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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2025

Mischung verschiedenartiger Texte zur Weihnachtszeit

Der helle Stern
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„Der helle Stern“ ist ein kleinformatiges, liebevoll gestaltetes Büchlein, das auf
128 Seiten Erzählungen, Bibelstellen, Gedichte und kurze Sachtexte rund um die biblische Weihnachtsgeschichte vereint. ...

„Der helle Stern“ ist ein kleinformatiges, liebevoll gestaltetes Büchlein, das auf
128 Seiten Erzählungen, Bibelstellen, Gedichte und kurze Sachtexte rund um die biblische Weihnachtsgeschichte vereint. Der erste Eindruck ist durchaus stimmig:
Das dunkelblaue Layout, das Cover mit der nächtlichen Szene und der silhouettenhaften Kamelkarawane sowie die insgesamt ruhige Farbgebung vermitteln eine weihnachtliche, besinnliche Atmosphäre.
Inhaltlich bietet das Buch eine Mischung aus Kurzgeschichten für die Advents- und Weihnachtszeit, Informationen über Bethlehem und den historischen Hintergrund sowie verschiedene Impulse, Verse aus dem Matthäusevangelium und Texte, die den Stern von Bethlehem beleuchten.
Für Leser und Leserinnen, die sich intensiver mit der christlichen Botschaft zu Weihnachten auseinandersetzen möchten, kann dies bereichernd sein.
Allerdings wirkt die gestalterische Umsetzung nicht durchgehend überzeugend. Die Vielzahl der unterschiedlichen Schriftarten macht das Anschauen und Lesen teilweise unruhig. Auch einige der Fotografien und Seitenaufteilungen sind eher unharmonisch, etwa durch die deutliche Schwerpunktsetzung im oberen Seitenbereich, was das Gesamtbild optisch aus dem Gleichgewicht bringt.
Inhaltlich fällt außerdem auf, dass das Buch eine recht klare missionarische Ausrichtung hat. So wird beschrieben, was es bedeutet, ein Christ im biblischen Sinn zu sein und wie man sein Leben Jesus Christus anvertrauen kann (als Gebet).
Für Leser, die genau solche Impulse suchen, mag das passend sein, andere könnten sich dadurch in ihrer eigenen Gedankenfreiheit eher eingeschränkt fühlen.
Alles in allem ist „Der helle Stern“ ein thematisch ansprechendes, in Teilen jedoch gestalterisch und inhaltlich recht zielgerichtetes Weihnachtsbuch. Es eignet sich besonders für Menschen, die sich in der Adventszeit inspirierende Kurztexte wünschen und gleichzeitig offen für eine deutliche christliche Botschaft sind. Für Leser mit anderen Erwartungen kann die klare Ausrichtung jedoch etwas zu viel des Guten sein.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Nachhaltige Adventskalender und Kranz-Ideen

Kreative Vorfreude: Adventskalender und Kränze für eine besinnliche Weihnachtszeit
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Das neueste Bastelbuch von Daniela Schmidt Kohl aus dem Christophorus-Verlag
trägt den Titel „Adventskalender und Kränze“ und beinhaltet 34 Projekte,
umgesetzt mit unterschiedlichen Materialien von Holz ...

Das neueste Bastelbuch von Daniela Schmidt Kohl aus dem Christophorus-Verlag
trägt den Titel „Adventskalender und Kränze“ und beinhaltet 34 Projekte,
umgesetzt mit unterschiedlichen Materialien von Holz über Raysin bis Papier, Stoff, Ton und anderes mehr, ähnlich wie in ihrem Werk „Zauberhafte Weihnachtsdeko“.
Dabei hat sie auf dem Herzen, die Adventszeit kreativ und nachhaltig zu gestalten.
Grundsätzlich ist dies eine schöne und vielseitige Idee.
Positiv hervorzuheben ist die Materialkunde, etwa die Rezepte zur natürlichen Beize von Holz.
Das Inhaltsverzeichnis teilt die Projekte in drei Kategorien:
1. Immerwährende Countdown-Adventskalender
2. Adventskalender zum Befüllen
3. Adventskränze

Die Anleitungen sind in klar gegliederte Schritte unterteilt und es gibt Hinweise, wie man die Projekte über die Adventszeit hinaus nutzen oder weiterverwenden kann.
Allerdings bleibt das Buch für mich insgesamt hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Das Cover wirkt durch die Unschärfen und Farb- und Fotoauswahl insgesamt eher düster, auch die Lesbarkeit der Schrift leidet stellenweise darunter.
Im Inneren setzt sich dieser Eindruck teilweise fort:
Fotos fehlen die Schärfe (manchmal der Focus), Brillanz und Farbintensität.

