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Veröffentlicht am 12.12.2018

Das Sexualleben von Ommel

Am liebsten dreist
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"Stolze und feige Menschen sind dreist, solange ihnen das Schicksal günstig ist, in der Not aber werden sie plötzlich kleinlaut und bescheiden." (Niccoló Machiavelli)
Der Polizist Ommel hat eine Affinität ...

"Stolze und feige Menschen sind dreist, solange ihnen das Schicksal günstig ist, in der Not aber werden sie plötzlich kleinlaut und bescheiden." (Niccoló Machiavelli)
Der Polizist Ommel hat eine Affinität für Frauen bzw. den Sex mit ihnen, vor allem wenn diese sich dreist nehmen was sie wollen. Die Kombination dieser Eigenschaften und Vorlieben führt ihn immer zu sehr eigenwilligen Begebenheiten bei denen Ommel nie weiß wie sie enden werden. Eigentlich könnte er jede Frau herumbekommen, den er scheint für viele ein sympathischer Zeitgenosse zu sein. Das funktionierte auch gut bei Wiebke, Ina und Cora ehe er eines Tages in der Lottoannahmestelle Charlott kennenlernt. Charlott ist genau das was Ommel schon immer gesucht hat sie begeht Ommel und mit ihr hat er seinen besten Sex bisher. Den Charlott ist offen für alles was dieses Thema anbelangt, zumindest so lange bis die Kinder auf die Welt kommen. Denn dann gerät Ommel auch in dieser Beziehung immer wieder an Situationen bei denen er nicht weiß, ob er sich darauf einlassen oder doch lieber die Finger davon sein lassen sollte. Autor Michael Schalk macht aus seinem Ommel keinen Frauenversteher, aber er versucht es zumindest. Einfach lesen, lachen und am besten alles dreist auf die leichte Schulter nehmen!

Meine Meinung:
Das Cover mit der Banane und dem Stinkefinger weist hier schon auf ein provokantes, erotisches Buch hin. Der Schreibstil war flott und leicht zu lesen, doch ich tat mich ein wenig schwer mit diesem Buch. Leider fehlte mir bei dieser Geschichte der Plot, den es ging eher wie im Tagebuchstil um Ommels Sexualleben. Ich muss sagen nach der Hälfte des Buches hatte ich dann auch schon fast genug von dem ganzen. Trotzdem hatte ich es zu Ende gelesen, um zu sehen, ob doch noch eine Wende kommt oder wie das ganze ausgeht. Jedoch der ganze rote Faden dieses Buches zog sich allein um Ommels Sexualität. Schon alleine der Name nervte mich mit der Zeit, ich fand ihn dann auch nicht lustig. Beim gesamten Buch fehlte mir unter anderem der Humor, es gab kaum eine Szene, bei der ich schmunzeln musste. Es sei diese, als er in dem Wäschekorb steckt oder als der Sohn morgens in sein Bett kam. Gut fand ich lediglich das Ommel sich immer wieder zusammenriss und das Thema Treue dann doch noch bei ihm in der Vordergrund rückte. Was der Autor bei Namen wie Ommel oder Mannomann lustig fand, konnte ich leider gar nicht verstehen. Ebenfalls konnte auch mit Mergelsex und dem Blitzer Schlitzer wenig anfangen. Vielleicht bin ich einfach der falsche Leser für so eine Art von Buch, bei dem ich leider nicht alles dreist auf die leichte Schulter nehmen konnte. Mir war es zu viel Akt und zu wenig Geschichte drumherum, von daher kann ich diesem Buch nur 2 1/2 von 5 Sterne geben.

Veröffentlicht am 22.05.2025

Geheimnisvolle Briefe

Café Katz - Der Tote in der Bibliothek
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"Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen." (Alfred Hitchcock)
Franz Katz, Polizeipsychologe a. D., der sonst ...

"Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen." (Alfred Hitchcock)
Franz Katz, Polizeipsychologe a. D., der sonst mit seiner Frau Luise das Nachbarschaftscafé „Café Katz" betreibt, muss sich von seinem letzten Erlebnis erholen. Indessen dreht Pflegetochter Amanda zusammen mit ihrem Ex-Mann in der historischen Bibliothek ein neues Video. Diesmal geht es um wichtige Briefe aus der Zeit Napoleons, die Professor Rochardt hier näher erörtern wird. Doch dann kommt alles anders. Beim Dreh des Videos erleidet der Professor einen tödlichen allergischen Schock. Durch die Konflikte des Ehepaars und der Affäre des Professors mit einer Studentin rückt Amanda ebenfalls unter Mordverdacht. Franz Katz versucht zusammen mit dem Team des Cafés Amandas Unschuld zu beweisen, selbst wenn die Indizien gegen sie schwerwiegend sind. Da außerdem die Briefe verschwunden sind, kommt der Verdacht auf, dass jemand hinter diesen her war. Zusammen mit KHK Lukas Reinhardt geht Franz Katz auf die Suche nach dem Mörder.

Meine Meinung:
Das bezaubernde Cover mit dem Blick aufs Dresdner Café hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Leider wurde ich dann enttäuscht. Einerseits hatte ich den Eindruck, als ob dies nicht der erste Krimi dieser Reihe ist. Was vor allem daran liegt, dass man viel zu wenig darüber erfährt, was Franz Katz in seinem letzten Fall zugestoßen ist. Dadurch war der Einstieg doch sehr holprig und blieb auch eine ganze Zeit lang so. Besonders mit den Protagonisten bin ich nie wirklich warm geworden, was sicher daran liegt, dass sie doch sehr oberflächlich blieben. In Sachen Spannung und Humor hinkte der Krimi ebenfalls weitestgehend hinterher. Die ganze Geschichte plätschert so dahin und vor allem den versprochenen Humor musste ich förmlich suchen. Die Geschichte selbst hätte durchaus spannend sein können mit den geheimnisvollen Briefen aus der Zeit Napoleons. Leider jedoch blieben es bei den intensiven Beschreibungen der Nebenhandlung, wodurch die eigentlichen Ermittlungen viel zu kurz kamen. Es gab wenig Überraschendes oder Wendungen, mit denen die Autorin das Ruder noch mal herumriss. Von Amada selbst und ihrer Ehe erfährt man ebenfalls nur das Nötigste, und vor allem das Café-Team blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Und selbst auf den Inhalt der Briefe ging man nie wirklich ein. Dazu kamen noch unnötige komplizierte Sätze und Fremdwörter, bei denen ich erst einmal nachschlagen musste, um überhaupt zu verstehen, was gemeint ist. Ich finde gerade ein Cosy-Crime lebt doch vom vielen Humor und einer gewissen Leichtigkeit. Das allerdings habe ich hier beides vermisst. Außerdem blieben am Ende noch einige Fragen offen. Wie zum Beispiel, wie auf einmal die Briefe wieder aufgetaucht sind. Gut gefallen hat mir das Personenregister gleich zu Beginn der Geschichte. Dagegen das Zitat vor jedem Kapitel hätte es für mich nicht gebraucht. Leider konnte mich dieser Krimi überhaupt nicht überzeugen und ich glaube kaum, dass ich einen weiteren Versuch wagen würde. Bedauerlicherweise gibt es dafür von mir nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Sibirische Kälte und unheimliches Wesen

Road of Bones – Straße des Todes
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Dieses Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können. Viel zu lange drehte es sich der Inhalt um belangloses, das hat bis fast die Hälfte des Buches eingenommen. Der Roadtrip der beiden Hauptcharaktere ...

Dieses Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können. Viel zu lange drehte es sich der Inhalt um belangloses, das hat bis fast die Hälfte des Buches eingenommen. Der Roadtrip der beiden Hauptcharaktere war zwar die ersten Seiten noch in Ordnung, konnte mich teils auch vom Setting überzeugen. Doch ich hatte weitaus mehr erwartet, zum Beispiel, dass die Spannung viel früher einsetzen würde und nicht erst, wenn ich schon beinah die Hälfte gelesen habe. Dann endlich kam ein wenig Spannung auf, mit diesem unheimlichen Wesen, welches man nicht greifen oder sehen kann, geschweige den der Autor benennen will. Für mich wird es ab diesem Zeitpunkt zu utopisch, unglaubwürdig und völlig an den Haaren herbeigezogen. Mir scheint, ab da ist der Autor nur noch auf schnelle Action aus. Ich habe daraufhin das Buch für mich abgebrochen und nicht mehr weitergelesen. Deshalb fällt auch meinen Rezension recht kurz aus.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch nach "Red Hands" welches mir noch recht gut gefallen hat, eine große Enttäuschung. Nach meinem Abbruch kann ich diesem Buch gerade noch 2 von 5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Chaos in Zeiten der Trauer und Verlust

Die leise Last der Dinge
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"Jede Leidenschaft grenzt ja ans Chaos, die sammlerische aber an das der Erinnerungen." (Walter Benjamin)
Nach dem Unfalltod seines Vaters Kenji beginnt der 13-jährige Benny Oh Stimme zu hören. Mit der ...

"Jede Leidenschaft grenzt ja ans Chaos, die sammlerische aber an das der Erinnerungen." (Walter Benjamin)
Nach dem Unfalltod seines Vaters Kenji beginnt der 13-jährige Benny Oh Stimme zu hören. Mit der Zeit wird es immer heftiger und durcheinander, sodass er Probleme in der Schule bekommt und seine Mutter ihn sogar in eine Klinik einweisen lässt. Seine Mutter Annabelle hingegen kann sich nicht von Dingen trennen und so stapeln sich immer mehr unnütze Gegenstände in der Wohnung. Ihr Mann Kenji fehlt einfach an allen Ecken und Enden. Er hat nicht nur die Familie zusammengehalten, sondern außerdem für Ordnung gesorgt. Ohne ihn scheint das Leben immer schwieriger zu werden für Annabelle, bis sie auf ein Buch stößt, das Hilfe verspricht.

Meine Meinung:
Anhand des Klappentextes und der Auszeichnung, die sie 2022 gewonnen hat, hatte ich hohe Erwartungen an diese Geschichte. Leider hätte ich lieber die Finger davon gelassen. So schön es begann, wurde die Geschichte immer mysteriöser, schwieriger und unglaubwürdiger für mich. Es mag ja sein, dass dies die Absicht der Autorin war. Allerdings hatte ich mir unter Gegenständen, die eine Stimme bekommen, etwas anderes vorgestellt. Ich dachte, diese bekommen eine wirklich eigene Stimme, stattdessen erlebe ich ein Durcheinander, das eigentlich nur von Benny wahrgenommen wird. Komisch wird es dann, als Benny in der Bibliothek einen Obdachlosen kennenlernt, der überaus eigenwillig ist und mit dem ich gar nichts anfangen konnte. Genauso ging es mir mit Aleph dem Mädchen, mit dem Benny sich anfreundet und die ständig weise Ratschläge für ihn hat. Dass er nach dem Tod seines Vaters und der Trauer psychische Probleme und dadurch Stimmen hört, konnte ich noch nachvollziehen. Selbst als diese immer dominanter werden und ihn an seine Grenzen der Belastbarkeit bringen. Annabelle hingegen war für mich ein recht schwieriger Charakter, mit dem ich nicht warm wurde. Besonders als Mutter und Erziehungsberechtigte tue ich mich bei ihr schwer. Oft hatte ich das Gefühl, Benny ist hier der Vernünftige und seine Mutter das Kind, welches sich einfach nicht unter Kontrolle hat. Von Kauf- und Sammelzwang, keine Ordnung halten bis zu Bequemlichkeit kommt bei Annabelle alles zum Tragen. Ihr Mann Kenji war seither der Gegenpol zu ihren Macken, welcher nach seinem Tod nun maßgeblich fehlt. Annabelle sieht zwar diese Probleme, ändert jedoch kaum etwas. Für Benny selbst wird sein zu Hause zusehends zur Belastung, weshalb er sich fast nur noch in der Bibliothek aufhält. Bücher schenken ihm Ruhe und lassen ihn die Stimmen vergessen. Schade, dass die Autorin dann zusehends die esoterische Richtung in Form des Zen Buddhismus in die Geschichte einfließen lässt. Vor allem durch Tidy Magic Buch und der Nonne spüre ich immer mehr Einflüsse der zen-buddhistischen Priesterin Ruth Ozeki. Leider war mir dieses Detail zuvor entgangen, sonst hätte ich es mir vorher überlegt, ob ich dieses Buch lese. Ab der Mitte wurde die Geschichte dann immer mehr zum Fantasybuch, was so gar nicht mein Favorit ist. Immer häufiger erwische ich mich, dass ich Seiten einfach nur noch überfliege, weil es zu langatmig ist. Bis mir ehrlich gesagt die Zeit zu schade ist, um weiterzulesen und ich aufgebe. Ich bin nur noch enttäuscht, bei so einer Auszeichnung hatte ich definitiv etwas anderes erwartet. Leider kann ich keine Empfehlung aussprechen, doch da es gelegentliche Szenen gab, die ich durchaus positiv empfand, gebe ich diesem Buch 2 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Ein Ausflug mit Schwierigkeiten

Der Ausflug
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"Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, gleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit." (Albert Camus)
Vier Freunde brechen zu ihrem jährlichen Ausflug aus. ...

"Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, gleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit." (Albert Camus)
Vier Freunde brechen zu ihrem jährlichen Ausflug aus. Josef, Gero und die Geschwister Amalia und Bodo kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Jedes Jahr treffen sich die Freunde, um bei einem Ausflug ihre Freundschaft zu erhalten. Diesmal brechen sie zu einer sommerlichen Kanutour auf in die Einöde des Ostens. Doch schon bald merken sie, dass sie hier nicht erwünscht sind. Besonders Josef muss aufgrund seiner dunklen Hautfarbe mit Anfechtung kämpfen. Die vier lassen sich allerdings nicht von den Bewohnern einschüchtern und beginnen ihre Tour. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird die Kanutour immer bedrohlicher, bis sie um ihr Leben kämpfen müssen.

Meine Meinung:
Anhand des Klappentextes habe ich eine abenteuerliche, spannende Kanufahrt erwartet, doch leider wurde ich enttäuscht. Themen wie Rassismus, Fremdenhass, Samenspende und Freundschaft tauchen inhaltlich auf. Statt Abenteuer wurde ich meist mit langweiligen Vergangenheiten der Charaktere abgespeist, mit denen ich wenig anfangen konnte. Vor allem weil sie meist langweilig und oberflächlich waren. Besonders Fremdenhass und Rassismus wird mir hier viel zu nachlässig angeschnitten. Was sicher an der Kürze des Buches liegt und daran das sie zu viele Themen beinhaltet. Ebenso konnte ich mich nicht mit den Charakteren anfreunden, die bis auf Amalia zu inhaltslos und blass blieben. Bedauerlicherweise werden die fremdenfeindlichen Bewohner ebenfalls vernachlässigt sowie das Setting, bei dem ich nur erahne, dass es aufgrund der Fließe im Osten des Spreewalds spielt. Dabei schneiden diese Menschen nicht gerade gut ab in dieser Geschichte, den sie sind Eigenbrötler, intolerant, fremdenfeindlich, rassistisch und abweisend. Was besonders Josef zu schaffen macht, der allerdings dann noch zusätzlich provoziert. Erwartet dagegen habe ich ein interessantes Abenteuer, bei dem ich mehr über die Gegend erfahre, anstatt von einer kauzigen Religionsgruppe à la Bhagwan. Die Freundschaft der Clique kommt im Laufe der Tour immer mehr ins Wanken und wirkt zusehends angespannt. Das Ende war dann fast vorhersehbar, doch für mich viel zu unglaubwürdig dargestellt und mit dem offenen Ende hat mich der Autor noch mehr enttäuscht. Die Charaktere blieben bis auf Amalia alle recht blass. Familienvater Gero denkt darüber nach, ob er seinen Samen spenden soll. Josef, Amalias ehemaliger Freund, wurde schon als Kind gemobbt und muss nun erneut Anfeindungen erleben. Bodo Amalias Bruder ist ein Globetrotter, ansonsten blieb er für mich weitestgehend unbedeutend. Studentin Amalia, aufgeschlossen, kämpft mit ihrer Vergangenheit und führt die Gruppe an. Sei es ihre damalige Beziehung zu Josef oder Fabian, der bei einem Unfall, bei dem sie schwer verletzt wird, ums Leben kommt. Was der Autor mir mit dieser Geschichte wirklich sagen wollte, bleibt mir am Ende ein Rätsel und so habe ich die letzten Seiten bis auf wenige Ausnahmen nur noch überflogen. Diese Geschichte wird das Ost-Westverhältnis nicht gerade besser machen. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung und nur 2 von 5 Sterne dafür.

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