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Veröffentlicht am 26.01.2018

Wirklich ein großartiges Buch

Wie das Feuer zwischen uns
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Der zweite Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittainy C. Cherry „Wie das Feuer zwischen uns“ (erschienen Juli 2017) ist eine bewegende, herzzerreißende Geschichte über den drogensüchtigen Logan, der ...

Der zweite Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittainy C. Cherry „Wie das Feuer zwischen uns“ (erschienen Juli 2017) ist eine bewegende, herzzerreißende Geschichte über den drogensüchtigen Logan, der mit seiner Mutter ums Überleben und gegen seinen Vater kämpft, und Alyssa, einem bodenständigen Mädchen, die verzweifelt versucht mit dem „vom-Vater-Verlassen-worden-sein klar zu kommen, sowie mit einer dominanten Mutter, die an allem was auszusetzen hat.

Auf den ersten Blick scheinen Alyssa und Logan nicht viel gemeinsam zu haben, doch ihre Gefühle und Ängste ähneln sich sehr. Sie geben sich gegenseitig Halt in Zeiten der Hoffnungslosigkeit. Beide kennen die Schatten der Vergangenheit des anderen und akzeptieren sich mit all ihren Narben und Fehlern. Doch als Alyssa Logan am meisten braucht, sorgt ein Missverständnis dafür, dass Logan tiefer in den Drogensumpf versinkt und Alyssa mit ins Verderben zieht.

Einen Drogenentzug und 5 Jahre später begegnen sich die beiden wieder. Auch wenn es ihnen bewusst ist, dass es besser wäre, sich aus dem Weg zu gehen, ist die Anziehungskraft zu groß. Wieder mit seiner Vergangenheit und neuen familiären Problemen konfrontiert, muss sich Logan anstrengen, nicht in alten Verhaltensmustern zu verfallen und Alyssa erneut in Schwierigkeiten zu bringen.

Das Buch besticht durch einen fesselnden, bildlichen Schreibstil, der den Leser direkt in die Geschichte eintauchen lässt. Diverse Stilmittel, wie z.B. gekonnt eingesetzte Wiederholungen von Phrasen, Metaphern über das Feuer der Liebe und die Kälte im Herzen, sorgen für ein äußerst angenehmes Lesevergnügen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und selbst wenn ich es zwischendrin mal weglegen musste, ließ mich die Geschichte doch nicht mehr los.

Ebenfalls möchte ich positiv hervorheben, dass der Leser – im Gegensatz zu vielen Geschichten im NewAdultbereich – hier nicht über die Vergangenheit der Protagonisten im Unklaren gelassen wird. Die Geschichte ist chronologisch aufgebaut und gliedert sich in zwei Teile (eigentlich sogar in 3 Teile, wenn man den Zeitraffer der 5 Jahre als separaten Teil ansehen möchte). Die Ereignisse, die zu dem Bruch der Freundschaft von Alyssa und Logan geführt haben, werden nicht bis zum Ende hin immer wieder nur angedeutet und der Leser über die eigentlichen Beweggründe im Dunkeln gelassen. Sondern man erlebt direkt mit, was den beiden passiert und kann sich so viel besser in die Geschichte und in die Charaktere einfühlen, als es bei vielen anderen Büchern der Fall ist. Brittainy C. Cherry zeigt hier, dass ein solches Verhalten keinesfalls zu einem Spannungseinbruch führt. Im Gegenteil, der Leser erlebt ebenso wie die Protagonisten die Highs and Lows und fühlt sich nicht ausgesperrt, sondern integriert in das Geschehen.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Alyssas Sicht und Logans, und beide haben ihren ganz eigenen Erzählstil, ihre ganz eigenen Worte und Bilder. Der Erzählstil passt sich den Charaktereigenschaften der Protagonisten an und führt den Leser somit in zwei vollkommen unterschiedliche Welten.

Das Cover ließ mich beim ersten Anblick eher an ein Buch über einen Soldaten oder dergleichen denken, aber der traurige, sehnsüchtige Blick des Mannes spiegelt Logans Gefühlswelt sehr gut wider.

Es war das erste Buch, das ich von Brittainy C. Cherry gelesen habe, aber definitiv nicht das letzte.

Fazit:
Eine bewegende Geschichte über verschiedene Arten der Abhängigkeit, dem Recht auf eine zweite Chance, familiäre Bande und der Macht der Liebe. Wirklich ein großartiges Buch!

