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Veröffentlicht am 30.05.2025

Für Freiheit und Gleichberechtigung

Diskriminierung geht uns alle an
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Zum Inhalt:
"Diskriminierung geht uns alle an" vermittelt mit informativen Beiträgen und Bildern von 19 Personen, die sich mit der Thematik auskennen, einen umfassenden Überblick über die verschiedensten ...

Zum Inhalt:
"Diskriminierung geht uns alle an" vermittelt mit informativen Beiträgen und Bildern von 19 Personen, die sich mit der Thematik auskennen, einen umfassenden Überblick über die verschiedensten Formen von Diskriminierung. Es hilft, sie besser zu erkennen, zu verstehen und sich aktiv dagegen einzusetzen. Behandelt werden Ableismus, Adultismus, Antisemitismus, CIssexismus, Heterosexismus, Klassismus, Lookismus, Rassismus, Sexismus.

Meine Leseerfahrung:
Was mich schon in der Leseprobe sehr begeistert hat, ist der übersichtliche Aufbau. Die einzelnen Diskriminierungsformen und -ebenen sind gut durchstrukturiert. Zudem ist die Sprache sehr verständlich und unkompliziert, so dass es auch für Kinder und Jugendliche gut geeignet ist. Um gegen Diskriminierung am Effektivsten vorgehen zu können, sollte man mE bereits im Kindesalter mit einer umfangreichen Aufklärung beginnen. Solche Bücher sollten zur Pflichtlektüre im Schulalltag gehören.

Wir lernen in diesem Buch zunächst einmal, was Diskriminierung überhaupt bedeutet, wie sie entsteht und welche konkreten Formen sie annehmen kann. Dann werden diese einzelnen Formen noch näher erläutert, wobei auch genau erklärt wird, dass Diskriminierung auf drei verschiedenen Ebenen der Gesellschaft erfolgen kann. Das ist eine Tatsache, die nicht für alle Menschen wirklich begreiflich bzw. teilweise unbekannt ist.

Mir gefällt an diesem Buch übrigens auch die interaktive Note, denn zwischen den Leseabschnitten befinden sich Fragen, die sich gezielt auf die Leser wenden. Hier kann man sich die eigenen Antworten notieren, sie verinnerlichen und selbst reflektieren. Außerdem gibt es beispielsweise auch kleine Tipps, wie man mit bestimmten Situationen umgehen kann. Trotz langjähriger Eigenerfahrungen und Studien habe ich persönlich sehr viel hieraus mitnehmen können und war überrascht, dass ich auch etwas Neues zB über den Lookismus erfahren konnte.

Abgerundet wird dieses tolle Sachbuch übrigens mit sehr ansprechenden Illustrationen, die dem Inhalt eine spielerische Nuance verleihen und das ernste Thema auflockern, so dass auch das Interesse der jungen Leserschaft geweckt wird.

Fazit:
"Diskriminierung geht uns alle an" ist ein wichtiges Buch für Jung und Alt, um Diskriminierung im Alltag erkennen und effektiv dagegen vorgehen zu können. Ein wertvoller Begleiter im Kampf gegen Benachteiligung für alle, die einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten wollen!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Eine literarische Weltreise

Schauplätze der Weltliteratur
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Zum Inhalt:
In "Schauplätze der Weltliteratur" werden literarisch bedeutsame Orte von über 70 großen Werken zusammengefasst. Das Buch liefert zudem alles Wissenswerte über die Autorinnen und Autoren, sowie ...

Zum Inhalt:
In "Schauplätze der Weltliteratur" werden literarisch bedeutsame Orte von über 70 großen Werken zusammengefasst. Das Buch liefert zudem alles Wissenswerte über die Autorinnen und Autoren, sowie auch über die Hintergründe und Motive. Auch sind zahlreiche Illustrationen wie die Covern der Erstausgaben, Archivmaterial, Fotografien und Karten enthalten. Von Jane Austens "Sturmhöhe" in den Yorkshire Moors, Thomas Manns "Der Zauberberg" in den Schweizer Alpen, bis hin zu Harper Lees "Wer die Nachtigall stört" in Alabama oder Carlos Ruiz Zafóns "Der Schatten des Windes" in Barcelona, bietet das Buch eine umfassende Sammlung von den Romanen des 19. Jahrhunderts an bis zu Gegenwartsliteratur.

