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Veröffentlicht am 19.03.2020

Ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen...

Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst
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Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

In der Schule habe ich "About a Boy" von Nick Hornby gelesen und seitdem bin ich ein großer Fan des Autors. Ich habe alle bisher erschienen Bücher von ihm ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

In der Schule habe ich "About a Boy" von Nick Hornby gelesen und seitdem bin ich ein großer Fan des Autors. Ich habe alle bisher erschienen Bücher von ihm gelesen und war daher natürlich sehr gespannt auf sein neues Buch. Danke nochmal an die Netgalley und Kiepenheuer und Witsch, die mir "Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst" als E-Book-Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Handlungsüberblick:

Der Leser begleitet Tom und Louise, die seit vielen Jahren verheiratet sind, zu zehn Verabredungen in einem Pub. Seit einem unerfreulichen Ereignis treffen sich hier regelmäßig vor ihren Sitzungen bei einer Paartherapeutin...

Mein E-Book-Eindruck:

Ich fand es etwas schade, dass das E-Book vom Design nicht zu den bisherigen Büchern passte. Die Farbgestaltung in Rot und Blau passt allerdings gut zu der Thematik.

Mein Leseeindruck:

Die Idee, das Paar nicht in die Therapie, sondern in die Treffen davir zu begleiten fand ich sehr interessant. So hob sich das Buch von der Masse ab. Allerdings hätte man die Idee besser umsetzen können. Dieses Buch ist anders, als die Bücher, die ich bisher von Nick Hornby gelesen habe. Zunächst ist es kürzer als die anderen. Da das E-Book nur 333 Seiten hat, las es sich natürlich sehr schnell. Ich muss sagen, dass mir das etwas zu schnell ging. Denn gerade, als ich Anfing, eine Beziehung zu dem Paar aufzubauen, war das Buch auch schon wieder zu Ende. Mir fiel die Identifizierung mit den Protagonisten schwerer als bei den anderen Büchern von Nick Hornby. Ich fragte mich auch, warum sich Nick Hornby gerade für 10 Sitzungen entschied. Ich konnte mir nämlich nicht vorstellen, dass die Paartherapie schon nach zehn Sitzungen vorbei sein sollte. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass der Roman nur an der Oberfläche kratzte, was ich sonst nicht von Nick Hornby gewohnt bin. Leider ließ mich das Buch mit seinem offenen Ende eher unbefriedigt und enttäuscht zurück.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Im Schreibstil findet man den für Nick Hornby typischen Humor wieder. Dennoch musste ich weniger schmunzeln, als beim Lesen der anderen Bücher.

Mein Abschlussfazit:

Leider ließ mich das Buch etwas enttäuscht zurück. Ich hatte mir mehr versprochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2019

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

George Sand und die Sprache der Liebe
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich begeistere mich sehr für Paris, französische Literatur und starke Frauen. Nachdem ich das Buch "Indiana" von George Sand gelesen hatte, wurde ich neugierig auf ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich begeistere mich sehr für Paris, französische Literatur und starke Frauen. Nachdem ich das Buch "Indiana" von George Sand gelesen hatte, wurde ich neugierig auf die Schriftstellerin, die hinter diesem männlichen Pseudonym steckt. Als ich in der Netgalley das E-Book von Beate Rygiert über George Sand entdeckte, fragte ich es direkt als Rezensionsexemplar an. Nochmal ein ganz herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar an die Netgalley und den Aufbauverlag!

Handlungsüberblick:

Dieser Roman erzählt das Leben von George Sand und ihren drei Liebhabern, Jules Sandeau, Alfred de Musset und Chopin. George ist ihrer Zeit weit voraus, schreibt unter einem männlichen Pseudonym Bücher und bricht mit ihren Männerkleidern Tabus. Die Handlung setzt 1831 ein, als George anfängt für Le Figaro zu schreiben.

Mein Bucheindruck:

Das Cover hatte allein schon durch die kurzhaarige, in Männerkleidung steckende Titelheldin meine Aufmerksamkeit sofort gecatched! Mir gefiel der etwas vergilbte Look und die Pariser Straßen im Hintergrund, die sofort zum Wegträumen ins Paris der bohèmes einladen. Das Cover passt ganz wunderbar zum Inhalt des Buches. Den Titel finde ich auch unheimlich gelungen!

