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Veröffentlicht am 14.03.2025

Starke Frauen

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Ein Podcast über Frauen, denen Bücher die Welt bedeuten, macht Anna auf die Sylterin Fenja aufmerksam. Nachdem die beiden erfolgreich eine Podcastfolge aufgenommen haben, möchte Anna eine Art Biografie ...

Ein Podcast über Frauen, denen Bücher die Welt bedeuten, macht Anna auf die Sylterin Fenja aufmerksam. Nachdem die beiden erfolgreich eine Podcastfolge aufgenommen haben, möchte Anna eine Art Biografie über Fenja schreiben. Als sie sich auf den Weg zu der Seniorin macht, trifft sie nur deren Tochter an, Fenja ist verschwunden. Dennoch beginnt eine ungeahnte Reise in die Vergangenheit von Fenjas Familie.

„Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben“ ist Band 1 der Listland-Dilogie von Gabriella Engelmann.
Dieses wunderschöne Cover lädt sofort zum Träumen und Verlieben ein. Gleiches gilt für den fesselnden und emotionalen Schreibstil der Autorin. Für mich war es das erste Buch, welches ich von ihr gelesen habe und es hat mich absolut faszinierend.
Nicht nur das Cover ist wunderschön, auch die Anfänge der jeweiligen Kapitel sind maritim und liebevoll gestaltet, sodass man sich zu jederzeit eingeladen fühlte, weiter zu lesen.
Die Geschichte wird aus zwei, fast drei Perspektiven erzählt. Lene, die Mutter Fenjas erzählt ihre Lebensgeschichte in der Vergangenheit und Anna erzählt die Ereignisse der Gegenwart aus der Ich-Perspektive.
Im Laufe des Romans lernt man so einige Charaktere kennen, wie Eric, Elisa, Lene, Beeke, Martje, Konrad und Friso. Sie alle bilden mehr oder minder den roten Faden der Geschichte. Eine kleine und vielleicht auch nicht unbedeutende Rolle spielt auch Bo, der ein großes Geheimnis dieser Geschichte war, ist und bleibt.
Gabriella Engelmann schafft es in ihrem Buch nicht nur die Aufarbeitung einer Familiengeschichte darzustellen, sie schafft es auch, Liebe zu Büchern greifbar zu machen. Vermutlich spricht sie damit vielen ihrer Leser aus dem Herzen.
Außerdem spricht sie eine Thematik an, die viele Familien betrifft oder auch betraf - die Aufarbeitung der Vergangenheit, oftmals begleitet durch eine Mauer des Schweigens, Verdrängung oder Verleumdung.
Es geht aber auch um Respekt zueinander, tiefe Liebe, aber auch Mutterliebe. Gerade letztere spielt eine schicksalhafte Rolle innerhalb der Familie Iwersen-Lorenzen und immer wieder sind dort Parallelen zu Annas eigenem Leben. Ob diese unbewusst oder bewusst sind, erschließt sich nicht recht und könnte durchaus im zweiten Band noch einmal zum Thema werden.
Erschreckend ehrlich hat die Autorin die Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg beschrieben. So fiel man speziell in einem Kapitel aus einer vermeintlichen heilen Welt hinein in die offene Denunzierung von Menschen.

Zusammenfassend muss ich sagen, die Autorin hat mich von der ersten Seite an mitnehmen können und ich bin begeistert von diesem Roman. Aus diesem Grund freue ich mich auch jetzt schon auf den zweiten, denn ein großes Geheimnis gilt es noch aufzudecken.
Alle, die Familiengeschichten, Bücher und starke Frauen mögen, sind hier absolut richtig!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Aufbruchstimmung

Der Schmuckpalast – Camille und der Glanz von Gold
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Ein Generationenwechsel bei Cartier - Alfred kauft Louis-Francois den Betrieb ab und verschuldet sich damit hoch. Doch mit den richtigen Schachzügen baut er den Erfolg des Unternehmens aus.
Auch Schwester ...

Ein Generationenwechsel bei Cartier - Alfred kauft Louis-Francois den Betrieb ab und verschuldet sich damit hoch. Doch mit den richtigen Schachzügen baut er den Erfolg des Unternehmens aus.
Auch Schwester Camille arbeitet im Familienbetrieb mit. Doch sie muss Schicksalsschläge einstecken, die auch die gesamte Familie Cartier in den Grundfesten erschüttert.

