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Veröffentlicht am 15.12.2025

Eine Insel voller Geheimnisse

Wolfskälte
7

Eadar ist eine kleine Insel Schottlands, die schon fast in Vergessenheit geraten ist.
Doch dann wird ein junger Mann tot vor dem Inselleuchtturm gefunden und die Polizisten Georgina Lennox und Richard ...

Eadar ist eine kleine Insel Schottlands, die schon fast in Vergessenheit geraten ist.
Doch dann wird ein junger Mann tot vor dem Inselleuchtturm gefunden und die Polizisten Georgina Lennox und Richard Stewart werden auf die Insel geschickt, um den Tod zu untersuchen.

Wolfskälte war eine aufregende und spannende Leseerfahrung.
Zu Beginn konnte ich nicht einschätzen, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln würde.
George und Richie wurden nach Eadar geschickt, um den Tod von Alan zu untersuchen.
Bislang ist man von einem Selbstmord ausgegangen, aber es gibt ein paar Ungereimtheiten und diese sollen aus dem Weg geschafft werden.
Soweit schien die Sache klar, aber sobald die beiden Polizisten mit ihren Ermittlungen angefangen haben wurde deutlich, die Insel und ihre Bewohner sind nicht so unschuldig, wie es den Anschein macht.

Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen. Das Setting war grandios gewählt und es wurde immer sehr bildlich beschrieben.
Es regnet, es ist dunkel und nebelig, insgesamt einfach sehr düster, was aber wirklich toll zum Fall gepasst hat, der auch immer düsterer wurde.
Auch die Wahl der Ermittler hat mir gut gefallen.
George und Richie arbeiten schon seit mehreren Jahren zusammen, Richie hat sie sogar zum Teil ausgebildet.
Obwohl es einen erheblichen Altersunterschied gab, waren die beiden ein gutes Team und arbeiteten größtenteils harmonisch zusammen.
Die Machtverhältnisse spielten keine Rolle, wie es in anderen ähnlichen Kombinationen oft der Fall ist, das war wirklich sehr erfrischend.

Lange schien es so, als würde es in Alans Fall keine Fortschritte geben, dennoch war ich stets gefesselt von der Handlung.
Man konnte die ganze Zeit über rätseln und Theorien aufstellen, obwohl diese meist im nächsten Moment schon widerlegt wurden.
Die Bewohner haben es einem nicht leicht gemacht, einen klaren Blick für die Situation zu bekommen.
Sie waren sehr verschlossen und sind George und Richie auch nicht immer mit Wohlwollen begegnet, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert hat.
Gleichzeitig war jedoch klar, dass sie einiges zu verheimlichen haben und das nicht alle Geheimnisse harmlos sind.
Die Auflösung empfand ich als sehr überraschend und sie war auch viel komplexer, als ich es zu Beginn erwartet hatte.

Eine Sache hat mich dennoch gestört, wobei ich nicht ganz weiß, wie ich das einzuordnen habe.
Natürlich ging es nicht ausschließlich um die Ermittlungen, es ging auch um George, aus deren Perspektive das ganze Buch geschrieben ist.
George hat ein Geheimnis, das sie die Handlung über begleitet und später auch ein größeres Thema zwischen ihr und Richie wird.
Daran ist erstmal nicht auszusetzen.
Doch nachdem der Fall gelöst war, wurden ihre Probleme nicht weiter behandelt und ihre eigene Geschichte fühlte sich unvollständig an, weil es noch so viele Fragen gab.
Dadurch hat sich mir die Frage gestellt, warum man dieses Thema eingebaut hat, wenn es nicht zu Ende gebracht wird.
Allerdings weiß ich nicht, ob es ein weiteres Buch geben soll, mit George als Ermittlerin, denn dann würde diese Entscheidung Sinn ergeben.
Die Antwort liegt wohl in der Zukunft.

Fazit: Ein fesselnder Krimi mit einem toll ausgearbeitetem Setting. Definitiv eine Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.10.2025

Düsterer Tanz

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
0

Seit Jahren befindet sich Emberlyn in den Fängen des Puppenspielers Malcolm.
Sie ist eine seiner Marionetten, über die er nach Belieben verfügen kann, da er die vollständige Kontrolle über sie hat.
Ein ...

