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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Nichts neues, aber dennoch spannend!

Der Nachbar
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Ich habe schon einige Thriller von Sebastian Fitzek gelesen und hatte immense Angst vor „dem Nachbarn“, da das eine Geschichte war, die in jeder Stadt hätte passieren können.

Das Cover fand ich phänomenal, ...

Ich habe schon einige Thriller von Sebastian Fitzek gelesen und hatte immense Angst vor „dem Nachbarn“, da das eine Geschichte war, die in jeder Stadt hätte passieren können.

Das Cover fand ich phänomenal, es war stilistisch sehr einfach und doch so erschreckend, ich hatte das Gefühl in dieser Hecke etwas zu sehen, das nicht da war. Sehr sehr cool gemacht!

Die Hauptperson fand ich sehr sympathisch, ich habe mit ihr mitgelitten und mir gedacht, wie alle diese arme Frau nicht ernst nehmen können. Die meisten Charaktere waren ausgereift und nicht durchschaubar, ich hatte teilweise wieder mit meinen eigenen Theorien zu kämpfen, da der Autor es bei jedem seiner Thriller schafft, mich vollkommen zu verwirren und im dunkeln zu lassen. Dadurch macht es aber umso mehr Spaß, beim Lesen zu rätseln, wer denn nun der Böse ist. Ja, teilweise war die Story ein wenig abstrakt und überzogen (aufgrund von Spoilern gehe ich nicht näher drauf ein), trotzdem mochte ich den emotionalen Kampf, den die Hauptfigur auszustehen hat sehr gern. Ich mag auch die kurzen Kapitel, die Herr Fitzek uns immer liefert, das kommt immer einem kleinen Cliffhanger gleich und zwingt dann direkt zum weiterlesen.

Es gibt eine Sache, die mich ein wenig gestört hat, was ich aber auch nicht zu sehr ankreiden möchte. Das Grundgerüst der Geschichte war mir zum Kalendermädchen vom letzen Jahr ein wenig zu ähnlich, in beiden Büchern geht es um einen Stalker und eine Frau. Aber auch diese Tatsache ist total vertretbar, wenn ich mir überlege, dass der Autor jedes Jahr einen neuen Thriller rausbringt und ich nicht der Meinung bin, dass die Qualität seiner Bücher dadurch abnimmt.

Was das Ende angeht, nun, das hat mich erstmal mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf zurück gelassen. Ich muss aber sagen, dass ich den Epilog mochte, wie er ist. Ich mag, dass ich mir jetzt weitere Gedanken über das Buch machen kann und mir die wildesten Theorien ausmalen kann!

Ich würde mir wünschen, dass an den Epilog mit einer wilden, neuen Geschichten angeknüpft wird. Ich weiß nicht, ob das geschieht, aber wenn, dann ist es mein Highlight 2026. Ich mochte den Thriller, ich habe ihn in 2 Tagen verschlungen, muss aber auch sagen, dass mir andere Bücher schon viel besser gefallen haben. Er war nicht der schlechteste und nicht der beste Thriller von Sebastian Fitzek. Fest steht: auf einen Fitzek warte ich jedes Mal gern!

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ein Buch wie eine Novelle!

Gallant
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Meine Meinung:

Als ich mit „Gallant“ begonnen habe, empfing ich sofort „Crimson Peak“ Vibes. Ich mag den Film von Guillermo del Toro sehr und beschreibt für mich das Genre „Gothic Fantasy“. Ich war so ...

