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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2025

experimentelle Erzählform

Shark Heart
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Wren und Lewis haben geheiratet, doch wenige Wochen später erhält Lewis eine ungewöhnliche Diagnose: Er verwandelt sich langsam in einen Großen Weißen Hai und wird kaum ein Jahr als Mensch überleben. ...

Wren und Lewis haben geheiratet, doch wenige Wochen später erhält Lewis eine ungewöhnliche Diagnose: Er verwandelt sich langsam in einen Großen Weißen Hai und wird kaum ein Jahr als Mensch überleben. Während seine körperliche Metamorphose fortschreitet, muss Wren zu einer fürsorglichen Gefährtin werden, die sich mit dieser schmerzlichen Veränderung auseinandersetzt.

Besonders hervorgehoben wird die emotionale Wucht: Liebe, Trauer, Pflege, die Verarbeitung isolierender Krankheit – alles eingefangen mit filigraner Beobachtung von zwischenmenschlicher Nähe.
Shark Heart ist ein poetisches, mutiges Debüt, das durch seine ungewöhnliche Prämisse – den langsamen Verfall in einen Hai – eine emotionale Wucht entfaltet.
Von mir gibt es eine Empfehlung, insbesondere für Personen, welche an experimentelle Erzählformen Interesse haben.

Veröffentlicht am 03.06.2025

Humorvoll und tiefgründig

Der Duft des Wals
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„Der Duft des Wals“ von Paul Ruban ist ein humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman. Diese Mischung macht das Buch in meinen Augen auch sehr besonders und ansprechend.

Es geht um Judith ...

„Der Duft des Wals“ von Paul Ruban ist ein humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman. Diese Mischung macht das Buch in meinen Augen auch sehr besonders und ansprechend.

Es geht um Judith und Hugo, eine Paar, das in einem luxuriösen All-Inclusive-Resort in Mexiko versucht, die Ehe zu retten. Doch ein toter Wal, der an den Strand gespült wird und einen unangenehmen Geruch verbreitet, trübt das Paradies. Der tote Wal wird dabei zum geschickt gewählten Symbol für das Unausgesprochene und Unbeachtete, das dennoch allgegenwärtig ist.

Im Verlauf des Buches - vor allem in der zweiten Hälfte gibt es dann doch auch die ein oder andere sehr absurde Situation, das hat mir weniger gefallen - dafür auch ein Stern Abzug.

Ich habe mich durchgängig gut unterhalten gefühlt - sehr kurzweilig zu lesen, und daher kann ich das Buch auch gut weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 02.06.2025

emotional tiefgründig

Durch das Raue zu den Sternen
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Christopher Kloebles Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ ist eine feinfühlige Erzählung über Verlust, Familie und die Frage nach der eigenen Herkunft/Identität.

Besonders gefällt mir, dass ...

Christopher Kloebles Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ ist eine feinfühlige Erzählung über Verlust, Familie und die Frage nach der eigenen Herkunft/Identität.

Besonders gefällt mir, dass die Hauptfigur Arkadia sehr detailliert skizziert ist, mit Ecken und Kanten und als sehr liebevolle Figur erscheint. Man schließt sie einfach ins Herz und kann gar nicht anders. Die Geschichte beginnt, wie sie 13 Jahre alt war. Sie träumt davon, im Knabenchor mitzusingen und hofft auf die Rückkehr ihrer Mutter - das stellt ihren Vater vor eine Zerreißprobe. Arkadia will unbedingt eine berühmte Sängerin werden.

Was es mit der Mutter auf sich hatte, erfährt man erst recht zum Schluss. Diese rückblickenden Schilderungen haben mir nicht so zugesagt. Ich finde, es wurde einiges an Potential für das Buch liegen gelassen.

Eine sehr außergewöhnliche Idee für das Buch, gut gewählt. Der sehr sensible Schreibstil passt hervorragend zum Inhalt.

Veröffentlicht am 30.04.2025

toll

Fischtage
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Die Geschichte eines jungen Mädchen, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder, langsam aus der Pubertät entwächst, und ein Stück erwachsen wird. Mit Hilfe eines Plastikfisches und neuen Bekanntschaften ...

Die Geschichte eines jungen Mädchen, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder, langsam aus der Pubertät entwächst, und ein Stück erwachsen wird. Mit Hilfe eines Plastikfisches und neuen Bekanntschaften erlebt sie allerhand Abenteuer während ihrer Suche.

Das Buch liest sich so weg. Es ist witzig, detailreich und so locker lässig geschrieben, wie ein junges Mädchen so spricht. Mit einer sehr bildreichen Sprache ist so ein amüsantes, sehr witziges Buch entstanden. Die Personen in Ellas Umfeld, allen voran ihre Familie, sind sehr deutlich gezeichnet worden; man hat sie direkt vor Augen gesehen. Es sind alles liebenswerte Charaktere, mit allen ihren Schrullen und Eigenheiten.
Das Buch wirkt ein bisschen wie ein modernes Märchen.

Ella, die 16 jährige Protagonistin wirkt so echt, so authentisch und auf eine seltsame Art schutzbedürftig! Ich hätte sie so gern an die Hand genommen und gezeigt, wie Freundschaft und Familie auch sein kann!

Ein gelungener Debütroman, der sich zu lesen lohnt.

Veröffentlicht am 30.04.2025

tolle Fantasy Erzählung

Mystery Eye
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Das Cover ist toll gestaltet - und es trifft auch den Kern der Geschichte und passt somit perfekt authentisch zum Buch.

Die 14 jährige Tammy und fünf andere Personen ihrer Altersgruppe lernen ...

Das Cover ist toll gestaltet - und es trifft auch den Kern der Geschichte und passt somit perfekt authentisch zum Buch.

Die 14 jährige Tammy und fünf andere Personen ihrer Altersgruppe lernen sich kennen und finden sehr schnell heraus, dass alle telepathisch miteinander kommunizieren können. Es gibt immer mehr mysteriöse Gemeinsamkeiten bzw. Verbindungen und schnell wird klar, dass sie zusammen ein einzigartiges Team bilden.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Erzählung so in den Bann ziehen wird. Der Spannungsaufbau ist absolut gelungen. Die Autorin versteht es, die Leser:innen sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Interessant habe ich auch die einzelnen Hintergrundgeschichten der Figuren gefunden, die nach und nach preis gegeben werden.

Den Cliffhänger zum Ende des Buches finde ich persönlich gar nicht toll - ich denke, man würde auch zu einer Fortsetzung greifen, ohne dieser überraschenden und offenen Wendung zum Ende hin. So etwas gefällt mir gar nicht, daher ein Stern Abzug.