Profilbild von LunaCiel

LunaCiel

aktives Lesejury-Mitglied
offline

LunaCiel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LunaCiel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2017

Solide Studentengeschichte

Loving Clementine
0

„Langeweile ist mir lieber als Drama, denn Drama hatte ich in meinem Leben weiß Gott schon genug.“

Allerdings kommt ein Drama selten allein.

In „Loving Clementine“ von Lex Martin, geht es um die junge ...

„Langeweile ist mir lieber als Drama, denn Drama hatte ich in meinem Leben weiß Gott schon genug.“

Allerdings kommt ein Drama selten allein.

In „Loving Clementine“ von Lex Martin, geht es um die junge Studentin und gleichzeitige Bestsellerautorin Clementine Avery (genannte Clem). Aktuell arbeitet sie an ihrem neuen Werk, doch ihr fehlen jegliche Ideen. Bis Gavin auftaucht und zu ihrer persönlichen Inspiration wird. Clem beginnt nicht nur ein neues Buch zu schreiben, sondern es auch zu erleben. Alles scheint perfekt zu sein, bis einer ihrer ehemaligen Dozenten an der Uni wieder auftaucht und zum Problem wird.

Clem, der Hauptcharakter, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie hat eine harte Schale, verhält sich Männer gegenüber sehr rau und ist alles andere als auf den Mund gefallen. Manchen mag ihre Art eventuell zickig und vielleicht auch nervig vor kommen, wenn nicht sogar etwas verklemmt. Doch im Laufe der Geschichte versteht man, wieso Clem nun mal so ist wie sie ist.
Mir allerdings hat ihr Charakter super gefallen. Gerade, dass sie sagt, was sie denkt und sich dabei nicht zurückhält. Ja, sie kann auch gemein sein, aber im Umgang mit ihren Freunden ist sie eine liebe, hilfsbereite und treue Person.
Gavin ist eine sehr warme, herzliche Person, die grundsätzlich für alles was Clem tat Verständnis hatte. Er ist ein toller Charakter, den ich sehr mochte, allerdings wirkte er manchmal zu nett und perfekt auf mich.
Die Nebencharaktere sind eine tolle Mischung aus den unterschiedlichsten Personen, die sehr gut miteinander harmonisieren.

Die Geschichte ist dank des leichten und flüssigen Schreibstils in einem Rutsch ausgelesen. Die tollen Charaktere tragen ebenso dazu bei und vor allem die Nebencharaktere lockern das Ganze auf. Hingegen sind manche Momente einfach vorhersehbar gewesen, allerdings gab es dennoch die ein oder andere Überraschung.
Am Schluss ging mir alles dann doch etwas zu schnell. Gewisse Sequenzen kamen mir zu oft hintereinander vor, die besser auf das Buch hätten verteilt werden können. Letztendlich drehte sich am Ende alles nur um das Ein und das Selbe. Zu dem ich hier auch Clems Wandel nicht ganz nachvollziehen konnte. Am Anfang sträubt sie sich gewisse Wörter in den Mund zu nehmen, geschweige denn zu Papier zu bringen. Wohingegen sie am Ende mit den Begriffen regelrecht um sich wirft. Kam es zu diesem Wandel nur wegen Gavin? Mag sein, ich weiß es nicht.

Fazit:
Der Schluss war nicht ganz nach meinem Geschmack. Grundsätzlich war es eine tolle, unterhaltsame Studentengeschichte zum Abschalten und Entspannen. Am besten ohne Erwartungen die Story genießen und alles auf sich zu kommen lassen.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Freund oder Feind?

Verzaubert 2: Gefährliche Freunde
0

„Sie schlug ihre Augen auf. Der Untergrund, auf dem sie lag, war hart und kalt. Bei dem Versuch, sich zu bewegen, wurde sie zurückgehalten. Einzig ihren Kopf konnte sie heben. Ihr Herz raste so schnell, ...

„Sie schlug ihre Augen auf. Der Untergrund, auf dem sie lag, war hart und kalt. Bei dem Versuch, sich zu bewegen, wurde sie zurückgehalten. Einzig ihren Kopf konnte sie heben. Ihr Herz raste so schnell, dass es ihr die Luft abdrückte.“

Auch mir blieb in manchen Momenten die Luft weg.