Meine Meinung:

Als ich mit „Gallant“ begonnen habe, empfing ich sofort „Crimson Peak“ Vibes. Ich mag den Film von Guillermo del Toro sehr und beschreibt für mich das Genre „Gothic Fantasy“. Ich war so gespannt, welche Geschichte hinter diesen Seiten steckte, immerhin emfand ich die Seitenzahl etwas niedrig für einen Fantasyroman. Für mich hatte dies eher den Eindruck einer Novelle, eines Märchens oder einer Erzählung. Was ich an V.E.Schwabs Schreibstil sehr mag ist die bildhafte Darstellung der Charaktere ohne eine äußere Beschreibung. Jeder Lesende kann sich selbst ein Bild zu den Figuren machen, ein paar Anhaltspunkte zum Aussehen bekommt man, obwohl das in meinen Augen auch hätte weggelassen werden können. Die Autorin schafft es, die Atmosphäre so real zu gestalten, dass es mich beim Lesen ein paar Mal fröstelte. Es gibt zwei Ansichten, die die Olivia und ihre Gedanken in ihrer grauen Welt beschreibt und die zweite, die von „dem Herrn des Hauses“ spricht. Als ich mich in Olivias triste und traurige Welt hineingelesen habe, tat sie mir unglaublich leid, sie war so allein auf der Welt, bis sich alles für sie ändert. Die Ansicht des „Herrn“ empfand ich für mich als ziemlich gruselig, nicht in dem Sinn, dass ich mich wie bei einem Horrorfilm gegruselt hätte, eher so dass ich mir ihn mit einer Gänsehaut gut vorstellen konnte.Was mir auch noch angenehm auffiel war das nicht vorhanden sein von Romantik in diesem Buch. Ich mag Romantasy Bücher sehr gern, doch habe ich in letzter Zeit selten ein Buch gelesen, bei dem es nicht um einen Love Interest ging. Hier in „Gallant“ wurde die Handlung ganz ohne romantische Aspekte erzeugt. Das hätte ich aber auch auf einer ganz anderen Ebene unangebracht gefunden, immerhin handlet es sich bei der Protagonistin um ein junges Mädchen, ein Kind.

Die Handlung beginnt mit einem sehr spannenden Prolog und der Ansicht des „Herrn des Hauses“. Im Laufe der Handlung habe ich mich trotz des fröstelnden Gefühls sehr auf seine POV gefreut, da ich unbedingt wissen wollte, was es mit dem ganzen Geheimnis auf sich hat, das Olivia umgibt und ihn mit ihr verbindet. Ein paar Längen in der Mitte gab es für mich, in denen ich mich gefragt habe, was noch kommt und wie es enden kann. Das Ende ist für mich perfekt gewählt, es kam mir nicht so vor, dass es nach einer Fortsetzung klingt auch wenn es recht offen gehalten wurde. Damit konnte jede
r Lesende sich die Zukunft von Olivia selbst vorstellen und noch ein bisschen weiter träumen und in Gallant verweilen.

Mein Fazit:

Für mich waren es keine vollen fünf Sterne, weil mir in der Mitte einwenig die Spannung gefehlt hat und das Buch für mich persönlich noch 100 Seiten länger hätte sein können. Trotzdem war diese Geschichte war perfekt, um mich aus einer Leseflaute zu holen und genau aus diesem Grund empfehle ich es den Fantasy Lesenden, die einmal etwas anderes lesen möchten. Die Geschichte um dieses junge Mädchen ist so lebendig und so lesenswert, dass ich mich nur wiederholen kann.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

Yellowface
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Meine Meinung:

Das ist das knalligste Buch (farblich gesehen), das ich je in mein Regal einsortiert habe. Ich habe mich lange damit herum geschlagen, ob ich es lesen soll. Eigentlich lese ich zu 80 % ...

Meine Meinung:

Das ist das knalligste Buch (farblich gesehen), das ich je in mein Regal einsortiert habe. Ich habe mich lange damit herum geschlagen, ob ich es lesen soll. Eigentlich lese ich zu 80 % Fantasy, ich mag aber auch Ausflüge in andere Genres. Ich kann hier nicht sagen, dass das Cover mich gecatched hat (obwohl es definitiv ein Hingucker ist). In diesem Fall hat mich der Klappentext überzeugt, er versprach eine ganze andere Art von Story.

