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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2025

Wow

Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie
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Dream, der Herrscher des Traumreiches, wird 1916 von Roderick Burgess, der eigentlich Death fangen wollte, in eine Falle gelockt und Jahrzehnte gefangen gehalten. Während dieser Zeit geraten der Schlaf ...

Dream, der Herrscher des Traumreiches, wird 1916 von Roderick Burgess, der eigentlich Death fangen wollte, in eine Falle gelockt und Jahrzehnte gefangen gehalten. Während dieser Zeit geraten der Schlaf und die Träume außer Kontrolle. Schließlich kann sich Dream befreien und muss sich zunächst auf die Suche nach seinen Insignien machen, um seine Kraft wiederherstellen zu können.

Wahrscheinlich kennen viele die Serie, die auf dieser Comicreihe basiert, und die ich persönlich grandios finde. Als genauso grandios entpuppte sich für mich die Reihe selbst, deren ersten Sammelband ich nun endlich gelesen habe.

Nicht nur die Geschichte selbst gefällt mir, ohne die Zeichnungen wäre sie nur halb so gut, denn diese transportieren das Geschehen in perfekter Weise und wirken auf mich sehr künstlerisch. Erst im Zusammenspiel von Text und Bild wurde ich komplett gefangengenommen. Dass das so sein wird, war mir schnell klar, und schon jetzt freue ich mich auf die weiteren Bände. Übrigens fand ich das auch bei der Serie gut gelungen.

Manche der Szenen sind sehr gruselig, brutal, teilweise schon fast makaber, zum Beispiel diejenigen, die in einem Diner stattfinden, auch der Höllentrip hat es in sich. Besonders gut hat mir die letzte Geschichte, eine Art Epilog, gefallen, in der Dream auf Death trifft, wunderschön und traurig.

Interessant finde ich auch manchen Charakter, den man hier trifft, wie zum Beispiel John Constantine, Lucifer Morningstar oder die Brüder Kain und Abel, wobei Kain immer noch gerne seinen Bruder ermordet.

Ich bin ziemlich geflasht von diesem Band und freue mich auf die weiteren, Bild und Text ergeben für mich eine perfekte Einheit, beeindruckend und bedrückend.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Sehr empfehlenswert

Hilfen für Menschen mit Behinderung
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Von Behinderung betroffen zu sein, macht das Leben schwerer, und so ist es gut, wenn man die Möglichkeit hat, sich schnell und kompakt über Hilfen, die man bekommen kann, zu informieren.

Genau das bietet ...

Von Behinderung betroffen zu sein, macht das Leben schwerer, und so ist es gut, wenn man die Möglichkeit hat, sich schnell und kompakt über Hilfen, die man bekommen kann, zu informieren.

Genau das bietet dieser Ratgeber. Schon wenn man sich das Inhaltsverzeichnis anschaut, kann man erkennen, wie umfassend man hier informiert wird. Sei es im Privaten, im Beruflichen oder im Finanziellen, sei es zum Thema Steuern, Mobilität oder Hilfsmittel, und vieles mehr, jedes mögliche Thema wird berührt.

Durch das ausführliche Inhaltsverzeichnis hat man die Möglichkeit, schnell zu dem Punkt zu gelangen, der einen gerade interessiert, man kann aber auch das Buch von vorne nach hinten durchblättern, und schauen, was man vertiefen möchte, woran man vielleicht noch gar nicht gedacht hat, oder wo das eigene Wissen vielleicht Auffrischung benötigt.

Zunächst erhält man eine Einführung, was überhaupt Behinderung und Schwerbehinderung ist, und wie man das feststellen lassen kann. Das ist wichtig, um die jeweiligen Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Gut finde ich auch, dass man zu den einzelnen Themen zunächst einen Überblick erhält, und danach die einzelnen Unterpunkte ausführlich dargestellt werden.

Im Anhang findet man noch eine Übersicht, welcher Nachteilsausgleich bei welchem Grad der Behinderung und bei einem eventuellen Merkzeichen möglich ist, außerdem wichtige Adressen.

Dieser Ratgeber gibt ausführlich und umfänglich Tipps und Hilfestellung über Hilfen für Menschen mit Behinderung, ich kann ihn sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 22.04.2025

Gelungener Abschluss der Trilogie

Kerze & Krähe
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Der Siegelmagier Al MacBharrais ist aus Australien zurück in Schottland. Mit ihm gekommen ist die irische Todesgöttin Morrigan, die ihr Leben ändern möchte, und sich Unterstützung von Al erhofft. Auch ...

Der Siegelmagier Al MacBharrais ist aus Australien zurück in Schottland. Mit ihm gekommen ist die irische Todesgöttin Morrigan, die ihr Leben ändern möchte, und sich Unterstützung von Al erhofft. Auch sonst ist Als Leben alles andere als ruhig. Buck Foi, der Hobgoblin, der für ihn arbeitet, hat Probleme mit der Familie, Als Buchhalterin Nadia möchte eine neue Religion etablieren, und Al selbst endlich seine Flüche loswerden, auch, weil er sich in absehbarer Zeit zur Ruhe setzen möchte.

