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Veröffentlicht am 05.06.2026

Allein auf dieser Welt

Die grüne Wolke
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Ein paar Kinder der Summerhill Schule unternehmen mit ihrem Lehrer Neill und dem Millionär Pyecraft eine Fahrt im Zeppelin. Dabei überfliegen sie eine grüne Wolke. Als sie wieder auf der Erde landen, sind ...

Ein paar Kinder der Summerhill Schule unternehmen mit ihrem Lehrer Neill und dem Millionär Pyecraft eine Fahrt im Zeppelin. Dabei überfliegen sie eine grüne Wolke. Als sie wieder auf der Erde landen, sind sie die einzigen noch lebenden Menschen. Alle anderen wurden zu Stein verwandelt. Den Beginn dieser Geschichte hatte uns, meine Klassenlehrerin der zweiten Klasse auf einer Klassenfahrt vorgelesen. Zu Hause verriet sie uns trotz Bitten und Betteln nicht das Ende der Geschichte. Seit nun fast 40 Jahren war ich auf der Suche nach diesem Buch. Mit KI habe ich endlich den Titel erfahren und konnte es mir im Antiquariat besorgen. Nachdem ich es nun gelesen habe, ist mir ganz klar, warum meine Lehrerin es nicht zu Ende gelesen hat. Das Buch ist ein Kind seiner Zeit. A.S. Neill war Pädagoge und hat den Kindern seiner Projektschule diese Geschichte erzählt. Das war 1938. Seine Schule stand dafür Kinder zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen zu lassen. Schon sehr fortschrittlich für diese Zeit. Dennoch sind hier Jungen und Mädchen in klaren Rollenbildern skizziert. Und bei den Jungen dreht sich alles ums Umbringen, Zerstören und Blutbäder. Wie Neill sagt, war es das, was die Kinder damals hören wollten. Das war dann meiner Lehrerin selbst in den 80er Jahren wohl doch etwas zu viel Gemetzel. Und mir nun auch. Ich bin froh, dass ich das Buch gefunden und gelesen habe, aber empfehlen kann ich es nicht.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Konnte mich nicht überzeugen

Halber Stein
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Dieses Buch ist Iris Wolffs Debütroman aus dem Jahr 2012. Die junge Frau Sine, reist zum Begräbnis ihrer Großmutter Agneta nach Siebenbürgen. Sie trifft dabei nicht nur ihren Kinderfreund Julian wieder, ...

Dieses Buch ist Iris Wolffs Debütroman aus dem Jahr 2012. Die junge Frau Sine, reist zum Begräbnis ihrer Großmutter Agneta nach Siebenbürgen. Sie trifft dabei nicht nur ihren Kinderfreund Julian wieder, sondern schwelgt auch in vielen alten Erinnerungen ihrer Kindheit. Iris Wolff beschreibt Siebenbürgen und das Leben der Siebenbürger Sachsen sehr wortgewaltig und bildhaft. Leider konnte mich der Roman nicht begeistern. Die erste Hälfte des Buches kreist um die Beerdigung der Großmutter, was ich als bedrückend und düster empfand. Die zweite Hälfte wird dann leichter und frischer und fühlt sich an wie ein Neuanfang. Viel Handlung ist aber auch hier nicht zu erkennen. Stattdessen fand ich es mit langen Beschreibungen der Landschaft, Umgebung und Erinnerungen überfrachtet. Ich habe festgestellt, dass ich beim Lesen immer wieder abgeschweift bin. Also kein leichtes Buch, bei dem man durch die Seiten fliegt. Aber vielleicht genießt ja gerade der ein oder andere die schöne Sprache der Autorin und fühlt sich darin nicht ganz so verloren wie ich.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Politikgeplauder

Vernichten
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Politik spielt in Pauls Leben eine große Rolle. Kurz vor der Präsidentenwahl dreht sich alles um Wählerstimmen, Macht und Intrigen. Anschläge bestimmen das Weltgeschehen. Gleichzeitig erleidet sein Vater ...

