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Veröffentlicht am 05.10.2025

Auftakt, der Lust auf Band 2 macht

The Witch Collector
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

ich habe eine neue Obsession: und das sind diese schlichten, dunkel gehaltenen Cover mit den Protagonist:innen als gezeichnete Figuren vorne drauf. Glaube, könnte mir ein ganzes Bücherregal damit vorstellenXD Was meint ihr?

Nächste Obsession: vielleicht Hexen? Also sowohl bei Hexen als auch bei Vampiren muss ich immer als erstes an TVD denken. Ihr auch? Vor einigen Jahren habe ich so viele Vampirbücher gelesen, dann waren sie voll out (und ehrlich: wir brauchten alle eine Pause) und jetzt kommen sie zurück. Und dann sind da die Hexen. Davon habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht so viele Bücher gelesen. Aber vielleicht nehme ich sie jetzt gleich einfach mit dazu? „The Witch Colletor“ schien schonmal ein guter Anfang:)

Zur Info: Dies ist der erste Band einer Reihe von drei? Teilen. Keine Gewähr also, dass ihr danach nicht auch den zweiten Band lesen wollt:)

Zum Schreibstil:
Ehrlich gesagt habe ich etwas gebraucht, um in den Schreibstil hineinzufinden. Am Anfang sind es natürlich immer ein paar viele Orte und Namen, aber mir fiel es auch anfangs schwer, mich in Raina einzufühlen. Es wird hauptsächlich aus ihrer Perspektive erzählt und sie wirkt zunächst ein wenig eindimensional, weil sie sich nur auf ihren Zorn konzentriert, der mehr oder minder begründet ist. Das zieht sich ein bisschen durch die Handlung, dass da Zorn oder eben das Gegenteil ist und man nicht genau weiß, woher es eigentlich kommt. Zudem fand ich die Idee, dass Raina stumm ist, sehr spannend, allerdings wurde es im Buch oft etwas vergessen. Dann stand auf einmal doch dort, dass sie etwas sagt und die Worte sind nicht in kursiv gesetzt. Zudem war der Schreibstil einfach etwas unnahbar. Es fühlte sich für mich eher danach als, als würde ich der Geschichte zusehen, sie nicht richtig erleben.

Zur Geschichte allgemein:
Am Anfang einer solchen Reihe muss man natürlich erstmal die Welt und die ihr zugrundeliegenden Regeln und Grenzen kennenlernen. Diese Story schmeißt einen gleich mitten hinein in das Geschehen. Es geht sofort um den Witch Collector und auch die ersten Geheimnisse werden sofort angeteasert. Das hat mich schnell sehr neugierig gemacht. Ich wollte nicht nur Raina irgendwie verstehen, sondern vor allem die Welt erkunden und den vermeintlich „bösen“ Witch Collector kennen lernen. Es passiert dann ziemlich schnell ziemlich viel und die Ereignisse überschlagen sich geradezu. Danach folgt dann die Reise, auf der Alexus, aka der Witch Collector, und Raina zusammen unterwegs sind. Ein ziemlich klassischer Roman also, würde ich sagen.

Was ich spannend fand: wie die Magik, wie man sie hier nennt, in dieser Welt funktioniert (durch Singen und verweben von magischen Fäden, die allem innewohnen), wer der Witch Collector wirklich ist und was alles noch so in Raina steckt. Das hat mich durch die Geschichte gezogen, denn ich war wirklich gespannt darauf, die ganzen Geheimnisse aufzudecken. Was ich allerdings erstmal bekam, war eine lange Durststrecke. Zwar baut sich da eine Beziehung zwischen Raina und Alexus auf, aber es passiert einfach lange Zeit nichts und dann überschlagen sich die Ereignisse plötzlich geradezu. Die Geschichte verfährt tatsächlich oft so. Und vielleicht ist das etwas, was viele Leser:innen abschrecken könnte, denn man merkt doch sehr deutlich, dass die Story auf einen nächsten Band hinauswill. Sie lässt sich geradezu Zeit, um noch etwas für das nächste Buch übrig zu lassen. Allerdings fand ich, dass sie das eigentlich gar nicht nötig hatte. Die Geschichte entwickelt nämlich wie nebenbei immer wieder neue Erzählstränge und damit Rätsel, die ich zu gerne lesen wollte und immer noch möchte. Denn natürlich ist auch noch am Ende einiges offen. So gibt es einen dunklen Prinzen, eine Herkunftsgeschichte von vor dreihundert Jahren, alte Götter, den Witch Collector selbst, der geheimnisvolle Kräfte hat und natürlich Raina, die alles andere als normal ist. All das verbindet sich zu einer Story, die in diesem Band wirklich nur ein Teaser ist.