Veröffentlicht am 18.01.2018

Eine faszinierende Geschichte über den Winter, das Leben, Mut, aber auch Verzeihen

Die silberne Königin
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„Die silberne Königin“ von Katharina Seck, erschienen im Oktober 2016, ist ein Fantasy-Roman über ein Land namens Glanzvoll, das in einem ewigen Winter gefangen ist. In der Stadt Silberglanz lebt Emma, ...

„Die silberne Königin“ von Katharina Seck, erschienen im Oktober 2016, ist ein Fantasy-Roman über ein Land namens Glanzvoll, das in einem ewigen Winter gefangen ist. In der Stadt Silberglanz lebt Emma, eine junge Frau, die in einer Silbermine arbeitet, um sich und ihren Vater über die Runden zu bringen. Als sie auf der Suche nach einem neuen Job, die Chocolaterie Schokoladengold betritt lernt sie die Madame Weltfremd kennen. Diese erzählt ihr das Märchen von der silbernen Königin. Schnell begreift Emma, dass das Märchen die versteckte Wahrheit über den Fluch des ewigen Winters und des tyrannischen Königs enthält. Aber auch Emmas Familiengeschichte ist in diesem Märchen verstrickt und sie muss versuchen, ihr Land vor dem schrecklichen Winter zu schützen.

Die Geschichte um die silberne Königin und um Emma nimmt einen von der ersten Seite an gefangen. Die Autorin versteht es, den Leser mit ihren Worten einzuhüllen und durch die Magie der Worte in die Geschichte hineinzuziehen. Sind die prachtvollen Namen der Länder und Orte im ersten Moment auch etwas verwirrend, kann man dennoch die Szenerie um einen herum sofort wahrnehmen und regelrecht spüren.

Der Schreibstil ist fesselnd und lässt einen nicht mehr los. Das Märchen innerhalb der Geschichte wird gut platziert, in ansprechenden und zur Geschichte passenden Häppchen erzählt und anschaulich durch die andere Schriftart abgegrenzt.

Die Protagonisten, aber auch einige der anderen Charaktere, werden anschaulich dargestellt und gut beschrieben. Emma ist ein sehr starker Charakter. Sie hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht, was sie hat wachsen und reifen lassen. Sie beweist sehr großen Mut, auch in Zeiten, in denen sie große Ängste durchleben muss. Als Leser habe ich mit ihr gebangt und Hoffnung geschöpft, nur um dann im nächsten Moment wieder erschrocken die Luft anzuhalten. Der Spannungsbogen in der Geschichte wird gut aufgebaut. Es gibt immer wieder Spannungsspitzen, die dann wieder etwas abflachen, um der Protagonistin und dem Leser einen kurzen Moment der Erholung zu bieten, nur um dann wieder anzusteigen. So verfliegt das Buch wie im Nu.

Das Cover zeigt eine verschneite Berglandschaft mit einer vermummten weiblichen Person im oberen Teil, die ebenso wie die verschnörkelte Schrift als Eyecatcher wirkt. Zum einen die düsteren, kalten Farben, aber zum anderen auch die verspielten Ornamente hatten gleich mein Interesse geweckt.

Fazit:
Eine faszinierende Geschichte über den Winter, das Leben, Mut, aber auch Verzeihen. Absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 13.01.2018

Ein großartiger Roman, auf den sich das Warten gelohnt hat.

Dort, wo du bist
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Als ich damals nach „Solange du bleibst" erfahren habe, dass es noch einen dritten Teil zu der „Julia und Jeremy“-Reihe geben wird aus Sicht von Max, dachte ich, es wäre Jeremys Geschichte nur aus einer ...

Als ich damals nach „Solange du bleibst" erfahren habe, dass es noch einen dritten Teil zu der „Julia und Jeremy“-Reihe geben wird aus Sicht von Max, dachte ich, es wäre Jeremys Geschichte nur aus einer anderen Perspektive.

Aber „Dort, wo du bist" (von Jessica Winter) ist im Großen und Ganzen ein eigenständiger Roman. Er knüpft an Julias und Jeremys Geschichte an, erzählt von Max und seinen Problemen mit Jeremys Verlust, seiner Hilfe und Stütze Julia gegenüber, aber gleichzeitig erzählt er auch Max‘ eigenes Leben.
Es gibt zwei Zeitstränge: Das College und 17 Jahre später.