Meine Leseerfahrung:
Das Buch wurde im Original von Donald Sutherland, einem englischen Literaturprofessor und Zeitungskolumnisten, herausgegeben. Seine Leidenschaft zur Weltliteratur wird mit jeder Seite dieses Werkes deutlich. Ich würde mich eher für belesen halten, aber nach Durchsicht der hier enthaltenen Romane, war ich erschrocken, wie unwissend ich doch trotz jahrzehntelangem Lesens immer noch bin. Das mag aber auch daran liegen, dass Sutherland hier bewusst bekannte und weniger bekannte Werke in seine Sammlung aufgenommen hat. Man gewinnt beim Lesen tatsächlich den Eindruck, dass er womöglich über noch mehr Werke hätte schreiben können, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte.

Mir gefällt hier insbesondere der Aufbau und die Übersichtlichkeit des Inhalts. Nach einer Einleitung von John Sutherland gibt es vier Kapitel für die zeitliche Abgrenzung der ausgewählten Werke: Romantische Aussichten bis 1920, Kartierung der Moderne von 1921-1951, Nachkriegspanoramen von 1952-1982 und Zeitgenössische Schauplätze von 1982 bis heute.

Der Fokus liegt hier natürlich auf den Örtlichkeiten, die für die einzelnen Romane ausgewählt wurden. Genauso wichtig sind aber auch die historischen Hintergründe, auf die Sutherland auch in aller Ausführlichkeit eingeht. Insgesamt ist das Buch eher etwas zum Stöbern und Nachlesen, also fürs kurzweilige Lesen ideal. Die zahlreichen Illustrationen runden das Buch zudem perfekt ab.

Mir gefällt die Idee, literarische Orte in einem Buch zusammenzufassen, und dass die Auswahl breit gefächert ist. Dass auch viele unbekannte Werke enthalten sind, hat mich, ehrlich gesagt, zunächst etwas gestört. Aber es gibt bei jedem Lesen etwas Neues zu entdecken. Nicht nur in Sachen Literatur, sondern eben auch an neuen Orten, was sicherlich auch spannend ist, zu erkunden.

Fazit:
"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein absolutes Muss für Bücherfreunde, die auf eine literarische Reise gehen und neue Eindrücke gewinnen möchten. Ein tolles Buch zum Stöbern und Verweilen, das viel Material für die Vorstellungskraft liefert!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Optisch wie auch inhaltlich sehr gelungen

The World of Banksy. Alles was du von Banksy kennen musst in 3 Bänden im Schuber
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Zum Inhalt:
Alessandra Mattanza ist Autorin, Journalistin und Fotografin und arbeitet für verschiedene Verlage. Sie ist bekannt für ihre Bücher zu dem Thema Street Art, insbesondere zu Banksy. Für "The ...

Zum Inhalt:
Alessandra Mattanza ist Autorin, Journalistin und Fotografin und arbeitet für verschiedene Verlage. Sie ist bekannt für ihre Bücher zu dem Thema Street Art, insbesondere zu Banksy. Für "The World of Banksy" hat sie 3 Themenblöcke in einem Schuber zusammengefasst. Affen, Ratten und Kinder stehen im Vordergrund, die symbolisch für die "andere Seite", die an den Randgedrängten bzw. nicht Ernstgenommenen zu verstehen sind. Mit diesen 3 Büchern gewinnt man bereits einen guten Überblick über Banksys Werke über die Jahrzehnte hinweg.

Meine Leseerfahrung:
Street Art hat mich schon immer sehr fasziniert. Was mich aber an Banksy ganz besonders beeindruckt, ist seine entschiedene Haltung und seine Fähigkeit, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf soziale Ungerechtigkeit und globale Grausamkeit zu lenken.
Ich habe diese Bücher mit unseren Söhnen durchgenommen. Sie hatten erwartungsgemäß viele Fragen, die ich mit Hilfe der Texte der Autorin und eigenem Wissen gut beantworten konnte. Das hat mir gezeigt, wie lehrreich Kunst sein kann, insbesondere wenn sie gesellschaftskritisch ist. Noch sind sie vielleicht zu jung, um den tieferen Sinn der Darstellungen zu verstehen. Ich möchte sie aber früh darauf vorbereiten, Ansichten zu hinterfragen und mehrere Sichtweisen zu bestimmten Themen zu entwickeln.