Ich war von Anfang an in der Geschichte, ich wusste nicht wirklich, wie ich zu der Hauptperson June stehen sollte, wollte aber unbedingt wissen wie es weiter geht. Die Handlung ist eigentlich nicht komplex, jedoch schafft es die Autorin hier unglaublich gut, ein vielschichtiges Konstrukt zu erschaffen. Ich war so gefesselt, da sich June immer mehr in ein Netz aus Lügen, Paranoia und Angstzuständen verstrickt. Auch wenn den Lesenden von Anfang an klar ist, dass June Hayward die Geschichte stehlen wird, hätte sich die Protagonistin anders entwickeln können, als sie es getan hat. Sie hätte mehrfach die Möglichkeit gehabt, das Richtige zu tun und über sich hinaus zu wachsen und aus der Situation zu lernen, sie verhält sich für mich absolut falsch (ich werde nicht spoilern).

Die Geschichte stellt die Welt des Verlags- und Autorenwesen überspitzt dar. Das Buch möchte aufrütteln, mehr Gedankenanregungen zu Alltagsrassismus und Cancel Culture geben und so die Lesenden ein wenig aufrütteln. Welchen Gedankenstoß ich sehr interessant fand war die Debatte, wem es erlaubt ist, welche Geschichte zu erzählen. Im Gegenzug erfahren wir in Yellowface auch die tiefe Liebe der Protagonistin zum Schreiben und welche Magie Wörter und Bücher beinhalten können.

Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, obwohl es einige düstere Momente für die Hauptperson gibt, die viel vom Spannungsaufbau ausmachen.

Fazit:

Dieses Buch ist nicht für jeden Lesenden geeignet, jedoch für viele interessant, die sich mehr mit der Verlags- und Buchwelt beschäftigen möchten. Yellowface hatte für mich einige Längen und ich fand es am Ende nicht so spannend, wie ich es mir gewünscht hätte, jedoch war es ein gutes Buch für zwischendurch, über das ich noch eine Weile später nachgedacht habe.

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Veröffentlicht am 23.02.2024

Spannendes Ende, aber leider zu lang für mich..

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
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Meine Meinung:

Über das Cover brauchen wir nicht sprechen, ich glaube, es ist auf Bookstagram und Booktok mehrheitlich bekannt, dass es nicht so gern gemocht wird. Trotzdem hält mich das nicht auf, diese ...

Meine Meinung:

Über das Cover brauchen wir nicht sprechen, ich glaube, es ist auf Bookstagram und Booktok mehrheitlich bekannt, dass es nicht so gern gemocht wird. Trotzdem hält mich das nicht auf, diese Reihe weiter zu lesen!

Der Anfang des zweiten Teils begann sehr düster, da Feyre (ACHTUNG, SPOILER) sich nach all den Ereignissen, die unter dem Berg geschehen sind, in einer Depression befindet. Ich konnte die ganzen Meinungen, die meinten, dass Tamlin nicht der nette Prinz ist, der er vorgibt zu sein, nicht nachvollziehen. Ich habe es aber beim Lesen des zweiten Teils mitbekommen und kann mich der allgemeinen Meinung anschließen, dass ich ihn ab hier auch nicht mehr leiden konnte. Umso mehr mochte ich den Hof der Nacht und am liebsten davon Cassian und Azriel. Die Beiden waren für mich sehr erheiternd! Allgemein mochte ich die Dynamiken zwischen Rhys, Cassian, Azriel, Mor und Amren sehr gern. Sie ergaben für mich das perfekte Bild einer aufopfernden Freundschaft. Velaris stelle ich mir so traumhaft vor und ich habe Feyre absolut verstanden, als sie staunend durch die verträumten und künstlerischen Viertel gelaufen ist. Zu gern würde ich eine Stadt wie Velaris in echt vor meinen eigenen Augen sehen!

Durch den Anfang des Buches bin ich durchgerast und konnte nicht aufhören, weiter zu lesen, was im Mittelpunkt leider abnahm. Ich habe einige Entscheidungen nicht nachvollziehen können und manche Geschehnisse haben sich sehr gezogen, so dass es mir teilweise keinen Spaß gemacht hat, weiter zu lesen. Dann kamen in den letzten 200 Seiten viele Ereignisse, die mich wieder gefesselt haben! Ich mochte die Spannung am Ende und auch wohin der Ausgang des zweiten Teils führt, obwohl ich sagen muss, dass ich einige Dinge zu flach, zu leicht gelöst fand. Ich habe mir teilweise einfach mehr erwartet.

