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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Marokko, Surfen, Mord

The Surf House
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Model Bea beschließt ihr Leben neu zu strukturieren. Nach ihrem letzten Modeljob in Marokko wird sie allerdings überfallen. Geld und Pass sind weg. Gleichzeitig wird sie um eine hohe Summe erpresst. Marnie, ...

Model Bea beschließt ihr Leben neu zu strukturieren. Nach ihrem letzten Modeljob in Marokko wird sie allerdings überfallen. Geld und Pass sind weg. Gleichzeitig wird sie um eine hohe Summe erpresst. Marnie, eine junge Frau, die ihr zur Hilfe geteilt ist, biete ihr eine Unterkunft und einen Job in ihrem kleinen Hotel dem "Surf House" an. Doch die chillig, sommerliche Atmosphäre dort ist trügerisch. Was ist vor einem Jahr mit Savannah geschehen? Einer jungen Reisenden, die einen Roadtrip machen wollte und deren letzter bekannter Aufenthalt das Surf House war? Bringt sich Bea durch ihre Nachforschungen selbst in Gefahr?

The Surf House von Lucy Clarke ist eher subtiler Thriller, spannend und flüssig zu lesen. Durchgehend hat man das Gefühl, das einzelne Mitglieder der Surf-Community etwas zu verbergen haben. Gleichzeitig fragt man sich, was genau mit Savannah passiert ist und ob Bea in Gefahr schwebt. Die Handlung wird hierbei in der Gegenwart aus Beas Perspektive erzählt, später kommen Abschnitte von Savannah in der Vergangenheit hinzu. Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn Bea manchmal etwas naiv und unbeholfen wirkt. Auch den Plot mochte ich, obwohl für mich die ganz große Überraschung ausblieb. Besonders toll fand ich auf jeden Fall das Setting rund um Sonne, Meer, Surfen und die menschlichen Abgründe dahinter. Insgesamt ein guter Thriller, nicht nur für alle die das Meer und Surfen lieben.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Mit einer Münze ins Jahr 1812

Pride und Prejudice und Pittsburgh
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Audrey ist in der Gegenwart etwas antriebslos. Eigentlich möchte sie Kunst studieren. Die für die Bewerbung erforderlichen Bilder bringt sie aber nicht zu Papier. Ihre Aushilfstätigkeit im kleinen Laden ...

Audrey ist in der Gegenwart etwas antriebslos. Eigentlich möchte sie Kunst studieren. Die für die Bewerbung erforderlichen Bilder bringt sie aber nicht zu Papier. Ihre Aushilfstätigkeit im kleinen Laden der Eltern kann sie allerdings auch nicht erfüllen. Im Jahre 1812 sieht Lucy sich gezwungen den Wünschen ihres Vaters zu gehorchen, der einen standesgemäßen aber unausstehlichen zukünftigen Ehemann für sie auserwählt hat. Als Audrey auf eine Reise durch die Zeit geschickt wird, stehen beide Leben auf dem Kopf. Bald ist klar, dass die beiden jungen Frauen mehr als nur freundschaftliche Gefühle füreinander hegen.

Pride und Prejudice und Pittsburgh von Rachael Lippincott ist eine schöne queere Liebesgeschichte mit Regency-Zeitreisefeeling und auf jeden Fall ab 14 Jahren geeignet. Ich denke queere Lovestorys sind im Jugendbuchbereich bzw. Young Adult Bereich noch zu wenig vertreten, weshalb dieses Buch auf jeden Fall eine Bereicherung ist. Mich persönlich hat sehr angesprochen, dass das Buch in der Regency Ära spielt. Literatur alla Jane Austen sollte man trotz der Anlehnung in Titel jedoch nicht erwarten. Bei Pride und Prejudice und Pittsburgh handelt es sich eher um eine leichte, romantische Geschichte. Auch Selbsfindung und die Entscheidung zugunsten der eigenen Identität spielen eine Rolle. Im Buch wechselt sie die Ich-Perspektive beider Protagonistinnen ab. Dadurch erhält man auch große Einblicke in ihre Gedankenwelt, was beide Figuren nachvollziehbarer macht. Die sympathisch gestalteten Nebenfigur habe ich leider erst zum Ende hin wirklich bemerkt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Besonders gerne mochte ich Audrey Anspielungen auf moderne Fernsehserien, etc. , die in der Vergangenheit natürlich niemand versteht. Einen Stern ziehe ich ab, da mich die Liebesgeschichte nicht hundertprozentig gefesselt konnte. Vielleicht hätte sie insgesamt mehr Tempo und weniger ruhige Szenen gebraucht.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Toxische Begegnungen

Schweben
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Sie hat es sich zum Beruf gemacht, in die Rolle anderer Frauen zu schlüpfen. Verkauft Begegnungen. Spielt Tochter, Freundin, Ehefrau oder Geliebte. Zumeist in toxischen Beziehungen, von denen sich die ...

Sie hat es sich zum Beruf gemacht, in die Rolle anderer Frauen zu schlüpfen. Verkauft Begegnungen. Spielt Tochter, Freundin, Ehefrau oder Geliebte. Zumeist in toxischen Beziehungen, von denen sich die reale Person, deren Platz sie einnimmt, bereits gelöst hat. Taucht für ihre Rolle ganz in den fremden Charakter ein und hat darüber ihren eigenen Namen bereits vergessen.