Der dritte Band der Reihe ist auch der Abschluss der Trilogie, schade, denn ich bin gern mit dem Siegelmagier Al unterwegs. Aber vielleicht trifft man ihn ja noch einmal wieder. Erst einmal bietet dieser Roman eine Menge Aufregung, für Al, aber auch für uns Leser:innen. Die Reihe zeichnet sich dadurch aus, dass es verschiedene Mythen und Religionen tatsächlich gibt, die entsprechenden Wesen und Götter mit den Menschen Verträge haben, die die Siegelmagier überwachen müssen. So muss Al hier zum Beispiel zwischen den Blauen Männern, eine Art Feenwesen, und der britischen Regierung vermitteln. Daneben gibt es auch ein paar Aktionen, die nicht ganz auf dem Boden des Rechts ablaufen, aber halt irgendwie nötig sind. Es gibt Tote, aber auch viel zu lachen.

Auch die Suche nach den Verursachern seiner beiden Flüche, ist alles andere als einfach, und bringt Al nicht nur in verschiedene Länder, sondern auch in akute Lebensgefahr. Als er dann endlich weiß, wem er die Flüche zu verdanken hat, wird es nicht leichter, eher noch schwieriger.

Die Trilogie spielt in der selben Welt wie die Romane über den Eisernen Druiden, dem Al in Band 2 bereits begegnet ist. Kevin Hearne hat eine interessante Welt gestaltet, die unsere mit den bereits oben erwähnten mythologischen Wesen und Göttern bereichert. Al selbst ist zudem Schotte, so dass auch das Schottische in den Roman Einzug hält. Im Anhang gibt es daher ein Glossar, in dem man auch Aussprachehinweise erhält. Natürlich wird auch Als Nachname nicht so ausgesprochen, wie man auf den ersten Blick denken könnte.

Gut passt auch, dass der Autor Al selbst in Ich-Form erzählen lässt. So sind wir immer nah dabei und erleben alles aus seiner Perspektive. Erzählt wird anschaulich und spannend. Die Charaktere rund um Al muss man einfach mögen, auch wenn manch eine:r zunächst etwas undurchsichtig war, mittlerweile kennt und mag man sie, auch über Gladys, die schon viel Schxxx erlebt hat (ja, so wird sie hier nun mal genannt), erfährt man endlich mehr.

Als Abschlussband bietet der Roman natürlich auch einen gewissen Abschluss für die einzelnen Charaktere, mir gefällt es gut, wie wir sie verlassen.

Die Triologie um den Siegelmagier Al MacBharrais endet gelungen, alle Charaktere sind an einem Punkt, an dem man sie gut alleine weitermachen lassen kann, ohne Möglichkeiten zu verspielen, sie vielleicht doch noch einmal wiederzutreffen. Ich freue mich aber auch schon auf all die anderen Werke, mit denen uns Kevin Hearne noch beglücken wird. Sehr gerne empfehle ich die gesamte Trilogie, die man am besten der Reihenfolge nach liest.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Was für eine Geschichte!

Heir
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Aiz ist eine Waise und wuchs in einem Kloster auf. Ihre Heimat Kegar verübt mit sogenannten Seglern Überfalle auf andere Länder, um Nahrung zu stehlen. Die Segler werden dabei mit einer Windmagie angetrieben. ...

Aiz ist eine Waise und wuchs in einem Kloster auf. Ihre Heimat Kegar verübt mit sogenannten Seglern Überfalle auf andere Länder, um Nahrung zu stehlen. Die Segler werden dabei mit einer Windmagie angetrieben. Auch Aiz wäre gerne Seglerin geworden, doch reichte ihre Magie nicht aus. So übt sie niederere Dienste aus. Aiz trägt Rachegelüste in sich, und als sie diesen nachgeben will, geht das nicht gut aus.

Quil dagegen ist der Kronprinz des Imperiums. Doch er ist anders als man es von einem Prinzen vermuten würde, denn er wurde nicht privilegiert in einem Schloss erzogen, sondern hat Land und Leute gut kennengelernt, weil er dort mit ihnen gelebt hat, so sind Land und Leute ihm auch sehr wichtig. Ein Angriff auf die Hauptstadt führt ihn auf eine gefahrvolle Reise.

Sirsha hat eine besondere Affinität zu Elementen und wurde von ihrem Stamm verbannt. Sie hält sich mit Suchaufträgen über Wasser. Ihr neuester Auftrag, sie soll aufklären, wer hinter einer Reihe von Morden steckt, ist gefährlicher als zunächst vermutet.

Die Leben dieser drei Personen werden im weiteren Verlauf der Geschichte miteinander verquickt, wobei es immer wieder unerwartete Ereignisse und Erkenntnisse gibt.