Auf dem College trifft er Andy wieder, die kleine Schwester eines Freundes. Er verliebt sich in sie, doch sie ist vergeben und kämpft mit ihrer Vergangenheit und den Problemen mit ihrem Freund. Als sie ohne ein Wort verschwindet, bricht für Max eine Welt zusammen. Er konzentriert sich voll und ganz auf seine Football-Karriere. Nach 17 Jahren begegnen sie sich wieder und die alten Gefühle kommen wieder hoch. Doch Andy verheimlicht ihm noch immer etwas. Max will sie nicht nochmal verlieren und ist bereit um sie zu kämpfen.

Auch dieser Roman strotzt wieder vor Gefühlen und hat jede Menge Emotionen bei mir hervorgerufen. Vor allem die Szenen um Jeremy ließen meine Augen jedes mal feucht werden. Aber auch Max und Andy gehen durch einige Höhen und vor allem Tiefen, die den Leser nicht kalt lassen.

Der Erzählstil ist gefühlvoll und sehr anschaulich. Das Buch lässt einen nicht mehr los und man taucht komplett in die Geschichte ein.

Die Charaktere sind einfach sehr gut ausgearbeitet, es fällt unglaublich leicht, sich in sie hineinzuversetzen, zumal mir Max schon in den beiden Vorgängern unheimlich ans Herz gewachsen ist. Er ist ein großartiger Mensch, der alles für die gibt, die er liebt. Umso mehr tut es weh, zu sehen, wie er selbst leidet und sich immer mehr verliert.

Mir hat besonders gefallen, dass zwar klar wird, dass Max und Andy immer noch Gefühle für einander haben, aber dass die Zeit nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen ist. Dass sie erst mal Zeit brauchen, um sich wieder kennenzulernen und neu zu entdecken, macht die Geschichte glaubwürdig. Auch wenn man ihnen eine schnellere Versöhnung wünschen würde, wäre alles andere für mich nicht nachvollziehbar gewesen.

Fazit:
Ein großartiger Roman, auf den sich das Warten gelohnt hat.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Rezension bezieht sich auf das Buch

Das Kupferne Zeichen
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„Das kupferne Zeichen“ von Katia Fox ist ein historischer Roman. Er ist der erste von vier Teilen über Ellen, ihre Familie und Guillaume.

Er erzählt die Geschichte von Ellen, der Tochter eines Schwertschmiedes, ...

„Das kupferne Zeichen“ von Katia Fox ist ein historischer Roman. Er ist der erste von vier Teilen über Ellen, ihre Familie und Guillaume.

Er erzählt die Geschichte von Ellen, der Tochter eines Schwertschmiedes, im Jahre 1161 in England. Ihr größter Wunsch ist es, ebenfalls Schwertschmiedin zu werden. Doch ist ihr als Frau dieser Berufswunsch erwehrt. Nach einem Vorfall in ihrem Heimatort verkleidet sie sich als Junge und flieht. Ein großes Abenteuer beginnt. Sie geht bei einem berühmten Schwertschmied in die Lehre. Doch ihre Verkleidung droht aufzufliegen, als sie sich in einen jungen Ritter (Guillaume) verliebt.

Trotz aller Ereignisse/Widrigkeiten, die sie erlebt (Liebe, Freundschaft, Mord, Intrigen) gibt Ellen nicht auf und verfolgt unbeirrbar weiter ihren Weg und ihr großes Ziel – ein Schwert für den Prinzen zu fertigen.

Ellens Geschichte wird sehr schön geschildert. Der Schreibstil ist sehr angenehm und liest sich gut. Die Charaktere werden anschaulich beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Ellen hat mir als Charakter sehr gut gefallen - ihre Zielstrebigkeit, ihr Mut, ihre Freundlichkeit. Sie gibt nicht auf und versucht immer das Beste aus jeder Situation zu machen.

Die Erzählperspektive legt den Schwerpunkt auf Ellens Geschichte, doch zwischenzeitlich wird auch über Guillaume und Ellens Feind berichtet.

Die Schmiedekunst wird sehr detailliert beschrieben und man erfährt viel Interessantes über das Leben und Arbeiten zu der damaligen Zeit.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist an sich abgeschlossen. Die folgenden Bände bauen zwar auf dem ersten Band auf, können aber unabhängig voneinander gelesen werden, da sie unterschiedliche Protagonisten behandeln. Der Grundstamm an Charakteren kommt allerdings auch in den Folgebänden vor.