Das Nachvollziehen der Anleitungen wird erschwert, weil die Beschreibungen senkrecht und die Reihenfolge der Fotos waagerecht erfolgen.
Hinzu kommt, dass die Beschreibungen manchmal wichtige Details vermissen lassen. Zwar gibt es Schritt-für Schritt-Anleitungen, aber gerade Anfänger könnten Schwierigkeiten haben, da manches gefühlt vorausgesetzt wird oder nicht ausreichend erklärt ist. Auch bei den Materialien wird selbstverständlich von einer Verfügbarkeit ausgegangen, (z.B. Stempel, Formen), ohne konkrete Bezugsquellen zu nennen.
Was mir zudem fehlt, ist die Leichtigkeit und das Herz. Viele Upcycling-Ideen wirken so, als müssten sie „auf Teufel komm raus“ noch ein weiters Einsatzgebiet nach der Adventszeit bieten. Das kommt weniger inspirierend als vielmehr pflichtbewusst rüber. Insgesamt bleibt das Gefühl, dass man als Leser nicht wirklich an die Hand genommen wird, sondern hier und da eher selbst schauen muss, wie man zurechtkommt.
Mein Fazit: Die Projekte sind grundsätzlich kreativ und abwechslungsreich, doch die Umsetzung überzeugt mich nur bedingt. Wer Erfahrung im Basteln hat und eigene Wege findet, fehlende Details zu ergänzen, kann sicher Anregungen daraus ziehen.
Für Anfänger oder Leser, die sich ein inspirierendes, herzliches Bastelbuch zum gemütlichen Schmökern wünschen, könnte es enttäuschend sein.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Sehr schöne Illustrationen, Inhalt mit Bedacht einsetzen

Denk daran, ich hab dich lieb
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„Denk daran, ich hab dich lieb“ aus dem Brunnen-Verlag, geschrieben von Max Lucado und einfühlsam illustriert von Eve Tharlet richtet sich an Kinder ab etwa drei Jahren bis zum Grundschulalter.
Mit meist ...

„Denk daran, ich hab dich lieb“ aus dem Brunnen-Verlag, geschrieben von Max Lucado und einfühlsam illustriert von Eve Tharlet richtet sich an Kinder ab etwa drei Jahren bis zum Grundschulalter.
Mit meist doppelseitigen, warmherzigen Illustrationen und poetischem Text vermittelt das Buch eine zentrale Botschaft: Du bist einzigartig – gewollt, geschaffen und geliebt.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich ein starkes emotionales Band zwischen dem Kind, den Eltern und Gott. Lucado beginnt mit der Schöpfung: Der, der Sterne und Bäume gemacht hat, hat auch dich gemacht mit deiner Einzigartigkeit. Niemand ist wie du. Diese Worte können für Kinder stärkend und tröstlich sein – sie stiften Identität und Geborgenheit.
Doch bei aller Schönheit in Bild und Sprache bleibt ein ambivalenter Eindruck zurück.
Die Hauptbotschaft „Ich hab dich immer lieb“, gesprochen aus der Perspektive der Eltern, zieht sich durch das Buch – liebevoll, ja aber auch sehr stark auf eine intakte Eltern-Kind-Beziehung fokussiert. Für Kinder, die kein stabiles Zuhause, keine liebevollen Eltern oder gar keine (greifbaren) Eltern haben, kann diese Erzählweise schmerzhaft sein. Die bedingungslose Liebe wird hier überwiegend durch die elterliche Nähe und Fürsorge transportiert.
Auch der Umgang mit kindlichen Ängsten – etwa Monster im Schatten oder Geräusche im Kleiderschrank wirft Fragen auf. Zwar ist die Intention klar: Trost spenden, Angst benennen und eine schützende Hand reichen. Aber nicht alle Kinder kennen solche Ängste.
So besteht die Gefahr, dass es Ängste eher erst in den Raum stellt, als sie abzubauen. Gerade jüngere Kinder könnten dadurch unnötig verunsichert werden.
Im letzten Teil des Buches wird die Hoffnung auf den Himmel thematisiert – als ein Ort ohne Schmerz, Angst oder Abschied wo man Gott nahe ist wie den eigenen Eltern. Auch hier dominieren die elterlichen Bilder und sind sehr stark an familiäre Geborgenheit geknüpft, die nicht jedes Kind erlebt.
Inhaltlich erinnert das Buch stark an Lucados Werk „Denk daran ich bin immer bei dir“. Zwar sind die Illustrationen neu und sehr gelungen, doch die Grundidee und Erzählstruktur ähneln sich auffallend.
Fazit:
„Denk daran, ich hab dich lieb“ ist ein emotional starkes, visuell berührendes Bilderbuch, das Kindern Geborgenheit und elterliche, sowie göttliche Liebe vermitteln möchte. Für Kinder aus stabilen Familienverhältnissen kann es ein tröstliches Ritualbuch sein, das Sicherheit gibt. Doch gerade bei Kindern mit schwierigen Erfahrungen, etwa ohne Eltern, mit Traumata oder instabilem Zuhause können die Inhalte mehr Fragen und Schmerz aufwerfen als Trost spenden. Zudem trägt das Buch die Gefahr in sich, unbeabsichtigt Ängste zu wecken, die vorher nicht da waren. Die liebevolle Absicht ist allerdings spürbar.
Nur mit Bedacht, Sensibilität und je nach Kind nur in passendem Rahmen empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Nach schwerfälligem Einstieg entwickelt sich eine facettenreiche Geschichte

