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Veröffentlicht am 15.09.2024

Eine tolle Botschaft, aber zu viel fantastisches Drumherum

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Vor „Die Unmöglichkeit des Lebens“ habe ich persönlich noch kein anderes Buch des Autors gelesen. Angesprochen fühlte ich mich auf der Grundlage des Klappentextes und der Leseprobe. Auf dieser Grundlage ...

Vor „Die Unmöglichkeit des Lebens“ habe ich persönlich noch kein anderes Buch des Autors gelesen. Angesprochen fühlte ich mich auf der Grundlage des Klappentextes und der Leseprobe. Auf dieser Grundlage erwartete ich eine Lebensveränderung für die Protagonistin Grace durch eine Reise/Wohnortveränderung und einen abwechslungsreichen Schriftverkehr/Austausch zwischen ihr und einem ehemaligen Schüler.

Aber so kam es nicht. Vielmehr ist dieses Buch ein einziger langer Brief von Grace an Maurice, in dem sie ihm alles das erzählt, was ihr Leben durch den Weggang von Lincoln nach Ibiza verändert hat.

Grace bekommt von ihrer verstorbenen (oder besser gesagt: verschwundenen) Freundin Christina ein kleines Haus auf Ibiza geschenkt. Grace ist alt und fühlt sich nicht gesund. Außerdem trägt sie im Zusammenhang mit den Verlusten von Kind und Mann noch alte Schuldgefühle mit sich herum.

Auf der Insel Ibiza schließt Grace neue Freundschaften und erfährt bzw. erlernt den Blick auf das Leben zu verändern und sich an Kleinigkeiten und den vorhandenen Gegebenheiten zu erfreuen. Dies ist eine tolle Botschaft der Geschichte, die ich auf jeden Fall unterstützen kann.

Leider aber hat mir der Weg dorthin nicht so gut gefallen, da sich der Autor „Matt Haig“ hierfür zu vieler übernatürlicher Dinge bedient und der Roman hierdurch zu sehr ins Fantastische abschweift.

Copyright © 2024 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 30.08.2023

Lebensträume und -wünsche

Das Versprechen der Oktoberfrauen
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Hanna ist krank. Sie leidet an Hyperakusis und hat sich aus dem normalen Leben völlig zurückgezogen. Sie hat beschlossen ihr Leben zu beenden und macht sich auf den Weg in den Friedwald. Doch ihr Vorhaben ...

Hanna ist krank. Sie leidet an Hyperakusis und hat sich aus dem normalen Leben völlig zurückgezogen. Sie hat beschlossen ihr Leben zu beenden und macht sich auf den Weg in den Friedwald. Doch ihr Vorhaben misslingt und sie landet in einem nahegelegenen kleinen Ort namens Plessin.

In Plessin lebt auch Frida. Sie verdient ihren Lebensunterhalt als Kellnerin, aber sie hat den großen Traum mit ihrer Musik einmal ganz groß herauszukommen. Und das hat sie auch ihrer mittlerweile verstorbenen Mutter versprochen. Sie will aus ihrem musikalischen Talent etwas machen.

Im Dorf treffen die beiden Frauen aufeinander und während sie sich anfangs gar nicht wirklich verstehen, entwickelt sich mit der Zeit eine Freundschaft zwischen den Frauen. Doch bis dahin ist es ein langer Weg.

In „Das Versprechen der Oktoberfrauen“ geht es um das Leben und um die damit verbundenen Wünsche und Träume aber auch um Zwänge, die das Leben so mit sich bringt. Auch das Leben in einer kleinen Dorfgemeinschaft im Gegensatz zum städtischen Leben wird beleuchtet.

Hanna und Frida sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Nicht jeder Leserin wird sie auf Anhieb mögen oder sich mit ihnen identifizieren können. Sie sind eben individuelle Persönlichkeiten mit ihren jeweils eigenen individuellen Problemen. Genau das kommt aber in der Geschichte ausdrucksstark zur Geltung. Mir persönlich hat das gut gefallen.

Leider ist der Titel des Buches nicht so ganz passend, denn es ist mir überhaupt nicht klar geworden was die Frauen als „Oktoberfrauen“ ausmacht. Die Geschichte beginnt zwar im Oktober, aber ansonsten sehe ich hier inhaltlich keinen weiteren Anhaltspunkt. Das finde ich sehr schade.

Ansonsten ist die Geschichte eine Wohlfühllektüre mit Höhen und Tiefen ohne besonders viel Tiefgang. Alltägliche persönliche Probleme und individuelle Schicksale werden beschrieben. Eine insgesamt nette Geschichte.

Copyright © 2023 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Eine leichte Spannungsbrise

Mörderische Brise
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Clara Clüver macht sich auf den Weg nach Travemünde um dort eine neue Stelle anzutreten. Sie soll die neue Pfarrerin vor Ort werden, doch der alte Pfarrer scheint da nicht mitzuspielen und so ist Clara ...