Im zweiten Teil der Verzaubert-Reihe „Gefährliche Freunde“ von Anna-Sophie Caspar steht Effies endgültige Verwandlung bevor. Und wie der Titel schon sagt, stellt nicht nur Nathaniel eine Gefahr dar, sondern auch geglaubte Freunde bergen ein gewisses Risiko. Wem können unsere liebgewonnen Protagonisten und vor allem auch der Leser noch trauen?

Ja, die Frage des Vertrauens spielt in diesem Teil eine große Rolle. Ich persönlich war während der ganzen Geschichte hin und her gerissen. Wem kann ich vertrauen, wem wieder nicht....Positiv überrascht wurde ich von Vespa, die auch im zweiten Teil nicht fehlen durfte. Ich fing ziemlich schnell an sie zu mögen, sie wurde mir richtig sympathisch und ich begann ihr zu vertrauen. Ebenfalls verpasste sie mit ihrer direkten, ironischen Art der Story das gewisse Etwas.
Wohingegen ich den anderen Charakteren, vor allem Ted, sehr stark misstraute. Dieses Tauziehen des Vertrauens hielt sich durch das ganze Buch, was mir besonders gut gefiel und so es stets spannend blieb.
Da Effies Verwandlung bevor steht und Nathaniel ihr auf den Versen ist, spitzt sich die Situation für Effie und Eden langsam zu. Doch erfahren wir auch endlich mehr über Vespas, Nathaniels und vor allem Edens Vergangenheit, die mich sehr berührte. Diese neuen Infos trugen bei mir dazu bei, dass ich die Charaktere besser verstand, unter anderem auch Nathaniel und sogar anfing Mitleid für ihn zu empfinden. Ich bin sehr gespannt wie es mit ihm im dritten Teil weiter gehen wird.
Der einzige Punkt, der mir nicht so optimal gefallen hat, war Effies endgültige Verwandlung, die mir etwas zu schnell ablief und mir auch zu kurz kam.

Fazit:
Besonders toll finde ich, dass Anna-Sophie Caspar mit dem Leser und dessen Vertrauen zu den Charakteren spielt. Wem kann man vertrauen? Ebenso war es schön mehr über die Vergangenheit mancher Charaktere zu erfahren um auch so ein besseres Verständnis, wie auch Einfühlungsvermögen zu bekommen. Ein gelungener zweiter Band, der Vorfreude auf die Fortsetzung und somit den leider letzten Teil dieser Reihe macht.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Versuchen wir den Berg zu erklimmen!

Die wirkliche Wahrheit
0

„Ich bin oft gestürzt, auf diesem langen Marsch […].Genau genommen alle paar Schritte. Und jedes Mal stand ich einfach wieder auf. Aber irgendwann kam der Punkt, wo ich in den Schnee fiel, vom Wind umheult, ...

„Ich bin oft gestürzt, auf diesem langen Marsch […].Genau genommen alle paar Schritte. Und jedes Mal stand ich einfach wieder auf. Aber irgendwann kam der Punkt, wo ich in den Schnee fiel, vom Wind umheult, und nicht mehr aufstand.“

Wir alle gehen im Leben unseren eigenen Weg, mit Höhen und Tiefen und jedes Mal liegt es an uns, ob wir die Kraft aufbringen wieder aufzustehen oder liegen bleiben.

So hat der Junge Mark in „Die wirkliche Wahrheit“ von Dan Gemeinhart, all seinen Mut und seine Kraft gesammelt, um vielleicht das letzte Abenteuer seines Lebens zu erleben, natürlich immer an seiner Seite, sein treuer Hund Beau.

