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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Historischer Krimi vor toller Kulisse

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der vierte Teil aus der Totengräber-Reihe von Oliver Pötzsch. Das Cover ist, wie stets bei dieser Reihe, wieder äußerst gelungen und fängt die Stimmung des Krimis ...

„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der vierte Teil aus der Totengräber-Reihe von Oliver Pötzsch. Das Cover ist, wie stets bei dieser Reihe, wieder äußerst gelungen und fängt die Stimmung des Krimis sehr gut ein, finde ich.

Der Autor hat es mal wieder geschafft, auf mehr als 500 Seiten keine Langeweile bei mir aufkommen zu lassen. Zudem hat er einen Schreibstil, der ein flüssiges Lesen erlaubt und dennoch die Spannung aufrechterhält. Gespickt ist das Buch mit einigen lokaltypischen Begriffen des sogenannten Wiener Schmähs, was dem Roman die gewisse Würze gibt. Mir erschlossen sich die Begriffe aus dem Kontext. Für alle Fälle ist aber am Ende des Buchs auch ein Glossar mit „Übersetzungen“ der Dialektwörter zu finden.

Der Roman beginnt in gewohnter Manier mit einem durchaus blutigen Verbrechen. Der Ermittlungsort ist diesmal der Wiener Prater des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit seinen Buden und Schaustellern, über die ich beim Lesen einiges erfahre (das Nachwort des Autors lohnt ebenfalls; nicht nur in dieser Hinsicht). Es gibt nicht wenige Verwicklungen, sodass ich bis zum Schluss gerätselt habe, ob und wie dieser Roman wohl endet. Die Figuren sind für mich wie immer sehr authentisch und ihre Beweggründe und Missgeschicke im Zwischenmenschlichen sehr gut nachvollziehbar. Somit war das Lesen dieses Romans erneut ein wunderbar spannender und unterhaltsamer Zeitvertreib!

Den Roman empfehle ich allen Fans von historischen Krimis und von Oliver Pötzsch natürlich. Weiterhin lohnt es sich, sofern noch nicht geschehen, bei dieser tollen Reihe mit den ersten Bänden zu starten, um den Überblick zu behalten. Band 4 lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Büchern lesen, aber für manche private Themen empfehle ich dennoch die gesamte Reihe von Beginn an.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2025

Unterhaltsame und kurzweilige Abenteuergeschichte für Erstklässler

Andor Junior, Bücherhelden 1. Klasse, Die geheime Botschaft
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"Die geheime Botschaft" aus der Reihe "Andor Junior Bücherhelden 1. Klasse" ist ein hervorragendes Buch für junge Leserinnen und Leser. Es ist übersichtlich gestaltet, enthält viele Illustrationen und ...

"Die geheime Botschaft" aus der Reihe "Andor Junior Bücherhelden 1. Klasse" ist ein hervorragendes Buch für junge Leserinnen und Leser. Es ist übersichtlich gestaltet, enthält viele Illustrationen und eine spannende Geschichte. Der Text ist groß und zwischen den Zeilen ist ausreichend Abstand, sodass Leseanfängerinnen und -anfänger keine Probleme beim Lesen bekommen.

Meine siebenjährige Nichte war mit dem Buch samt Rätseln und Verständnisfragen innerhalb eines Tages komplett durch und hellauf begeistert. Selten habe ich sie nach dem Lesen eines Buches dermaßen entzückt erlebt. In ihrem Fall kam die Begeisterung durch die Kombination aus Rätseln/Fragen und der kurzen, spannenden Geschichte. Bei anderen Büchern, die natürlich auch länger sind, verliert sie schon mal die Geduld/Lust. Daher ist das Buch, meiner Meinung nach, auch gut für Leserinnen und Leser geeignet, die sich noch nicht an dickere Bücher herantrauen.

Insgesamt ein sehr gutes Buch für Erstleserinnen und -leser, die aufregende Geschichten mögen und auch gerne das ein oder andere Rätsel lösen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Spannender, historischer Roman

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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"Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli" von Henrike Engel ist wieder ein historischer Roman, der (wie der Titel schon sagt) in Hamburg spielt. Ich habe bereits die Romanreihe um die Hafenärztin von dieser ...

"Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli" von Henrike Engel ist wieder ein historischer Roman, der (wie der Titel schon sagt) in Hamburg spielt. Ich habe bereits die Romanreihe um die Hafenärztin von dieser Autorin gelesen (der ebenso in Hamburg spielt) und dementsprechend war ich auf ihr neues Werk gespannt.