Seit Jahren befindet sich Emberlyn in den Fängen des Puppenspielers Malcolm.
Sie ist eine seiner Marionetten, über die er nach Belieben verfügen kann, da er die vollständige Kontrolle über sie hat.
Ein starker Fluch bindet sie an ihn, aber sie ist nicht seine einzige Marionette.
Gleich mehrere Mädchen hat er gewaltsam an sich gebunden und am Abend lässt er sie vor Publikum tanzen, ohne das je jemand die grausame Wahrheit dahinter entdeckt, da der Fluch sie daran hindert die Wahrheit auszusprechen.
Emberlyns einziger Lichtblick ist die Liebe zu ihren mitgefangenen Freundinnen, die wie Schwestern für sie sind, und die mysteriöse Schattengestalt mit der sie jeden Abend auf der Bühne tanzt.
Dennoch ist es ihr größter Traum den Fluch zu brechen und sie würde alles dafür tun.

"Girls of Dark Divine" ist definitiv kein leichtes oder gar unbeschwertes Buch und auch wenn ich nur selten diese Art von Büchern lese, hat es mich dennoch sehr gereizt und ich wollte mehr über Emberlyn und den Fluch erfahren.
Die Düsternis, die das Buch die ganze Zeit begleitet, hat eine Atmosphäre geschaffen, die teils grausam war, aber auch einfühlsame und emotionale Momente geschaffen hat.
Der Schreibstil erschien mir sehr bildlich und ich hatte keine Probleme mir das Theater vorzustellen und konnte manchmal fast die tanzenden Mädchen vor mir sehen.

Emberlyn ist erst siebzehn Jahre alt, was mich beim Lesen sehr überrascht hat, da man diese Information auch nicht direkt zu Beginn hat.
Sie wirkt schon viel älter und reifer, aber das ist bei dem, was sie schon alles erleben und durchleben musste keine große Überraschung.
In ihrem kurzen Leben musste sie nicht nur den Verlust ihrer eigenen Freiheit verkraften, sondern auch den Verlust einiger ihrer Schwestern und die gewalttätige Art von Malcolm ihnen gegenüber.
Daher fand ich es bewundernswert, dass sie nie ihre Hoffnung verloren hat doch noch aus seinen Fängen zu entkommen, egal wie schwer es erscheinen mag.
Es spielte keine Rolle, welche Probleme sich ihr im Verlaufe des Buches in den Weg gestellt haben, sie hat es immer weiter versucht.

Viel mehr sollte man vielleicht gar nicht über die Handlung wissen, bevor man das Buch liest, auch nicht, was es am Ende mit der Schattengestalt auf sich hat.
Für mich ist "Girls of Dark Divine" ein Buch, auf das man sich ohne viel Vorwissen einlassen sollte, da es dadurch spannend bleibt und man noch einige Überraschungen erlebt.
Bei Bedenken sollte man sich im Zweifelsfall jedoch die Triggerwarnung durchlesen.

Eine Besonderheit die dieses Buch hat ist, dass es zwei Enden gibt.
Das Ende aus der ursprünglichen Version und ein Ende, das extra für die deutsche Ausgabe geschrieben worden ist, damit der Verlag seine Happy End Garantie einhalten kann.
Man kann sich also entweder für ein Ende entscheiden oder man liest beide und entscheidet danach, welches Ende sich für einen besser oder schlüssiger anfühlt.

Fazit: Eine sehr düstere Geschichte über das Tanzen und den Raub der eigenen Freiheit, die sehr viele Emotionen verspricht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2025

Drachen und Hexen

Blossoms of Fire
0

Die Kräuterhexe Briar lebt in Edinburgh und führt dort den Kräuterladen ihrer Familie. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeiten und ihre Kunden vertrauen ihr. Nachdem ein geheimnisvoller Kunde bei ihr im Laden ...

