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Veröffentlicht am 30.05.2025

Reiches Südstaaten Flair

Little White Lies
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Sawyer stammt aus einer reichen Südstaatenfamilie. Einfluss, Skandale, Geld und elegante Pflichtveranstaltungen sind der Alltag. Allerdings ist Sawyer abseits des Ganzen in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. ...

Sawyer stammt aus einer reichen Südstaatenfamilie. Einfluss, Skandale, Geld und elegante Pflichtveranstaltungen sind der Alltag. Allerdings ist Sawyer abseits des Ganzen in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. Doch als ihre Großmutter ihr plötzlich ein lukratives Angebot macht, landet sie als Debütantin mittendrin. Inklusive der Chance, endlich herauszufinden, wer ihr Vater ist. Und es dauert nicht lang, da wird Sawyer in die Pläne und Intrigen ihrer Verwandten verwickelt ...

Neues aus der Feder der Inheritance Games-Autorin – ich war sehr gespannt, da ich die Reihe so liebe! Und der Schreibstil hat auch hier nicht enttäuscht. Es liest sich wieder richtig angenehm, locker, unterhaltsam, mit kurzen Kapiteln und gutem Humor und Chaos.

Alles an dem Setting schreit "reich" und "Traditionen". Die Regeln, nach der die Welt dort funktioniert, wirken wie eine Zeitreise, aber genau so läuft das in diesen Kreisen noch, weshalb ich es sehr authentisch fand. Man trifft auf viele schräge Personen mit allerlei Eigenheiten. Und vor allem mit Rollen, die sie in der Öffentlichkeit spielen. Denn wirklich offen ist da niemand mit den anderen. Beleidigungen als Komplimente verpackt gehören da zum guten Ton. Ich fand solch absurde Momente, von denen es viele gab, ziemlich amüsant.

Sawyer ist zynisch, ein wenig skeptisch und nicht auf den Mund gefallen. Ich mag ihre Art, mit der ganzen Situation umzugehen. Selbst in diesen absurdesten Momenten bringt sie noch einen trockenen Spruch. Und das Quartett aus ihr, Lily, Sadie-Grace und Campell, das sich mehr oder weniger freiwillig bildet, hat mir im Zusammenspiel gut gefallen. Jede von ihnen nimmt eine klare Funktion in der Dynamik ein, trotzdem gibt es die ein oder andere Überraschung bezüglich des Verhaltens.

Die Handlung hat mich allerdings leider nicht so sehr gefesselt wie erhofft. Die Suche nach dem Vater war eher schleppend und wenig im Fokus, die Sache mit Campell grundsätzlich interessant, aber trotzdem hatte ich manchmal das Gefühl, man hat sich so von Event zu Event gehangelt, ohne das so richtig viel passierte. Da fehlte mir einfach so ein Sog, den ich z.B. bei Inheritance Games verspürt habe. Diese Neugier, unbedingt dringend mehr wissen zu wollen. Es fühlte sich für mich also gemächlicher an, war aber deshalb keinesfalls schlecht und immer noch interessant!

Am Ende ist zwar einiges geklärt, aber auch noch viele Fragen offen. Darum möchte ich auf jeden Fall noch Band 2 lesen und bin gespannt, was der bereithält.



3,5-4 Sterne

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Solider Abschluss

Everlasting Fate – Ein Reich aus Feuer und Wind
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Nach Jahren der Reisen kehrt Ilya in seine Heimat Shams zurück, gemeinsam mit Leianna, die noch immer mit ihrer Magie zu kämpfen hat. Sie ist Gefahr und Chance zugleich für Shams, das gebeutelt von Dürren, ...

Nach Jahren der Reisen kehrt Ilya in seine Heimat Shams zurück, gemeinsam mit Leianna, die noch immer mit ihrer Magie zu kämpfen hat. Sie ist Gefahr und Chance zugleich für Shams, das gebeutelt von Dürren, Krankheiten und Feinden ist. Dort angekommen ist die Lage mehr als kritisch, und dazu kommt die akute Bedrohung durch einen mächtigen Dämon und dessen Schattenreiter. Ilya und Leianna müssen sowohl für das Land – als auch für ihre Liebe kämpfen.

