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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2025

🎧 "Good Girl, Bad Blood" – Solider Nachfolger mit emotionalem Finale ⭐⭐⭐⭐

Good Girl, Bad Blood
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Mit „Good Girl, Bad Blood“ liefert Holly Jackson die Fortsetzung ihres Erfolgs A Good Girl’s Guide to Murder – und obwohl der zweite Teil nicht ganz die Spannung des ersten erreicht, bleibt er ein sehr ...

Mit „Good Girl, Bad Blood“ liefert Holly Jackson die Fortsetzung ihres Erfolgs A Good Girl’s Guide to Murder – und obwohl der zweite Teil nicht ganz die Spannung des ersten erreicht, bleibt er ein sehr gelungenes Hörbuch, das mich gut unterhalten hat. 🎧🔍

Pip hat eigentlich geschworen, nie wieder zu ermitteln. Doch als ein Freund plötzlich verschwindet und die Polizei nicht reagiert, beginnt sie erneut zu recherchieren – diesmal öffentlich über einen eigenen Podcast. Diese neue Erzählweise bringt frischen Wind in die Geschichte, auch wenn der Fall etwas gemächlicher ins Rollen kommt als im ersten Teil. 🎙️📚

Was mir diesmal nicht ganz so gut gefallen hat, war Pip selbst: Sie wirkt streckenweise überheblich, unnachgiebig und trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann. 😕 Trotzdem bleibt sie eine vielschichtige, interessante Figur, mit der man mitfühlt – vor allem gegen Ende.

Denn genau dort liegt die größte Stärke dieses Hörbuchs: Das Finale ist intensiv, berührend und sehr stark geschrieben. 😢✨ Holly Jackson schafft es, die Geschichte auf eine unerwartet emotionale Ebene zu bringen, die nachhallt – und für mich am Ende viel wieder gutmacht, was zwischendurch etwas schwächer war.

Auch die Produktion überzeugt: Die Sprecherleistung ist top, und die Einbindung des Podcasts sorgt für eine besondere Atmosphäre. 🔊🎭

⭐ Fazit:
Nicht ganz so nervenaufreibend wie der erste Teil, und Pip ist nicht immer sympathisch – aber trotzdem ein spannender, emotionaler und gut gemachter zweiter Band.

4 von 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐ – für Fans ein Muss, für Neulinge eine Empfehlung nach Band 1. 🎤📖
(Ich konnte die Hörbuchversion hier leider nicht finden, deshalb ist meine Rezension hier gelandet.)

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Unwirklich schön und schwer verdaulich – Ein ganz eigener Roman 🌫️🍽️🌿

Wo Milch und Honig fließen
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Wo Milch und Honig fließen von C Pam Zhang war für mich ein ungewöhnliches, beinahe traumartiges Leseerlebnis. Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der eine Köchin in einer luxuriösen ...

Wo Milch und Honig fließen von C Pam Zhang war für mich ein ungewöhnliches, beinahe traumartiges Leseerlebnis. Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der eine Köchin in einer luxuriösen Enklave für Superreiche arbeitet, während die Welt draußen im Smog versinkt. Eine Geschichte zwischen Sehnsucht, Identität, Moral, Gier, Größenwahn und Verzweiflung.

Was mich sofort gepackt hat, war Zhangs Sprache: sinnlich, poetisch, voll intensiver Bilder. Ihre Beschreibungen – besonders von Essen – sind so lebendig, dass man sie fast schmecken kann. Gleichzeitig bleibt vieles vage, die Handlung fragmentarisch, die Figuren distanziert. Das Buch lebt mehr von Atmosphäre und Gefühl als von klassischer Spannung.

Emotional berührt hat mich die stille, unausgesprochene Sehnsucht der Protagonistin nach Zugehörigkeit, Nähe und Identität und die Frage nach Moral und „Richtig und Falsch“. Auch wenn der Roman sicher nicht für Jedermann ist und man sich erst einmal darauf einlassen muss (deshalb auch der Sternabzug), wird er bei mir sicher lange nachwirken.

Fazit: 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐✨
Wunderschön geschrieben, fordernd, anders – ein Buch, das sich nicht leicht greifen lässt, aber viel zu sagen hat.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Magie, Machtspiele und Geheimnisse – Lightlark überzeugt trotz kleiner Schwächen

Lightlark
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Ich habe Lightlark mit viel Neugier begonnen, vor allem wegen der faszinierenden Grundidee und des vielversprechenden Settings. Und auch wenn der Einstieg für mich etwas holprig war, bin ich am Ende sehr ...