„Der Schmuckpalast - Camille und der Glanz von Gold“ ist die Fortsetzung der „Juwelier-Saga“ von Eva-Maria Bast, die sich um die Familie Cartier dreht.
Das Buch basiert zum Teil auf wahren Gegebenheiten und zum Teil auf fiktiven Anteilen.
Das Cover schmiegt sich in die Reihe ein, was ein Wiedererkennungswert hat und sehr edel aussieht, wie das Familienunternehmen selbst.
Aufgrund des Namens dieses Bandes hätte ich erwartet, dass das Buch aus der Perspektive Camilles erzählt wird, doch m.E. ist auch hier der männliche Part, also Alfred, der Hauptprotagonist. Das störte mich aber nicht.
Viel mehr fand ich, auch wenn es zum Teil erschütternde Ereignisse waren, diesen Teil interessanter geschrieben, als Band 1. Während die Eltern Alfreds und Camilles absolut geerdet dargestellt werden, wirken die Geschwister emotionaler, auch wenn Alfred gerade am Anfang sehr pragmatisch wirkt.
Verlust, psychische Erkrankungen, Entfremdung, Familie, starke Frauen und Zusammenhalt sind nur einige Attribute, die dieses Buch beschreiben. Es sind aber wichtige Attribute für ein Buch, dass kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts spielt.
Auch die historischen Fakten und Bedenken um den Bau des Eiffelturms und die Weltausstellung fand ich spannend dargestellt, da mir das bisher in dieser Form gar nicht bekannt war.

Alles in allem ein toller und interessanter Roman und damit eine sehr gute Fortsetzung des ersten Bandes, der mir auch besser gefällt als der erste Band, da er moderner wirkt.
Daher eine Empfehlung für all jene, die sich für historische Romane und Familiendynastien interessieren!

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Vergangenheitsbewältigung

Der Duft von Kuchen und Meer
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Eines Abends teilt Oma Undine Maren mit, ein Haus auf Amrum zu haben. Maren soll dieses Haus bekommen, aber selbst entscheiden, was damit geschehen soll. Aus diesem Grund fährt Maren mit ihrer kleinen ...

Eines Abends teilt Oma Undine Maren mit, ein Haus auf Amrum zu haben. Maren soll dieses Haus bekommen, aber selbst entscheiden, was damit geschehen soll. Aus diesem Grund fährt Maren mit ihrer kleinen Tochter nach Amrum. Dabei kümmert sie sich jedoch nicht nur um das Haus, sondern auch um die Vergangenheit ihrer Familie.

„Der Duft von Kuchen und Meer“ von Anne Barns war für mich das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, sie hat mich damit voll und ganz mitnehmen können.
Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut, ich finde es eher langweilig, aber die Geschichte fand ich sehr mitreißend.
Anne Barns ist ein Roman über Stärke und familiären Zusammenhalt gelungen, aber auch über Familienprobleme. Es geht um Trauer, Verzweiflung, aber auch Lebenswandel, Träume und ein kleines bisschen um Glück und Liebe.
Der Roman spielt in der Gegenwart, mit einigen kleinen Rückblicken in die Vergangenheit der Urgroßmutter Marens.
Die Autorin schafft es von der ersten Seite an, eine Wohlfühlatmosphäre zu gestalten. Dieses Verhältnis zwischen Oma und Enkelin, Uroma und Urenkelin, aber auch Mutter und Tochter ist einzigartig und wunderschön.
Auch die Vorkommnisse auf Amrum und der Aufenthalt dort sind traumhaft beschrieben und machen Lust auf Urlaub auf einer Nordseeinsel.
Auch das touristische Wissen, das vermittelt wurde, wie die Steine mit dem Amrumlied oder die Beschreibungen zum Thema Seenotrettung fand ich interessant.
Mein Highlight war die Begeisterung Marens fürs Backen. Ihre Kreationen waren so nachvollziehbar beschrieben, dass mir das ein oder andere Mal das Wasser im Mund zusammengelaufen ist. Umso schöner fand ich, dass im Anhang auch die Rezepte verraten wurden.
Den Handlungsstrang um Mattes und Maren fand ich schön, da er vergleichsweise wie ein zartes Pflänzchen dargestellt wurde und nicht gleich übertrieben ausuferte.

Fazit: Ein wunderschönes Buch über Familie, Zusammenhalt und Vergangenheitsbewältigung sowie über die Liebe zum Backen. 
Eine absolute Empfehlung für all jene, die Gegenwartsromane und Familiengeschichten mögen.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Abhängigkeiten

Die Brücke von London
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London 1749: Juliana Hamley ist seit kurzem Witwe. Was sie nicht weiß, ihr Mann hat ihr eine Menge Schulden hinterlassen. Als sie das erfährt, ist der junge Alder, ein Waisenkind von der Straße an ihrer ...

London 1749: Juliana Hamley ist seit kurzem Witwe. Was sie nicht weiß, ihr Mann hat ihr eine Menge Schulden hinterlassen. Als sie das erfährt, ist der junge Alder, ein Waisenkind von der Straße an ihrer Seite, dem sie kurz zuvor das Leben gerettet hat. Alder hat eine Idee, wie Juliana geholfen werden kann. Doch damit sind einige Gefahren verbunden.

