. Auch hätte ich gerne mehr von der Welt Solanis erkundet, statt dass sich so viel an einem einzigen Ort abspielt. Da es aber der erste Band der Trilogie ist, hoffe ich, dass hier in den nächsten Büchern noch nachgelegt wird.
Was mich jedoch absolut mitgerissen hat, war die Dynamik zwischen Astraea und Nyte. Ihre Chemie war spürbar, und die Emotionen zwischen ihnen haben für mich die fehlende Spannung in der Haupthandlung ausgeglichen. Ihre Beziehung war intensiv und elektrisierend – genau das, was ich mir von einer Fantasy-Romance wünsche!
Allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit den vielen Nebencharakteren und Handlungssträngen. Es wurde manchmal sehr komplex, sodass ich ab und an den Überblick verloren habe.
Der Schreibstil von Chloe C. Peñaranda hat mir aber insgesamt sehr gefallen. Sie schafft es, Emotionen stark zu transportieren, und ihr Stil ist flüssig und atmosphärisch.
Fazit:
„The Stars are Dying“ ist ein optisches Meisterwerk und ein solider Reihenauftakt mit einer spannenden Welt, einer tollen Liebesgeschichte und viel Potenzial. Trotz kleinerer Schwächen in Spannung und Vorhersehbarkeit freue ich mich auf den nächsten Band und hoffe, dass die Geschichte dort noch mehr Tiefe und Überraschungen bekommt. 4 von 5 Sternen!