Mein Leseeindruck:

Das Buch informiert gut über das Leben von George Sand und vermochte ein Bild einer vielschichtigen Frau zu vermitteln. Beate Rygiert zeichnet ein Bild einer starken Frau, die zugleich Autorin, Liebhaberin, Musikerin und Mutter ist. Es gefällt mir immer sehr, von starken Frauenfiguren zu lesen, allerings habe ich für das Lesen dieses Buches länger gebraucht, als ich anfangs dachte. So interessant, wie ich die Thematik eigentlich fand, so wenig vermochte es mich, das Buch zu fesseln. Ich musste mich etwas motivieren, das Buch zu Ende zu lesen.
Jedoch gerade gegen Ende hin fiel mir die Lektüre am schwersten.
Gerade die Beziehung, die für George Sand am bedeutsamsten war und am längsten dauerte, fand am wenigsten Platz im Buch. Und als es dann Zeit war die Beziehung zwischen Chopin und George zu schildern, stagnierte die Handlung eher. Es war nicht besonders schön, davon zu lesen, wie schwer Chopin und George es in Spanien hatten. Mir hätte es besser gefallen, wenn man dies nur kurz zusammengefasst hätte. Andere Dinge, die ich als lesenswert erachtet habe, wurden hingegen ausgelassen.

Auch das Ende des Buches hat mich sehr enttäuscht. Meiner Meinung nach endet die Handlung viel zu optimistisch, denn auch die Beziehung mit Chopin endet, wie die vorhergehenden Beziehungen, in einer Trennung, die allerdings erst im Nachwort erwähnt wird. Das fand ich sehr schade. Nicht jeder Roman muss glücklich enden, schon gar nicht, wenn er auf wahren Begebenheiten basiert. Hätte die Autorin die Trennung der beiden und die Gründe für sie mit in das Buch hineingenommen, wäre der letzte Leseabschnitt zudem auch weitaus spannender gewesen.

Gut gefielen mir die von George Sand stammenden Zitate, die den einzelnen Teilen des Romans vorangestellt waren, und das Nachwort. Durch die Zitate konnte man sich zusätzlich zu dem im Roman vermittelten Bild noch ein eigenes Bild von George Sand machen. Im Nachwort wurde der weitere Werdegang der Liebhaber und auch von Georges Kindern dagelegt, welches im Buch leider zu kurz kam. Außerdem finden sich im Nachwort Literaturtipps für George Sand Begeisterte und auch zwei Adressen in Frankreich, an denen man sich auf Georges Sands Spuren begeben kann.

Ich hätte mir auch gewünscht am Ende des Buches vielleicht noch Fotos oder handschriftliche Briefe von George Sand zu finden, auch wenn dieses Buch ein Roman ist und daher weniger wissenschaftlichen Anspruch hat.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Hin und wieder hat mich der Schreibstil etwas gestört. Ich fand, dass die Erzählstimme leider nur wenig zu dem Bild passte, dass ich mir bisher von George Sand gemacht habe. Vor allem die Wortwahl in den wörtlichen Reden fand ich etwas zweifelhaft. An manchen Stellen konnte ich mir kaum vorstellen, dass die wortgewandte Schriftstellerin George Sand so gesprochen hat. Das fand ich sehr schade. Stellenweise war mir George Sand deswegen sogar eher unsympatisch. Mir fiel es schwer, mich in sie einzufühlen. Vielleicht hätte ich mich durch einen autodiegetischer Erzähler (Ich-Erzähler) besser mit George identifizieren können. Wenn schon ein heterodiegetischer Erzähler, dann hätte ich mir gewünscht, die George Sand Begeisterung der Autorin mehr zwischen den Zeilen herauszuhören. Auf diese Begeisterung stieß ich leider erst im Nachwort.

Mein Abschlussfazit:

So ganz vermochte das Buch meine Erwartungen nicht zu erfüllen. Ich werde allerdings die beiden im Nachwort benannten Adressen im Hinterkopf behalten und wenn möglich besuchen, um mir ein eigenes Bild von George Sand zu machen.

Veröffentlicht am 04.05.2025

Leider keine Paris-Verzauberung! 😥

Unter den Sternen von Paris
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Handlungsüberblick:

Die Stockholmerin Sophia erbt nach einer schwierigen Scheidung, dem Verlust ihres Traumjobs und dem Tod ihrer Oma eine kleine Bar im Quartier Latin. Mit dem festen Plan, das Le Lulu ...

