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Veröffentlicht am 29.05.2025

Griff nach den Sternen

Atmosphere
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"Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid ist mein erstes Buch der Autorin und ich empfand es als echtes Wohlfühllektüre.
Joan Goodwin liebt die Sterne und träumt schon lange von ihnen. Sie brennt für das ...

"Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid ist mein erstes Buch der Autorin und ich empfand es als echtes Wohlfühllektüre.
Joan Goodwin liebt die Sterne und träumt schon lange von ihnen. Sie brennt für das Weltall und die Raumfahrt, aber für Frauen ist der Weg ins All noch schwieriger. Aber sie wird angenommen, für das Space-Shuttle-Programm der NASA, eine ganz neue Entwicklung.
Joan hat sich auch sehr liebevoll um ihre Nichte Frances gekümmert, seit ihrer Geburt und hat trotzdem eine sehr schwierige Beziehung zu ihrer Schwester. Auch davon wird hier viel erzählt und trägt zur Atmosphäre bei.
Auch Vanessa Ford ist eine der ersten Frauen in diesem Programm und dann auch im All. Die beiden Frauen freunden sich miteinander an, können aber nicht so leben, wie sie gerne würden.
Was mich hier so richtig begeistert hat, waren die Ausführungen zu den Sternbildern, zu den Raumschiffen und der Ausbildung bei der NASA. Das war gut und verständlich geschildert, auch die Flüge ins All, sehr spannend und interessant.
Die Entwicklung von Joan kann man, auch in Rückblicken, gut nachvollziehen, wie sie zu dem Menschen wurde, der sie ist und warum sie welche Entscheidungen trifft. Andere Figuren blieben eher blasser. Da hätte ich gerne noch mehr erfahren, gerade aus dem Arbeitsumfeld.
Für mich ist das hier eine großartig erzählte Geschichte, mit Höhen und Tiefen, mit vielen starken und intelligenten, mutigen Frauen, die sich ihre Zukunft gestalten und dafür kämpfen. Im Mittelteil fand ich etwas zu viel Liebesgeschichte, aber das siht wohl jede Leserin anders.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Gut lesbar

Skin City
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„Skin City“ von Johannes Groschupf ist nicht mein erstes Werk des Autors, daher hatte ich eine ungefähre Vorstellung dessen, was mich erwartet. Der Stil ist oft direkt und unverblümt, die Handlungsstränge ...

„Skin City“ von Johannes Groschupf ist nicht mein erstes Werk des Autors, daher hatte ich eine ungefähre Vorstellung dessen, was mich erwartet. Der Stil ist oft direkt und unverblümt, die Handlungsstränge fügen sich meist erst nach und nach zusammen.
Die wechselnden Perspektiven lockern die Geschichte auf, was ich generell schätze. Die Spannung hält sich anfangs in Grenzen, steigert sich aber gegen Ende deutlich.
Es handelt sich hier nicht bloß um einen Kriminalfall, sondern fast um eine Milieustudie aus dem Herzen Berlins. Die Stadt spielt eine starke Rolle, was Freude macht, wenn man bestimmte Orte wiedererkennt.
Die Charaktere sind einzigartig und pointiert gezeichnet, auch wenn nicht alles vollkommen überzeugend wirkt.
Mir hat dieser Thriller gefallen, gerade wegen seiner kompromisslosen Art, obwohl ich denke, dass es mal etwas andres ist.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Sehr ruhige Erzählung

Drei Wochen im August
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„Drei Wochen im August“ von Nina Bußmann erzählt nicht nur von einer Beziehung oder Familie, sondern geht weit darüber hinaus.
Elena reist mit ihren Kindern, einer Freundin der Tochter und dem Kindermädchen ...