Everlasting Fate sticht durch einen wahnsinnig schönen, atmosphärischen Schreibstil hervor. Die Autorin kann wirklich gut mit Worten umgehen, beschreibt stimmungsvoll, fängt Siedlungen, Natur, Gerüche und Geräusche extrem gut ein. Dadurch hat mir auch einfach das Setting so gut gefallen, fast noch mehr als in Band 1, obwohl es hier limitierter ist. Während die Charaktere im Vorgänger noch viel umhergereist sind, spielt hier alles in der Wüste. Und trotzdem wirkt es so lebendig und abwechslungsreich.

Auch mochte ich, dass wir hier Ilyas Familie besser kennenlernen und neue Charaktere eine größere Rolle einnehmen. Dass Ilya und Leianna sich beide deutlich weiterentwickelt haben und nicht mehr die sind, die sie am Anfang von Band 1 waren. Ebenso fand ich total interessant, wie das Leben und die Probleme in Shams einem nähergebracht wurden. Die Konflikte innerhalb des Dorfes und die mit anderen Clans. Wie der Handel läuft, worauf sie achten müssen. Gemeinsam mit Leianna tauchen wir tief in die Welt ein, die ich sehr faszinierend fand.

Allerdings hatte ich gehofft, dass mich in Band 2 die Liebesgeschichte, die mich zuvor noch nicht so richtig abholen konnte, mehr erreicht. Ich habs aber ehrlich gesagt auch hier nicht so richtig gefühlt. Ilya war zwar offener und direkter gegenüber Leianna, aber der Funke kam nicht, und Leianna war mir teilweise immer noch zu passiv und zu viel charaktisiert durch "leidet und hat Schmerzen". Ich hätte mir noch mehr zwischen den beiden gewünscht. Was nicht heißt, dass ich sie nicht an sich sympathisch fand!

Außerdem hab ich lange Zeit irgendwie nicht verstanden, wo das Buch eigentlich hin will. Also was der Handlungsstrang/der rote Faden dieses Buches sein soll. Abgesehen davon, dass sie nach Shams kommen und gucken, was da los ist. Irgendwie hat mich der Spannungsbogen nicht so packen können. Auch wirkte der Band irgendwie sehr losgelöst von Band 1. Ein paar Personen tauchten auf, die ich nicht mehr ganz zuordnen konnte, ab und zu wurde eine Erinnerung von zuvor erwähnt. Und wie Ilya und Leianna zueinander stehen, basiert auf gemeinsam Erfahrungen. Aber sonst steht das Buch irgendwie für sich allein. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschehnisse aus dem Vorgänger hier keine große Relevanz mehr hatten und man das Buch fast auch getrennt davon lesen konnte.
Trotzdem mochte ich die Reise in diese Welt wirklich gerne und hab die Eindrücke genossen.

Everlasting Fate 2 hat mich inhaltlich nicht ganz so überzeugen können wie erhofft, aber es war durch das wundervolle atmosphärische Setting und den angenehmen Schreibstil trotzdem sehr schön zu lesen! 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Grandioses Setting, sperriger Schreibstil

The Legend of Lady Byeoksa
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Lady Bin Seomoon hadert mit ihrem Schicksal. Als Seelenjägerin hat sie ständig das Gefühl, zwischen dem Diesseits und dem Jenseits zu schweben. Mit dem Austreiben von Geistern hofft sie jedoch, bald ein ...

Lady Bin Seomoon hadert mit ihrem Schicksal. Als Seelenjägerin hat sie ständig das Gefühl, zwischen dem Diesseits und dem Jenseits zu schweben. Mit dem Austreiben von Geistern hofft sie jedoch, bald ein normales Leben führen zu können. Doch ihr zielstrebiger Plan gerät ins Wanken, als sie eines Tages bei ihrer Arbeit auf Eunho trifft, einen loyalen Diener des Königs. Eunho, der ihr Verlobter ist. Und der sich nicht mehr an Bin erinnern kann ...

Ich hab mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, denn ein koreanisches Setting, Mythologie und eine starke Protagonistin sind eine grandiose Kombi. Und alle drei Punkte haben mir auch gut gefallen. Ich fand das Setting sehr atmoshpärisch und schön, ich hatte die meiste Zeit gut vor Augen, wie die Umgebung wirkt und mich gut in diese koreanisch-fantastische Welt versetzt gefühlt. Auch fand ich die Idee mit der Seelenjägerin, mit dem dünnen Übergang zwischen den Welten super spannend. Dass es Menschen gibt, die Geister sehen können, von denen andere nichts mitbekommen. Die böse Geister austreiben können. Und auch die Ergänzung mit den Unterwelten mochte ich.

