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Veröffentlicht am 25.04.2025

was für ein emotionales Buch

Wie Risse in der Erde
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„Wie Risse in derErde“ ist ein Buch das niemanden unberührt bleiben lässt, da es Themen anspricht, die einfach emotional besetzt sind.

Eine große Liebe, aber auch ein Schicksalsschlag, der weitreichende ...

„Wie Risse in derErde“ ist ein Buch das niemanden unberührt bleiben lässt, da es Themen anspricht, die einfach emotional besetzt sind.

Eine große Liebe, aber auch ein Schicksalsschlag, der weitreichende Konsequenzen hat, sind Inhalt dieses Buches das mich durch ein Wechselbad der Gefühle gehen ließ.
Der Autorin ist es gelungen die Geschichte einer Familie, aber auch einer Dreiecksbeziehung zu erzählen und die Gefühle der einzelnen Protagonisten sehr eindringlich und nachvollziehbar zu beschreiben.

Beth und Gabriel haben als Jugendliche eine sehr leidenschaftliche Beziehung geführt, die aus einem Missverständnis heraus zerbrochen ist.
Nach einem Jahrzehnt, Beth ist mittlerweile verheiratet, kehrt Gabriel in den Ort seiner Jugend zurück und löst mit seinem Auftauchen viel Wirbel, aber auch Drama aus.

Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen durch seine Geschichte, aber auch durch seinen sehr angenehmen Schreibstil.
Die Beschreibung von Beth Familie und ihrem Leben wurde sehr eingängig beschrieben.Auch ihre Zerrissenheit und die Folgen eines Schicksalsschlages , der weitreichende Konsequenzen hat und erst vieles möglich gemacht hat, wurde gut nachvollziehbar erzählt.
Dass dann noch nicht vorhersehbare Wendungen und Überraschungen im Geschehen das Ganze sehr spannend gemacht haben, hat mir auch sehr gut gefallen.

Ein Buch , dem ich sehr gerne 5 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

für mich ein Lesehighlight dieses Bücherjahres

Die Erbin
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Ich habe bisher alle Romane dieser Autorin gelesen und habe mich daher gefreut, dass wieder eines neues Buch dieser Autorin auf den Markt kommt und was soll ich sagen, ich bin total begeistert von ihrem ...

Ich habe bisher alle Romane dieser Autorin gelesen und habe mich daher gefreut, dass wieder eines neues Buch dieser Autorin auf den Markt kommt und was soll ich sagen, ich bin total begeistert von ihrem neuen Buch " Die Erbin", das ich in kürzester Zeit verschlungen habe.

Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt und schildert die Geschichte der Industriellenfamilie Liefenstein, die fiktiven Ursprungs ist. Allerdings zeigt sie , was ihre nationalsozialistische Vergangenheit angeht, gewisse Parallelen mit der bekannten Familie Quandt, aber auch anderen Großindustriellen , die sich unter der Nationalsozialistischen Regierung stark bereichert haben.

Cosima Liefenstein ist der jüngste Sproß dieser Familie. Sie gründet in den fünfziger Jahren eine Stiftung für bedürftige Frauen und Mütter und geht damit ihren eigenen Weg. In diesem Zusammenhang trifft Cosima auf den Journalisten Leo Markgraf, der Nachforschungen über seinen toten Freund anstellt und auf eine Reihe von Ungereimtheiten stößt. Sein Freund hatte schwere Anschuldigungen gegen die Familie Liefenstein erhoben und wurde kurz danach tot aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang ?
Auch Cosima will Licht in die Familiegeschichte bringen und erfährt dabei Dinge, die sie mehr als entsetzen.

Der zweite Erzählstrang spielt Ende der zwanziger, Anfang der dreiziger Jahren des letzten Jahrhunderts und erzählt von den Machenschaften der Familie LIefenstein unter dem NS Regime, ihren familiären Zwistigkeiten und einer großen Liebe.

Dieser Roman hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Eine gute Mischung aus Familiengeschichte und Krimi zeichnet dieses Buch aus.
Die Spannung dieses Buches macht aber nicht nur die fiktive Geschichte um die Familie Liefenstein aus, sondern es liegt ihr auch eine sehr gute Recherche der damaligen politischen Verhältnisse zugrunde.Die Aneignung jüdischen Eigentums und Zwangsarbeit in großen industriellen Betrieben beruhen auf realen Ereignissen und werden gerne vertuscht, genauso wie die Tatsache, dass diese Betriebe und Konzerne nach dem Krieg wieder zu großem Reichtum gekommen sind und für ihre Taten nicht zur Rechenschaft gezogen worden sind, weil vieles vertuscht wurde und die Nürnberger Prozesse zum Teil eine Farce waren, nach dem Motte " die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen."

Frau Winter hat hier eine gute Balance hinbekommen, reale Fakten in eine Familiegeschichte einzubinden.

Die einzelnen Figuren waren so gut beschrieben, dass ich mich von Anfang an im Geschehen wähnte und vor allem Cosima , aber auch Elsa sehr nahe war.
Auch der Schreibstil tat sein übriges. Flüssig und spannend hat er mich so in seinen Bann gezogen, dass ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe.

Ich kann dieses Buch jedem Freund zeitgeschichtlicher Geschichten empfehlen. Für mich war es ein Highlight dieses Lesejahres und ein Buch, dem ich viele Leser wünsche, weil es ein wichtiges Thema behandelt und auch viele Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigt.

Ganz große Leseempfehlung.


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Veröffentlicht am 13.04.2025

hat mir wieder gut gefallen

Der Wolf im dunklen Wald
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„Der Wolf im Dunklen Wald“ist der zweite Thriller der Autorin und er hat mir wieder gut gefallen.