Handlungsüberblick:

Die Stockholmerin Sophia erbt nach einer schwierigen Scheidung, dem Verlust ihres Traumjobs und dem Tod ihrer Oma eine kleine Bar im Quartier Latin. Mit dem festen Plan, das Le Lulu zu verkaufen, fährt sie nach Paris, doch während sie dort durch einen alten Freund ihrer Großmutter in die geheimnisvolle Welt ihrer Oma eintaucht, fühlt sie, dass in Paris so viel mehr auf sie wartet...

Mein Bucheindruck:

Bei der Covergestaltung schieden sich in der Leserunde die Geister. Eine Teilnehmerin empfand das Buchcover als ungeeignet für die Geschichte, da das Gemälde von Vincent Van Gogh, das als Vorlage für das Cover diente, gar nicht Paris, sondern Arles darstellt. Mir persönlich gefällt es trotzdem, da ich Vincent Van Gogh mit Frankreich im Allgemeinen verbinde. Ich glaube, auf dem Gemälde, das als Vorlage für das Buchcover diente, war kein Fluss zu sehen. Diese Änderung finde ich sehr gut, so habe ich als Betrachterin das Gefühl, an der Seine zu setzen und das typische Paris-Flair kommt etwas mehr auf. Außerdem glaube ich, dass man nicht einfach ein Gemälde auf Buchcovern abdrucken darf, da geht es ja um Urheberrechte, weswegen es meines Wissens nur eine Anlehnung mit Veränderungen sein darf.

Durch den Transport mit der Post waren leider die Ecken meines Exemplars etwas abgeschlagen, wodurch das Hardcover auf mich wenig robust wirkt.

Mein Leseeindruck:

Ich hatte mir für die Leserunde einen Lese-Tag im Bett genommen und schaffte es, das Buch an einem Tag zu beenden, auch wenn die Lektüre weit hinter meinen Leseerwartungen zurückblieb. Ich hatte ein Feel-Good-Buch mit Wohlfühlszenen beim Renovieren und romantischen Paris-Szenen erwartet. All das kam mit leider bei der Lektüre deutlich zu kurz.

Bei den ersten Sätzen des Leseabschnitts war ich positiv überrascht und noch vorfreudiger auf die Geschichte, als ohnehin schon. Nicht nur, dass das »Unter den Sternen von Paris« in Paris spielt, es spielt zudem noch in Stockholm. Ich liebe sowohl Frankreich als auch Schweden total und freute mich darüber, dass meine beiden Länderlieben in einem Buch vereint waren. 🇸🇪 🇫🇷
Dass Sophia Stockholmerin ist, hätte ruhig auf dem Klappentext stehen können!

Am spannendsten fand ich bei der Lektüre, mehr über die Großmutter herauszufinden, die Geschichte von Sophia interessierte mich leider nicht so sehr, was vor allem daran lag, dass sie mir durch ihre Überzeugungen und Handlungen überhaupt nicht sympathisch war, weswegen ich ihr auch nicht so richtig ein Liebes-Happyend gönnte. Mit ihrer verbissenen Leistungsorientiertheit entspricht Sophia auch so gar nicht dem Bild, das ich von den Schwed:innen habe. Sie passt in meinen Augen nicht zu dem dem schwedischen Jante-Prinzip ("Alle sind gleich" oder "Keiner ist besser als andere"), das schon in der Schulzeit vermittelt wird, und den für Schweden typischen niedrigen Unternehmenshierarchien.

Zudem fand ich das Buch an einigen Stellen wirklich schlecht recherchiert. Auf Seite 162 wurde behauptet, dass in Frankreich Schuhe in der Wohnung angelassen werden würden, was in meinen Augen ein völlig falsches Bild vermittelt. Ich habe ein Jahr lang in Paris gelebt und dabei regelmäßig Freund:innen, Kolleg:innen und Dates in ihren Wohnungen besucht und nirgendwo wurden die Schuhe in der Wohnung anbehalten, es sei denn, man war nur kurz in der Wohnung, um etwas zu holen. 😨🙈
Auch die Übersetzung für »Putain« auf Seite 159 stimmt nicht ganz. Das Wort bedeutet zwar ursprünglich »Hure«, wird aber heute inflationär genutzt und bedeutet dabei eher sowas wie »verflucht«. Die Bedeutung ist also im Laufe der Zeit sehr viel harmloser geworden.

Darüberhinaus ließ mich das Ende auch eher verzweifelt als befriedigt zurück. (Über das genaue Ende spoilere ich euch natürlich nicht!)