Stattdessen wird die Geschichte ein bisschen mit der Annäherung zwischen Alexus und Raina gefüllt. Wer eine Lovestory sucht, wird hier also vielleicht fündig. Ich fand’s ganz süß, vor allem, weil Alexus trotz seiner Vergangenheit ein wahrer Gentleman und wirklich toller Kerl ist. Er kümmert sich um Raina, bestärkt sie in ihren Fähigkeiten, nimmt ihr ihre Ängste und tut alles, um sie glücklich zu machen. Quasi ein Traumtyp wie aus dem Katalog. Und dennoch hat er durch seine Vergangenheit und seine Motive auch eine Seite, die nicht so vorhersehbar ist, weshalb er für mich durchweg spannend blieb. Raina nimmt dies gerne an, denkt aber gleichzeitig manchmal ziemlich klein. Sie hat ihren Platz in dieser Welt noch nicht gefunden und das merkt man. Ich mochte sie, weil sie sich so viel selbst beigebracht hat und einen guten Blick dafür hat, was gerade wichtig ist und dabei über ihren eigenen Schatten springt. Gleichzeitig benimmt sie sich manchmal aber auch etwas kindisch, denn statt zu reden, zieht sie erstmal falsche Schlüsse. Was das mit ihrem Ex-Lover zum Beispiel noch wird, kann ich gar nicht einschätzen…

Etwas enttäuschend fand ich, dass das Geheimnis des Witch Collectors nicht noch größer war. Irgendwas, was auch auf die Gegenwart Einfluss genommen hätte, sodass Raina da mehr in den Zwiespalt gekommen wäre. Aber nun, daran kann man nichts mehr ändern und die Story ist ja letztlich auch nicht meine;) Was ich mir aber noch wünschen würde für den nächsten Band wäre, dass seine Beziehung zum Frost King noch etwas ausführlicher erzählt werden würde, um da noch mehr Tiefe und Emotionen heraufzubeschwören. Ebenso zwischen dem Frost King und Nephele und Raina und Nephele. Gerade letztere blieb ziemlich blass dafür, dass Raina eigentlich die ganze Zeit sie an erste Stelle ihrer Mission setzt.

Ganz ganz spannend finde ich alles um den Prinzen des Ostens. Welche Magie hat er genutzt? Woher weiß er davon? Und wie stark ist er wirklich? Deshalb möchte ich den zweiten Band unbedingt noch lesen, denn auch wenn meine Rezension bis hierhin sicher etwas wirr wirkte (was das Buch ziemlich gut widerspiegelt), hat die Geschichte für mich doch sehr viel Potential. Ich denke, da kann noch einiges kommen und ich würde auch nur zu gerne mehr über Raina und ihre Fähigkeiten erfahren und noch ein bisschen tiefer in die Liebesgeschichte hineindriften. Deshalb sehe ich diesen Band einfach als Teaser auf das, was noch kommt und freue mich darauf:)

Fazit:
Die Geschichte hat definitiv Stärken wie auch Schwächen, deshalb gibt es solide drei Sterne von mir. Es sind super spannende Erzählstränge kombiniert, die Protagonist:innen sind interessant und es gibt einiges, was man während der Erzählung miträtseln kann. Ich mochte die Welt und das Magiesystem und auch Alexus und Raina als Paar sorgten sowohl für soften Spice als auch für schöne, tiefere Momente. Mir passierte an vielen Stellen allerdings zu wenig, einiges wurde zu schnell oder zu einfach aufgelöst und die Ereignisse überschlugen sich schnell, anstatt einen gleichmäßigen Spannungsbogen zu erzeugen. Dazu fehlte mir Tiefe bzw. Emotionen hinsichtlich der Nebenfiguren. Ich glaube, da kann aber noch einiges kommen, deshalb freue ich mich auf Band 2:)

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Bookish Setting

Beneath Broken Skies
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Auf den ersten Blick ist Beneath Broken Skies eine Office-Romance mit einem Hauch Enemies-to-Lovers – auf den zweiten Blick eine leise, melancholische Geschichte über Vergangenheit, Verlust und die Frage, ...