Clara Clüver macht sich auf den Weg nach Travemünde um dort eine neue Stelle anzutreten. Sie soll die neue Pfarrerin vor Ort werden, doch der alte Pfarrer scheint da nicht mitzuspielen und so ist Clara zunächst gezwungen auf eigene Kosten nach einer Unterkunft zu suchen du auch die Zukunft scheint ungewiss, obwohl man ihr im Pfarrbüro Unterstützung zusagt. Zum Glück begegnet Clara den beiden Frauen Frieke und Jule und gewinnt mit Ihnen zwei neue Freundinnen und findet zugleich noch eine sehr schöne Wohnung. Und da es ja gerade keine Arbeit gibt, kommt Clara auch der Mord vor der neuen Haustüre gerade recht. So kann sie gemeinsam mit Jule ein wenig Detektivin spielen und kommt dabei dem Mörder auch ganz schön nahe.

„Mörderische Brise“ ist weniger Krimi als vielmehr eine schöne Geschichte über die Lübecker Bucht, die Besonderheiten der Menschen dort, die Schönheit der Natur und die örtliche Sage rund um Roggenbuk. Viel Spannung sollte man hier nicht erwarten aber eine wirkliche Urlaubs- und Wohlfühlatmosphäre. Der Spannung kommt eben nur eine leichte Brise zu.

Copyright © 2022 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Viele Rätsel und eine Krankheit mit Schatten und Licht

Die Bibliothek meines Großvaters
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Kaede ist Grundschullehrerin, derzeit Single und unterrichtet an einer Grundschule, an der früher auch ihr Großvater als Lehrkraft tätig war. Mittlerweile ist er leider an Demenz erkrankt und bedarf der ...

Kaede ist Grundschullehrerin, derzeit Single und unterrichtet an einer Grundschule, an der früher auch ihr Großvater als Lehrkraft tätig war. Mittlerweile ist er leider an Demenz erkrankt und bedarf der Betreuung. Hier hat Kaede vieles für ihn organisiert und besucht ihn auch regelmässig.

Von ihrem Großvater hat Kaede ihre Leidenschaft für Rätsel und als sie sich öfter mit einem Kollegen und dessen Freund trifft, nehmen Rätsel plötzlich mehr Raum in ihrem Leben ein. Denn auch die beiden jungen Männer mögen Rätsel, vor allem solche mit kriminellem Hintergrund. So kommt es, dass Kaede viele Rätsel lösen muss. Dabei darf sie sich der Unterstützung ihres Großvaters sicher sein. Er ist immer mit von der Partie, auch wenn er zwischendurch auch die eine oder andere Vision hat, die seiner Krankheit geschuldet ist.

Dieser Roman ist in mehrere Kapitel eingeteilt und in jedem geht es um ein neues Rätsel. Dennoch bilden alle Kapitel zusammen eine große Geschichte. Hierbei geht es auch um Kaedes Kindheit, ihre Familie und einen zurückliegenden Schicksalsschlag.

Leider ist es dieses Buch kein richtiger Spannungsroman und vor allem ist es störend, dass die Rätsel ohne entsprechendes Vorwissen (z. B. des Großvaters) gar nicht lösbar sind. Die Handlung ist völlig anders als erwartet. Stellenweise plätschert alles so vor sich hin und man fragt sich als Leser nach den Zusammenhängen und dann wieder fesselt die Geschichte auch.

Insgesamt konnte mich „Die Bibliothek meines Grossvaters“ aber nicht überzeugen. Es fehlt zu oft an durchgehender Spannung oder einem roten Faden.

Die Aufmachung von Cover und Farbschnitt sind hingegen ein echter Hingucker.

Copyright © 2025 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Viel Träumerei, wenig Realität

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Der erste Blick auf Cover und Titel versprechen eine schöne Zeit mit diesem Buch und deuten Urlaub, Sommer und Träume an.

Träume sind dann auch da, gleich zu Beginn des Buches, aber sie sind anders als ...

Der erste Blick auf Cover und Titel versprechen eine schöne Zeit mit diesem Buch und deuten Urlaub, Sommer und Träume an.

Träume sind dann auch da, gleich zu Beginn des Buches, aber sie sind anders als erwartet. Diese Träume gehören zur Gertie, einer jungen Frau, die sich wirklich gerne ihren Tagträumereien hingibt, obwohl sie dafür eigentlich doch ein wenig zu alt scheint. Sie ist ledig und lebt mit Mutter und Großmutter und ganz viel Wolle in einem kleinen Häuschen im schottischen Ort Carso. Gertie arbeitet im örtlichen Supermarkt. Doch eigentlich wünscht sie sich ein anderes Leben, eigenständig und vielleicht mit einem Blick in die weite Welt.
Und dann trifft Gertie zufällig alte Schulkameradinnen wieder, an die sie eigentlich gar keine guten Erinnerungen hat und plötzlich verändert sich in ihrem Leben viel. Arbeit, Job und Abenteuer bereichern nun Gerties Welt.

Diese Geschichte ist zunächst einmal anders als erwartet. Die Protagonistin wirkt unbeholfen. Als Leserin konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, wie eine junge Frau so wenig im Leben angekommen sein kann. Leider dümpelt auch die Handlung zu Beginn der Geschichte ziemlich vor sich hin, bis sie dann doch nach ungefähr der Hälfte des Buches Fahrt aufnimmt. Ab da wird es spannend und es gibt viele Lichtblicke für Gertie, die sich konstant verändert.

Die Geschichte hat mich insgesamt unterhalten können, aber durchaus nicht im erwarteten Umfang.

Copyright © 2025 by Iris Gasper

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