Die Tochter des Leuchtturmwächters
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Der Klappentext von „Die Tochter des Leuchtturmwächters“ verspricht eine berührende Geschichte über Neuanfang, Vergangenheit und eine große, noch unerfüllte Liebesgeschichte. Die Idee, eine junge Frau ...

Der Klappentext von „Die Tochter des Leuchtturmwächters“ verspricht eine berührende Geschichte über Neuanfang, Vergangenheit und eine große, noch unerfüllte Liebesgeschichte. Die Idee, eine junge Frau bei der Sanierung eines alten Leuchtturms auf geheimnisvolle Tagebuchseiten stoßen zu lassen, klingt spannend und atmosphärisch – eine tolle Ausgangslage für eine gefühlvolle und zugleich geheimnisvolle Erzählung.
Leider hatte ich zunächst Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Der Erzählstil wirkte auf mich stellenweise holprig und unausgewogen, was den Lesefluss erheblich störte. Immer wieder wurde ich durch Zwischengedanken oder unklare Formulierungen aus dem Geschehen gerissen. Auch die Orientierung fiel mir schwer, da manche Informationen nicht oder spät gegeben wurden, was das Verständnis erschwerte.
Nach einiger Zeit jedoch gelang es mir, in die Handlung einzutauchen. Die Figuren wurden greifbarer, auch wenn sie über weite Strecken eine gewisse Distanz bewahrten. Dennoch kam schließlich der Moment, an dem ich wissen wollte, wie es weitergeht – und wie sich die Geschichte am Ende auflöst. Mitunter entwickelte sich die Handlung zu einem kleinen Krimi, was für zusätzliche Spannung sorgte.
Trotz der erwähnten Schwächen bleibt die Grundidee des Romans reizvoll. Die Atmosphäre rund um den Leuchtturm, die geheimnisvollen Tagebuchseiten und die Andeutung einer vergessenen Liebesgeschichte haben durchaus Potenzial.
Eine wunderschöne Idee mit atmosphärischem Setting, die in der Umsetzung jedoch nicht immer überzeugt. Wer sich durch einen etwas schwerfälligen Einstieg nicht abschrecken lässt, findet hier eine solide Geschichte mit romantischen und mysteriösen Elementen.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Thematik und Cover sehr interessant - Inhalt recht melancholisch

Verliebt in Stockholm
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Der Roman „Verliebt in Stockholm“ von Anna Lönnqwist präsentiert sich auf den ersten Blick als ein leichter Liebesroman: Ein wunderschön gestaltetes Cover zeigt das malerische Stockholm, Möwen am Wasser, ...

Der Roman „Verliebt in Stockholm“ von Anna Lönnqwist präsentiert sich auf den ersten Blick als ein leichter Liebesroman: Ein wunderschön gestaltetes Cover zeigt das malerische Stockholm, Möwen am Wasser, eine junge Frau mit Geige und einen Mann – all das vermittelt Urlaubsflair, Romantik und Leichtigkeit. Doch der erste Eindruck täuscht.
Im Mittelpunkt steht Mira, eine talentierte Geigerin in einem Stockholmer Orchester. Mit Alessandro, einem Starviolinisten, führt sie eine scheinbar erfüllte Beziehung. Doch eine plötzliche Schulterverletzung zwingt sie zur Pause. Und genau in dieser verletzlichen Phase begegnet sie William wieder, ihrer Jugendliebe.
Die Erzählperspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen Heute und der Vergangenheit
vor 14 Jahren, was der Geschichte Tiefe verleiht und den Leser Zusammenhänge verdeutlicht.

Die Thematik ist durchaus interessant: Zwei Männer, zwei Lebenswege und die große Frage, welchem Gefühl man folgen soll. Doch trotz dieses Potenzials wirkt der Roman streckenweise langatmig. Zwar werden die Charaktere solide beschrieben, aber mir fiel es schwer, eine wirkliche emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Die melancholische Stimmung ist spürbar und gut eingefangen, doch die Erzählweise verlangte mir einiges an Geduld ab.
Wer einen locker-leichten Liebesroman erwartet, könnte enttäuscht sein .
„Verliebt in Stockholm“ ist vielmehr ein stilles, nachdenkliches Buch. Es hat seine starken Momente, doch insgesamt bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück.
Wer melancholische Liebesgeschichten mit Tiefgang mag, wird hier eher fündig als Fans romantischer Leichtigkeit.

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