Die Handlung ist in erster Linie sehr klar. Der kranke Mark läuft mit seinem Hund von zu Hause weg, um einen Berg zu erklimmen. Ich ließ mich durchaus von dieser „Einfachheit“ etwas in die Irre führen und glaubte dadurch, schon im Voraus zu wissen, wie das Ende aussehen könnte. Allerdings wurde ich durchaus positiv überrascht und meine Vermutungen wurden nicht bestätigt.
An einigen Punkten war ich allerdings etwas skeptisch und fragte mich: ob es einem 12-jährigen wirklich gelingen würde so einfach abzuhauen, während nach ihm fahndet wird und ob wirklich so viele Leute ein Desinteresse zeigen würden, an einem Kind, das wie im Buch, nachts in einem Restaurant auftaucht, bedient wird, der Kellnerin eine Lüge erzählt und wieder von dannen ziehen kann? Und ob man wirklich so viel Glück haben kann, wenn man glaubt seinen Freund verloren zu haben?
Aber es ist eine Geschichte und ich denke, in einem Buch ist einfach alles möglich. Vor allem Glück und auch Wunder. Daher empfehle ich, die Geschichte nicht so kritisch und realistisch zu sehen wie ich, sondern einfach wirken lassen und offen sein.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker, so dass man als Leser in einen sehr angenehmen „Lese-Flow“ hineingelangt und die Geschichte sich schon quasi von selbst liest.
Ganz besonders hat mir die, für mich neuartige Aufteilung der Kapitel gefallen und dass man auch Einblicke von Marks beste Freundin Jessie bekam. Denn in den Kapitel, wie 1,2,3...erzählt Mark seine Geschichte. In den Kapitel 1 ½, 2 ½, 3 ½...dürfen wir Jessie genauer kennen lernen und erfahren auch wie sie zu Mark steht und wie kostbar und besonders ihre Freundschaft ist.
Ebenso hat mir die Kommunikation zwischen Mark und Jessie gefallen, denn sie verständigen sich sehr gerne mit der Gedichtform des Haiku. Und so sind immer am Anfang von Jessies Kapiteln und auch ab und zu im Laufe des Geschehens, Haikus zu finden, die Gefühle und Gedanken verraten. Wirklich eine tolle Idee des Autors, die das Buch zu etwas Besonderem werden lässt.

Fazit:
Auf eine umfangreiche Handlung mit vielen festen, unterschiedlichen Charakteren, brauch man hier nicht zu erwarten. Es tauchen zwar kurzweilig verschiedene Personen in der Geschichte auf, die allerdings für die wesentliche Handlung kaum von Bedeutung sind. Es geht im Ganzen nur um Mark.
Am Besten unvoreingenommen sich auf die Geschichte einlassen und das Abenteuer mit Mark erleben. Bei einer Buchlänge von 254 Seiten, ist es eine in sich, kleine und feine geschlossene Geschichte. Das Buch ist sehr flott durchgelesen und ich denke, jeder der es liest und offen für alles ist, kann und wird etwas in der Geschichte von Mark für sich entdecken und mitnehmen können.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Lichtseele oder Dunkelseele - was wählst du?

Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts (Unvergessliche Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
0

„Egal wie dunkel es sein mag, einen Funken Licht findest du überall. Und wo Licht ist, da sind auch wir.« Die Lichtseelen.“

In „Soul Mates – Flüstern des Lichts“ entführt uns Bianca Iosivoni in die Welt ...

„Egal wie dunkel es sein mag, einen Funken Licht findest du überall. Und wo Licht ist, da sind auch wir.« Die Lichtseelen.“

In „Soul Mates – Flüstern des Lichts“ entführt uns Bianca Iosivoni in die Welt der Licht- Dunkel- und Nebelseelen. Im Mittelpunkt steht Rayne. Sie arbeitet in einem Büchercafé, lebt bei ihrer Adoptivmutter Nora und ihrer kleinen Adoptivschwester Emma. Ihr Schicksal wendet sich als ihr Colt begegnet und sie sich intensiv zu ihm hingezogen fühlt.

Rayne, der Hauptcharakter, ist eine relativ sympathische Person, aber leider auch etwas einfältig in meinen Augen.
Charakterlich ist Rayne hilfsbereit, offen und möchte ihre Familie beschützen. Doch ab und zu agiert sie naiv und ist sprunghaft. In einem Moment, ist sie für den Tod eines Menschen, im nächsten ist es wieder gegen ihre Moral und im nächsten ist sie wieder dafür.
Colt hat alleine durch sein Tattoo bei mir gepunktet. Ich weiß etwas oberflächlich von mir.
Wie nicht anders zu erwarten ist er ein attraktiver, verschlossener Typ, mit einer rauen Schale und natürlich einigen Geheimnissen. Erst ab der Hälfte werden ab und zu kleine Details zu ihm bekannt gegeben. Ansonsten ist sein Charaktertyp immer konstant. Er bleibt geheimnisvoll, was mir besonders gefiel.
Die Nebencharaktere sind mir etwas zu flach. Man hätte sie mehr einbringen können und auch mehr in Verbindung mit Rayne, damit man die Möglichkeit hat sie besser kennen zu lernen. Das fand ich besonders schade, da ich durch diese Kürze keine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte und mich manche Schicksale nicht trafen und einfach kalt ließen.
Ebenso waren die Charaktere auch leider durchschaubar.
Was Raynes ehemaliger Pflegevater in dem Ganzen zu suchen hatte, ist für mich immer noch ein Rätsel. Er ist ein Psychopath und verfolgt sie, seit sie nicht mehr bei ihm lebt. Tiefgründige Absichten scheint er jedenfalls nicht zu haben, als seine Phantasien zu stillen und es ihr heimzuzahlen.