Es gab mehrere Ebenen in der Handlung (Bins Schicksal, ihre Verbindung zum Eunho, die Geister, der König und der Premierminister, die Herrscher der Unterwelten) und alles davon fand ich richtig spannend und hat sich am Ende miteinander zu einer zusammenhängenden Story verbunden. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass durch die Menge an Aspekten manches etwas untergegangen ist, was ich mir mehr ausgearbeitet gewünscht hätte. Gerade auch was die Verlobung angeht, denn ich hatte nach dem Klappentext erwartet, dass sie eine richtige liebevolle Beziehung hinter sich haben. Aber deren gemeinsame Vergangenheit war ganz anders, als ich erwartet hätte, und nicht so stark.

Bin mochte ich sehr gern, ihre Stärke, ihre Selbstlosigkeit, ihre Zweifel. Nur richtig nah hab ich mich ihr nie gefühlt, was glaube ich zum großen Teil einfach durch den Schreibsil kam. Denn mit dem hatte ich ziemliche Probleme. Ich weiß nicht, ob das an der Übersetzung lag. Ob man der Geschichte im Original besser folgen kann. Oder ob das einfach die Erzählweise der Autorin ist. Aber ich fand es ziemlich sperrig, was den Zugang zu der eigentlich tollen Geschichte erschwert hat. Ich hab oft nicht durchgefunden, in was für einer Szene wir uns gerade befinden. Perspektiven springen mitten im Absatz hin und her. Dialoge sind teils schwer zu verfolgen, weil nicht klar ist, wer gerade spricht, oder sich herausstellt, dass eigentlich ein Selbstgespräch geführt wurde. Dadurch habe ich oft keinen richtigen Zugang zu den Charakteren gefunden.

Das wurde im Laufe des Buches besser, ich hatte mich wohl dran gewöhnt. Und am Ende konnte ich sogar etwas mitfiebern und mitfühlen. Aber ich hatte mir insgesamt erhofft, dass mich das Buch deutlich mehr (emotional) packen kann. Stattdessen war es teilweise etwas mühsam. Vielleicht bin ich etwas ungewöhnlichere, künstlerische Schreibstile auch nicht mehr gewohnt?

Ich gebe eine eingeschränkte Empfehlung und 3,5 Sterne für das Buch!

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Poetisch und besonders

I Loved You in Another Life
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Evan plant, ein Semester nach Alaska zu gehen, doch er bekommt Zweifel, ob er seine alleinerziehende Mutter und seinen kleinen Bruder allein lassen kann. Vor allem, als seine Mutter eine unerwartete Diagnose ...

Evan plant, ein Semester nach Alaska zu gehen, doch er bekommt Zweifel, ob er seine alleinerziehende Mutter und seinen kleinen Bruder allein lassen kann. Vor allem, als seine Mutter eine unerwartete Diagnose erhält. Doch dann hört er einen Song, der ein Lichtblick für ihn wird, und den sonst niemand hören kann ...

Shosh wollte nach der High School ihren Weg als aufstrebender Stern am Schauspiel-Himmel fortsetzen. Doch der Verlust ihrer Schwester hat ihr diese Träume genommen. Sie fühlt sich orientierungslos und allein – bis ein Lied in ihrem Kopf erklingt ...

»I Loved You In Another Life« ist ein besonderes Buch, ruhig, poetisch, zum Sacken lassen. Ich hab ein wenig gebraucht, um reinzukommen, denn es ist wenig umgangssprachlich, Szenen oder Gedanken manchmal nicht auserzählt und es bleibt einiges lose im Raum, was man mit eigenen Gedanken füllen kann und das einen zum Nachdenken anregt. Das ist aber auch gerade das Tolle an diesem Buch. Es wirkt dadurch bedeutender.

Die Charaktere agieren auf respekt- und liebevolle Weise miteinander, ich fand die Bande, die in diesem Buch existieren, super schön. Zuerst natürlich Evan und Shosh, die sich zu Beginn des Buches noch nicht wirklich kennen, die aber in der gleichen Umlaufbahn unterwegs sind. Sie harmonieren sehr gut und man merkt sofort, da ist etwas besonderes zwischen ihnen, was man mit Worten nur schwer erklären kann, aber es ist da.