Wie bei der Hafenärztin ist das Cover wieder sehr eindrucksvoll und macht Lust auf den Roman. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft, das Hamburg der 1910er Jahre vor meinen Augen entstehen zu lesen. Dazu liest sich der Roman sehr flüssig und hat neben alten Bekannten aus der Hafenärztin-Reihe zwei tolle, weibliche Hauptfiguren zu bieten. Ella und Louise könnten unterschiedlicher nicht sein und doch finden sie zueinander und meistern gemeinsam nicht wenige Herausforderungen. Mir gefiel dabei besonders, dass bei ihnen unterschiedliche Charaktere und Herangehensweisen aufeinander treffen, sodass es immer interessant bleibt, was denn demnächst passieren wird. Dies macht den Reiz dieses Romans für mich aus. Ich freue mich schon auf den im Herbst erscheinenden zweiten Teil der "Elbnächte".

Insgesamt kann ich diesen unterhaltsamen, historischen Roman allen ans Herz legen, die gerne mal in die jüngere Vergangenheit abtauchen möchten und zugleich von starken Frauenfiguren begeistert sind.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Wie das Leben so spielt

Das Café ohne Namen
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"Das Café ohne Namen" ist der erste Roman von Robert Seethaler, den ich gelesen habe und sicherlich nicht der letzte.

Der Roman erzählt die Geschichte von Robert Simon und seinem Café ohne Namen über ...

"Das Café ohne Namen" ist der erste Roman von Robert Seethaler, den ich gelesen habe und sicherlich nicht der letzte.

Der Roman erzählt die Geschichte von Robert Simon und seinem Café ohne Namen über eine Zeitspanne von zehn Jahren. Dabei werden Protagonistinnen und Protagonisten eingeführt und teilweise wieder verabschiedet, sodass eine bunte Mischung der Wiener Leopoldstadt der 1960er Jahre entsteht.

Der Erzählstil Seethalers ist dabei angenehm unaufgeregt, selbst wenn es um ein dramatisches Ereignis geht. Das hat mir besonders beim Lesen gefallen, da ich trotz der unaufgeregten Schilderung die Emotionen der Personen sehr gut nachempfinden konnte.

Ein insgesamt sehr schöner Roman, der es versteht, Figuren zu zeichnen und vor den Lesenden lebendig werden zu lassen. Ich empfehle den Roman allen, die gerne mal in eine andere Zeit abtauchen möchten.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Wie Gefühle unser Handeln beeinflussen

Wut und Liebe
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"Wut und Liebe" von Martin Suter ist, wie stets bei diesem Autor, unterhaltsam und wendungsreich. Ich persönlich lese seine kurzweiligen Romane sehr gerne und bin immer wieder überrascht, wie viele Verästelungen ...

"Wut und Liebe" von Martin Suter ist, wie stets bei diesem Autor, unterhaltsam und wendungsreich. Ich persönlich lese seine kurzweiligen Romane sehr gerne und bin immer wieder überrascht, wie viele Verästelungen eine Geschichte haben kann. Das Schöne bei Martin Suter ist dabei, dass seine Sprache nicht von diesen Verästelungen geprägt ist. Somit lassen sich die Romane flüssig lesen und der Unterhaltswert ist für mich dabei sehr hoch. Denn auch wenn sich die Romane flüssig lesen lassen, leider darunter nicht die Qualität der Texte oder der Handlung.

"Wut und Liebe" reiht sich also wieder nahtlos in die Reihe der Suter-Bücher ein. Eine Geschichte, die zeigt, wie Gefühle unser Handeln beeinflussen (auch wenn wir selbst zumeist davon ausgehen, rationale Entscheidungen zu treffen). Mir selbst ging es beim Lesen zuweilen so, dass ich Wut über Aussagen und Vorgehensweise mancher Personen empfand. Folglich hat es Suter geschafft, dass ich der Geschichte mit Haut und Haaren gefolgt bin. Die Spannung blieb dabei von Anfang bis Ende hoch, was natürlich nicht zuletzt an den bereits erwähnten Wendungen in der Geschichte liegt.

Insgesamt ein toller, unterhaltsamer und kurzweiliger Roman, den ich allen ans Herz legen kann, die gerne Suter und/oder spannende Unterhaltungsromane lesen.

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