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Veröffentlicht am 02.07.2025

spannend und unterhaltsam zugleich

Merano criminale
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Bei „Merano Criminale“ von Elisabeth Florin handelt es sich um einen Südtirol-Krimi, der im Emons-Verlag erschienen ist.
In Meran werden kurz nacheinander zwei tote Frauen gefunden. Somit ein neuer Fall ...

Bei „Merano Criminale“ von Elisabeth Florin handelt es sich um einen Südtirol-Krimi, der im Emons-Verlag erschienen ist.
In Meran werden kurz nacheinander zwei tote Frauen gefunden. Somit ein neuer Fall für Ispettore Emmenegger und seine Kollegin Eva Marthaler. Mir waren diese beiden Ermittler bereits aus „Merano Fatale“ bekannt. Die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen, so dass man die Vorgänger nicht kennen muss.
Dieser Regiokrimi liest sich gleichermaßen unterhaltsam wie spannend. Das Buch liest sich sehr leicht und locker, da viel Lokalkolorit und auch immer eine Prise Humor beigemischt ist. Besonders amüsant fand ich Paul, der sich als Koch in ein Spitzenrestaurant eingemogelt hat.
Es kommt schnell eine gewisse Grundspannung auf, die dann auch durchgängig gehalten wird, so dass keine Längen entstehen. Es gibt immer wieder neue Verdachtsmomente und dann auch wieder Wendungen, so dass es bis zum Ende spannend bleibt. Dann fügen sich die einzelnen Puzzleteile zu einem schlüssigen Ganzen zusammen.
Im Nachwort der Autorin geht es um die Örtlichkeiten, die in diesem Kriminalroman Erwähnung finden. Wer mag kann sich also in Meran auf Spurensuche begeben. Außerdem sind sogar zwei Südtiroler Rezepte abgedruckt.
Fazit: Mir hat es viel Spaß gemacht, diesen Regionalkrimi zu lesen. Man darf miträtseln und mitermitteln. Beste Krimiunterhaltung! Zugleich kommt das Südtiroler Flair nicht zu kurz! Von mir gibt es eine Empfehlung für alle, die gerne Regionalkrimis lesen. Und für Südtirolfans natürlich eine doppelte Empfehlung!

Veröffentlicht am 01.06.2025

so wunderbwar wie das Cover ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite

Das Leuchten zwischen den Zeilen
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Ich mag die Bücher und den Schreibstil von Lotte Römer schon langte. So war ich sehr gespannt auf ihr erstes Buch im Maximum-Verlag. Ja und soviel vorweg: Mit „Das Leuchten zwischen den Zeilen“ hat sie ...

Ich mag die Bücher und den Schreibstil von Lotte Römer schon langte. So war ich sehr gespannt auf ihr erstes Buch im Maximum-Verlag. Ja und soviel vorweg: Mit „Das Leuchten zwischen den Zeilen“ hat sie sich selbst übertroffen.

Das Cover sieht wunderschön aus und macht direkt Lust auf das Buch, auf Sommer, Sonne und Urlaub. Der Roman bietet aber so viel mehr!
„Eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher, das Leben und die Suche nach den eigenen Wurzeln“ – so steht es auf der Coverrückseite. Und dies ist wirklich eine gute Zusammenfassung.

Allein schon das Setting mit dem kleinen Bücherhotel ist einfach traumhaft. Hier landet -eher unfreiwillig- die amerikanische Schauspielerin Lilly. Mit Büchern kann sie nicht viel anfangen. Der junge Buchrestaurator Julius und der buchverrückte Arthur führen gemeinsam das Hotel und sind von dem Besuch von Lilly anfangs alles andere als begeistert.

Das Bücherhotel mit seinen kuscheligen Leseecken, den verschiedenen Bücherzimmern und dem verwunschenen Garten wird absolut traumhaft dargestellt. Beim Lesen hat man Bilder vor Augen und es entsteht eine tolle Wohlfühlatmosphäre. „..die Moose zu fühlen, mal ganz genau hinzuschauen, was im Wald so passiert – das gibt mir gerade total viel Ruhe… (S. 141)

Es ist zwar eine Liebesgeschichte eingebunden, aber in erster Linie geht es um viel mehr. Das Buch liest sich leicht, enthält aber sehr viel Tiefgang. Es geht um Familie, Träume, Lebensinhalte und die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Jedem Kapitel ist ein wunderbares Zitat rund um Bücher vorangestellt. Scrollt euch durch die Fotos und ihr bekommt einen kleinen Eindruck davon.

Fazit: Man lernt hier wirklich eine neue Lotte Römer kennen. Das Buch ist sehr berührend und stellenweise richtig emotional. Für mich ist es ein absolutes Jahreshighlight. Ich empfehle es natürlich allen Buchliebhabern, aber auch Garten- und Naturliebhaber und Familienmenschen kommen hier auf ihre Kosten. Ein Wohlfühlroman mit unheimlich viel Herz und Tiefgang. Ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

sehr spannend und auch emotional

Für immer an deiner Seite
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Bei „Mit dir an meiner Seite“ von Evelyn Kühne könnte man vom Titel her eventuell einen Liebesroman erwarten. Es handelt sich aber um den 4. Band der Meißen-Krimireihe um die Ermittler Winter und Stier. ...

