Solide Studentengeschichte
Loving Clementine„Langeweile ist mir lieber als Drama, denn Drama hatte ich in meinem Leben weiß Gott schon genug.“
Allerdings kommt ein Drama selten allein.
In „Loving Clementine“ von Lex Martin, geht es um die junge ...
„Langeweile ist mir lieber als Drama, denn Drama hatte ich in meinem Leben weiß Gott schon genug.“
Allerdings kommt ein Drama selten allein.
In „Loving Clementine“ von Lex Martin, geht es um die junge Studentin und gleichzeitige Bestsellerautorin Clementine Avery (genannte Clem). Aktuell arbeitet sie an ihrem neuen Werk, doch ihr fehlen jegliche Ideen. Bis Gavin auftaucht und zu ihrer persönlichen Inspiration wird. Clem beginnt nicht nur ein neues Buch zu schreiben, sondern es auch zu erleben. Alles scheint perfekt zu sein, bis einer ihrer ehemaligen Dozenten an der Uni wieder auftaucht und zum Problem wird.
Clem, der Hauptcharakter, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie hat eine harte Schale, verhält sich Männer gegenüber sehr rau und ist alles andere als auf den Mund gefallen. Manchen mag ihre Art eventuell zickig und vielleicht auch nervig vor kommen, wenn nicht sogar etwas verklemmt. Doch im Laufe der Geschichte versteht man, wieso Clem nun mal so ist wie sie ist.
Mir allerdings hat ihr Charakter super gefallen. Gerade, dass sie sagt, was sie denkt und sich dabei nicht zurückhält. Ja, sie kann auch gemein sein, aber im Umgang mit ihren Freunden ist sie eine liebe, hilfsbereite und treue Person.
Gavin ist eine sehr warme, herzliche Person, die grundsätzlich für alles was Clem tat Verständnis hatte. Er ist ein toller Charakter, den ich sehr mochte, allerdings wirkte er manchmal zu nett und perfekt auf mich.
Die Nebencharaktere sind eine tolle Mischung aus den unterschiedlichsten Personen, die sehr gut miteinander harmonisieren.
Die Geschichte ist dank des leichten und flüssigen Schreibstils in einem Rutsch ausgelesen. Die tollen Charaktere tragen ebenso dazu bei und vor allem die Nebencharaktere lockern das Ganze auf. Hingegen sind manche Momente einfach vorhersehbar gewesen, allerdings gab es dennoch die ein oder andere Überraschung.
Am Schluss ging mir alles dann doch etwas zu schnell. Gewisse Sequenzen kamen mir zu oft hintereinander vor, die besser auf das Buch hätten verteilt werden können. Letztendlich drehte sich am Ende alles nur um das Ein und das Selbe. Zu dem ich hier auch Clems Wandel nicht ganz nachvollziehen konnte. Am Anfang sträubt sie sich gewisse Wörter in den Mund zu nehmen, geschweige denn zu Papier zu bringen. Wohingegen sie am Ende mit den Begriffen regelrecht um sich wirft. Kam es zu diesem Wandel nur wegen Gavin? Mag sein, ich weiß es nicht.
Fazit:
Der Schluss war nicht ganz nach meinem Geschmack. Grundsätzlich war es eine tolle, unterhaltsame Studentengeschichte zum Abschalten und Entspannen. Am besten ohne Erwartungen die Story genießen und alles auf sich zu kommen lassen.