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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Rasante Dystopie

To Cage a Wild Bird
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Als eine Art Kopfgeldjägerin verdient sich Raven ihren Lebensunterhalt damit, die ins Gefängnis zu bringen, die gegen die Regeln von Dividium verstoßen haben. Als jedoch ihr eigener Bruder dort landet, ...

Als eine Art Kopfgeldjägerin verdient sich Raven ihren Lebensunterhalt damit, die ins Gefängnis zu bringen, die gegen die Regeln von Dividium verstoßen haben. Als jedoch ihr eigener Bruder dort landet, lässt sie sich selbst einschleusen, um ihn zu beschützen – auch wenn sie weiß, dass man in diesem Gefängnis höchstens eine Weile überleben, es aber nie verlassen kann.
Bevor ich zu diesem Buch gegriffen habe, wusste ich lediglich, dass es eine Dystopie ist und bereits unglaublich viele Menschen begeistert hat. Gleich vorneweg: Es hat auch mich sehr begeistert!
Die Geschichte fängt einen als Leser wirklich innerhalb weniger Seiten, und dank der unglaublichen Spannung bis zum Schluss kann man es zwischendurch kaum beiseitelegen. Das World Building ist durchdacht und immer wieder kreativ, aber besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Autorin ihre Charaktere geschrieben und entwickelt hat – sowohl die Hauptfigur als auch die Nebenfiguren.
Ich gebe zu, was den Romance-Anteil im Buch angeht, hätte mir auch weniger gereicht – das hat die Geschichte meiner Meinung nach gar nicht gebraucht –, aber ich muss auch sagen, dass die Dynamik zwischen Raven und Vale toll geschrieben war und beide sympathische Charaktere sind.
Insgesamt wurde ich von dieser dystopischen Geschichte bestens unterhalten und dementsprechend freue ich mich, dass sie noch nicht auserzählt ist. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht! Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 03.09.2025

Genau mein Fall

Ja, nein, vielleicht
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Die Protagonistin geht auf die 60 zu und hat sich in ihrem Leben eingerichtet. Aber dann scheint ihr genau dieses Leben immer wieder Hindernisse vor die Füße zu werfen: Ein Zahn, dessen Tage gezählt sind. ...

Die Protagonistin geht auf die 60 zu und hat sich in ihrem Leben eingerichtet. Aber dann scheint ihr genau dieses Leben immer wieder Hindernisse vor die Füße zu werfen: Ein Zahn, dessen Tage gezählt sind. Die Stadtwohnung, die auf einmal „belegt“ ist. Oder ein ehemaliger Liebhaber, der völlig unverhofft ihren Weg kreuzt. Und es kommt die Frage auf, ob sie sich nun von diesen Dingen aus der Bahn werfen lässt.
Dieses Buch habe ich einfach nur furchtbar gern gelesen. Schon nach den ersten Kapiteln war mir klar, dass die Erzählweise, der Schreibstil und der Humor der Autorin genau mein Fall sind. Bewundernswert aber auch, dass das Buch bis zum Schluss gleichermaßen unterhaltsam bleibt und der Text nicht ein einziges Mal schwächelt.
Als Leser verbringt man auf jeden Fall viel Zeit im Kopf der Protagonistin (was aber nie langweilig wird, denn ihre Gedanken drehen sich nicht im Kreis!), aber ganz nebenbei passiert auch noch so einiges, so dass der Input nie ausgeht. Unter anderem reflektiert sie über das Älterwerden, über vergangene Entscheidungen, Freundschaften, Familie und die Männer, die ihr in ihrem Leben begegnet sind – immer auf eine unaufdringliche Art und Weise, die Platz für eigene Gedanken lässt.
Zusammengefasst konnte mich „Ja, nein, vielleicht“ also durchweg begeistern – so sehr, dass ich mir fest vorgenommen habe, auch die anderen Werke der Autorin bald in die Hand zu nehmen. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 03.09.2025

Atmosphärisches Puzzle

Im Finsterwald
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Im Göteborg der 20er Jahre verschwindet bei einem Museumsausflug ein neunjähriges Mädchen spurlos. Der zuständige Kommissar stößt bei seinen Ermittlungen bald auf diverse Ungereimtheiten – im Museum, aber ...