Der Schreibstil ist schön flüssig, wodurch sich das Buch wirklich sehr gut und auch schnell liest. Die Spannung des Handlungsstrangs sagte mir persönlich nicht so zu. Fast in dreiviertel der Geschichte geschieht nichts Außergewöhnliches. Im letzten Viertel dagegen kommt es zu einem Bruch, der allerdings auch nicht besonders überraschend war. Mehr dazu kann ich auch nicht sagen, ohne gleich das Ende Vorweg zu nehmen.
Des weiteren ist die grundlegende Idee mit den verschiedenen Seelen (Licht-Dunkel-Nebel) und in Verbindung mit der Idee der Seelenpartnerschaft, super, denn ich hatte bis dato noch keine Bücher gelesen, in denen die Seelenpartnerschaft so explizit im Vordergrund steht. Muss auch gestehen, dass ich nicht an so eine Verbindung glaube, was aber meine Bewertung hier in keiner Weise beeinflusst hat.
Überzeugend fand ich, dass Seelenpartnerschaft hier nicht gleich bedeutete, dass es zwei Personen sein müssen, die sich innig lieben und gleich eine solche Beziehung eingehen.
Jedoch fand ich, dass alles was zwischen Colt und Rayne passierte, mit dieser Verbindung erklärt wurde. Kurz gesagt, die Erklärung für das meiste war die Seelenpartnerschaft, was ich etwas enttäuschend fand. Hier gab es keine alternative Möglichkeiten.
Weiterhin blieben einige Fragen offen, die in meinen Augen hätten geklärt werden sollen. Gerade zu den einzelnen Gruppierungen der Licht-Dunkel-Nebelseelen hätte ich mir mehr Erklärungen bzw. Informationen gewünscht. Woher kamen sie? Wieso gibt es sie? Wie ist der Konflikt zwischen ihnen aufgebaut und wie kam es dazu? Wer vertritt genau welche Ansichten? Usw.
Gut fand ich, dass bis zum Schluss es nicht wirklich klar wurde wer gut und wer böse ist. Licht bedeutet nicht gleich gut und Dunkelheit nicht gleich böse.

Fazit:
Der erste Teil dieser Reihe konnte mich leider nicht überzeugen, wie manch anderen. Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen.
Letztendlich hatte ich das Gefühl, dass man im ersten Band zu viel reinbringen wollte und dadurch einige Dinge einfach zu kurz kamen.
Dennoch möchte ich diese Geschichte nicht einfach so abschreiben und ihr weiterhin eine Chance geben. Ich hoffe darauf, dass der zweite Teil mich überzeugen kann.

Veröffentlicht am 21.12.2017

"Wer hat die Macht...?"

Shadow Dragon
0

„ Es ist...Wenn er ausatmet, wird dir schwindelig. Und wenn er einatmet, macht er dich atemlos.“

Leider sorgte die Geschichte nicht dafür, dass mir schwindelig wurde oder ich atemlose Momente hatte. ...

„ Es ist...Wenn er ausatmet, wird dir schwindelig. Und wenn er einatmet, macht er dich atemlos.“

Leider sorgte die Geschichte nicht dafür, dass mir schwindelig wurde oder ich atemlose Momente hatte. Aber dazu später mehr.

In „Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin“ von Kristin Briana Otts, geht es im Wesentlichen um die Kriegerin Kai, eine Onna-Bugeisha und Wächterin der Prinzessin von Mizu. Nach einem Attentat auf Prinzessin Noriko soll Kai, die der Prinzessin äußerlich ähnelt, deren Rolle übernehmen und zur bevorstehenden kaiserlichen Krönung reisen und das River Kingdom vertreten. Kann es Kai gelingen ihrer Aufgabe gerecht zu werden und ihre Maske aufrecht zu erhalten? Oder funken ihr eintretende Umstände und Personen dazwischen?