Auf den ersten Blick ist Beneath Broken Skies eine Office-Romance mit einem Hauch Enemies-to-Lovers – auf den zweiten Blick eine leise, melancholische Geschichte über Vergangenheit, Verlust und die Frage, wie viel Nähe man zulassen kann, wenn man gelernt hat, sich zu schützen.

Madelyn, genannt Maddie, war für mich eine sehr nachvollziehbare Protagonistin. Sie ist ruhig, kontrolliert, professionell – aber unter dieser Fassade brodelt viel. Ihre Geschichte ist geprägt von Verlust, Zurückweisung und der ständigen Angst, (wieder) verletzt zu werden. Nur ihr Großvater scheint ein wirklicher Anker in ihrem Leben zu sein. Der Rest? Mauer hoch, Blick geradeaus. Bis Wes wieder auftaucht – ihr Jugendschwarm, ihre alte Wunde.

Wesley Knight wirkt auf den ersten Blick wie der typische Bookboyfriend-Material-Chef – aber seine Geschichte bringt Brüche und Widersprüche mit sich. Er wollte nie in die Fußstapfen seiner Familie treten, doch nachdem sein Bruder Adam plötzlich verschwunden ist, bleibt ihm nichts anderes übrig. Sein Verhalten gegenüber Maddie ist ambivalent: mal charmant, mal verschlossen – was nachvollziehbar ist, aber oft auch frustrierend. Gerade weil zwischen den beiden eine gemeinsame Vergangenheit steht, die ständig angedeutet, aber nie ganz aufgelöst wird. Mich hat es ehrlich gesagt ziemlich schnell genervt, wie die beiden umeinander herumtanzen, ohne wirkliche Gründe für diese Zurückhaltung zu haben.

Was mich wirklich begeistert hat, war dagegen das Setting. Ein Roman, der in der Welt eines Buchverlags spielt? Yes, please! Die Einblicke in die Herstellung, die Leidenschaft für Bücher, Cover, Papier, Veredelung – das war ein absolutes Highlight und ein echtes Fest für Booknerds.

Was mich dagegen nicht ganz überzeugt hat, war die Liebesgeschichte. Zwischen Maddie und Wes hat mir oft der Funke gefehlt. Vieles blieb unausgesprochen, Konflikte wurden eher umkreist als gelöst, und die Entwicklung ihrer Beziehung fühlte sich manchmal mehr wie eine Notwendigkeit als wie eine natürliche Dynamik an. Die Chemie war da, aber nicht spürbar genug für mich.

Der Stil von Anna Savas ist wie gewohnt flüssig, emotional und angenehm zu lesen – besonders in den introspektiven Momenten der Figuren. Dennoch hatte das Buch für mich einige Längen. Gerade im Mittelteil fehlte mir die Handlung, und ich hatte das Gefühl, die Story tritt auf der Stelle. Auch das große Geheimnis rund um Adam wurde immer wieder angedeutet, aber nie wirklich aufgelöst – was eher frustrierte, als Spannung zu erzeugen. Vor allem, weil es bereits im Prolog angesprochen wurde und so wirklich früh Teil meiner Überlegungen war.

Und ja, dann kam dieser Cliffhanger. Ich will nicht spoilern – aber sagen wir so: Er kam überraschend und hat mich emotional ein bisschen kalt erwischt, weil mir dafür die Tiefe der Beziehung vorher gefehlt hat. Trotzdem: Ich muss wissen, wie es weitergeht. Band 2 wird also definitiv gelesen.