Aber auch die anderen Beziehungen sind wirklich schön. Sei es Evan und sein kleiner Bruder, oder mit seiner besten Freundin Ali. Shosh und Ruth. Oder auch mit Will. Selbst die kleineren Nebencharaktere. Man hat an vielen Stellen Entwicklungen miterleben dürfen, und das hat mir gefallen.

Auch die Einschübe aus anderen Zeiten und anderen Leben waren interessant. Ich war immer sehr neugierig, auf welche Charaktere/Typen wir genau stoßen und wie sie zueinander stehen. Ich mochte es, dass es dabei so vielfältig war. Denn Liebe ist vielfältig, und kann sich nicht immer nur auf eine Art der Zuneigung beschränken. Das war wirklich schön.

Letztendlich habe ich allerdings gehofft, dass mir dieses Buch noch mehr Emotionen entlockt. Ich dachte es wird traurig, mitreißend und berührt mich tief im Herzen. Es ist für mich persönlich aber doch etwas an der Oberfläche geblieben. Auch habe ich erwartet, dass die einzelnen Lebensstränge tiefergehender und bedeutungsvoller miteinander verknüpft werden, sie velleicht mehr wahrgenommen oder in die "Hauptgeschichte" integriert werden. Das bliebt recht lose, was ich schade fand.

Insgesamt also nicht ganz das tiefsinnige, nachhallende Buch, dass ich mir erhofft hatte, aber dennoch wirklich schön zu lesen und zu empfehlen!

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Tolles Setting, Charaktere/Beziehung etwas schwach

Script of Love - Mit jedem deiner Blicke (Love-Trilogie, Band 2)
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Sofias Traum war es, Schauspielerin zu werden. Doch ein traumatisierender Zwischenfall hat sie zurück nach Venedig getrieben, wo sie sich mit Touri-Theater über Wasser hält. Daran scheint auch nichts zu ...

Sofias Traum war es, Schauspielerin zu werden. Doch ein traumatisierender Zwischenfall hat sie zurück nach Venedig getrieben, wo sie sich mit Touri-Theater über Wasser hält. Daran scheint auch nichts zu rütteln, bis plötzlich ein Regisseur vor ihrer Tür steht und sie als weibliche Hauptrolle casten will – mit niemand anderem als ihrem Ex Orlando als Star des Films. Orlando, der sie vor Jahren ohne ein Wort verlassen hat. Kann Sofia den Schritt zurück nach Hollywood – und in die Nähe ihres Ex – wagen?

Ich mag diese Venedig-Reihe seit Band 1 total gerne, denn ich finde, dass das Setting, das italienisch-venezianische Feeling total gut rüberkommt. Auch hier. Die Kanäle, die alten Häuser, die italienische Sprache/Angewohnheiten. Ich hab mich direkt wieder wohlgefühlt in der Stadt, im Hause der Sartoris mit seinem familiären Umfeld, und bei den Hauptcharakteren, die diese Trilogie ausmachen. Ich mag das Zusammenspiel der Charaktere sehr, auch hier wars wieder sehr schön.

Ich habe schnell verstanden, was es ist, dass Sofia quält. Orlando hingegen war schon schwieriger zu deuten. Trotz der Familienprobleme war ich mir lange nicht sicher, was genau hinter seiner Flucht damals steckt. Und während ich die Prämisse der beiden und das Aufeinandertreffen sehr mochte, und auch Sofia eine interessante, sympathische, kämpfende Protagonistin fand, hatte ich mit Orlando leider mehr Probleme. Er war mir die meiste Zeit echt unsympathisch. Er hat sich oft unmöglich verhalten gegenüber Sofia, nicht unbedingt auf die charmant-neckende Art, und er hat selbst wenig Schwäche gezeigt in diesen Interaktionen, sodass mir das Machtverhältnis bei den beiden lange sehr schief vorkam. Am Ende wurde es besser und ich hab mehr das Gefühl und die Anziehung zwischen den beiden gespürt. Dann konnte ich das doch sehr genießen und hab das Beste für die beiden gehofft.

Am Ende ging mir aber alles leider viel zu schnell. Die Auflösung bei Orlandos Problem war nur halb vorhanden, und die Sache mit Sofia wurde in Nacherzählung in einem Kapitel kurz abgehakt. Das fand ich etwas schade.

Insgesamt für mich also deutlich schwächer als Band 1, aber immer noch ein schönes Lesevergnügen. 3-3,5 Sterne und es macht weiterhin neugierig für Band 3!

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