Ich finde diesen Schuber sehr gelungen. Allein schon die optische Präsentation in Banksys Farben, rote und schwarze Schriftzüge auf grauem Hintergrund, als hielte man einen Teil der besprühten Wand in den Händen. Die Hardcover der Bücher sowie auch der Schuber sind aus dickem Pappband mit weicher Oberfläche. Die Themen sind aufgeteilt in 3 Bücher und damit sehr übersichtlich gestaltet. Zudem sind die Texte der Autorin recht kurz gehalten, die zahlreichen Bilder sprechen für sich. Ein Must-Have im Kunstregal!

Fazit:
"The World of Banksy" ist eine gelungene Zusammenfassung der 3 wichtigsten Motive, derer sich Banksy in seinen Werken bedient. Optisch wie auch inhaltlich sehr ansprechend in einem gebührenden Schuber begeistert diese Ausgabe jeden Banksy-Fan!

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Tatort Zirkus

Elbfeuer
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Zum Inhalt:
In Kophusen stellt der Zirkus Puccini seine Zelte auf. Kurz darauf wird der Zirkusdirektor tot in seinem Wohnwagen aufgefunden. Alle Spuren deuten auf einen Suizid hin. Doch Goldberg bleibt ...

Zum Inhalt:
In Kophusen stellt der Zirkus Puccini seine Zelte auf. Kurz darauf wird der Zirkusdirektor tot in seinem Wohnwagen aufgefunden. Alle Spuren deuten auf einen Suizid hin. Doch Goldberg bleibt der Fall weiterhin suspekt. Denn angefangen mit dem handschriftlich verfassten Abschiedsbrief, den das Opfer hinterlassen hat, und den recht emotionslosen Angehörigen ereignen sich später noch einige seltsame Vorfälle. Die Pythonschlange wird eines Nachts freigelassen und ein Esel erleidet eine blutige Verletzung. Goldberg vermutet, dass jemand dem Zirkus schaden will, doch die Zusammenhänge geben zunächst Rätsel auf...

Meine Leseerfahrung:
Es ist inzwischen der neunte Teil der Elb-Reihe und ich freue mich jedesmal riesig auf die Fortsetzungen. Nicole Wollschlaeger hat immer ein interessantes Setting und kreative Fälle zu bieten. Dieses Mal beginnt die Geschichte im Prolog mit einem Selbstmord, der allerdings zu Anfang bereits Fragen aufwirft. Auch wenn der Tote einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, ist der Fall insgesamt eher mysteriös. Goldberg lässt sich nicht beirren und ermittelt zunächst weiterhin im Hintergrund. Nach weiteren unerklärlichen Geschehnissen ist sofort klar, dass hier tatsächlich etwas faul ist und Goldberg völlig richtig liegt mit seiner Spürnase. Die Ermittlungsarbeit des Kophusener Trios ist wieder sehr spannend und unterhaltsam. Dafür sorgen weiterhin die humorvollen Dialoge und natürlich: Hauke Thomsen.

Hauke ist tatsächlich mal in einer festen Beziehung und ich bin froh, dass seine Verliebtheit nicht dieselben Züge annimmt, wie beim dritten Teil "Elbspiel". Die kitschig anmutende Liebelei mit Sophie fand ich damals recht anstrengend. Mit Freija scheint er aber endlich sein Liebesglück gefunden zu haben und wirkt durch sie geerdeter als sonst. Da können wir auch über seinen Handy-Klingelton "Love is in the air" hinwegsehen bzw. es erdulden.

Verglichen mit den Vorgängern ist "Elbfeuer" deutlich ruhiger und zeigt keine so starke düstere Atmosphäre, was aber nicht bedeutet, dass dieser Band nicht spannend ist. Ganz im Gegenteil, ich habe die Story genauso genossen wie die vorherigen Fälle von Goldberg. In diesem Buch wird das Zirkusleben eingehender durchleuchtet und Themen wie schwierige Familienverhältnisse, Drogenkonsum und Obdachlosigkeit angerissen. Zudem kommen wir gegen Ende des Buches in Goldbergs Vergangenheit einen großen Schritt weiter, so dass sich der Kreis langsam schließt. Vielleicht kommt er im nächsten Band endlich zur Ruhe und kann sich voll und ganz seiner Beziehung zu Magda widmen. Ich bin weiterhin gespannt...

