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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2025

Ganz nett

Feeling Nothing
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Robin ist Physiotherapeutin und hat gerade ihren Job verloren. Als einzigen Ausweg kehrt sie nach Hause zurück um dort das Footballteam die Michigan Wolverines zu betreuen. Eigentlich will sie vom Football ...

Robin ist Physiotherapeutin und hat gerade ihren Job verloren. Als einzigen Ausweg kehrt sie nach Hause zurück um dort das Footballteam die Michigan Wolverines zu betreuen. Eigentlich will sie vom Football absolut nichts mehr wissen, doch als sie dem sympathischen und attraktiven Runningback Tyler über dem Weg läuft, sprühen emotionale Funken. Allerdings sind Beziehungen zwischen Staff und Spielern absolut tabu und Tyler riskiert seine Karriere.

Feeling nothing ist eine Sportsromance mit einem interessanten Hintergrundthema. Robin leidet unter Alexithymie, das bedeutet sie ist gefühlsblind, kann also ihre eigenen Gefühle und die von anderen nicht verstehen und benennen. Dieses Handicap kannte ich bisher noch nicht und war deshalb gespannt, wie Ann-Kathrin Karschnick dieses in ihrer Geschichte verarbeitet hat.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht und ihr ist es ganz gut gelungen, die Emotionen zwischen Robin und Tyler zu Papier zu bringen. Anfangs hat mich die Story auch gefesselt, aber im weiteren Verlauf wurde ich mit den Charakteren einfach nicht warm und die Handlungen wiesen einige Schwächen auf. Ein paar interessante Szenen verliefen im Sande oder endeten abrupt.

Eine nette, kurzweilige Geschichte, der leider der Tiefgang fehlte.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Ein ungezähmtes Tier
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Arpad und Sophie, ein glamouröses Paar, leben sehr luxuriös am Genfer See. In ihrer Nähe wohnen Greg und Karine in eher bescheidenen Verhältnissen. Greg ist so fasziniert von Sophie, dass er zum Stalker ...

Arpad und Sophie, ein glamouröses Paar, leben sehr luxuriös am Genfer See. In ihrer Nähe wohnen Greg und Karine in eher bescheidenen Verhältnissen. Greg ist so fasziniert von Sophie, dass er zum Stalker wird und mit Hilfe einer Kamera ihr Leben bis ins kleinste Detail ausspioniert. In einem zweiten Handlungsstrang erzählt der Autor immer wieder von einem Banküberfall in Genf.
Da Greg Polizist ist, kann man schon leicht erahnen wo die Geschichte hinführt. Trotzdem ist nichts o wie es scheint und immer wieder überraschen unerwartete Wendungen und falsche Spuren. Die Geschichte punktet mit einem interessanten Plot und einem fesselnden Rätsel.
Anfangs fand ich die Story auch packend und ich wollte unbedingt die Zusammenhänge zu dem Banküberfall erfahren, aber im weiteren Verlauf ließ die Spannung nach. Mir waren auch die Charaktere zu blass, sodass mich im Großen und Ganzen das Buch leider nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Cold Case Unit

Dunkle Asche
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Im Sommer 1992 wurde Sanna Hansen brutal ermordet, doch der Mörder konnte nicht eindeutig ermittelt werden. Heute, 30 Jahre später, wird der Fall nach einem neuen Hinweis von Gudrun Möller und ihrer neuen ...

