Politikgeplauder
VernichtenPolitik spielt in Pauls Leben eine große Rolle. Kurz vor der Präsidentenwahl dreht sich alles um Wählerstimmen, Macht und Intrigen. Anschläge bestimmen das Weltgeschehen. Gleichzeitig erleidet sein Vater ...
Politik spielt in Pauls Leben eine große Rolle. Kurz vor der Präsidentenwahl dreht sich alles um Wählerstimmen, Macht und Intrigen. Anschläge bestimmen das Weltgeschehen. Gleichzeitig erleidet sein Vater einen Schlaganfall. Dessen vegetativer Zustand überfordert Paul, während seine Schwester alles regelt. Paul selber versucht seine Frau zurückzugewinnen, die sich einer religiösen Gemeinschaft angeschlossen hat. Eine Waschmaschine voll von Gesellschafts- und Politik-Buntwäsche, gewürzt mit Rassismus, Antisemitismus und viel Egomanie aus dem Jahr 2027. Mich konnte dieses Buch leider nicht abholen. Das es in der Politik nicht unbedingt um das Beste für die Gesellschaft geht, war mir auch schon klar. Aber während sich die Herren über machtgeplänkel Spielchen unterhalten, kommt plötzlich wie aus dem Nichts vulgäres Gerede über das Liebesspiel mit seiner Frau oder sich selbst. Das Ganze wirkte auf mich wie eine Art Gehirnschluckauf. Es hat mich jedes Mal wieder rausgerissen aus meinem Lesefluss. Besonders da den weiblichen Protagonistinnen ebensolche Gedanken in den Kopf gelegt wurden, was mich doch irritierte. Am Ende des Buches kam eine Wendung, die ich nun wirklich nicht gebraucht hätte. Wenn es nicht die letzten 100 Seiten gewesen wären hätte ich das Buch an dieser Stelle am liebsten abgebrochen. Aber nicht, weil es so schlecht erzählt war, sondern leider zu gut. Nur lesen wollte ich es nicht. Kein Buch, um Zerstreuung zu finden. Vielleicht sollte ich mich, wie der Protagonist, auch lieber auf Agatha Christie und Sherlock Holmes beschränken.