Die Kräuterhexe Briar lebt in Edinburgh und führt dort den Kräuterladen ihrer Familie. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeiten und ihre Kunden vertrauen ihr. Nachdem ein geheimnisvoller Kunde bei ihr im Laden war, wird sie plötzlich auf dem Heimweg entführt und auf eine entlegene Insel gebracht, um dort einem verletzten Drachen in einer Höhle zu heilen. Obwohl Briar nicht weiß wie, will sie es gerne versuchen und währenddessen lernt sie mehr über Drachen, als jemals zuvor und Briar stellt sich die Frage, ob das Zusammenleben zwischen Drachen und Hexen wirklich so unmöglich ist, wie man es ihr immer berichtet hat.

Blossoms of Fire war mein erstes Buch der Autorin, aber nach dem Lesen, wird es sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich bin schnell durch die Seiten geflogen. Ist man einmal drin, kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist Cosy Fantasy, aber dennoch gibt es auch sehr spannende und teils gefährliche Momente. Diese Mischung hat mir wirklich gut gefallen und hat das Lesen unterhaltsam gemacht.

Über Drachen und Hexen lese ich jeweils nicht allzu häufig und die Kombination aus beidem hatte ich noch nie in einem Buch. Briar als Kräuterhexe war sehr spannend. Ihr Wissen über verschiedene Kräuter und Pflanzen und ihre Begeisterung zu diesem Thema, war wirklich beeindruckend. Die Chemie zwischen ihr und Darragh, der Teil des Drachenclans ist, hat von Anfang an gestimmt. Das schottische Setting, vor allem die Zeit auf Rúm, war wirklich sehr schön und cosy, was ganz toll gepasst hat.

Wenn ich eine Sache kritisieren müsste, dann das manche Szenen und Themen zu Beginn sehr ausgeschmückt waren und diese es zum Ende hin nicht mehr waren. Da das Buch ein Einzelband ist, hätte ich es schön gefunden, wenn dahingehend noch einen ausführlicheren Abschluss gegeben hätte. Ansonsten habe ich aber nichts zu meckern.

Fazit: Ein schöner Cosy Fantasy Einzelband mit einem schönem Setting, tollen Charakteren und einer großen Portion Magie.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Der Weg zum Glück

Evil Eye
3

Yaras Leben hat sich anders entwickelt, als sie es sich früher vorgestellt hat.
Jeder Tag ist wie der andere zuvor. Sie bringt ihre Töchter in die Schule, fährt danach zur Arbeit, holt ihre Kinder mittags ...

Yaras Leben hat sich anders entwickelt, als sie es sich früher vorgestellt hat.
Jeder Tag ist wie der andere zuvor. Sie bringt ihre Töchter in die Schule, fährt danach zur Arbeit, holt ihre Kinder mittags wieder ab und kümmert sich dann um den Haushalt und darum, dass ihr Mann sein Abendessen bekommt, wenn er abends von der Arbeit kommt.
Dabei will sie eigentlich so viel mehr.
Sie will reisen, sie will Künstlerin sein und anderen die Kunst nahebringen und vor allem will sie nicht so werden wie ihre eigene Mutter.

Was erst nur wie Unzufriedenheit aussieht, entwickelt sich zu viel mehr.
Unverarbeitete Traumata aus der Kindheit, psychische Probleme in der Gegenwart und eine Ehe, die alles andere als stabil, glücklich und gesund ist.
Yaras Weg führt sie zur Therapie, in der sie endlich beginnt, sich ihren Problemen zu stellen und Dinge aufzuarbeiten.
Sie lernt sich selber kennen und lernt mehr über das Leben, als in all den Jahren zuvor.
Dabei begleitet man sie die ganze Zeit und durchläuft während des Lesens viele verschiedene Emotionen mit ihr, wie zum Beispiel Wut, Trauer, Hoffnung, manchmal sogar Freude und noch vieles mehr.
Dieses Buch bringt einen dazu, über den eigenen Tellerrand zu schauen, um zu erkennen, wie unterschiedlich die Privilegien in dieser Welt verteilt sind und wie schwer es ist, dem jahrelangem Kreislauf der Dinge zu entkommen.