Politik spielt in Pauls Leben eine große Rolle. Kurz vor der Präsidentenwahl dreht sich alles um Wählerstimmen, Macht und Intrigen. Anschläge bestimmen das Weltgeschehen. Gleichzeitig erleidet sein Vater einen Schlaganfall. Dessen vegetativer Zustand überfordert Paul, während seine Schwester alles regelt. Paul selber versucht seine Frau zurückzugewinnen, die sich einer religiösen Gemeinschaft angeschlossen hat. Eine Waschmaschine voll von Gesellschafts- und Politik-Buntwäsche, gewürzt mit Rassismus, Antisemitismus und viel Egomanie aus dem Jahr 2027. Mich konnte dieses Buch leider nicht abholen. Das es in der Politik nicht unbedingt um das Beste für die Gesellschaft geht, war mir auch schon klar. Aber während sich die Herren über machtgeplänkel Spielchen unterhalten, kommt plötzlich wie aus dem Nichts vulgäres Gerede über das Liebesspiel mit seiner Frau oder sich selbst. Das Ganze wirkte auf mich wie eine Art Gehirnschluckauf. Es hat mich jedes Mal wieder rausgerissen aus meinem Lesefluss. Besonders da den weiblichen Protagonistinnen ebensolche Gedanken in den Kopf gelegt wurden, was mich doch irritierte. Am Ende des Buches kam eine Wendung, die ich nun wirklich nicht gebraucht hätte. Wenn es nicht die letzten 100 Seiten gewesen wären hätte ich das Buch an dieser Stelle am liebsten abgebrochen. Aber nicht, weil es so schlecht erzählt war, sondern leider zu gut. Nur lesen wollte ich es nicht. Kein Buch, um Zerstreuung zu finden. Vielleicht sollte ich mich, wie der Protagonist, auch lieber auf Agatha Christie und Sherlock Holmes beschränken.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Die goldene Stadt

Die schwarze Dame
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In diesem ersten Fall ermittelt der Versicherungsdetektiv Peter Hogart in Prag. Eigentlich wurde er engagiert, da die Detektivin, die zuerst nach Prag geschickt worden war, um einen großen Kunstraub aufzuklären, ...

In diesem ersten Fall ermittelt der Versicherungsdetektiv Peter Hogart in Prag. Eigentlich wurde er engagiert, da die Detektivin, die zuerst nach Prag geschickt worden war, um einen großen Kunstraub aufzuklären, spurlos verschwunden ist. Doch in der goldenen Stadt treiben zwei Serienmörder ihr Unwesen. Und schon bald vermischen sich die beiden Fälle und Hogart wird in diesen kniffligen Fall hineingesogen. Dies war der erste Thriller von Andreas Gruber, doch er reicht leider noch nicht an die Nachfolgerthriller, die man von dem Autor kennt, heran. Die Idee fand ich wirklich sehr gut und auch die Hintergrundstory war sehr ausgeklügelt und durchdacht. Leider war man gedanklich dem Protagonisten schon immer eine nasenlänge voraus. Überraschungsmomente gab es so leider nicht. Ich merkte auch wie ich mich beim Lesen immer wieder ablenken ließ, da mich die Geschichte einfach nicht packen konnte. Sehr schön fand ich das Setting. Prag ist einfach eine tolle Stadt und das kommt in diesem Thriller besonders zur Geltung. Man merkt, dass große erzählerische Potential in diesem Buch, leider bedarf der Umsetzung jedoch noch der gewissen Feinschlief.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Gossip

Die Garnett Girls
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Margo lebt in einer Welt voller Partys, Alkohol und schnellen Liebschaften. Ihre drei Mädchen musste sie allein aufziehen, nachdem deren Vater sie verlassen hatte. Ihre Töchter sind mittlerweile erwachsen ...

Margo lebt in einer Welt voller Partys, Alkohol und schnellen Liebschaften. Ihre drei Mädchen musste sie allein aufziehen, nachdem deren Vater sie verlassen hatte. Ihre Töchter sind mittlerweile erwachsen und führen ihr eigenes Leben. Und tragen damit auch ihre eigenen Sorgen und Probleme. Die Familie Garnett hält zusammen wie Pech und Schwefel, die Schwiegersöhne sind sorgfältig ausgesuchtes Beiwerk. Doch im Inneren der Familie stören dunkle Geheimnisse die Harmonie. Margo ist fürchterlich exzentrisch und selbstsüchtig. Das hat in mir beim Lesen ziemliche Abneigung produziert. Dennoch ist ihre Figur nicht einfach nur schlecht, sondern sehr fein ausgearbeitet und facettenreich. Sie liebt ihre Töchter, aber sie will auch über sie und ihre Leben bestimmen. Dieser Gegensatz wird immer wieder deutlich und spürbar. Margo schwankt zwischen Liebe und Selbstliebe. Auch die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich und facettenreich. Leider ihrer Mutter gegenüber auch sehr duckmäuserisch. Das hat mich zum Teil sehr auf die Palme gebracht. Es kam bei mir das Gefühl auf einer Promifamilie in der Klatschpresse zu begegnen. Da mich das auch sonst nicht interessiert, fand ich es auch hier eher ermüdend, die Garnett Girls auf ihre Partys zu begleiten und ihnen beim Trinken zuzusehen. Für Leserinnen, die Spaß an Gossip haben eignet sich dieses Buch bestimmt sehr gut.

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