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Veröffentlicht am 26.04.2025

Schlimme Vergangenheit

Die Erbin
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Köln in den 50er Jahren. Cosima, Erbin der Liefensteins, gründet eine Stiftung für bedürftige Frauen und geht damit ihren eigenen Weg. Der Journalist Leo Marktgraf tritt in ihr Leben. Er stellt Nachforschungen ...

Köln in den 50er Jahren. Cosima, Erbin der Liefensteins, gründet eine Stiftung für bedürftige Frauen und geht damit ihren eigenen Weg. Der Journalist Leo Marktgraf tritt in ihr Leben. Er stellt Nachforschungen über den Tod eines Freundes an. Dessen Leiche war, kurz nach dem er schwere Anschuldigungen gegen die Liefensteins erhoben hatte, am Ufer des Rheins gefunden worden. Cosima will Licht in die Vergangenheit ihrer Familie bringen und stellt bald fest, dass nichts so ist wie es scheint. Doch in der jungen Bundesrepublik will niemand mehr an die Zeit des dritten Reiches erinnert werden und es gibt ein Netzwerk von Menschen, die immer noch mächtig sind. Sie wollen unbedingt verhindern, dass Cosima und Leo der Wahrheit auf die Spur kommen.


Meine Meinung
Das Buch lie0 sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im tEst störten meinen Lesefluss. Ich war auch schnell in der Geschichte drinnen. Die beiden weiblichen Hauptprotagonistinnen waren mir gleich sympathisch. Es fing mit der Gründungsfeier für Cosimas Stiftung an, bei welcher sie cich bemühte, Spenden dafür zu sammeln. Die Stiftung imponiert mir. Ihrem Onkel war sie wohl nicht ganz so recht, auch wenn er das nicht sagte. Dann gab es da das Dienstmädchen Elisa, das 193,3 bei Lauensteins eine Anstellung gefunden hatte. Der Auslöser für Cosimas Nachforschungen war der Fund der Leiche eines Anwalts, eines Freundes von Leo Marktgraf. Diesen hatte Cosima auf eine etwas unerfreuliche Art kennengelernt. Und je tiefer Cosima in die Vergnügtheit eintauchte, desto mehr wollte sie wissen. In Elisas Zeit gab es drei Liefensteinsöhne nämlich Theodor, Albert und Edmund, der der jüngste war. Es gab Reibereien wegen des Regimes und nicht alle waren mit diesem einverstanden. Sogar noch nach

Veröffentlicht am 15.04.2025

Erschütternd

Um jeden Preis
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Hera Lind erzählt die wahre Geschichte der Schwarzmeeer-Deutschen Lydia, die mit 16 Jahren nach Sibirien verschleppt wurde. Der Alptraum begann 1944 und wollte nicht enden. Die rote Armee rückte auf ihr ...

Hera Lind erzählt die wahre Geschichte der Schwarzmeeer-Deutschen Lydia, die mit 16 Jahren nach Sibirien verschleppt wurde. Der Alptraum begann 1944 und wollte nicht enden. Die rote Armee rückte auf ihr Dorf bei Odessa vor und sie flohen bis nach Deutschland, wurden aber zurückgeholt. Mit ihrer Mutter und vier Geschwistern wurde Lydia nach Sibirien verschleppt. Dort waren es 50°minus. Zehn lange Jahr kämpfte sie ums Überleben, wurde Mutter von acht Kindern von welchen sechs überlebten. Bei ihrer Entlassung die die Freiheit war der eiserne Vorhang dicht. Zwölf weitere Jahre irrte sie mit Kindern und Ehemann durch die Sowjetunion und hatte immer das eine Ziel vor Augen, nach Westdeutschland zu kommen. Noch nie war die dort, aber es war ihre Heimat.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich gut lesen, auch wenn es oft schwere Kost war. Doch bin ich schnell in die Geschichte reingekommen, denn von solchen Verschleppungen habe ich schon öfter gehört, aber noch nie davon gelesen. Ich konnte die Protagonistin Lydia sehr gut verstehen. Was sie in ihrem Leben in der Sowjetunion erlitten hat kann sich ein normaler Sterblicher fast nicht vorstellen. Sie heiratete in Sibirien und verlor zwei Kinder, sechs blieben ihr noch und sie hatte den festen Willen mit Mann und Kindern aus der UDSSR ausreisen zu dürfen. Doch bis es soweit war, vergingen lange Jahre, denn die Ausreiseanträge wurden immer wieder abgelehnt. Und als sie endlich durfte, wäre es beinahe am Geldmangel gescheitert! Die Geschichte wird zum großen Teil in der Ich-Form von Lydia erzählt, aber ebenfalls in Ich-Form von ihren Kindern. Die Autorin hat sich an Lydias Tagebüchern orientiert, denn als sie das Buch schrieb war Lydia bereits verstorben. Gegen Ende des Buches liest man daher von den einzelnen Kindern, wie es ihnen noch ergangen ist. Diese Geschichte hat mich sehr tief berührt und ich mochte das Buch fast nicht aus der Hand legen, wollte ich doch wissen, wie es Lydia letztendlich schafft, in die Bundesrepublik zu kommen. Lydias Jahre in Sibirien haben mich erschüttert. Dann wurde sie mit Mutter, Geschwistern, Ehemann und eigenen Kindern in die sogenannte Freiheit entlassen. Doch wirklich frei war sie erst, als sie in der Bundesrepublik angekommen war. Wie gesagt hat mich dieses Buch sehr berührt, es war spannend und hat mich auch gut unterhalten. Ich vergebe daher fünf hochverdiente Sterne und empfehle es sehr gerne weiter, denn es ist definitiv lesenswert.