Ruckzuck hatte mich der Roman in seinen Bann gezogen, und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Das liegt unter anderem an den interessanten Charakteren, neben den oben Genannten gibt es noch eine Reihe weiterer, die eine größere Rolle spielen. Alle Charaktere sind gut gezeichnet, man hat schnell das Gefühl, sie gut zu kennen, aber natürlich haben auch sie alle ihre Geheimnisse.

Auch die Welt ist sehr gut gelungen. Die Karte, die man in den inneren Buchdeckeln findet, habe ich gar nicht benötigt, um mir alles gut vorstellen zu können. Der Erzählstil der Autorin ist packend und sehr bildhaft. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonist:innen, es gibt auch ein paar Kapitel aus weiteren Perspektiven, die das Geschehen gut ergänzen.

Die Geschichte ist sehr spannend, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und die über 600 Seiten vergingen wie im Flug. Das Ende dieses Romans ist noch nicht das Ende der Geschichte, es wird einen weiteren Band geben, das Warten auf diesen wird schwer werden.

„Heir“ spielt im selben Universum wie die „An Ember in the Ashes“-Reihe, man muss diese aber nicht kennen, um „Heir“ zu verstehen. Zwar treten hier die Protagonist:innen von dort auch auf, aber nur am Rande. „Heir“ spielt Jahre später und hat eigene Protagonist:innen. Die Vorgängerreihe wird gerade neu aufgelegt, der erste Band liegt bereits hier, die anderen sind vorbestellt. Ich freue mich darauf, mehr von Sabaa Tahir lesen zu können.

„Heir“ ist für mich ein echtes Highlight, mit interessanten Charakteren, einer gelungenen Welt und einer spannenden Geschichte. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung und volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Packend!

Allein gegen die Lüge
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Stell dir vor, deine Eltern, deine jüngere Schwester und dein kleiner Bruder werden in ihrem Urlaub in Mexiko tot aufgefunden, und du musst deinen älteren Bruder, der wegen des Mordes an seiner Freundin ...

Stell dir vor, deine Eltern, deine jüngere Schwester und dein kleiner Bruder werden in ihrem Urlaub in Mexiko tot aufgefunden, und du musst deinen älteren Bruder, der wegen des Mordes an seiner Freundin im Gefängnis sitzt, darüber informieren. Genau das passiert Matt Pine, gerade war er noch in seiner Studentenbude, im nächsten Moment steht die FBI-Agentin Sarah Keller vor ihm und informiert ihn über die Todesfälle. Und dann muss er auch noch nach Mexiko fliegen, damit seine Familie nach Hause überführt werden kann.

Matt Pine ist mir direkt ans Herz gewachsen, wahrscheinlich auch, weil ich mich viel zu gut in ihn hineinversetzen konnte, und mit ihm gelitten habe. Er ist aber auch ein netter Kerl. Seine Familie musste seit sieben Jahren mit der angeblichen Tat seines Bruders leben, sein Vater kämpfte von Anfang an um dessen Freilassung, und es gab sogar eine Dokumentationsserie darüber.

Erzählt wird nicht nur das aktuelle Geschehen, es gibt auch immer wieder Rückblenden ins Davor, wo man aus Perspektive der drei älteren Toten erfährt, was in den Tagen vor deren Tod passiert ist, am Ende erlebt man sogar die Todesnacht selbst mit, was mich sehr berührt hat. Dabei kommt das eine oder andere ans Licht, man lernt aber auch die vier Toten sehr gut kennen, so dass einen ihr Tod noch mehr mitnimmt, als es vorher schon der Fall war. Mir gefällt diese Erzählweise sehr gut.

Gut gefallen hat mir auch Sarah Keller, die eigentlich gar nicht für Todesfälle zuständig ist, aber auf andere Weise mit dem Fall verbunden ist. Auch sie und ihre Familie lernt man kennen und mögen. Sie steht an Matts Seite, das hat mir gut gefallen, und möchte den Fall, der nicht nur die Frage aufkommen lässt, ob es sich um Mord oder einen Unfall handelt, unbedingt klären. Ich könnte mir gut vorstellen, Sarah Keller in weiteren Werken noch einmal zu begegnen.

Auch andere Charaktere sind gut gezeichnet, ich mochte vor allem Matts Studienfreund:innen sehr, die sich rührend um ihn kümmern, jede:r ein ganz eigener Typ. Aber auch Matts weitere Familie, eine Tante und ein dementer Großvater, kommen einem nahe. So war ich von Anfang an emotional dabei und habe mitgelitten und mitgefiebert. Zusätzlich hat sich der Autor, der Anwalt ist, ein tatsächliches Problem des (usamerikanischen) Justizsystems vorgenommen, es spielt also auch eine gewisse Gesellschaftskritik mit hinein. Die Auflösung ist nachvollziehbar, und man erfährt auch noch ein bisschen Danach, was mir ebenfalls gut gefällt.

Das Debüt Alex Finlays hat es direkt in sich, es hat mich gefesselt und mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Sehr gerne empfehle ich es daher für Thrillerfans, bin gespannt auf weitere Werke des Autors, und vergebe gerne volle Punktzahl.

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