Als positiven Aspekt des Buches kann ich nur die queeren Charaktere nennen, die im Buch vorkamen. Ich liebe queere Repräsentation und finde sie unfassbar wichtig für die queere Community.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil hob sich für mich leider nicht sehr von der Masse ab. In meinen Augen hätte er für das Thema des Buches und den Schauplatz sehr viel poetischer sein können.

Mein Abschlussfazit:

»Unter den Sternen von Paris« konnte mich leider nicht paris-verzaubern. 😥

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Veröffentlicht am 16.03.2021

Leider nicht das, was ich erwartet hatte.

Die Bücherfrauen
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

» Die Bücherfrauen « entdeckte ich beim Stöbern durch die Leserunden bei Lovelybooks. Der Titel das Cover und der Klappentext sprachen mich an, sodass ich mich auf ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

» Die Bücherfrauen « entdeckte ich beim Stöbern durch die Leserunden bei Lovelybooks. Der Titel das Cover und der Klappentext sprachen mich an, sodass ich mich auf die Leserunde bewarb. Wenige Tage später hatte ich das Buch im Briefkasten.

Handlungsüberblick:

Das Buch handelt von drei Frauen, die in einer Kleinstadt eine Bibliothek retten. Angelina, die eine Dissertation in Bibliothekswissenschaften schreiben möchte, Traci, eine Künstlerin, die als Baby in einer Mülltonne gefunden wurde und Gayle, deren Haus einem Tornado zum Opfer fiel...

Mein Buch-Eindruck:

Das Cover von » Die Bücherfrauen « gefällt mir sehr gut. Der Schutzumschlag ist nicht ganz glatt, sondern hat etwas Textur, die man beim Drüberfühlen merkt. Das passt super zum Inhalt des Buches, man hat nämlich das Gefühl, eine von Tracis Leinwänden unter den Fingern zu haben. Im Nachhinein finde ich den Titel und die auf dem Cover abgebildeten Bücher allerdings ziemlich irreführend, da nur eine der drei Frauen eine Buchernärrin ist, auf die anderen drei trifft das gar nicht zu. Der Titel in Verbindung mit den Büchern wecken somit falsche Leseerwartungen. Der englische Originaltitel lautet auch ganz anders und passt sehr viel besser zu der Geschichte. Er lautet "To the Stars Through Difficulties".

Mein Leseeindruck:

Ich bin leider bis zum Ende des Buches nicht richtig in der buchigen Welt angekommen. Im ersten Vietel des Buches gelang es mir kaum, Angelina, Traci und Gayle auseinander zu halten. Das besserte sich dann etwas, allerdings fiel es mir bis zum Ende unheimlich schwer, mich mit den drei Frauen zu identifizieren und mit ihnen mitzufühlen. Sie wirkten wenig greifbar, was hauptsächlich an der Erzählperspektive lag, auf die ich im nächsten Abschnitt der Rezension näher eingehen werde.

Insgesamt war das Buch etwas blass. Die Geschichte wirkte belanglos und war an manchen Stellen auch sehr vorhersehbar. Ich langweilte mich bei der Lektüre und musste mich oft zum Weiterlesen motivieren. Dabei half mir nur, dass viele in der Leserunde ähnliche Leseerlebnisse hatten und man das Gefühl hatte, mit seinen Leseeindrücken nicht allein zu sein.

Ich wünschte wirklich, es wäre anders gewesen. In meinen Augen hat die Idee großes Potenzial gehabt. Ich war sehr enttäuscht von der Umsetzung. Dazu kam, dass ich durch den Titel und das Cover zwischen den Seiten mehr Bücherliebe erwartet hatte.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Besonders enttäuscht war ich von dem Schreibstil. Die Wechsel zwischen den drei Erzählperspektiven erfolgten für mich zu schnell, immer schon nach wenigen Seiten, sodass es die Identifikation mit der jeweiligen Figur unweigerlich erschwerte. Zudem unterschieden sich der Schreibstil der drei Erzählperspektiven leider kaum voneinander, was einfach schade ist. Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, Traci, Angelina und Gayle eine eigene Stimme zu geben, die sich von den anderen unterschied. Bei Geschichten mit mehreren Perspektiven wünsche ich mir immer einen großen Unterschied im Schreibstil, von der Wortwahl her oder auch von der Textart. Eine Mischung aus Tagebucheinträgen für die eine Person, Ich-Erzähler in knappen Sätzen für die andere, Ich-Erzähler mit blumigen längeren Sätze oder gar Gedichten für die andere oder auch den auktorialen Erzähler... Es gibt so viele Möglichkeiten, die verschiedenen Stimmen kreativ zu gestalten und ich finde es schade, dass diese von der Autorin nicht genutzt wurden. Meiner Meinung nach hätten Angelina, Traci und Gayle jeweile eine eigene Stimme verdient.