Fazit:
Beneath Broken Skies ist ein leises, atmosphärisches Buch mit großem Booklover-Herz, aber auch mit Schwächen in der Plotentwicklung und Figurenzeichnung. Die Liebesgeschichte konnte mich emotional nicht ganz abholen, das Setting jedoch umso mehr. Wer sich für Bücher über Bücher begeistert und eine ruhige Romance mit viel Tiefe mag, der könnte es aber sehr mögen.

3 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Second Chance on fleek

Lessons in Forgiving
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Hallo ihr Lieben ❤
was ich für mich herausgefunden habe? Vielleicht ist Second-Chance-Romance einfach nicht so meins. Nicht, weil ich nicht an zweite Chancen glaube – im Gegenteil! Aber manchmal ist der ...

Hallo ihr Lieben ❤
was ich für mich herausgefunden habe? Vielleicht ist Second-Chance-Romance einfach nicht so meins. Nicht, weil ich nicht an zweite Chancen glaube – im Gegenteil! Aber manchmal ist der Weg zurück eher ein Trampelpfad voller Stolpersteine und genau das hat Lessons in Forgiving für mich so emotional (und teilweise auch etwas anstrengend) gemacht.

Schreibstil:
Selina Maes Schreibstil ist wieder einmal locker-leicht und gleichzeitig atmosphärisch dicht. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen – und das, obwohl es durch die vielen Rückblenden am Anfang etwas gedauert hat, bis ich richtig in der Geschichte angekommen bin. Die emotionalen Momente kamen oft leise, aber intensiv – was mir gefallen hat. Trotzdem hätte ich mir an ein paar Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht, gerade was die Vergangenheit der beiden angeht. Warum sie sich getrennt haben, blieb für mich bis zum Ende ein wenig vage.

Zur Geschichte allgemein:
Im Mittelpunkt stehen Paula und Henry – zwei Figuren, die auf ihre ganz eigene Weise faszinieren. Paula mochte ich sofort: ehrgeizig, schlagfertig, aber auch mit sichtbaren Rissen in ihrer Fassade. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Karriere und Gefühl war spürbar und hat mich sehr berührt. Bei Henry habe ich etwas länger gebraucht – anfangs wirkte er fast zu glatt, zu selbstsicher. Doch nach und nach kamen die leisen Töne, sein Blick für Details und seine ehrliche Reue. Das hat ihn für mich zum Bookboyfriend-Material gemacht (zumindest für eine Weile).

Was mir besonders gefallen hat, war der Kontrast zwischen dem College-Alltag und den emotionalen Spannungen zwischen den beiden. Die Themen Fußball, Journalismus, familiäre Erwartungen und Leistungsdruck wurden sensibel eingebaut – ohne überladen zu wirken. Gerade Paulas familiärer Background brachte noch mal eine andere Tiefe in die Geschichte.

Die Chemie zwischen Paula und Henry war… nun ja, nicht explosiv – eher ein zartes Knistern, das sich langsam steigert. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, vor allem zu Beginn. Aber die leisen Gesten und tiefgründigen Gespräche gegen Ende haben das wieder wettgemacht. Besonders schön fand ich die Szenen, in denen die beiden ganz im Kleinen verbunden waren – ein Blick, ein Lächeln, ein Gespräch, das hängen blieb.

Die Nebencharaktere waren wieder charmant und vertraut. Ein Highlight war definitiv das Wiedersehen mit Dylan und Athalia – sie gaben der Geschichte einen warmen, humorvollen Rahmen, der für Ausgleich sorgte.

Trotz vieler schöner Momente blieb für mich ein leichtes Gefühl der Unvollständigkeit. Ich konnte Henry nie ganz greifen – manchmal war er mir zu fordernd, zu sehr davon überzeugt, dass Paula ihm noch etwas „schulde“. Auch wenn sich das im Laufe der Handlung verändert, hat das am Anfang einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Auch wenn der Schreibstil wieder überzeugt hat, kam mir die Handlung teilweise etwas inhaltsarm vor. Rückblenden nahmen viel Raum ein – und obwohl sie wichtig für das Verständnis waren, habe ich manchmal den Faden verloren. Zudem hätte ich mir etwas mehr emotionale Tiefe in den Schlüsselmomenten gewünscht – oder wenigstens einen klareren Bruchpunkt in ihrer Vergangenheit.