Fazit:

Der zweite Teil war für mich auf dem selben Niveau, wie der erste Band. Ich mochte die weiteren Erklärungen und den Verlauf der Geschichte. Der Hof der Nacht und die Mitglieder dessen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Das Ende hat mich sehr neugierig gemacht und ich freue mich sehr, ihn zu lesen. Ich liebe lange Bücher, für mich persönlich hätte dieser Band aber 200 Seiten kürzer sein können.

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Ein ganz nettes Buch für zwischendurch

Die Bibliothek von Edinburgh
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Meine Meinung:

Ich habe mich nach „Talus“ von Liza Grimm wieder auf eine Geistergeschichte gesehnt und mich echt gefreut, dass diese in meinem geliebten Edinburgh spielt. Hier begleiten wir Ropa, die ...

Meine Meinung:

Ich habe mich nach „Talus“ von Liza Grimm wieder auf eine Geistergeschichte gesehnt und mich echt gefreut, dass diese in meinem geliebten Edinburgh spielt. Hier begleiten wir Ropa, die als Geistersprecherin ihr Geld verdient und ein nicht so einfaches Leben hat. Sie ist selbst erst 14 Jahre alt und muss sich um ihre jüngere Schwester kümmern, die in einer trotzigen Phase steckt. Die junge Protagonistin hat es mir am Anfang nicht sehr leicht gemacht, da ich mit ihrer abweisenden Art nicht so ganz warm wurde. Als sie dann doch einen Geisterauftrag angenommen hat, den sie eigentlich nicht wollte, wurde sie mir sympathischer. Als sie dann auch noch einen speziellen Geisterauftrag angenommen hatte, den sie eigentlich nicht haben wollte, mochte ich sie wirklich. Sie hat ein großes Herz, das leider unter sehr viel Stress und Sorgen verborgen liegt.

Im Verlauf der Handlung fand ich ihren besten Freund und River, ihre Fuchsbegleitung sehr cool. Der Schreibstil hat sich am Anfang wie von einer 14-jährigen angefühlt, ich habe mich aber schnell daran gewöhnt, da es schließlich auch zum Alter des Hauptcharakters gepasst hat. Ich hatte das Gefühl, Ropa würde die Geschichte selbst erzählen.

Ich muss sagen, dass ich von dem Titel ein wenig mehr Bibliothek erwartet habe, die mir leider in der Geschichte echt zu kurz kam. Generell erwies sich dieser Fantasyroman ganz anders, als ich es erwartet hatte. Ropa spielt auf einer Mbira, um mit den Geistern Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. Das ist ein traditionelles Instrument aus Zimbabwe, wo Metallblätter auf einem Holzbrett gefestigt sind, eine sogenannte Fingerharfe. Das fand ich ziemlich cool, da mich Musik schon immer interessiert hat und ich durch mein Studium da ein bisschen Spartenwissen besitze.

Die Handlung spielt sich in einem dystopischen Edinburgh ab. Die Stadt wurde von einer unbekannten Ursache zerstört und verändert und ich muss leider sagen, dass ich diesen Fakt nicht mochte. Das ist natürlich persönliche Meinung, ich habe einfach das Edinburgh erwartet, das ich kenne, habe mich gefreut viele Orte wieder zu erkennen. Das war wahrscheinlich einfach mein eigener Fehler.


Fazit:

Ich empfehle diese Geschichte jedem, der sich auf eine andere Fantasygeschichte einlassen möchte und bereit ist, das dystopische Edinburgh ein bisschen besser kennen zu lernen. Mir hat das Buch gefallen, es ist aber leider nicht über den Status der „Geschichte für zwischendurch“ hinweg gekommen.

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