Bei „Mit dir an meiner Seite“ von Evelyn Kühne könnte man vom Titel her eventuell einen Liebesroman erwarten. Es handelt sich aber um den 4. Band der Meißen-Krimireihe um die Ermittler Winter und Stier. Ganz so beschaulich, wie Cover und Titel vermuten lassen, geht es also nicht zu. Der Bezug zum Titel wird dann gegen Ende aufgeklärt und ist sogar stimmig. Die einzelnen Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.
Polizeihauptmeister Stier möchte am Abend einen kleinen Feierabenddrink auf dem Meißner Burgberg genießen. Da erreicht ihn der Hilferuf seines alten Kumpels Ralle, weil ihr gemeinsamer Freund Heiko tot aufgefunden wurde. Er ist von der Bosel abgestürzt und man vermutet Selbstmord. Stier und Ralle können dies nicht glauben und beginnen zu ermitteln. Wie es weitergeht, solltet ihr selbst lesen.
Es handelt sich um den bisher persönlichsten Fall von Jens Stier. Dies führt dazu, dass die Emotionen hochkochen und man so richtig mit ihm mitfiebert. Es kommt recht schnell Spannung auf, und der Spannungsbogen wird konstant gehalten, so dass das Ende lange Zeit nicht vorhersehbar war. Zwischendurch waren für mich aber auch kleinere Längen enthalten.
Die Handlung ist sehr gut konstruiert und in sich schlüssig. Die häufigen Perspektivwechsel haben die Spannung zusätzlich erhöht. Außer von der Spannung lebt dieses Buch aber auch von den wunderbar dargestellten Emotionen der Protagonisten, die von Evelyn Kühne sehr gut transportiert wurden.
Das Hintergrundthema ist tiefgründig. Es geht unter anderem um Schuld und Gerechtigkeit. Und das Ende lässt mich doch ein wenig betroffen zurück.
Fazit: Ein Regionalkrimi voller Spannung, Brisanz und Emotionalität, den ich euch sehr gerne empfehle.

Veröffentlicht am 23.03.2025

schönes Bilderbuch mit einer tollen Botschaft

9 kleine Menschen
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„9 kleine Menschen“ ist ein Bilderbuch von Regina Feldmann. Die wunderschönen Illustrationen sind von Regina Feldmann beigesteuert. Das Buch ist im Nord-Süd-Verlag erschienen und beinhaltet 40 Seiten. ...

„9 kleine Menschen“ ist ein Bilderbuch von Regina Feldmann. Die wunderschönen Illustrationen sind von Regina Feldmann beigesteuert. Das Buch ist im Nord-Süd-Verlag erschienen und beinhaltet 40 Seiten. Die Altersangabe ist ab 4 Jahren angegeben. Ich denke, dass das Buch auch für Dreijährige schon geeignet ist.

9 Kinder kommen am gleichen Tag auf die Welt. Sie sind alle ganz unterschiedlich vom Aussehen und auch von ihrer Art. Man darf sie im Buch bei ihren Alltagserlebnissen begleiten.

Der Text ist kurz gefasst. Auf jeder Seite gibt es eine Zeile Text, die in Reimform gehalten ist. Trotz des knappen Textes ist eine schöne Botschaft enthalten. Alle sind unterschiedlich und jeder ist einzigartig. Egal welche Hautfarbe, welche Nationalität oder ob arm oder reich, alle Menschen sind etwas Besonderes. Der knappe Text lädt förmlich dazu ein, mit den Kindern über das Buch, über Vielfalt und Diversität zu sprechen.

Die Illustrationen sind wunderschön. Man sieht auf jeder Seite die 9 Kinder und kann erleben wie sie groß werden. Sie strahlen allesamt Fröhlichkeit und Optimismus aus.

Fazit: Ein schönes und buntes Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft, welches ich gerne empfehle. Für meinen Geschmack hätte es ein wenig mehr Text sein können, insbesondere da die Altersempfehlung ab 4 Jahren ist.

Veröffentlicht am 12.03.2025

unterhaltsamer Regiokrimi aus Bayern

Törtchen, Tod und Techtelmechtel
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„Törtchen, Tod und Techtelmechtel“ ist bereits der zweite Band der bayrischen Krimiserie von Alexandra Stiglmeier um Elli Fuchs. Eigentlich ist sie Sanitärfachverkäuferin. Als aber im örtlichen Gasthaus ...

„Törtchen, Tod und Techtelmechtel“ ist bereits der zweite Band der bayrischen Krimiserie von Alexandra Stiglmeier um Elli Fuchs. Eigentlich ist sie Sanitärfachverkäuferin. Als aber im örtlichen Gasthaus in der Gefriertruhe zwischen Schweinsbraten und Knödeln eine Leiche gefunden wird, ist Ellis Neugier angestachelt, und sie beginnt wieder zu ermitteln. Allerdings ist sie mit dem ermittelnden Kriminalkommissar verbandelt (daher das Techtelmechtel im Titel). Der ist davon alles andere als begeistert.

Auch diesmal handelt es sich wieder um einen bayrischen Regionalkrimi, bei dem die Unterhaltung im Vordergrund steht. Es sind viele Anteile einer Komödie enthalten, so dass der Spannungsteil eher geringer ist. Zahlreiche Dialoge, Situationskomik und Wortwitz sind sozusagen die Instrumente der Autorin.. Die Bewohner sind etwas schräg und skurril, so dass beim Lesen kaum ein Auge trocken bleibt. Natürlich ist auch unglaublich viel Lokalkolorit und bayrisches Flair enthalten, was insbesondere durch bayrischen Dialekt in den Dialogen unterstrichen wird.

Fazit: Ein Regiokrimi, der weitgehend ohne Blut auskommt, aber bei dem man trotzdem miträtseln kann. Auch wenn der Spannungsbogen für einen Krimi nicht so sehr hoch ist, so kommen keine Längen oder gar Langeweile auf. Alexandra Stiglmeier schreibt unterhaltsam und absolut humorvoll. Wenn ihr bayrische Regionalkrimis mögt, kann ich euch diesen sehr empfehlen.

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