Ich habe Lightlark mit viel Neugier begonnen, vor allem wegen der faszinierenden Grundidee und des vielversprechenden Settings. Und auch wenn der Einstieg für mich etwas holprig war, bin ich am Ende sehr zufrieden mit dem Buch – es hat mir einige spannende Lesestunden beschert. ✨📖

Was mich besonders begeistert hat, war die Dynamik zwischen den zentralen Figuren Isla, Oro, Grim und Celeste. 🥀🔥🖤✨ Die Beziehungen untereinander, das ständige Abwägen von Vertrauen und Verrat, und die unterschwellige Spannung haben mich sehr gefesselt. Ich war oft hin- und hergerissen, wem ich trauen soll – genau wie Isla selbst. Diese Unsicherheit hat die Geschichte für mich umso intensiver gemacht.

Auch die Grundidee mit den sechs Reichen, den Flüchen und dem Centennial als Wettkampf, bei dem alle Herrscher gegeneinander antreten, fand ich sehr spannend. Die Welt bietet viele interessante Ansätze, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie an manchen Stellen noch lebendiger und greifbarer gestaltet worden wäre.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war der Anfang des Buches. Es gibt sehr viele Namen, Reiche und Magiesysteme, die auf einmal eingeführt werden. Das hat es mir schwer gemacht, in die Geschichte hineinzufinden. Erst nach und nach konnte ich die Zusammenhänge besser verstehen. Das titelgebende Centennial – eigentlich der zentrale Wettstreit des Romans – hätte zudem mehr Tiefe vertragen können. Es wirkt stellenweise zu blass und vorhersehbar, mit wenig echter Gefahr oder Dramatik. ⚔️

Trotzdem hat sich das Weiterlesen absolut gelohnt. Die Story gewinnt im Laufe des Buches zunehmend an Tempo und vor allem das letzte Drittel war für mich ein richtiger Pageturner. Auch wenn die großen Enthüllungen nicht völlig überraschend kamen, war ich von der Umsetzung positiv überrascht – das Finale hat mir wirklich gut gefallen.

Alles in allem ist Lightlark ein unterhaltsames, atmosphärisches Fantasybuch mit interessanten Charakteren, starken Dialogen und einem Ende, das Lust auf mehr macht. Ich vergebe 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️☆ – mit klarem Potenzial nach oben in einem möglichen Folgeband!

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Veröffentlicht am 05.05.2025

„Manche Menschen zerbrechen, andere werden böse.“ – Ein Satz, der sinnbildlich für diesen Roman steht.

Vicious - Das Böse in uns
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Mit Vicious – Das Böse in uns hat V. E. Schwab eine düstere, fesselnde Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Es geht um Macht, um Rache, um den Wunsch, über ...

Mit Vicious – Das Böse in uns hat V. E. Schwab eine düstere, fesselnde Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Es geht um Macht, um Rache, um den Wunsch, über sich hinauszuwachsen – und darum, wie gefährlich es ist, wenn Menschen beginnen, sich selbst über Moral und Menschlichkeit zu stellen.

Victor Vale und Eli Ever – zwei Männer, deren Schicksale auf tragische Weise miteinander verwoben sind. Einst Freunde, dann erbitterte Feinde. Beide glaubten, durch Nahtoderfahrungen besondere Fähigkeiten erlangen zu können – und beide waren bereit, für diese Kräfte alles zu riskieren. Was folgt, ist ein intensives Katz-und-Maus-Spiel voller Spannung, innerer Konflikte und überraschender Wendungen.

Was mich besonders begeistert hat, ist Schwabs Umgang mit Gut und Böse. In dieser Geschichte gibt es keine strahlenden Helden, keine klaren Bösewichte – nur Menschen, die Fehler machen, getrieben von Schmerz, Stolz oder dem Wunsch, etwas Bedeutendes zu sein. Victor ist kein einfacher Protagonist. Er ist kalt, berechnend, gleichzeitig aber auch zutiefst menschlich in seinem Wunsch, verstanden und gesehen zu werden. Und Eli? Ein vermeintlicher Held mit Gotteskomplex, dessen Fanatismus erschreckend real wirkt.

Auch die Nebenfiguren – allen voran die junge Sydney mit ihrer tragischen Vergangenheit und der stille, beschützende Mitch – verleihen dem Buch Tiefe und Herz. Sie bilden einen starken Kontrast zur Kälte und Brutalität, die Victor und Eli ausstrahlen.

