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manuelam1410

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Alles in allem ganz nett für zwischendurch

Ein ganzes halbes Jahr
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"Ein ganzes halbes Jahr" ist eins von diesen Büchern, an denen man als Lesekätzchen und als Manchmal-schreibe-ich-auch-über-Bücher-Blogger nicht vorbei kommt. Ein Bestseller eben, der einem von jedem zweiten ...

"Ein ganzes halbes Jahr" ist eins von diesen Büchern, an denen man als Lesekätzchen und als Manchmal-schreibe-ich-auch-über-Bücher-Blogger nicht vorbei kommt. Ein Bestseller eben, der einem von jedem zweiten Blog anlächelt.

Sieht ja auch ganz nett aus. Hört sich an wie "Ziemlich beste Freunde", soll aber ganz anders und auch viel romantischer sein. Ich gebe zu: Ich hätte mir das Buch wahrscheinlich nicht selber gekauft (einfach nicht mein Lieblingsgenre), aber als ich es bei einer Freundin liegen sah, lieh ich es mir aus. Besagte Freundin schwärmte, wie zahlreiche Blogger, von einem tränenreichen Lesemarathon. Das beste Buch der Welt und so.

Ich möchte ja nicht zu hart oder zu gemein klingen, aber warum dieses Buch ein Bestseller geworden ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Es ist nicht schlecht, ist halt so ganz süß, aber umgehauen hat es mich nicht wirklich. Zunächst zu den Charakteren: Da gibt es eigentlich keine großen Überraschungen. Lou, die weibliche Protagonistin, die fast die ganze Zeit aus der Ich-Perspektive erzählt, ist ein bisschen verrückt, ein bisschen planlos, gut drauf und alles in allem sehr sympathisch. Man kann sich gut in sie hinein versetzen.
Auf der anderen Seite haben wir Will, der früher natürlich total sportlich, lebenslustig, Playboy-mäßig unterwegs war und jetzt eben an den Rollstuhl gefesselt ist. Er ist unzufrieden mit seinem Leben und lässt das auch jeden in seinem Umfeld spüren: Er ist gemein, zynisch und gefühlskalt.
Die Nebencharaktere plätschern so vor sich hin. Die reiche Familie ist nach außen natürlich perfekt, innendrin aber unsympathisch, während die mittellose Familie zwar chaotisch, aber sonst ganz liebenswert ist. Stereotypen von vorne bis hinten. Der einzige Nebencharakter, den ich irgendwie greifbar fand, war Nathan, der Pfleger.

Die Geschichte zwischen Lou und Will entwickelt sich und sie entwickelt sich eigentlich genau so, wie man es ahnt. Es gibt kaum überraschende Momente, was aber nicht mal weiter schlimm wäre, wenn wenigstens die Emotionen stimmen würden. Ich weiß ja nicht, vielleicht bin ich auch der Eisklotz, wenn alle anderen von den Gefühlen in diesem Buch schwärmen, aber bei mir kam leider gar kein Tränchen hoch. Auch kein Lacher.
Ich finde die Sprache im Buch recht flach, wenig ausgeschmückt. Viele Dialoge, die recht vorhersehbar und konstruiert wirken. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich zuvor ein Buch von Justin Cronin gelesen habe, und dieser Autor meine Erwartungen an einen Sprachstil einfach unglaublich hoch gesetzt hat.

Insgesamt ist "Ein ganzes halbes Jahr" in meinen Augen also nur ein mittelmäßiges Buch. Die Protagonistin ist ganz süß, mit Will Traynor konnte ich mich aber nie so richtig anfreunden. Die Nebencharaktere bleiben in ihren Hüllen und die Handlung plätschert so vor sich hin. Alles in allem ganz nett für zwischendurch, aber sicher nicht der ganz große Wurf.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Sprachlich auf einer ganz besonderen Ebene, inhaltlich schwach.

Wüste Welt
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Wolfgang Popps Stil ist sicher gewöhnungsbedürftig. Zumindest ging es mir so, als ich begann, "Wüste Welt" zu lesen. Sein Sprachstil ist ein besonderer und auch das Fehlen von wörtlicher Rede bzw. der ...

Wolfgang Popps Stil ist sicher gewöhnungsbedürftig. Zumindest ging es mir so, als ich begann, "Wüste Welt" zu lesen. Sein Sprachstil ist ein besonderer und auch das Fehlen von wörtlicher Rede bzw. der Kennzeichnung eben jener hat mich am Anfang gestört. Wenn man sich jedoch in das Buch eingefunden hat, weiß die Sprache und der Stil zu begeistern. Dann beschreibt Popp die Umgebung sehr simpel, aber doch immer authentisch und auf den Punkt. Er verzichtet meist auf ausschweifende Beschreibungen, trotzdem schafft er es, Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen.

Auch die Dialoge und Figuren sind greifbar, wirken realistisch, wie aus dem Leben gegriffen. Manches Mal fragte ich mich, ob der Autor diese Geschichte wohl selbst erlebt hat, weil er so prägnant schreibt.

Trotzdem konnte mich "Wüste Welt" nicht ganz überzeugen, was vor allem am Inhalt liegt. Wir begleiten einen Mann in dieser Novelle auf der Suche nach seinem Bruder. Doch schon bei der Frage, warum er seinen Bruder sucht, konnte mir das Buch keine zufriedenstellende Antwort geben. Eine kryptische Nachricht und dann die fortwährende, unterschwellige Abneigung gegen den Bruder? Wer würde da einfach mal eben nach Marokko fliegen, um ihn zu suchen, wegen einer unverständlichen SMS? Die Reise entwickelt sich zu einem aberwitzigen Roadtrip, der, meinem Geschmack nach, zu oft auf Zufälle, Eingebungen und Gefühl beruhte. Mir fehlte in der Geschichte, so schön ihre Botschaft auch sein mag, einfach die innere Logik. Erst ganz zum Schluss, auf den letzten 30 Seiten kam bei mir so etwas wie Spannung auf, das war mir zu wenig für eine bessere Bewertung.