Im Sommer 1992 wurde Sanna Hansen brutal ermordet, doch der Mörder konnte nicht eindeutig ermittelt werden. Heute, 30 Jahre später, wird der Fall nach einem neuen Hinweis von Gudrun Möller und ihrer neuen Kollegin Judith Engster wieder aufgenommen. Wird es den beiden aus der Cold Case Unit gelingen, endlich den Mörder zu finden?
Jona Thomsen ist das Pseudonym von Stefan Holtkötter, bekannt durch seine Münsterland-Krimis.
An Cold Cases fasziniert mich immer wieder, wie die Ermittler nach so langer Zeit noch Hinweise finden und durch neue Erkenntnisse den Täter auf die Spur kommen, deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Krimi.
Durch einen lebendigen Schreibstil und einfache klare Sprache, kommt man schnell in die Story rein. Der Autor bedient sich verschiedener Rückblenden ins Jahr 1992 und durch den Prolog wissen wir im Vorfeld schon ein bisschen zum Tathergang und sind dem Team etwas voraus. Die Handlung mit Drehungen und Wendungen, eignet sich somit gut zum Mitermitteln und Kombinieren.
Leider dümpelte die Geschichte dann lange vor sich hin und die anfängliche Spannung fiel in sich zusammen. Zeitweise habe ich die Seiten quergelesen und obwohl die Auflösung schon eine kleine Überraschung war, hat mich das Ganze nicht überzeugen können. Deshalb für diesen soliden Krimi nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Anders als erwartet

Verlassen
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Zu einem Familientreffen der Extra-Klasse treffen sich die Mitglieder der schwerreichen Familie Snaeberg in einem futuristischen Hotel in Westisland. Während der Alkohol in Strömen fließt, zieht ein Schneesturm ...

Zu einem Familientreffen der Extra-Klasse treffen sich die Mitglieder der schwerreichen Familie Snaeberg in einem futuristischen Hotel in Westisland. Während der Alkohol in Strömen fließt, zieht ein Schneesturm auf. Ein Gast verschwindet spurlos und eine Leiche wird in der Nähe des Hotels gefunden.
Nach Verschwiegen, Verloren und Verborgen habe ich nun Verlassen gelesen. Leider muss ich sagen, dass mich diese Story nicht fesseln konnte. Hierbei handelt es sich um den vierten Teil der Island-Krimi-Reihe, aber die Handlungen spielen sich im November 2017 ab, also noch vor den ersten drei Büchern.
Die Autorin hat die Fähigkeit, Figuren zu schaffen, die lebendig und greifbar wirken. Aus verschiedenen Sichtweiten lernen wir die Protagonisten kennen, wobei wir gerade bei der Familie Snaeberg nach und nach hinter die Kulissen schauen können. Alkohol und Drogen sind an der Tagesordnung und dass so einige dunkle Geheimnisse ans Tageslicht drängen, versteht sich von selbst.
Durch den stetigen Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven ist es nicht ganz einfach sich gleich wieder in einen anderen Charakter einzufühlen. Ein Stammbaum vorn im Buch erleichtert etwas den Durchblick bei der Vielzahl der Familienmitglieder.
Eigentlich ist der Plot raffiniert konstruiert, aber mir hat hier die Ermittlungsarbeit gefehlt.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Nicht besonders fesselnd

Das zweite Kind
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In der toskanischen Provinz verschwindet ein kleiner Junge. Kurze Zeit später taucht er nackt und völlig verängstigt wieder auf. Als dann ein Junge in Bologna entführt wird, der ihm zum Verwechseln ähnlichsieht, ...

In der toskanischen Provinz verschwindet ein kleiner Junge. Kurze Zeit später taucht er nackt und völlig verängstigt wieder auf. Als dann ein Junge in Bologna entführt wird, der ihm zum Verwechseln ähnlichsieht, tritt Valentina Medici, Ermittlerin der italienischen Spezialeinheit auf den Plan. Nach und nach deckt sie grausame Geheimnisse auf.
Der Thriller beginnt mit einer interessanten Handlung, die herrlich düstere Atmosphäre schafft und bedrohliche Szenen verspricht. Doch leider war der Plot nicht besonders fesselnd. Einige Handlungen wurden langatmig und ausschweifend erzählt, da nehmen die fast 700 Seiten gefühlt kein Ende.
In die Charaktere konnte ich mich irgendwie nicht hineinversetzen. Die Dialoge wirkten gestelzt und ich habe mich oft beim Lesen ertappt, dass meine Gedanken abschweiften.
Die Ermittlungsschritte der Polizei wurden gekonnt zu Papier gebracht und wirkten sehr authentisch, was sicherlich auch daran liegt, dass der Autor vom Fach ist.
Einige Szenen sind sehr brutal und verstörend, allerdings habe ich von diesem Thriller mehr Spannung erwartet.

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