Im Wald wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden, die mit sieben Messerstichen regelrecht hingerichtet ...

„Der Wolf im Dunklen Wald“ist der zweite Thriller der Autorin und er hat mir wieder gut gefallen.

Im Wald wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden, die mit sieben Messerstichen regelrecht hingerichtet wurde. Man sieht der Leiche die Wut des Mörders an. Was war der Auslöser für so viel Wut?
Als dann auch noch der Geschäftspartner des Opfers tot aufgefunden wird, fragt sich Carla Seidel, ob der Grund im Geschäftsbereich zu finden ist.

Auch dieser Thriller ist wieder spannend zu lesen. Nicht nur der Fall hat mir gut gefallen, sondern auch die Schilderungen der privaten Situation von Carla Seidel. Ihre Tochter wird 18 und somit gilt das Kontaktverbot zum gewalttätigen Ehemann von Carla nicht mehr , worüber sie sich große Sorgen macht, denn ihre Tochter hat Kontakt zum Vater, was sie ihr verschwiegen hat.
Auch die Auflösung des Falles fand ich klasse und hätte nie mit solch einem Ende gerechnet.

Der Schreibstil ist wieder gewohnt flüssig, die Weiterentwicklung der Figuren finde ich gelungen und so bin ich gespannt auf Teil 3.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

ein sehr beeindruckendes Buch

Geigen der Hoffnung
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Dieses Buch ist sowohl ein erschreckendes Zeitdokument, als auch die Erinnerung daran, die Schrecken des Krieges und die Machenschaften der Nazis niemals zu vergessen.

Abwechselnd wird von einem jüdischen ...

Dieses Buch ist sowohl ein erschreckendes Zeitdokument, als auch die Erinnerung daran, die Schrecken des Krieges und die Machenschaften der Nazis niemals zu vergessen.

Abwechselnd wird von einem jüdischen Geigenbauer erzählt, der nach und nach die Geigen von Personen in seine Werkstatt bekommt, die alle eine Geschichte zu erzählen haben. Geigen die die Gräuel der Konzentrationslager begleitet haben und nun in verschiedenen Konzertsälen der Welt wieder zum klingen gebracht werden , um diese schreckliche Zeit immer in Erinnerung zu behalten.
Amnon Weinstein, der diese geigen sammelt, hat sie auch schon nach Berlin gebracht und unseren derzeitigen Bundespräsidenten Steinmeier damit beeindruckt.
Der zweite Erzählstrang erzählt von den einzelnen Schicksalen der Juden im Konzentrationslager Dachau , die mehr als eindrucksvoll und beklemmend sind.

ich habe sehr große Hochachtung vor Amnon Weinstein, dessen Lebensaufgabe es ist, diese Zeit niemals in Vergessenheit geraten zu lassen ,was angesicht der heutigen politischen Verhältnisse mehr als notwendig ist.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

ein Kaufhaus im Wandel der Zeit

Das Haus der schönen Dinge - Prequel
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" Das Haus der schönen Dinge " von Heidi Rehn erzählt die Geschichte eines Münchner Kaufhauses vom Ende des 19. Jahrhundert bis ins 20 Jahrhundert. Über 100 Jahre werden die Geschicke und Veränderungen, ...

" Das Haus der schönen Dinge " von Heidi Rehn erzählt die Geschichte eines Münchner Kaufhauses vom Ende des 19. Jahrhundert bis ins 20 Jahrhundert. Über 100 Jahre werden die Geschicke und Veränderungen, die der Wandel der Zeit mit sich bringt, aber auch die schrecklichen Jahre des Nationalsozialismus und ihre Schicksale für viele jüdische Kaufmannsfamilien und ihre Enteignungen beschrieben,

Der Autorin gelingt es sehr gut den Bogen zu spannen vom Entstehen solcher " Einkaufstempel " , die für die Kundschaft, egal ob arm oder reich , immer ein Erlebnis sein sollten , bis zur den Veränderungen, die die Zeit unweigerlich mit sich bringt. Als Leser begleitet man die Familie Hirschvogel, die ihr Kaufhaus am Rindermarkt in München zu einem echten Erlebnis für seine Kunden macht. Konzerte und andere Kulturevents lassen dieses Kaufhaus zu etwas besonderen werden. Die Dekorationen werden liebevoll gestaltet und es geht dem Eigentümer und seiner Frau immer darum, dass der Kunde sich wohl fühlt. Welch ein Gegensatz zu unseren geistlosen und leblosen Fabrikhallen , in denen die Waren stapelweise angeboten wird und es nur um den Profit und nicht um das Erlebnis " Einkauf " geht." Geiz ist Geil ", die Masse muss den Preis machen. Ich habe mir oft vorgestellt, wie viel mehr Spaß es machen müsste in einem " Hirschvogel am Rindermarkt " einzukaufen und dort vielleicht etwas mehr zahlen zu müssen, aber für seinen Einkauf auch etwas geboten zu bekommen. Das ist doch auch Kultur , oder etwa nicht?

Dass Heidi Rehn diesen Wandel eines Kaufhauses als Familiengeschichte aufbaut ist schon geschickt gemacht, auch die zeitgeschichtlichen Elemente haben die Geschichte abgerundet, trotzdem sind einige Länge im Lesefluss zu merken und mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.Manchmal hat mir etwas die Nähe zu den Protagonisten gefehlt , da immer das Kaufhaus im Fokus stand.

Alles in allem ist dieses Buch aber ein schönes Leseerlebnis gewesen und ich kann es allen Lesern von Familiengeschichten empfehlen.

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