Veröffentlicht am 04.04.2025

Unterhaltsam und spannend

Die Mündung
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Eine Hand, die den Täter unbedingt fassen will, jedoch starke Flashbacks hat. Lena Funk, ihres Zeichens Kommissarin begibt sich zu einer Auszeit auf eine abgeschiedene Insel. Doch in einer stürmischen ...

Eine Hand, die den Täter unbedingt fassen will, jedoch starke Flashbacks hat. Lena Funk, ihres Zeichens Kommissarin begibt sich zu einer Auszeit auf eine abgeschiedene Insel. Doch in einer stürmischen Nacht, findet sie in den Dünen einen Toten. Brutal ermordet. Und sie findet eine Handvoll Schmuckstücke, Trophäen des Gezeitenmörders. Diesem Mann fiel auch ihre Schwester zum Opfer. Endlich hatte sie eine Spur und eine Chance auf Gerechtigkeit. Lena taucht tief in den Fall ein, und es wird immer gefährlicher. Sie wird beobachtet und jemand spielt mit ihr. Sie enthüllt die Wahrheit und diese ist grausamer als sie gedacht hat.

Meine Meinung
Von Tim Pieper habe ich alle Bücher gelesen. Einen historischen Roman und den Rest Krimis. Auch dieses Buch ist eine Art Krimi, oder besser gesagt ein Thriller. Er ist so ganz anders, als es die Krimis waren. Dieser Thriller ist manchmal etwas verwirrend und doch wieder nicht. Bei den Krimis wusste man meistens gleich was Sache ist. Natürlich nicht, wer der Mörder war. Bei dem Thriller wird man irgendwie hin- und hergeworfen und man erfährt wirklich erst gegen Ende worum es eigentlich wirklich geht. Trotzdem war ich in der Geschichte schnell drinnen, auch wenn sie sich dann nach einer gewissen Zeit anders darstellte. Doch das hat die Geschichte so richtig spannend gemacht, zumal es nicht bei einer Änderung dieser Geschichte blieb. Doch worum es Ende wirklich ging, das hat mich doch überrascht. Mit den Protagonisten konnte ich mich anfreunden, sie waren mir durchaus sympathisch. Auf jeden Fall mal Lena, die Kommissarin. Sie tat mir leid. Warum, das erfährt der geneigte Leser beim Lesen des Buches. Es geht in dem Buch um viele Dinge, u. A. auch um wissenschaftliche Sachen. Weiter verrate ich da nichts, denn ich will ja nicht spoilern. Es ist sehr spannend geschrieben und die Spannung erhöht sich mit jeder Änderung. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen und vergebe verdiente fünf Sterne.

Veröffentlicht am 09.03.2025

Wer ist der Spion?

Die tausend Farben von Paris
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Jack, ein Amerikaner, kommt 1951 nach Paris. Er sucht die Freiheit, will sich in der faszinierenden Stadt durchschlagen. Da lernt er Rose kennen, eine bezaubernde Fotografin und sie verlieben sich ineinander. ...