Erzählt wird Schweben von Amira Ben Saoud aus der Ich-Perspektive der namenlosen Protagonistin, die sich in ihrer neuen Rolle als Emma fast zu verlieren scheint. Die fremde Identitäten der eigenen vorzieht und sich lieber an gespielten, nichtsdestotrotz toxischen Beziehungen festhält, als einer eigenen, echten Beziehung eine Chance zu geben. Daneben gibt es die Aspekte der Dystopie. Die Geschichte spielt in einer in sich abgeschlosse Siedlung, nur Warenaustausch mit anderen, ebenfalls geschlossenen Siedlungen findet statt. Gewalt ist zwar verboten, Kämpfe scheinen aber bei Jugendlichen beliebt. Auch an anderen Stellen bemerkt man den vielleicht schleichend eintretenden Niedergang. Der Kontext zum titelgebenden Scheben ergibt sich erst relativ spät. Mit wenigen als 200 Seiten ist Schweben ein dünnes Buch, eine eher zarte Dystopie mit gesellschaftskritischen Aspekten, wobei besonders die Punkte Identitätsverlust und Verharren in toxischen Beziehungen herausstechen. Insoweit auch ein Buch, das auch zum Nachdenken anregt. Ich fand die Geschichte faszinierend zu lesen, gerade weil sich mir die Frage gestellt hat, vorauf die Siedlung und die namenlose Protagonistin zusteuert. Zum Ende bleibt für mich leider zu vieles im Unklaren - praktisch in der Schwebe-, weshalb ich für dieses außergewöhnlich Buch vier Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Der letzte Hüter der Zeit

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Jason hat unheimliche Tagträume. Dazu kommt manchmal das Gefühl, das mit der Realität etwas nicht stimmt: wie z.B. die Mammuts im Zoo oder die riesige Pyramide, die dem Despoten Nimrod als Herrschersitz ...

Jason hat unheimliche Tagträume. Dazu kommt manchmal das Gefühl, das mit der Realität etwas nicht stimmt: wie z.B. die Mammuts im Zoo oder die riesige Pyramide, die dem Despoten Nimrod als Herrschersitz dient. Bald stellt sich heraus, dass Nimrod mithilfe von Zeitreisen die Vergangenheit geändert hat. Jason scheint der einzige zu sein, der dies rückgängig machen kann.

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen von Michael Peinkofer ist der Auftaktband zu einer Jugendbuch Reihe mit dem Thema Zeitreisen. Ich lese tatsächlich gerne Jugendbücher, wenn mir das Thema wie hier zusagt. Das Setting des Buches ist sehr dystopisch angelegt. Das Thema Zeitreisen, hier möglich durch eine vererbliche genetische Fähigkeit, finde ich spannend. Das Konzept des Autors, das sich Körper und Seele trennen, fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, ist wohl aber dem Verlauf der Handlung geschuldet. Es gibt zwei Handlungsstränge die zumindest in diesem Band noch nicht zueinander finden. Man begleitet die Jugendliche Jason und Namira in die Vergangenheit und Otaku, der sich im Untergrund eines dystopisch anmutenden Japans um die kleine Hana kümmert. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, die Geschichte gerade in der zweiten Hälfte actionreich. Referenzen zu Star Wars und die Zeitmaschine haben mir gut gefallen. Trotzdem war Timelock leider ein Buch, das mich nicht hundertprozentig überzeugt hat. Das Buch konnte nicht nicht wirklich fesselnd, vielleicht weil es bei den Charakteren zu oberflächlich bleibt. Bleibt daher abzuwarten, wie sich die Serie in Band 2 und 3 entwickelt. Großes Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Freundschaft ist keine Frage der Größe

Die Maus hat einen neuen Freund
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Die Maus hat einen neuen Freund: Einen ziemlich großen Dino. Die beiden haben viel gemeinsam, zum Beispiel Tango tanzen oder skaten. Doch als der Dino bei der Maus übernachten möchte, gibt es ein Problem: ...

Die Maus hat einen neuen Freund: Einen ziemlich großen Dino. Die beiden haben viel gemeinsam, zum Beispiel Tango tanzen oder skaten. Doch als der Dino bei der Maus übernachten möchte, gibt es ein Problem: Er ist einfach zu groß. Glücklicherweise hat Mama Maus aber eine Idee.

Die Maus hat einen neuen Freund von Marc-Uwe Kling und Illustratorin Astrid Henn ist ein sehr schönes Kinderbuch über eine größentechnisch sehr unterschiedliche Freundschaft. Das Pappbilderbuch macht einen robusten Eindruck. Der Text ist in ansprechender Reimform gehalten und meist recht kurz. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und passen gut zur Geschichte, auch wenn ich mir mehr Details gewünscht hätte. Die Freund Maus und Dino haben viele gemeinsame Hobbys, was auch recht liebevoll dargestellt ist. Durch ihre unterschiedliche Körpergröße haben sie auch unterschiedliche Fähigkeiten. Beispielsweise ist die kleine Maus gut im Verstecken. Aktivitäten wie Tango tanzen oder wippen sind da schon herausfordernder, aber sehr niedlich gezeichnet. Die Botschaft, dass man, auch wenn etwas nicht wie gedacht klappt, eine Lösung findet, wird gut vermittelt. Insgesamt ein schönes Kinderbuch fürs Kleinkindalter.

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