Komme ich zu aller erst zur Hauptprotagonistin, der Kriegerin, genau genommen Onna-Bugeisha, Kai. Ihr bisheriges Leben und ihre Ausbildung wurden von Gehorsam und Disziplin geprägt, was auch mit einem kurzen Rückblick in Kais Vergangenheit, sehr schön erzählt wird. Gemeinsam mit anderen Mädchen, die allesamt Waisen sind und sich untereinander als Schwestern nennen, wurden sie im Schwertkampf trainiert und haben die Aufgabe Prinzessin Noriko mit ihrem Leben zu beschützen. Soweit so gut, doch leider erleben wir Kai als starke Kriegerin nur am Anfang, eventuell noch etwas in der Mitte. In meinen Augen ist sie alles andere als eine Kämpferin. Oft benimmt sie sich, wie ein kleines Kind und nicht wie jemand, der eine wichtige Mission zu erledigen hat. Und wenn es dann noch um das Thema Jungs geht und irgendwelche pseudo Gefühle, ist ihr überhaupt nicht mehr zu helfen, da sie einfach in pure Naivität verfällt und auch anfängt zu nerven. Wirklich Schade, denn als starke Person, die ihre Aufgabe ernst nimmt, die gegen ihre Feinde kämpft, Personen beschützt und sich nicht gleich um den Finger wickeln lässt, wäre sie wirklich ein toller Charakter, durch und durch.
Die Nebencharaktere waren in Ordnung, leider auch nicht mehr. Am meisten hat mir Aiko, Kais beste Freundin, und der junge Prinz Iseul (Bruder des künftigen Kaisers) gefallen. Der Rest war doch ziemlich flach, vor allem Jao, der eigentlich, wenn er schon eine wichtige Rolle in Kais Leben spielen soll, öfters in Erscheinung treten könnte. Für mich kam er definitiv zu kurz. Man erfährt kaum etwas über ihn, nur das Gröbste, und dann ist er noch einer von Kais Schwärmereien, nur weil er mal nett zu ihr war.

Ich muss sagen ich war selten zwischen einer Geschichte so hin und her gerissen, wie während dieser.
Im allgemeinen war die ganze Handlung gar nicht mal so schlecht. Jedoch war es mir etwas zu überladen. Einerseits geht es um die Kaiserkrönung und das Kais Maskerade erhalten bleibt. Dann geht es kurzweilig um den Drachen, wieder um irgendwelche Prüfungen, letztendlich taucht noch die Magie auf und schlussendlich noch eine „Lovestory“, die in meinen Augen keine war, da bei mir keine Gefühle rüber kamen geschweige den Emotionen, die wiederum auch nicht wirklich bei den Charakteren vorhanden waren. Was durchaus auch daran liegen mag, dass das ganze Thema viel zu schnell ablief und letztendlich mehr einer reinen Schwärmerei glich, als dass es wirklich um Liebe ging. Schade! Vielleicht hätte man hier etwas warten sollen und die Geschichte etwas langsamer aufbauen können.
Dann das Thema, Drachen. Da hätte ich mir gewünscht, dass man mehr über die verschiedenen Drachenwesen und vor allem den Shadow Dragon erfährt. Dieser kam mir auch viel zu kurz, denn nicht umsonst heißt das Buch auch Shadow Dragon. Hoffe, dass er im zweiten Teil mehr in den Vordergrund rücken wird.

Der Schluss wiederum hat einiges rausgerissen. Am Ende ging es Schlag auf Schlag, wobei das Tempo hier einfach zu der Gesamtsituation passte. Die Spannung war da, sowie unverhoffte Ereignisse geschahen, die mich sehr erstaunten. 

Fazit:
Es ist kein schlechtes Buch. Die Grundidee der Geschichte ist wirklich toll, sowie das asiatische Setting. Jedoch hat es in meinen Augen ein paar Ecken und Kanten, in Bezug auf die Umsetzung sowie Charakterentwicklung, die mich stören. Daher hoffe ich, dass sich in Band zwei, das Blatt wenden wird und dieser mich vielleicht eher überzeugen kann. Luft nach oben ist genug vorhanden.