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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Nahbarer Roman mit Identifikationspotential

No Hard Feelings
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Penny ist unzufrieden mit ihrem momentanen Leben. Ihre Chefin tritt tyrannisch auf, erkennt Pennys Potential nicht und fordert viel. Die Beförderung, die ihr in Aussicht gestellt wurde, wird ihr nicht ...

Penny ist unzufrieden mit ihrem momentanen Leben. Ihre Chefin tritt tyrannisch auf, erkennt Pennys Potential nicht und fordert viel. Die Beförderung, die ihr in Aussicht gestellt wurde, wird ihr nicht geboten. Außerdem ist sie seit Jahren in einer Situationship mit Max, mit dem sie gern eine richtige Beziehung führen möchte, der jedoch nur auf Abruf Zeit mit ihr verbringen möchte. Im Vergleich mit ihren Freundinnen schneidet Penny schlecht ab - bei den anderen scheint es wirklich gut zu laufen. Bec ist mittlerweile verlobt, Annie wird Partnerin in der Kanzlei und Leo macht Party und fühlt sich gut dabei.

Ich denke, dass sich viele Leser
innen mit der 27-jährigen Penny identifizieren können: unglücklich im Job, nicht in der wertschätzenden Beziehung, die sie gern führen möchte und generell keinen klaren Weg davon, wo sie hin möchte.
Ich mochte den Schreibstil von Genevieve Novak sehr gern. Sie schreibt ungeschönt, bietet tiefe Einblicke in die Gedanken und Gefühle und macht relativ schnell deutlich, dass Pennys Selbstbild und ihre Unzufriedenheit auch Einfluss auf ihre Freund*innenschaften und ihr Umfeld hat.
Ich mochte die Entwicklung von Penny sehr gern nachverfolgen und fand sie realistisch und nachvollziehbar geschildert. Sie erlebt mehrere downs, entscheidt sich dann für eine Therapie und nimmt sich Zeit für Veränderung und Reflexion.

"No hard feelings" war ein schöner, unterhaltsamer Roman für mich, der mir in meinen 20ern sicherlich schon gut getan hätte.

Veröffentlicht am 27.05.2025

Spannende Lovestory

The First to Fall
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Jakob ist Leistungssportler und trainiert, doch sein Traum von seiner Sportkarriere platzt, als es innerhalb einer Bergtour unter Freund*innen zu einem tragischen Absturz kommt. Die Polizei startet ...

Jakob ist Leistungssportler und trainiert, doch sein Traum von seiner Sportkarriere platzt, als es innerhalb einer Bergtour unter Freund*innen zu einem tragischen Absturz kommt. Die Polizei startet Ermittlungen, in denen er ebenfalls eine Rolle spielt und das Land daher nicht verlassen darf. Da es mit dem Alpenchalet seiner Mutter ebenfalls nicht mehr gut läuft, unterstützt er sie und kümmert sich um alles Anfallende.
Aurora wird der Boden unter den Füßen weggerissen, als sie mit ihrem Van auf Reisen ist und dann erfährt, dass ihre Schwester bei einer Klettertour tödlich verunglückt ist. Sie kann das gar nicht glauben und will vor Ort herausfinden, was tatsächlich passiert ist und wie es zum Tod ihrer Schwester kommen konnte. Da sie mit ihrem Van liegenbleibt, auf Jakob trifft und die Teile für ihren Van jedoch einige Zeit brauchen, kommt sie im Chalet unter und kümmert sich um die Aufgaben von Jakobs Mutter. Dabei lernt sie auch Jakob immer besser kennen und sie fühlen sich zueinander hingezogen. Doch Jakob scheint sich gegen ihre Nähe zu sperren.

Ich war sehr gespannt auf Kristina Moningers neue Reihe und die Geschichte um Jakob und Aurora. Beide Figuren waren mir von Anfang an sympathisch und ich wollte natürlich auch unbedingt wissen, was es mit dem Unglück auf sich hat und ob Jakob tatsächlich Schuld trifft. Der Schreibstil ist flüssig, sehr leicht zu lesen und die Gefühle und Annäherungen von Jakob und Aurora waren in nachvollziehbarem Tempo.
Ich bin gespannt, wie es in der Reihe weitergeht!

Veröffentlicht am 20.05.2025

Vielschichtig und spannend

Der Gott des Waldes
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Im Sommer 1975 verschwindet die 13-jährige Barbara aus dem Sommercamp, das sich auf dem Grundstück ihrer wohlhabenden Familie, den Van Laars, befindet. Der Schreck über das Verschwinden des Mädchens sitzt ...