Da das Buch mit seinen rund 160 Seiten aber wirklich nicht dick ist, ist es für diejenigen, die etwas für besonderen Stil und Sprache übrig haben, einen Blick wert.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Romatik oder Frust?

The Freedom Clause
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Zu Beginn war ich ganz aufgeregt und begeistert, die kurze Leseprobe und der Klappentext haben mich sehr überzeugt. Leider habe ich während des Buches gemerkt, dass die Geschichte und vor allem die Stimmung ...

Zu Beginn war ich ganz aufgeregt und begeistert, die kurze Leseprobe und der Klappentext haben mich sehr überzeugt. Leider habe ich während des Buches gemerkt, dass die Geschichte und vor allem die Stimmung / das Gefühl das mir das Buch während des Lesens gibt in eine ganz andere Richtung gingen.

Erwartet habe ich viel knistern und herzschmerz, flirten und vielleicht ein bissched spice über die Geschichte von Dominic und Daphne und ihre "offene Ehe" nach ganz bestimmten Regeln. Bekommen habe ich beim Lesen zwar auch starke Gefühle aber anders als erwartet eher Frustration über die Charaktere (vor allem den Mann),
Während Daphne sich durch die freedom clause selber entdeckt und zu einer strahlenden Persönlichkeit wird( was ehrlich gesagt schon etwas zu klischeehaft und fast kitschig perfekt war) , entwickelt sich der Charakter von Dominic einfach grauenhaft und vollkommen nervig. Nie hätte ich zu Beginn gedacht, dass er sich so entwickeln kann. Ich war nur noch genervt von ihm während des Lesens.

Fazit, alles in allem eine sehr gute Idee und auch humorvoll geschrieben. Aber für mich leider nicht so wie erwartet/erhofft umgesetzt. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden sich etwas weniger extrem weiterentwickelt hätten (wie gesagt, die starken Persönlichkeitsänderungen bei beiden waren mir zu unrealistisch und extrem). Ich denke etwas mehr "Realismus" hätte der Geschichte für meinen Geschmack gut getan. Gehofft hätte ich durchaus auf mehr Romantik und weniger Frust beim Lesen über die Charaktere.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Eher für Anfänger geeignet!

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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Ich hatte mehr erwartet, aber ziemlich schnell gemerkt, dass dieses Buch eher für Anfänger geeignet ist. Nichtsdestotrotz lesenswert, um sein Wissen aufzufrischen.

Ich hatte mehr erwartet, aber ziemlich schnell gemerkt, dass dieses Buch eher für Anfänger geeignet ist. Nichtsdestotrotz lesenswert, um sein Wissen aufzufrischen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Träume

Trotzdem hab ich meine Träume
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Da dieses Buch nur 118 Seiten hat, konnte ich es wunderbar an einem Tag weglesen.
Leider lag das wohl wirklich nur an der Kürze und nicht am Inhalt... da ich letztens erst ein sehr ähnliches Buch gelesen ...

Da dieses Buch nur 118 Seiten hat, konnte ich es wunderbar an einem Tag weglesen.
Leider lag das wohl wirklich nur an der Kürze und nicht am Inhalt... da ich letztens erst ein sehr ähnliches Buch gelesen habe (Seelenficker - ebenfalls von einem Pseudonym Natascha, da hab ich mich gefragt, ist das ein und dieselbe Person? Geschichte deckt sich aber nicht, obwohl es die gleichen Themen sind) hatte ich somit einen direkten Vergleich. Und natürlich mache ich meine Bewertung nicht nur an dem anderen Buch fest. Mir selbst hat dieses hier aber leider gar nicht zugesagt. Es ist ab 14 Jahren - also nicht besonders heftig dargestellt. Der Inhalt an sich dafür natürlich schon und mir wird jedes Mal wieder bewusst, wie weit diese Welt des kompletten Drogenabsturzes doch entfernt ist - zum Glück.
Natürlich wird deutlich, in welche Löcher man hier fällt, sollte man in diesen Strudel geraten. Und es ist doch schon sehr augenöffnend. Aber irgendwie hat es mich nicht wirklich gepackt... also der Schreibstil war überhaupt nichts Besonderes und hat das Ganze nicht besser gemacht. Hat nach meinem Empfinden auch nicht den Inhalt irgendwie gestützt oder sonst was, war einfach komplett unspektakulär (kam mir auch nicht extra einfach vor oder sowas).
Ich hätte mir noch mehr Einblicke gewünscht, muss ich sagen. Natürlich erfährt man sehr viel von Gedanken und Gefühlen der Protagonistin, aber irgendwie hat mir da etwas gefehlt. Ich kann nicht mal erklären, was genau. Mag daran liegen, dass mir die Situationen komplett fremd sind, aber genau deswegen wären ja mehr Eindrücke schön gewesen. So heißt es immer nur "ich setze mir einen Druck, einen Druck, usw.".
Das Buch ist eben vielleicht für Jüngere geeignet, die aufgeklärt und ja auch abgeschreckt werden sollen, da zum Beispiel "Seelenficker" einfach viel heftiger und detaillierter in manchen Szenen war. Mir jedoch hat das besser gefallen, einfach weil da nichts schön geredet wurde und alles ungeschminkt dargestellt wurde, was doch diese Themen unterstützt.

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