Der Schreibstil ist schnörkellos, fast schon nüchtern, aber dabei unglaublich atmosphärisch. Die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart entfalten eine eindringliche Wirkung, die das Gesamtbild der Geschichte intensiviert.

Warum also keine fünf Sterne? Manchmal hätten einige Entwicklungen emotional noch etwas mehr Raum vertragen können. Ich hätte mir an ein paar Stellen gewünscht, tiefer in die Gefühlswelt mancher Figuren eintauchen zu dürfen – besonders gegen Ende hin.

Nichtsdestotrotz ist Vicious ein außergewöhnliches Buch, das lange nachhallt. Es ist kein typischer Superheldenroman – es ist ein Spiel mit Macht, Moral und Menschlichkeit. Ein kluger, düsterer, manchmal verstörender, aber durchweg faszinierender Roman, der zeigt, wie nah Licht und Schatten beieinanderliegen können.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Vergessen, Verdrängen, Erinnern – Eine bewegende Reise in die Vergangenheit

Stay away from Gretchen
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Manche Bücher hallen noch lange nach – Stay Away from Gretchen von Susanne Abel ist eines davon. Der Roman erzählt nicht nur eine berührende Familiengeschichte, sondern beleuchtet auch historische Ereignisse, ...

Manche Bücher hallen noch lange nach – Stay Away from Gretchen von Susanne Abel ist eines davon. Der Roman erzählt nicht nur eine berührende Familiengeschichte, sondern beleuchtet auch historische Ereignisse, über die viel zu wenig gesprochen wird. Themen wie transgenerationales Trauma, die sogenannten „Brown Babies“ und der gesellschaftliche Umgang mit Demenz werden mit viel Feingefühl, aber auch schonungsloser Ehrlichkeit dargestellt.

Besonders beeindruckt hat mich die vielschichtige Darstellung von Gretas Demenz. Susanne Abel schafft es, die zunehmende Verwirrung und das Vergessen nicht nur aus Gretas Sicht, sondern auch durch die Augen ihrer Familie spürbar zu machen. Der Leser leidet mit, wenn Greta ihre Erinnerungen verliert – vor allem, weil diese Erinnerungen so wichtig sind, um die Geheimnisse der Vergangenheit aufzudecken. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist gut gelungen und bringt immer wieder emotionale Höhepunkte mit sich. Der Schmerz den Greta in ihrem gesamten Leben, aber vor allem in ihrer Vergangenheit, erleiden musste ist so greifbar und erdrücken.

Ein weiteres Highlight ist die Liebe zwischen Greta und Bob. Ihre Beziehung wirkt damals wie heute 66 Jahre später (!!!) authentisch, voller Zärtlichkeit, aber auch Tragik. Sie steht stellvertretend für viele Liebesgeschichten, die in den Wirren der Nachkriegszeit zerstört wurden. Besonders erschreckend fand ich, wie wenig ich über das Schicksal der Kinder wusste, die aus solchen Beziehungen hervorgingen. Der Rassismus, der ihnen entgegenschlug, die Art und Weise, wie die Gesellschaft sie unsichtbar machen wollte – all das macht betroffen und regt zum Nachdenken an.

Allerdings gab es einige Punkte, die mich etwas gestört haben. Der Einstieg fiel mir nicht leicht; die Geschichte nimmt erst nach und nach Fahrt auf, sodass ich mich anfangs schwer tat, wirklich hineinzufinden. Zudem empfand ich die Liebesgeschichte zwischen Tom und Jenny als unnötig – sie wirkte eher wie ein Zusatz, der nicht wirklich zur Hauptgeschichte beitrug. Viel lieber hätte ich mir an einigen Stellen noch tiefere Einblicke in Gretas Vergangenheit gewünscht. Ihre Figur bleibt manchmal etwas unnahbar, und einige Erlebnisse werden eher angedeutet als detailliert geschildert.

Trotz dieser Kritikpunkte ist Stay Away from Gretchen ein bewegendes, aufwühlendes Buch, das wichtige Themen aufgreift und geschickt mit einer persönlichen Geschichte verbindet. Es öffnet die Augen für ein Kapitel der deutschen Geschichte, das noch immer zu wenig Beachtung findet. Wer emotionale Familiengeschichten mit historischem Hintergrund mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Eine klare Empfehlung – und eine verdiente 4-Sterne-Bewertung!

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