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Veröffentlicht am 24.06.2025

Schönes Buch für zwischendurch

Passion Project
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Bennet steckt in einer Sackgasse: Sie ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen – doch seitdem vegetiert sie nur so vor sich hin. Sie meidet den Kontakt zu Familie ...

Bennet steckt in einer Sackgasse: Sie ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen – doch seitdem vegetiert sie nur so vor sich hin. Sie meidet den Kontakt zu Familie und Freunden, hat ihre Träume aufgegeben und hält sich stattdessen mit Nebenjobs über Wasser. Bis sie auf Henry trifft und er das Passion Project ins Leben ruft.

Mir hat die Ausgangssituation von London Sperrys Roman "Passion Project" echt gut gefallen. Henrys Idee, jede Woche etwas Neues auszuprobieren, bis Bennet eine neue Leidenschaft für sich entdeckt, ist mir bisher so noch nicht begegnet und ich war gespannt, was die beiden so unternehmen.

Ich war ab der ersten Seite mitten im Geschehen und ich habe so mit Bennet mitgefühlt. Das Gefühl, daten zu müssen, die immer noch sehr präsente Trauer um ihre große Liebe Sam und generell ihre Orientierungslosigkeit im Leben machen sie anfangs zu so einer greifbaren und auch sympathischen Protagonistin.

Und Henry ist einfach so eine Green Flag und bemüht sich so sehr um eine Freundschaft mit Bennet, dass man ihn gern haben muss. Etwas schade fand ich, dass die komplette Story nur aus Bennets Sicht erzählt wird. Ich hätte mir Einblicke in Henrys Gedanken gewünscht, um ihn besser zu verstehen – insbesondere in Bezug auf seine Motivation, unbedingt Zeit mit Bennet verbringen zu wollen.

Denn Bennet macht es ihm von Anfang an alles andere als leicht. Und auch wenn ich es nachvollziehbar fand, dass sie Henry anfangs auf Abstand hält, war es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Story und des gemeinsamen Passion Projects weiterentwickelt und öffnet. Umso wütender war ich, als sie Henry gegen Ende des Buchs wiederholt einfach so schlecht behandelt. Das hat er einfach nicht verdient, und auch ihre Trauer rechtfertigt meiner Meinung nach so ein Verhalten nicht. 🥲

Insgesamt ist "Passion Project" aber ein schönes Buch für zwischendurch, das toll geschrieben ist und wichtige Themen anspricht. Und ich fand die Idee des Passion Projects einfach total süß und erfrischend. 🙂

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Eine nostalgische Coming-of-Age-Story

Das Leben fing im Sommer an
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ICQ, Schwimmbad-Pommes, der erste Kuss und die Fußball-WM in Deutschland: In seinem Debütroman "Das Leben fing im Sommer an" katapultiert Christoph Kramer die Leser ins Jahr 2006 zurück und zeigt auf unterhaltsame ...

ICQ, Schwimmbad-Pommes, der erste Kuss und die Fußball-WM in Deutschland: In seinem Debütroman "Das Leben fing im Sommer an" katapultiert Christoph Kramer die Leser ins Jahr 2006 zurück und zeigt auf unterhaltsame Weise, wie sich der 15-jährige Protagonist Chris Kramer mit den typischen Problemen eines Teenies herumschlägt.

Der Großteil der Story spielt an drei Tagen rund um den letzten Schultag. Und auch wenn drei Tage nicht viel erscheinen, passiert doch ganz schön viel. Freunde, Familie, Fußball, Mädchen: Chris' Leben verändert, und nicht alles verändert sich zum Besseren. So erfährt er direkt zu Beginn der Geschichte, dass er nach neun Jahren bei Bayer 04 Leberkusen aus der Jugendmannschaft fliegt. Außerdem denkt er an Mädchen und den ersten Kuss, ist aber gleichzeitig aufgrund seiner Akne auch sehr unsicher.

Kramers Schreibstil ist locker, jugendlich und authentisch, und ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln — mal, weil es einfach unterhaltsam war, Chris beim Erwachsenwerden und Erfahrungensammeln zu begleiten, aber auch, weil mich so viel an meine eigene Jugend erinnert hat. Und ich habe festgestellt, dass ich nach all den Jahren tatsächlich noch meine ICQ-Nummer auswendig weiß. 😅🤭

Während die Story sich anfangs noch recht langsam entwickelt, überschlagen sich die Ereignisse irgendwann. Und auch wenn ich mich unterhalten gefühlt habe, hat die Handlung dadurch etwas an Realitätsnähe und Authentizität verloren und Chris war nicht mehr ganz so greifbar. Das Ende war dann aber wieder echt toll. 🙂

Insgesamt ist "Das Leben fing im Sommer an" ein unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman, der beim Lesen auf jeden Fall nostalgische Gefühle hervorruft.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Queere Lovestory, die zum Nachdenken anregt

Gestern waren wir unendlich
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Ich habe mich dieses Jahr auf kaum ein Buch so sehr gefreut wie auf "Gestern waren wir unendlich" von Dominik Gaida. Eine queere Lovestory, die Protagonisten gefangen in einer Zeitschleife, und dazu jede ...

Ich habe mich dieses Jahr auf kaum ein Buch so sehr gefreut wie auf "Gestern waren wir unendlich" von Dominik Gaida. Eine queere Lovestory, die Protagonisten gefangen in einer Zeitschleife, und dazu jede Menge Emotionen. Die Taschentücher lagen schon bereit – doch leider kamen sie nicht zum Einsatz. 🥲

Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen, was mit gut gefallen hat. Während die gegenwärtigen Geschehnisse aus Sicht von Louis erzählt wird, erfahren wir aus der Perspektive von Henry, wie er und Louis sich kennengelernt haben. Ihr erstes Aufeinandertreffen war sehr emotional und ich fand es toll zu sehen, wie die beiden sich näherkommen und das Leben des jeweils Anderen positiv beeinflussen. Einfach schön!

Auch die Story in der Gegenwart hatte so viel emotionales Potenzial, schließlich muss Louis aufgrund der Zeitschleife, in der er festzustecken scheint, den Tod seines geliebten Freundes wieder und wieder miterleben. Die Idee fand ich echt toll. Und auch wenn ich die beiden Protagonisten anfangs echt sehr mochte und ich ihr Kennenlernen total süß fand, war ihre gegenwärtige Beziehung für mich leider nicht wirklich greifbar und ich habe keine wirklichen Gefühle zwischen den beiden gespürt. Denn ihr Streit war für mich total aufgebauscht und ihr gegenwärtiges Verhalten oftmals so kindisch, dass der Funke einfach nicht auf mich überspringen wollte.

Das Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen, da es mich überrascht hat. Und auch wenn mich "Gestern waren wir unendlich" emotional nicht wirklich abholen konnte, ist es dennoch ein wunderschön geschriebenes Buch, das wichtige Themen anspricht und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Unterhaltsamer Thriller

Don't Let Her Stay
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Noch nie hatte ich bei einem Buch fast durchgehend Gänsehaut – bis ich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders gelesen habe. Dabei ging die Story recht gemächlich und ruhig los, als wir Joanne kennenlernen. ...

Noch nie hatte ich bei einem Buch fast durchgehend Gänsehaut – bis ich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders gelesen habe. Dabei ging die Story recht gemächlich und ruhig los, als wir Joanne kennenlernen. Diese scheint das perfekte Leben in der Vorstadt zu leben, doch in Wahrheit langweilt sie sich zu Tode.

Als dann Richards Tochter Chloe, die aus dessen erster Ehe hervorgegangen ist, kurzfristig bei ihnen einzieht, kam bei mir ein unbehagliches Gefühl auf, das nicht mehr weggehen wollte. Denn Chloe ist so gruselig und wahnsinnig, dass mir beim Lesen ein Schauer nach dem anderen über den Rücken gelaufen ist. Auch wenn Joanne oftmals etwas naiv war, tat sie mir so leid – vor allem, als sich auch noch Richard die ganze Zeit auf Chloes Seite schlägt und er seiner Frau das Gefühl gibt, verrückt zu werden.

Der Schreibstil war sehr angenehm und atmosphärisch, weshalb ich gut vorangekommen bin und das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Als Leser hat man recht schnell eine Ahnung, wie sich die Story entwickelt. Umso überraschter war ich, als die Autorin dann mit einigen Plot Twists aufgewartet hat und ich nicht mehr wusste, was ich glauben soll. Das war sehr überraschend und hat mir gut gefallen. Allerdings fand ich rückblickend das Verhalten von Chloe und Richard nicht immer nachvollziehbar und plausibel.

Insgesamt war "Don't Let Her Stay" aber dennoch ein unterhaltsamer Thriller, der mir beim Lesen Gänsehaut pur beschert hat. Ich werde definitiv weitere Bücher der Autorin lesen. 😱🙃

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Zwischen Berliner Plattenbau und glitzernden Schauspielwelt

Achtzehnter Stock
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Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner ...

Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner Plattenbau. Soweit die Ausgangssituation in "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer. 🏙

Mir hat die Idee echt sehr gut gefallen und der prägnante und zugleich nüchterne Schreibstil hat perfekt gepasst, sodass ich sofort in die Story hineingekommen bin und nur so durch die Seiten geflogen bin. Ungeschönt und bildhaft erzählt die Autorin Wandas Alltag in der Platte und ihre Bemühungen, es in der Filmwelt weit zu bringen.

Wanda ist dabei alles andere als eine Sympathieträgerin. Auch wenn sie kaum Geld hat, um über die Runden zu kommen, fühlt sie sich den anderen Bewohnern der Platte überlegen. Während sich alle anderen mit ihrem trostlosen Leben abgefunden zu haben scheinen, hat Wanda Träume und strebt nach mehr und würde sich nie mit einem einfach Job zufrieden geben. Dies lässt sie oftmals recht arrogant wirken. Dennoch habe ich mit Wanda mitgefiebert und gehofft, dass sie den Sprung ins Rampenlicht schafft.

Insgesamt ist "Achtzehnter Stock" ein Debüt, das mich mit seinem rauen Schreibstil von Anfang an in den Bann gezogen hat. Auch wenn der Mittelteil für mich ein paar Längen hatte, habe ich die Story sehr gerne gelesen und mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Leben im Plattenbau und der glitzernden Schauspielwelt gefallen. ✨️ Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen.

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