Fazit:
Lessons in Forgiving ist eine gefühlvolle College-Romance über zweite Chancen, alte Wunden und die Schwierigkeit, Vergangenheit und Zukunft in Einklang zu bringen. Paula als Figur hat mich absolut überzeugt – Henry… na ja, hat mich zwischendurch auch ordentlich genervt. Die Geschichte lebt von kleinen, ehrlichen Momenten, atmosphärischem Setting und einem starken Schreibstil. Leider blieb mir die große Emotion stellenweise aus – es war schön, aber nicht überwältigend. Wer ruhige Second-Chance-Stories mit einem Hauch College-Feeling und Tiefgang mag, wird hier aber sicher einige herzerwärmende Szenen finden.

Für mich 3 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Dark Romance in extra dark

Hurt Me, Deeply | Mit wunderschönem Farbschnitt
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Zur Info: Dies ist der dritte Teil der „Last Respects“-Reihe. Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach, aber dennoch sehr bildlich, roh ...

Zur Info: Dies ist der dritte Teil der „Last Respects“-Reihe. Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach, aber dennoch sehr bildlich, roh und spannungsgeladen. Ich bin durch die Seiten geflogen. Was mir aber etwas unverständlich geblieben ist, sind die Emotionen der Figuren. Zwar wurden sie beschrieben, aber es war schwer für mich, mich in dieses vollkommen andere Denken über das Leben anderer reinzuversetzen. Das hätte man glaube ich noch nahbarer machen können, um uns Leser:innen zumindest in dem Moment von der Rechtschaffenheit der Figuren zu überzeugen. So wie es jetzt war, passte es für mich dann einfach nicht so ganz in die wirklich Welt.
Auf der anderen Seite war es aber auch einfach spannend und interessant, die Mischung aus Folter, S** und bissigen Dialogen mitzuverfolgen. Manchmal wollte ich das Buch vor Ekel am liebsten weglegen, habe es dann aber doch nicht gemacht, weil mich die Handlung so mitgezogen hat. Diese Mischung sorgte also definitiv für eine Art Dynamik, die den Handlungsverlauf positiv beeinflusst hat.

Zur Geschichte allgemein:
Hauptfiguren dieser Geschichte sind Isla und Demjan, die beide Teil einer Familienkonstellation sind, die alles andere als friedliebend ist. Für Demjan ist Menschen töten an der Tagesordnung. Vor Gewalt schreckt er nicht zurück, nein er liebt sie geradezu. Und auch seine Freunde leben so und unterstützen ihn also in seinem Tun. Einerseits passt das natürlich sehr zum Genre und es war auch ganz spannend, einen solch „untypischen“ Beruf zu erleben, aber gleichzeitig blieb mir das alles auch sehr vage. Die meiste Zeit wirkten Demjans Aktionen sehr unüberlegt, impulsiv und voreilig. Einfach, um dann überzogen brutal zu sein. Ich weiß, wir sind hier im Genre Dark Romance, aber es wirkte auf mich einfach manchmal etwas random, da dies statt Geschehen, die die Handlung vorangebracht hätten, eingefügt wurden.

Isla mochte ich als Charakter ganz gerne. Sie ist in den besten Freund ihres Bruders verknallt, was natürlich verboten, dadurch für sie aber natürlich auch irgendwo super spannend ist. Cool fand ich an ihr, dass man eine Entwicklung ihres Charakters miterleben konnte. Anfangs ist sie recht unsicher, lässt sich noch viel herumschubsen, hat aber gleichzeitig schon ein schlagfertiges Mundwerk. Die Grundlagen sind also da, um mit Demjan mitzuhalten. Nach und nach findet sie dann heraus, was ihr Spaß macht, was sie zu ihrem Glück im Leben braucht und wie sie mit Demjan umgehen will. Manchmal auch auf einer tieferen Ebene, von der sie gar nicht weiß, dass sie existiert. So hat sie mir besser gefallen als Demjan, bei dem alles etwas oberflächlich bleibt.