Fazit:
Sehr schöner Roman über das bewegte Leben einer Frau, die sich ihren Weg und ihren Wert in einer männerdominierten Welt erkämpft.

Veröffentlicht am 16.12.2017

Schöne Lesestunden, die einen ins Mittelalter abtauchen lassen

Foy und der Ring des Mauren
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Das Buch „Foy und der Ring des Mauren“ von Katharina Münz ist ein historischer Roman mit einem Hauch Fantasy, der im Jahr 882/883 in Worms und Dänemark angesiedelt ist. Das Buch ist am 15. Mai 2017 erschienen. ...

Das Buch „Foy und der Ring des Mauren“ von Katharina Münz ist ein historischer Roman mit einem Hauch Fantasy, der im Jahr 882/883 in Worms und Dänemark angesiedelt ist. Das Buch ist am 15. Mai 2017 erschienen.

Foy ist eine dunkelhäutige Magd in Worms, die den (nächtlichen) Launen ihres Herrn ausgesetzt ist. Auf dem Ostermarkt trifft sie einen gutaussehenden, ihr freundlich gesonnenen Fremden, dem sie, in der Hoffnung auf eine heiße, heimliche Liebesnacht, Zugang zur Stadt gewährt.
Doch der Fremde hat es nicht nur auf Foys Herz abgesehen, sondern auch auf die Schätze der Wormser Stadt, die er mit Hilfe seiner dänischen Krieger plündert.
Ist Foy vom Regen in die Traufe gekommen, und für ihn nur weitere Kriegsbeute, oder meint er seine freundlichen Worte ihr gegenüber ehrlich? Wie kann jemand, der so brutal mit seinen Feinden umgeht, so zärtlich sein? Kann Foy, die bisher so viel Schlechtes erlebt hat, einem dänischen Barbaren vertrauen?
Eine aufregende Reise von Worms bis in die Heimat des Dänen beginnt, und für Foy ein neues Leben voller Angst, Gefühle und magisch-göttlicher Begegnungen.

Der Schreibstil ist sehr bildlich und flüssig („Im Hof der Pfalz, der noch still und verschlafen daliegt, dampft der gestampfte Lehmboden den Reif der Nacht unter den durchdringenden Strahlen der Sonne aus.“). Es liest sich einfach so runter und das Kopfkino läuft automatisch – gut, bei den Kampfszenen hätte ich mir manchmal weniger Bilder gewünscht .

Der Verlauf der Geschichte hat mir gefallen. Foys Ängste und Zweifel langsam weichen zu sehen, mitzuerleben, wie ein zartes Band zwischen Foy und Bjørgyn entsteht, und am Ende zu bangen, wie es ausgehen wird. Lediglich die Geschichte mit Foys Ring hätte in meinen Augen mehr Raum einnehmen dürfen, da dieser immerhin Namensgeber für das Buch war.

Die Ich-Erzählperspektive vermittelt dem Leser deutlich Foys Gefühlswelt. Ich konnte ihre Liebe, Unsicherheit, Unruhe, Angst, Enttäuschung, Wut gut nachempfinden. Ihre anfangs etwas derbe Aussprache lockert das Buch auf.

Trotz der Ich-Perspektive konnte ich auch Bjørgyn und seine Gefühle gut nachempfinden.

Die damaligen christlichen und heidnischen Bräuche werden meiner Meinung nach interessant und sehr detailliert geschildert, ebenso die Kleidung und Lebensweise. Man kann sich gut in diese Zeit hineinversetzen.

Auf dem Cover ist eine südländische Frau in altertümlicher Kluft zu sehen. Es ist recht schlicht gehalten, aber durchaus ansprechend. Im Buch selbst sorgen Zeichnungen (eine Walküre und der Ring) am Beginn eines Kapitels und am Ende für optische Highlights.

Die im Buch enthaltenen Personenverzeichnisse und die Hilfe zur Aussprache können dem Leser helfen, einen Überblick zu bewahren und mit den für uns ungewöhnlichen Namen besser zurecht zu kommen.

Fazit:

Die Geschichte um Foy hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert, in denen ich in die Zeit des Mittelalters abtauchen konnte. Foy ist mir mit ihrer scheinbar taffen Art und doch in Wirklichkeit so unsicherem Gemüt ans Herz gewachsen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Katharina Münz Schreibstil ist wunderbar.