„London bridge is falling down“ - Dieses berühmte Kinderlied ist charakteristisch für dieses Buch und beschreibt diese Geschichte auch treffend.
„Die Brücke von London“ von Julius Arth ist ein historischer Roman über die berühmteste Brücke Londons, die es in dieser Form heute nicht mehr gibt. Gerade dieser Aspekt war für mich einer der spannendste Teile dieses Buches. Mir war nicht bewusst, dass es vor der heutigen Brücke bereits eine Brücke gab, auf der sogar Häuser standen und die quasi damit bewirtschaftet wurde. Die Beschreibung des Alltags auf dieser Brücke war absolut interessant.
Das Buch wird aus zwei Zeitebenen erzählt. Zum Einen gibt es den schon angesprochenen zeitlichen Rahmen im Jahr 1749 mit den Protagonisten Juliana Hamley, Oliver Morris und Alder. Zum Anderen spielt die Geschichte im Jahr 1202 zum Zeitpunkt des Brückenbaus. Hier ist die Protagonistin die weise Estrid, deren Bestimmung es ist, die heidnischen Bräuche umzusetzen.
Diese zwei Zeitabschnitte bringen die Spannung zustanden, denn nur in Kombination erklären sie die Grundidee dieses Buches, sodass der Spannungsbogen sogar bis zur letzten Seite erhalten wird. 
Das Buch handelt von Schuld, Sühne, Mord, Zusammenhalt in jedweder Form, aber auch einer unterschwelligen Liebe. Es beschreibt Abhängigkeiten in all ihren Farben. Gerade diese bringen die Protagonisten gut rüber. Julianas Abhängigkeit ist tief verwurzelt mit der Ruchlosigkeit. Wobei Olivers Abhängigkeiten eher im Bridge House liegen. Alder wiederum befindet sich in einer gewollten Abhängigkeit zu Juliana, aber vor allem zu seinen Freunden. Diese wiederum bringen Leichtigkeit und Freude in dieses Buch. Dabei war ich am Anfang skeptisch gegenüber dieser Kinderbande. Doch auch mit ihnen hat Julius Arth Abhängigkeiten aufgezeigt - die gesellschaftlichen.

Kurz und knapp: Dieses Buch ist spannend, wunderbar flüssig zu lesen und absolut abwechslungsreich. Eine absolute Empfehlung für alle, die historische Romane verschlingen!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Der Feind im eigenen Haus

Der Schutz der Freundschaft
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Wilhelmine ist zurück auf dem Gut und Gustav meldet sich aus dem Krieg, ebenso wie Leopold sich regelmäßig meldet.
Ferdinand führt seine Affäre mit Constanze Herzog weiter. Eine folgenschwere Entscheidung ...

Wilhelmine ist zurück auf dem Gut und Gustav meldet sich aus dem Krieg, ebenso wie Leopold sich regelmäßig meldet.
Ferdinand führt seine Affäre mit Constanze Herzog weiter. Eine folgenschwere Entscheidung für alle Bewohner Gut Falkenbachs.
Wilhelm und Paul-Friedrich überlegen, Deutschland zu verlassen und auf ihren Vorrat in Innsbruck zuzugreifen.

„Der Schutz der Freundschaft“ ist Band 11 der Reihe „Die Falkenbach-Saga“ von Ellin Carsta.
Ellin Carsta hat so einen tollen Schreibstil, dass ich mittlerweile denke, ebenfalls auf Gut Falkenbach daheim zu sein.
Da das Buch auch wieder einen sehr kurzen Zeitraum sehr intensiv darstellt, erlebt man die Überlegungen und charakterlichen Wendungen der Protagonisten quasi live mit. Dies führt bei mir immer mehr zu einer Abneigung sowohl gegen Dorothea und erst recht gegen Elisabeth. Gerade die letztere sorgt für absolute Spannung. Ich glaube auch, dass ihr Verhalten einen Einfluss auf die letzte Aktion Paul-Friedrichs hat.
Mit Viktor Sander bringt die Autorin eine Unbekannte in die Geschichte. Ist er wirklich so wie er vorgibt? Was verbirgt er, vor allem im Hinblick auf seine Vergangenheit. Auch die Verbindung zu Wilhelmine in der Zukunft würde mich ebenso interessieren, wie Dorothea.

Fazit: Auch wenn es sich hierbei schon um den 11. Band handelt, ist die Geschichte um die Falkenbachs und Lehmanns weiterhin spannend und ich sehe noch Potential für viele weitere Bände, da sich für mich auch noch viele Fragen ergeben, auf die ich momentan keine Antworten im Buch finde. Damit eine absolute Empfehlung für alle Ellin Carsta-Fans!

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