Auch wenn es auf emotionaler Ebene nicht immer leicht war Yaras Geschichte zu lesen, hat es sich dennoch sehr gelohnt und ich konnte währenddessen viel lernen und für die Zukunft mitnehmen und am Ende kann ich eigentlich nur jedem ans Herz legen das Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Mörderische Geschwisterliebe

Die Schwester des Serienkillers
4

Anna ist glücklich in ihrem Leben.
Sie ist verheiratet mit Paul, eine meist harmonische Ehe, sie geht in ihrem Job als Lehrerin voll auf und ihre Vergangenheit konnte sie erfolgreich hinter sich lassen.
Zumindest ...

Anna ist glücklich in ihrem Leben.
Sie ist verheiratet mit Paul, eine meist harmonische Ehe, sie geht in ihrem Job als Lehrerin voll auf und ihre Vergangenheit konnte sie erfolgreich hinter sich lassen.
Zumindest hat sie das gedacht, bis plötzlich die Polizei vor ihrer Tür steht und ihr mitteilt, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder ist.
Seine Morde begeht er an für ihn wichtigen Daten, unter anderem an Annas Geburtstag.
Die Polizei erhofft sich durch ihre Mithilfe, dass sie Henry schnappen können.
Aber Anna hat Henry seit siebzehn Jahren nicht mehr gesehen und der Polizei kann sie auch nicht alles sagen, denn Anna hat ihre ganz eigenen Geheimnisse, die niemand erfahren darf.

Ein sehr gelungener Reihenabschluss und für mich der stärkste Band der Trilogie, auch wenn die einzelnen Bände nicht aufeinander aufbauen.
Der Schreibstil war mir nach den zwei Bänden zuvor sofort vertraut und zusammen mit der konstanten Spannung, bin ich praktisch durch das Buch geflogen.

Anna führt eigentlich ein unaufgeregtes Leben, aber sie ist glücklich.
Doch die plötzlichen Ereignisse werfen sie ganz schön aus der Bahn.
Auf der einen Seite macht sie sich Vorwürfe, wenn sie mehr auf Henry geachtet hätte, dann wäre das alles nicht passiert.
Auf der anderen Seite hat sie jedoch nicht nur Angst wegen ihm oder auch um ihn, nein, sie fürchtet sich auch davor, was die Ermittlungen über sie aufdecken könnten.
Als Henry ein Spiel ihrer Kindheit wieder aufwärmt "die Jagd", ist sich Anna sicher, dass er genau das damit bezweckt.
Er will Annas Geheimnisse aufdecken, denn er ist der einzige außer ihr, der sie kennt.
Der Druck der Polizei, speziell der von DI Walker, macht es ihr nicht gerade leichter.
Wie soll sie Henrys Spiel mitspielen, wenn ihr die Polizei die ganze Zeit im Nacken sitzt?
Annas Gefühlswelt steht Kopf und das beschreibt die Autorin sehr authentisch.
Der Stress, die Angst, der Kummer, das alles ist spürbar.

Die Jagd ist im Buch präsent und die Spannung wurde konstant gehalten, aber auch die Rückblicke in die Kindheit der Geschwister mochte ich sehr.
Dadurch lernt man, wie die Beziehung zwischen ihnen war und wie sie sich auch im Laufe der Jahre, als beide im Heim gewohnt haben, verändert hat.
Es gab Aspekte in diesem Buch, die mir bei den beiden anderen Bänden gefehlt haben, die jetzt zwar spoilern würden, aber für mich doch sehr entscheidend waren.
Die Plottwists der Geschichte konnten mich richtig schockieren, davon war ich sehr begeistert.

Jedoch hatte ich auch hier wieder Kritikpunkte.
Bestimmte Sachen wurden in allen drei Bänden wiederholt, obwohl es drei individuelle Geschichten waren.
Da hätte ich mir andere Lösungen gewünscht.
Auch wurden mir manche Dinge zu offen gelassen, da sie irgendwann nicht mehr erwähnt worden sind.
Sie hatten dann zwar auch keinen entscheidenden Einfluss auf das Ende, trotzdem blieben Fragen offen.

Insgesamt war es ein tolles Leseerlebnis und ich würde diese Reihe weiterempfehlen, da man durch sie Perspektiven kennenlernt, die es sonst selten in Thrillern gibt.

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