Schade fand ich, dass Islas Bruder gar nicht viel Platz in der Geschichte bekommen hat, obwohl diese „verbotene“ Beziehung anfangs eigentlich ein Aufhänger ist, dann aber gar nicht weiter thematisiert wird. Außerdem war es mir so im Verhältnis ziemlich viel Folter und recht wenig Techtelmechtel. Bei Dark Romance erwarte ich schon irgendwie mehr Romance. Stattdessen ging es hier echt mehr um Demjans Vorlieben und dem Finden von Gemeinsamkeiten zwischen den beiden. Grundsätzlich ja nicht schlecht, aber die daraus entstandenen Szenen haben mich doch manchmal verstört. Das war mir einfach zu viel, weil ich es, wie oben schon beschrieben, nicht ganz nachempfinden konnte, weil ich keinen Zugang zu Demjan hatte und es mir so weit weg von der Realität schien. Denn ganz ehrlich (Achtung Spoiler): Demjan ist ein Serienmörder, wie er im Buche steht. Und das muss man mögen oder zumindest tolerien wollen, um dieses Buch wirklich genießen zu können.

Weiter zum Handlungsverlauf fand ich es ebenfalls etwas random, warum die beiden zusammen in den Urlaub gefahren sind, aber es sorgte natürlich für eine gewisse Nähe, die dann zu weiteren Verwicklungen geführt hat. Das war einfach gut für den Handlungsverlauf, sodass keine Längen entstanden und die beiden sich ja zwangsläufig miteinander auseinandersetzen mussten.
Auch auf anderen Ebenen überzeugt die Geschichte mit spannender Handlung. So gibt es noch einen Erzählstrang, der Gefahr in die Story bringt und gleichzeitig die Brücke zur Firma der Jungs schlägt und ebenso zu Islas Beruf.
Allerdings hat mich etwas enttäuscht, dass Isla trotz ihres Berufs etwas naiv wirkte. Da hätte irgendwie noch ein Kniff gefehlt, um mich zu überzeugen, dass die Verstrickungen für sie unabsehbar waren.








Fazit:
Insgesamt war „Hurt Me, Deeply“ für mich ein Buch mit Höhen und Tiefen. Der Schreibstil hat mich echt mitgezogen – bildlich, roh und voller Spannung. Ich mochte auch die Dynamik zwischen Isla und Demjan, vor allem weil sie sich gegenseitig herausfordern und dadurch etwas in Bewegung gerät. Isla war mir als Figur deutlich näher, bei Demjan blieb mir vieles einfach zu extrem und wenig greifbar. Auch wenn die Handlung stellenweise echt packend war, hat mir bei der Romance etwas die Tiefe gefehlt – es ging oft mehr um Gewalt und Macht als um echte Gefühle. Für mich war das teilweise zu drüber und dadurch nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Wer Lust auf eine richtig dunkle Geschichte hat, die auch mal verstört, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen – für mich persönlich war es aber eher ein „okay“, kein „wow“.

3 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Ein wenig zu happy, aber mega cozy!

Bookish Belles – Liebe hat tausend Seiten
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Schreibstil:
Den Schreibstil von Kelly Moran fand ich total angenehm zu lesen. Sie hat es sehr schön geschafft, die Atmosphäre der Stadt und der Menschen aufzufangen und an uns heranzutragen. Dazu nutzte ...

Schreibstil:
Den Schreibstil von Kelly Moran fand ich total angenehm zu lesen. Sie hat es sehr schön geschafft, die Atmosphäre der Stadt und der Menschen aufzufangen und an uns heranzutragen. Dazu nutzte sie viele Beschreibungen und ließ sich Zeit, jede Situation irgendwie liebevoll zu gestalten und zu beschreiben. Anfangs wirken diese Beschreibungen und Erklärungen vielleicht leicht zäh, da man eigentlich gerne möchte, dass etwas passiert und es endlich losgeht. Sobald dann aber der Grundstock für den Vibe und das Setting gelegt ist, konnte ich es voll genießen. Besonders die eingefügten Südstaatenweisheiten haben einen ganz besonderen Vibe mit reingebracht!