Jack, ein Amerikaner, kommt 1951 nach Paris. Er sucht die Freiheit, will sich in der faszinierenden Stadt durchschlagen. Da lernt er Rose kennen, eine bezaubernde Fotografin und sie verlieben sich ineinander. Doch das zarte Band wird durch Jacks alten Bekannten bedroht, denn der soll im Künstlerviertel einen Spion aufspüren. Rose scheint da auch etwas zu wissen. Kann ihre Liebe das überstehen, oder wirft der Krieg dunkle Schatten auf die junge Beziehung?
Catherine Durand ist ein Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, keine Unklarheiten welcher Art auch immer, störten meinen Lesefluss. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen und konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Ich mag ja die Bücher der Autorin sehr gerne und so konnte mich auch dieses begeistern, obwohl es etwas anderes ist, als das bisher gelesene. Jack ist so gar nicht begeistert, dass er im Künstlerviertel einen Spion aufspüren soll. Weiß Rose wirklich etwas darüber? Zu Anfang wohl nicht. Aber das sollte der geneigte Leser selbst lesen. Dann gibt es da noch einen anderen jungen Mann, der von einem Geheimnis umgeben ist. Ich sage hier keinen Namen, denn der taucht im Klappentext nicht auf. Er scheint ein Schürzenjäger (gewesen?) zu sein. Doch anscheinend belehrt ihn eine junge Frau eines Besseren. Und so kämpfen sich die vier Personen durch das Buch und machen es spannend meine Neugierde auf das Kommende war von Anfang an geweckt. Es hat mir gut gefallen, hat mich gefesselt und gut unterhalten. Vielleicht ist es nicht ganz so spannend, wie andere Bücher der Autorin (unter anderem Namen, denn dies ist ja das erste unter diesem Pseudonym) aber trotzdem sehr gut zu lesen und wie gesagt sehr unterhaltsam. Deshalb von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

Veröffentlicht am 08.03.2025

Tragische Geheimnisse

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Zwei Frauen stehen am Wendepunkt. Es gibt ein tragisches Familiengeheimnis und die Liebe zu Büchern und die Insel Sylt. Die Autorin verbindet zauberhafte Unterhaltung mit einer dramatischen Familiensaga. ...

Zwei Frauen stehen am Wendepunkt. Es gibt ein tragisches Familiengeheimnis und die Liebe zu Büchern und die Insel Sylt. Die Autorin verbindet zauberhafte Unterhaltung mit einer dramatischen Familiensaga. Dies ist der erste Band der Sylt Dilogie.
Anna, 55 Jahre, ihres Zeichens Podcasterin und Journalistin besucht die Bücherfrau Fenja Lorenzen 85, am Lister Ellenbogen, um über sie zu schreiben. Doch Fenja glänz durch Abwesenheit, nur ihre Tochter Elisa trifft Anna an. Ein heftiges Gewitter bedroht die, auf dem Dachboden von Fenja gehorteten, Bücherschätze und die Frauen packen gemeinsam an. Ein alter Gedichtband fällt Anna in die Hände, der als Versteck dient. Sie wird mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die auch die Gegenwart berühren. Fenjas Schwester ist damals von jetzt auf nachher verschwunden so wie Fenja jetzt . Anna beschäftigt sich mit der Geschichte der Lorenzens und ihr Herz schlägt für Elisas Bruder Eric. Sie stößt auf eine dramatische Liebesgeschichte aus 1937 und erkennt, dass Fenja endlich reden muss, wenn sie die Wunden heilen will. Doch wo ist Fenja?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, wenn man davon absieht, dass, zumindest am Anfang, worte gebraucht wurden, die ich nicht erkannt habe und die auch leider nicht erklärt wurden. Trotzdem konnte ich es eben sehr gut lesen, zumal ich die Bücher der Autorin mag, wenn ich auch nicht alle kenne. In der Geschichte war ich recht schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Lene, die eine tragische Liebesgeschichte erlebte. Ihren Mann verabscheute ich so wie ich alle derartigen Menschen, nicht nur Männer, verabscheue. In Fenja, die von ihrem Vater unverschämte Lügen aufgetischt bekommen hatte. Dieses Buch is tauch wieder ein Zeitzeugnis darüber, was die Regierung den Menschen damals angetan hatte. Nur durch glückliche Umstände erfahren wir, warum Lenes Liebesgeschichte ein so tragisches Ende nahm. Es ist ein gefühlvolles, aber auch interessantes Buch. Nicht superspannend, bzw. erst in der zweiten Hälfte. Auf jeden Fall hat es mich aber sehr berührt und ich habe es gerne gelesen. Es wird einen Folgeband geben, den ich vermutlich auch lesen werde. Trotz der kleinen Kritikpunkte von mir doch eine Leseempfehlung auch fünf Sterne.