Als später Tagebucheinträge von Angelinas Oma mit in ihre Geschichte einfließen, unterscheidet sich zumindest Angelinas Erzählperspektive etwas von den anderen. Aber auch das stimmte mich eher traurig, als erleichtert, da man so sehen konnte, dass die Autorin sehr wohl auch in der Lage ist, andere Erzählformen zu schreiben und sich unweigerlich die Frage auftat, warum sie nicht weiter an den drei Erzählperspektiven gefeilt hat.

Während des Lesens kam ich auch nicht von dem Gedanken weg, dass sich der Text besser für eine Verfilmung als für ein Buch eignen würde. Gerade durch die schnellen Wechsel zwischen den Figuren und die sich wenig unterscheidende Schreibstile. Im Film wäre es mir sicher weniger schwer gefallen, zwischen den Figuren zu unterscheiden, da man nicht mehr nur Worte zur Verfügung hat, sondern auch Bilder zur Unterstützung.

Der Titel und das Cover sorgten dafür, dass ich nicht nur für die Handlung eine bestimmte Thematik erwartete, sondern auch dafür, dass ich bezüglich des Schreibstils hohe Leseerwartungen hatte. Bei einem Buch über literaturbegeisterte Frauen erwarte ich unweigerlich einen kreativ gestalteten Text.

Mein Abschlussfazit:

Der Titel und das Cover wecken falsche Leseerwartungen, durch die man unweigerlich enttäuscht wird.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2019

Leider wenig tiefgründig und künstlich in die Länge gezogen.

Perfect Mistake
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Aufmerksam wurde ich auf das Buch in der Netgalley, bei der man das Buch als Rezensions-E-Book anfragen konnte. Mir gefielen das Cover und der Klappentext sehr gut.

Handlungsüberblick:

Ein ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Aufmerksam wurde ich auf das Buch in der Netgalley, bei der man das Buch als Rezensions-E-Book anfragen konnte. Mir gefielen das Cover und der Klappentext sehr gut.

Handlungsüberblick:

Ein großer Fehler zwang Adele dazu ihren Geburtsort zu verlassen. Nun kehrt sie für die Hochzeit ihres Vaters zurück. Ihr Herz schlägt noch immer für Pete, den Arbeitskollegen ihres Vaters, doch diese Liebe hat keine Zukunft. Nicht nur der Altersunterschied zwischen den Beiden ist problematisch und so kommt es schon bald zu hitzigen Auseinandersetzungen. Können die beiden die Wogen glätten?

Mein Bucheindruck:

Das Cover gefällt mir mit seinen erdigen Brauntönen nach wie vor sehr gut. Es ist ein Cover, das eine Wohlfühlgeschichte mit Happy End vermuten lässt.

Mein Leseeindruck:

Ehrlich gesagt, war ich leider an vielen Stellen des Buches etwas angenervt von den beiden Protagonisten. Mir kam es so vor, als wenn sie sich die Versöhnung extra erschweren wollten. Dadurch erschien mir das Buch in die Länge gezogen, etwas ermüdend und ich habe auch mehr Zeit gebraucht, um das Buch zu beenden, als ich sonst für Bücher mit vergleichbarer Seitenanzahl brauche. Oft empfand ich das Verhalten der Protagonisten als kindisch und viele ihrer Auseinandersetzungen und Reaktionen als unnötig. Sie schaffen sich Probleme, wo eigentlich gar keine sind.

Das Setting fand ich leider auch nicht besonders, da hatte ich mehr erwartet. Insgesamt ist mir von dem Buch leider wenig positiv in Erinnerung geblieben. Es wirkte etwas platt und wenig tiefgründig auf mich. Ich war sehr enttäuscht.

Gut fand ich, dass in dem Buch auch queere Figuren auftraten, wenn auch nicht als Hauptfiguren.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil hebt sich nicht besonders von der Masse ab. Die Lesezeichenfunktion für besonders schöne, poetische Sätze kam bei diesem E-Book leider nicht zum Einsatz. Ich war froh, als ich es ausgelesen hatte und mit einem anderen Buch beginnen konnte.

Mein Abschlussfazit:

Leider wenig tiefgründig und künstlich in die Länge gezogen. Oft war ich genervt von den Handlungen und Reaktionen der Protagonisten.