„Drei Wochen im August“ von Nina Bußmann erzählt nicht nur von einer Beziehung oder Familie, sondern geht weit darüber hinaus.
Elena reist mit ihren Kindern, einer Freundin der Tochter und dem Kindermädchen Eve in ein französisches Ferienhaus. Ihr Mann Kolja bleibt zurück – aus bestimmten Gründen.
Die Geschichte wechselt zwischen Elenas und Eves Perspektive, zeigt ihre Gedanken und lässt uns ihre unterschiedlichen Sichtweisen erleben. Mal wirken diese Gedanken distanziert, mal bringen sie die Figuren näher. Die Stimmung ist angespannt, fast unheimlich, ohne dass man genau weiß, warum.
Es ist eine Folge von Eindrücken und scheinbar unbedeutenden Ereignissen, von Besuchen und kleinen Katastrophen.
Teilweise hat mir das Buch gut gefallen, doch irgendwie fehlte mir ein roter Faden.
Wer gerne etwas spannenderes liest, für den ist das nicht so geeignet.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Lang, aber nicht langatmig

Jasper Field
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"Simon Jarr " von Simon Jarr ist eine sehr umfangreche Geschichte und ein sehr guter Debütroman.
Von blondy67
Max Sandberg steht hier im Mittelpunkt, nach dem Unfalltod seiner Eltern ist er der Erbe eines ...

"Simon Jarr " von Simon Jarr ist eine sehr umfangreche Geschichte und ein sehr guter Debütroman.
Von blondy67
Max Sandberg steht hier im Mittelpunkt, nach dem Unfalltod seiner Eltern ist er der Erbe eines Verlagsimperiums und muss sein Leben komplett ändern.
Jasper Field ist ein sehr vielschichtiger Protagonist, bei dem man sich nie sicher ist, wie weit ihm Max trauen sollte. Dieser hat diese Bedenken aber nicht. Obwohl Max von vielen Seiten gewarnt wird, lässt er sich auf Jasper ein und die beiden begeben sich auf die Suche nach einer ganz anderen Wahrheit.
Es werden hier sehr viele Themen angesprochen, der Roman ist sehr umfangreich, ein klein wenig Straffung hätte mir sehr gut gefallen. Allerdings ist der Schreibstil gut und flüssig zu lesen, es kommt zu keiner Zelt Lageweile auf, teilweise ist es auch richtig spannend.
Die Protagonisten werden lebensecht dargestellt und entwickeln sich im Laufe der Zeit auch weiter.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Außergewöhnlicher Reihenauftakt

Schmerz
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"Schmerz" von Jón Atli Jónasson ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die sich um das das Außenseiter-Duo Dora und Rado von der Kriminalpolizei Reykjavík dreht. Mir hat dieser Einstieg so gut gefallen, ...

"Schmerz" von Jón Atli Jónasson ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die sich um das das Außenseiter-Duo Dora und Rado von der Kriminalpolizei Reykjavík dreht. Mir hat dieser Einstieg so gut gefallen, dass ich den nächsten Band schon fest auf meine Leseliste gesetzt habe.
Im Thingvellir-Nationalpark verschwindet bei einem Klassenausflug eine Jugendliche. Da alle Polizisten in einem Großeinsatz gebunden sind, wird Dora zu ersten Ermittlungen geschickt. Seit einer schweren Kopfverletzung im Dienst macht sie sonst nur Schreibtisch-Dienst. Auch Rado hat seine Probleme und ist eher der Außenseiter. Beide müssen sich erstmal aufeinander als Team einstimmen, was sehr gelungen beschrieben ist.
Der Schreibstil ist einfach und karg, wie die Landschaft, die uns vor Augen geführt wird. Kurze Sätze und Kapitel, einfache Sprache .Der Fall rückt hier etwas in den Hintergrund, wird her nebenbei aufgeklärt, das Hauptaugenmerk liegt immer bei den Personen. Die werden sehr sorgfältig eingeführt und als Team aufgebaut.
Die Spannung fehlt in weiten Teilen, kein ganz so üblicher Krimi/Thriller. Wer auf sowas aus ist, also einen Kriminalfall, dessen Aufklärung und Spannung, der hat hier das falsche Buch. Es ist mehr eine Studie des Milieus und der Charaktere, gut zu lesen, wenn man sich denn an den Schreibstil gewöhnt hat.

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