Im Göteborg der 20er Jahre verschwindet bei einem Museumsausflug ein neunjähriges Mädchen spurlos. Der zuständige Kommissar stößt bei seinen Ermittlungen bald auf diverse Ungereimtheiten – im Museum, aber auch in der Familie des Mädchens.
Das Buch gehört zu einer Reihe der Autorin, die sich um den Polizisten Nils Gunnarsson dreht, von der mich bereits der erste Teil – Der Sommer, in dem Einstein verschwand – begeistern konnte. Tatsächlich stehen aber die einzelnen Geschichten bzw. Fälle stark im Vordergrund, so dass sie, meiner Meinung nach, problemlos einzeln gelesen werden können.
Die Geschichte in diesem Buch ist geprägt von einer recht düsteren Atmosphäre, und ich konnte mir insbesondere die Szenen im Naturhistorischen Museum, die geradezu gruselig waren, unheimlich gut vorstellen. Aber auch außerhalb dessen gibt es immer wieder beklemmende Momente, die doch des Öfteren Gänsehaut bei mir verursachten.
Neben der besonderen Atmosphäre ist aber in jedem Fall auch die Art und Weise, wie die Autorin nach und nach die Figuren und deren Beziehungen zueinander skizziert, hervorzuheben. Als Leser erhält man so ein Puzzlestück nach dem anderen, bis man erst ganz am Ende das ganze Bild vor sich hat. Ich fand es unheimlich spannend und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wie bereits beim ersten Buch von ihr konnte mich die Autorin auch mit diesem Werk vollauf begeistern. Im Gegensatz zum ersten wird dieses hier auf dem Cover als „Kriminalroman“ deklariert – aber ich finde, es ist viel mehr als nur das. Es ist alles andere als ein 08/15-Krimi, allein schon aufgrund des Schauplatzes im Göteborg der 20er Jahre, der außerordentlich gut recherchiert zu sein scheint. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.04.2025

Außergewöhnliche Fantasy im Setting von 1001 Nacht

Der Sternenstaubdieb
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Loulie hat viele Namen, aber die meisten kennen sie als die Mitternachtshändlerin, welche ein besonderes Händchen dafür hat, magische Dschinn-Relikte zu finden. Schließlich wird auch der Sultan ...

Loulie hat viele Namen, aber die meisten kennen sie als die Mitternachtshändlerin, welche ein besonderes Händchen dafür hat, magische Dschinn-Relikte zu finden. Schließlich wird auch der Sultan auf sie aufmerksam und beauftragt sie damit, eine magische Lampe zu finden. Da er ihr keine Wahl lässt, macht sie sich auf die Reise durch die Wüste – auch wenn sie weiß, dass die Erfüllung ihres Auftrags den Untergang bedeuten könnte…

Der Klappentext zu diesem Buch hörte sich richtig spannend und nach meinem Geschmack an und auch die Stimmen zur englischen Originalausgabe waren durchweg positiv, deswegen wollte ich es unbedingt lesen, auch wenn ich mir mit langen Büchern gerade etwas schwertue.

Und ich wurde auf jeden Fall belohnt! Es ist definitiv kein Buch, das man auf einen Rutsch durchliest. Aber das wäre auch wirklich schade, denn dann könnte man die vielen spannenden Entwicklungen und die sensible Dynamik zwischen den einzelnen Figuren gar nicht richtig auf sich wirken lassen.

Obwohl das Setting und das System der Dschinn-Magie an sich schon sehr reizvoll und mitreißend ausgearbeitet sind, lag es für mich auf jeden Fall zum großen Teil an den so individuell geschriebenen Figuren mit ihren jeweiligen Hintergrundgeschichten, dass ich so gerne in dieses Buch abgetaucht bin.

Fazit: Die Geschichte hat alle Erwartungen voll und ganz erfüllt und mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern können. Ich bin beim nächsten Teil auf jeden Fall dabei. Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.04.2025

Wiedersehen mit den Spurenfindern

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Ein neuer spannender, kurzweiliger und humorvoller Fall mit neuen Schauplätzen wartet auf den Spurenfinder Elos und seine Kinder: Was steckt hinter dem Diebstahl des Zepters aus der Schatzkammer?
Für mich ...

Ein neuer spannender, kurzweiliger und humorvoller Fall mit neuen Schauplätzen wartet auf den Spurenfinder Elos und seine Kinder: Was steckt hinter dem Diebstahl des Zepters aus der Schatzkammer?
Für mich war es insgesamt ein richtig schönes Wiedersehen mit den bereits bekannten Hauptpersonen und auch den besonderen „Hilfsmitteln“ aus dem ersten Teil, wie beispielsweise dem Glozoskop oder dem Schdip. Wirklich amüsant war auch wieder die Dynamik zwischen Ada und Naru.
Ich finde, die Klings schaffen es, selbst den kleinsten Charakteren Tiefe und etwas Besonderes zu verleihen. Überraschende Wendungen und auch wieder eine ordentliche Portion Phantasie runden die gelungene Geschichte ab.
Mir hat das Lesen wieder außerordentlich viel Spaß bereitet - gerne viel mehr davon!