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee hinter den Bookish Belles fand ich total super: Drei Mädels, die sich um ein Vermächtnis kümmern, dass sie zusammenbringt und jede Menge andere Menschen bezaubert. I mean, wer von uns Leseratten hätte nicht gerne eine eigene Bibliothek? Los geht’s in diesem Buch mit Rebecca, die nach langer Abwesenheit zurück nach Valentine kommt, weil ihre Grams gestorben ist. Nun muss sie sich ein neues Leben aufbauen. Aber will sie das wirklich? Genau dort Valentine, Georgia? Das Besondere an Rebecca ist, dass sie eine Krankheit hat, mit der sie wirklich sehr offen umgeht, obwohl die nicht ohne ist. Und gleichzeitig hat sie ziemlich was durchgemacht in den letzten Jahren und muss jetzt erstmal wieder Selbstbewusstsein tanken.

Grundsätzlich mochte ich sie sehr gerne. Sie ist äußerst liebevoll, verständnisvoll und reflektiert. Vielleicht war sie mir aber ein klein wenig zu perfekt. Ja, wir lesen hier ein Buch, dass hauptsächlich von seinen happy Vibes und dem cozy Setting lebt. Aber ein wenig mehr Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie mit ihrem jetzigen Leben anstellen will, hätte ich mir schon gewünscht. Stattdessen ergibt sich in Valentine alles einfach ganz traumhaft für sie.

Dazu passt Graham perfekt. Anfangs wirkt es erst noch so, als würde er für etwas Aufruhr in dem kleinen Ort sorgen, aber das hat sich sehr schnell ergeben. Stattdessen ist er ein wahrer Schatz und Rebecca und er werden schnell zu einem super Team. Was ich daran etwas schade fand, war, dass die beiden nie unterschiedlicher Meinung sind und auch nicht so wirklich miteinander über ihre Zukunftspläne reden. Mir fehlte da einfach die Reibungsfläche um so richtig echte Emotionen heraufbeschwören zu können.
So haben die beiden sich zwar auch gefunden und waren super süß zusammen (ich habe es besonders geliebt, dass die beiden dem jeweils anderen auch den Erfolg gönnen und den anderen wertschätzen), aber es wirkte durchweg wie die Zeit mit der rosaroten Brille auf der Nase.
Dort, wo es hätte schwierig werden zu können, entsteht erst sehr spät ein Konflikt, der dann auch nicht wirklich einer ist. Einerseits gut, denn ich mag es, wenn das Drama nicht so übertrieben ist und die Figuren auch einfach mal miteinander reden. Andererseits fehlte dadurch auch hier noch wieder die Substanz.
In diesem Abschnitt, in dem man auf den Konflikt wartete, zog sich die Story ein wenig, denn eigentlich war es schon recht früh sehr happy. Da fehlte ein wenig Spannung für mich.

Was ich ebenfalls etwas schade fand war, dass die Bibliothek und die Bookish Belles gar nicht soo viel Platz bekamen, da Rebecca sich vornehmlich auf die Zeitung konzentriert. Da hätte für mich ruhig noch ein Sleepover in dem alten Gebäude dazukommen können.

Jetzt habe ich viel gemeckert, aber vielleicht auch, weil ich persönlich nicht ganz so viel damit anfangen kann, wenn es zu happy ist. Vielleicht ist das aber für euch genau das Richtige. Und dann werdet ihr voll auf eure Kosten kommen. Denn: Das Setting ist ultra schön beschrieben und kann sogar mit einer mythischen Vergangenheit aufwarten, die Bookish Belles (Rebecca, Dorothy & Scarlett) sind sehr sympathisch und die Idee dahinter ist an sich schon cozy, ist aber nochmal extra schön, weil die drei Freundinnen von den Einwohner:innen von Valentine ebenfalls unterstützt werden. Dann die Thematik mit der Zeitung, um die sich Rebeccas und Grahams Leben dreht fand ich ebenfalls ganz cool. So viel Fortschritt und liebevolle Details wachsen zu sehen, war mega schön.

Fazit:
Für mich ein schöner Auftakt für eine Reihe, die sich dem cozy Setting und vielen Glücksgefühlen und guten Vibes verschrieben hat. