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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2025

Am Ende ist doch alles nur zufällig...

Fast genial
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Wie wichtig ist es für einen Menschen zu wissen, wer seine Eltern sind? Wie viel sind unsere Gene an unserem Schicksal schuld? Wie viel haben wir selbst in der Hand? Und wo sind wir einfach dem Leben und ...

Wie wichtig ist es für einen Menschen zu wissen, wer seine Eltern sind? Wie viel sind unsere Gene an unserem Schicksal schuld? Wie viel haben wir selbst in der Hand? Und wo sind wir einfach dem Leben und seinen Tücken ausgeliefert? Auf die Fragen versucht Francis eine Antwort zu bekommen.

Die Ausgangslage war ziemlich klischeehaft. Ein Junge aus dem Trailerpark, ein Nerd und das hübsche Mädchen begeben sich auf eine Reise auf der sie über sich hinauswachsen müssen. Keinen der Charaktere habe ich wirklich gemocht. Aber das war völlig egal. Vielleicht war es gerade das, warum ich das Buch so sehr mochte. So oft wollte ich in die Seiten greifen und jemandem den richtigen Weg zeigen. Aber genauso ist eben das Leben oft. Man selbst sieht den richtigen Weg nicht und ist von seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu sehr eingenommen. Gerade deswegen habe ich jeden Einzelnen nach und nach mit ihren Ecken und Kanten lieben gelernt.

Die Geschichte entwickelt sich ziemlich gradlinig, wird nie krass spannend aber eben auch nie langweilig. Es werden allerlei sensible Themen besprochen, manche etwas unsensibel aber so passte es zu den Charakteren - sie wussten es einfach nicht besser. Und das ist auch das Besondere an diesem Buch. Es lebt von seinen Charakteren, weil sie so echt sind.

Die Coming-of-Age Thematik wird perfekt getroffen und ich bin mir sicher (ich meine ich habe es selbst gespürt), dass Heranwachsende daraus definitiv etwas mitnehmen können. Jedoch muss ich vorwarnen: Das Ende ist zwar perfekt, jedoch eine reine Folter.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Ein faszinierendes Buch über ein faszinierendes Lebewesen

Die Geschichte der Bienen
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"Die Geschichte der Bienen" erzählt von dem Leben dreier Personen, die alle in ganz unterschiedlichen Zeiten leben. Und doch sind sie alle miteinander verbunden - durch die Bienen!

Bevor ich das Buch ...

"Die Geschichte der Bienen" erzählt von dem Leben dreier Personen, die alle in ganz unterschiedlichen Zeiten leben. Und doch sind sie alle miteinander verbunden - durch die Bienen!

Bevor ich das Buch angefangen hatte, hatte ich mir einige Rezensionen dazu durchgelesen. Und ich bin immer wieder auf welche gestoßen, die das Buch nur so mittelmäßig fanden (gerade auf Lovelybooks). Trotzdem hatte ich das Gefühl das Buch lesen zu müssen. Ich habs getan und bin froh drum.

In einem hatten die kritischeren Rezensionen recht: Die Protagonisten sind alles andere als liebenswert. Zumindest auf den ersten Blick!
Sie sind alle voller Fehler und verhalten sich teils wirklich unmöglich, jedoch einfach authentisch. Sie wirken wie echte Menschen. Sie sind voller Fehler und machen Dinge, die mich nur zum Kopfschütteln bewegen konnte. Wer auf der Suche nach wundervollen Protagonisten ist, die man am liebsten als Freunde haben wollen würde, ist bei dem Buch völlig falsch. Wer das echte Leben und eine Menge, teils schmerzhafte Authentizität sucht, dem würde ich die Geschichte ans Herz legen.

Ich bin nicht genug in der Materie drin um zu beurteilen, ob das, was in dem Buch steht auch wirklich so passiert ist oder möglicherweise passieren könnte, jedoch wirkt es, wie bei den Charakteren, so unglaublich echt. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Der Spannungsbogen ist ruhig, die Handlung in Teilen etwas vorhersehbar, überrascht jedoch trotzdem immer durch nette Kniffe.

Man lernt in dem Buch so einiges über Bienen (mein Empfinden ihnen gegenüber hat sich auf jeden Fall gewandelt), die ganze Natur und den Menschen. Wer es, so wie ich, in einem Bücherschank finden sollte, sollte es mitnehmen. Es wird dich auf die ein oder andere Art bereichern! (Man kann es sich natürlich auch kaufen, das ist auch in Ordnung xD)

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Snow landet immer oben - oder doch eher daneben?

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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In "Die Tribute von Panem X" begleiten wir Coriolanus Snow durch das letzte Jahr seiner Schullaufbahn. Er wird Mentor für den weiblichen Tribut aus Distrikt 12 - Lucy Gray. Was man vom nüchternen Snow ...

In "Die Tribute von Panem X" begleiten wir Coriolanus Snow durch das letzte Jahr seiner Schullaufbahn. Er wird Mentor für den weiblichen Tribut aus Distrikt 12 - Lucy Gray. Was man vom nüchternen Snow aus der Panem Reihe vielleicht nicht erwartet hätte, entwickelt er für sie Gefühle. Kann das gut gehen?

Das Buch hat definitiv eine interessante Geschichte zu erzählen, die einen als Leser immer wieder fordert. Ständig muss sich Snow moralischen Fragen stellen. Man ist als Leser ganz nah dran zu beobachten wie er immer mehr zu dem Snow wird, den man schon aus der Hauptreihe kennt. Manchmal will man ihn einfach nur schütteln und auf den richtigen Weg drängen - nur geht das leider nicht. Dadurch ist man emotional aber voll involviert und das macht die Geschichte so unglaublich lesenswert.

Allerdings ist anzumerken, dass das Buch auch seine Längen hat. Ein paar Seiten hier und da weniger hätten definitiv nicht geschadet und hätten es dadurch prägnanter und schärfer gemacht. Der Schreibstil ist weiterhin flüssig und angenehm zu lesen.

Für die Fans der Reihe eine wundervolle Ergänzung!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Hallo Jungs, was macht ihr gerade?

Phineas und Ferb - Monstermarathon
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Phineas und Ferb als Comic? Das funktioniert? Ja, tatsächlich sogar erstaunlich gut! Hinter dem Comic "Phineas und Ferb - Monstermarathon" verbergen sich zwei Geschichten: "Monstermarathon" spielt dabei ...

Phineas und Ferb als Comic? Das funktioniert? Ja, tatsächlich sogar erstaunlich gut! Hinter dem Comic "Phineas und Ferb - Monstermarathon" verbergen sich zwei Geschichten: "Monstermarathon" spielt dabei nicht im Hauptuniversum von Phineas und Ferb, sondern in einer Alternativwelt 1952, mit den schon bekannten Charakteren. Die zweite "In das fantabulastische Labyrinth!" ist dabei genauso strukturiert, wie man es sonst auch erwartet und kennt: Phineas und Ferb haben eine Idee, werden von ihren Freunden unterstützt, während Dr. Doofenshmirtz wieder etwas ausheckt und von Perry gestoppt werden muss. Letztere hat dabei meinen persönlichen Geschmack etwas besser getroffen.

Die Illustrationen gleichen dabei den Bildern der Serie. Auch die Dialoge sind dem Sprachstil sehr ähnlich. Man merkt beim Lesen ganz klar, dass der Comic für Fans gemacht ist. So spielt die Erzählerstimme damit, dass dem Leser die Serie bekannt ist. Die Geschichten leben von ihrem Humor und der kommt auch super rüber!
Ansonsten liegt das Format des Comics ist sehr angenehm in der Hand, die Schriftgröße hätte für mich aber gerne eine Nummer größer sein können. Irgendwas daran hat es etwas anstrengend gemacht, das zu lesen.

"Hallo Jungs, was macht ihr gerade?" funktioniert also auch in Buchform. Wer Phineas und Ferb mag, egal ob groß oder klein, wird dabei seinen Spaß haben. Der Medienwechsel macht der Serie keine Abstriche und ist definitiv mal eine nette Abwechslung für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Drama, Emotion und eine Flucht aus dem Alltag!

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Was macht man, wenn der eigene Traum platzt? Und man dann vielleicht auch noch on top von seinem festen Freund mit seiner besten Freundin betrogen wird? Wenn einem so der Boden unter den Füßen weggerissen ...

Was macht man, wenn der eigene Traum platzt? Und man dann vielleicht auch noch on top von seinem festen Freund mit seiner besten Freundin betrogen wird? Wenn einem so der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist man vermutlich ziemlich verloren. Elodie passiert genau das in "Les Bouttiers – Wir sind jetzt". Es kommt ihr da gelegen, dass ihr Großvater die Familie nach Paris ruft, um das Modeimperium Bouttiers zu retten. Dort trifft sie auf Adam (sehr heiß) und Gabriel (heiß), welche sie (und auch uns) gefühlsmäßig ziemlich durcheinanderbringen.

Dieses Buch zu lesen, war mir wirklich ein inneres Blumenpflücken! Ich hab es wirklich genossen, mich in meinem gerade sehr stressigen Alltag in diese Geschichte zu flüchten. Es war angenehm leicht zu lesen, immer unterhaltsam und manchmal auch spicy. Elodie habe ich bei ihren Problemen stets gerne begleitet und hab mich immer richtig gefreut, wenn sie über sich hinauswachsen konnte. Genauso habe ich auch mit ihr gelitten. Adam und Gabriel hingegen waren beide einfach … ansprechend. Sehr. So sehr, dass ich mich nie entscheiden konnte, wer jetzt besser für Elodie ist. Ständig habe ich da die Seiten wechseln müssen.
Aber auch die vielen kleinen Nebencharaktere haben die Geschichte so wirklich lebendig gemacht. Wobei es da die ein oder andere Figur gab, bei der ich mir noch nicht sicher war, was genau ihre Funktion in der Story ist. Jedoch glaube ich daran, dass diese im zweiten Band sicher einen Sinn bekommen.
Der Paris-Vibe ist dafür aber durch und durch on point gewesen! Gerade die kleinen französischen Wörter zwischendrin haben einen nicht vergessen lassen, wo man eigentlich ist. Besonders positiv sind mir dabei die ganzen Umschreibungen der im Buch vorkommenden Fashion-Shows im Kopf geblieben. Da hat man wirklich gemerkt, mit wie viel Herzblut sich dem Thema gewidmet wurde.

Was soll ich also sagen? Mir hat das Buch einfach unendlich Spaß gemacht, zu lesen! Ich bin sehr gespannt, was der Folgeband nun alle so mit sich bringt. Emotionales Chaos ist auf jeden Fall vorprogrammiert.

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