Im Sommer 1975 verschwindet die 13-jährige Barbara aus dem Sommercamp, das sich auf dem Grundstück ihrer wohlhabenden Familie, den Van Laars, befindet. Der Schreck über das Verschwinden des Mädchens sitzt tief - zumal 14 Jahre zuvor ihr Bruder Bear unter ähnlich mysteriösen Umständen verschwand und bis jetzt verschwunden bleibt. Einige Stimmen behaupten, es könne kein Zufall sein, dass beide Kinder der Van Laars von deren Gelände verschwinden und eine nervenaufreibende Suche nach Barbara beginnt.

Liz Moore beschreibt in "Der Gott des Waldes" auf wechselnden Zeitebenen und in Rückblicken die damaligen und die heutigen Geschehnisse. Dabei erzählt sie aus den Perspektiven unterschiedlicher Figuren und springt zeitlich durch das Geschehen. Was recht schnell klar wird: Die Van Laars und ihr Reichtum waren nicht bei allen Menschen in der Gegend beliebt. Da Liz Moore viele Figuren zu Wort kommen lässt, sich die Spannung mit der Verdichtung der einzelnen Details und Entwicklungen aufbaut, handelt es sich weniger um einen fulminanten Thriller, sondern vielmehr um einen packenden Roman, der neben dem Verschwinden der Kinder auch Wohlstand, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Möglichkeiten ihrer Selbstbestimmung sowie Machtmissbrauch thematisiert.

Für mich ein absolutes Lesehighlight, das zwischendurch einige Längen hatte, mich jedoch durch seine Vielschichtigkeit und die Dringlichkeit zwischen den Zeilen begeistern konnte.

Veröffentlicht am 18.05.2025

Praxisnahe, schnelle Tipps

Unbedingt lesen, wenn ...
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Julie Smith geht in "Unbedingt lesen, wenn..." auf verschiedene mentale Krisen und Herausforderungen ein, die uns jederzeit im Leben ereilen kann. Dabei thematisiert sie beispielsweise Angst, Selbstzweifel ...

Julie Smith geht in "Unbedingt lesen, wenn..." auf verschiedene mentale Krisen und Herausforderungen ein, die uns jederzeit im Leben ereilen kann. Dabei thematisiert sie beispielsweise Angst, Selbstzweifel und Überforderung.
Jedes Kapitel ist in Briefform verfasst und kann unabhängig voneinander gelesen werden, sodass sich auch ein themenorientiertes Blättern und Lesen anbietet - ganz nach Bedarf.
Julie Smith vermittelt vor allem effiziente, kurzfristige Tipps und Strategien für die verschiedenen emotionalen Notlagen, die praxisnah sind und direkt umgesetzt werden können.
Gerade für diejenigen, die schnelle Hilfe brauchen und die Bestätigung lesen möchten, dass emotionale Krisen ganz normal sind, aber überwunden werden können, ist das Buch sicher eine gute Anlaufstelle. Wer sich schon viel mit Mental Health und Krisen auseinandergesetzt hat, liest hier nicht allzu viel Neues, aber ich mochte die unterhaltsame, unterstützende Art von Julie Smith.

Veröffentlicht am 17.05.2025

Roman mit Nordseeflair

Dünenküsse
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Antonia lebt mit ihrem Vater und ihrerm 15-jährigen Sohn Max auf der Nordseeinsel Nordsand. Dort ewirtschaftet sie einen Bauernhof und betreibt eine Pension. Doch was die landwirtschaftlichen Arbeiten ...

Antonia lebt mit ihrem Vater und ihrerm 15-jährigen Sohn Max auf der Nordseeinsel Nordsand. Dort ewirtschaftet sie einen Bauernhof und betreibt eine Pension. Doch was die landwirtschaftlichen Arbeiten angeht, schafft sie nicht alles allein und ist entweder auf ihren Jugendfreund Tristan oder die Inselgemeinschaft angewiesen. Als dann auch noch die Pensionsbuchungen nachlassen und Max' teure Epilepsiebehandlungen anstehen, bleibt ihr keine andere Wahl als Nick, den berühmten Sänger und Max' leiblichen Vater einzuweihen, obwohl der in ihrem Leben nie wieder eine Rolle spielen sollte. Als Nick plötzlich auf Nordsand aufkreuzt, wird einiges aufgewirbelt.

Silvia Konnerth schreibt sehr unterhaltsam, leicht und hat die Atmosphäre auf Nordsand, die wertschätzenden Beziehungen zwischen Antonia, ihrer Familie und ihrem Freund Tristan sehr anschaulich dargestellt. Gerade die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen: Einiges über Max' Epilepsie, die Verhältnisse zwischen Tristan und Antonia und das Inselleben zu erfahren.In der zweiten Hälfte driftete es für meinen Geschmack zu sehr ins Oberflächliche und Klischeehafte - was für das Genre jedoch nicht unüblich ist.

Ein unterhaltsamer Roman mit Nordseeflair, der mir schöne Lesestunden bereitet hat.