Fazit:
"Elbfeuer" von Nicole Wollschlaeger glänzt wieder mit einem sympathischen Ermittler-Trio, facettenreichen Nebencharakteren, spannendem Plot und einer guten Portion Humor. Diese Krimireihe darf nie enden!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

400 Jahre afroamerikanische Geschichte

Vierhundert Seelen
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Zum Inhalt:
Der bekannte Rassismusforscher Ibram X. Kendi und die Historikerin Keisha N. Blain haben 80 Autoren und Autorinnen und 10 Dichter/innen der afroamerikanischen Community in ihrem gemeinsam herausgegebenem ...

Zum Inhalt:
Der bekannte Rassismusforscher Ibram X. Kendi und die Historikerin Keisha N. Blain haben 80 Autoren und Autorinnen und 10 Dichter/innen der afroamerikanischen Community in ihrem gemeinsam herausgegebenem Buch "400 Seelen" zusammengebracht, um 400 Jahre afroamerikanische Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht in Erzählungen und Gedichten zusammenzufassen. Beginnend mit 1619, als die ´White Lion` mit etwa 20 schwarzen Sklaven an der Küste von Virginia anlegt, noch vor der Mayflower, fängt somit auch die afroamerikanische Geschichte an. Jeder einzelne Beitrag in diesem Buch befasst sich mit historischen Geschehnissen und bedeutsamen Ereignissen, die vermutlich in kaum einem Geschichtsbuch zu finden sind.

Meine Leseerfahrung:
Nachdem ich die Antirassismus-Bücher von Ibram X. Kendi gelesen hatte, hatte ich bereits die Erfahrung, Geschichte aus einem völlig anderen Blickwinkel zu erleben. Mit "400 Seelen" führt uns Kendi tiefer in die afroamerikanische Geschichte ein und stellt uns vergessene oder verdrängte Geschehnisse, erlassene Gesetze und zum Teil historische Persönlichkeiten vor, die sonst nirgends in Geschichtsbüchern auftauchen, sie aber gleichwohl Amerika in den letzten vier Jahrhunderten auf ihre eigene Art und Weise mitgeprägt haben.

Das Buch ist in 10 Teile unterteilt; die einzelnen Beiträge behandeln bestimmte zeitliche Abschnitte der Geschichte, wobei das gesamte Buch chronologisch aufgebaut ist. Am Ende gibt es einen Teil mit Anmerkungen zu den Fußnoten sowie einen Anhang mit Infos zu den Autoren und Autorinnen. Selbst die deutschen Übersetzer und Übersetzerinnen der Texte werden ganz zum Schluss vorgestellt.

Besonders bewegt hat mich beispielsweise die Geschichte der Sally Hemings, die in sehr jungen Jahren zur Konkubine des Außenministers Thomas Jefferson (Amtszeit 1790-1794) wurde und in "wilder Ehe" mehrere Kinder mit ihm gezeugt hat. Unvorstellbar und skandalös zu dieser Zeit und wahrscheinlich auch deswegen eine totgeschwiegene Begebenheit. Im Gegensatz dazu wurde 1630 ein Weißer wegen Beischlafs mit einer Schwarzen Frau noch ausgepeitscht, und das in aller Öffentlichkeit - an anderer Stelle in einem Essay von Ijeoma Oluo nachlesbar.
Ebenfalls ein sehr bewegender Text ist auch "Baumwolle" von Kiese Laymon. Hier wird der Baumwollanbau angeprangert, ohne den womöglich keine Sklaven in den Süden Amerikas geschickt worden wären. Wie sähe das heutige Amerika dann wohl aus?
Gegen Ende sind dann auch Beiträge enthalten, die eher die Neuzeit ab den 80er Jahren betreffen: Themen wie die amerikanische Drogenpolitik, Hip-Hop und die Five Percent Nation, Hurrikan Katrina und schließlich Black Lives Matter.

Mit 672 Seiten ist das Buch ein ordentlicher Schmöker, aber die Reise in die wahre Vergangenheit ist es auf jeden Fall wert. Es ist nicht nur ein Buch über Leid und Trauma, sondern auch eins über Stärke, Ausdauer, Gleichberechtigung und jahrhundertelangem Kampf ums Dasein.

Fazit:
Ibram X. Kendi hat mit "400 Seelen" ein herausragendes Werk zusammengetragen, das einen völlig anderen Blickwinkel in die afroamerikanische Geschichte bietet und für tieferes Verständnis im Hinblick auf die Entstehung der Schwarzen Community und der BLM-Bewegung sorgt. Ein sehr starkes und bewegendes Buch über den jahrhundertelangen Kampf der Afroamerikaner gegen Unterdrückung, Intoleranz und Hass!

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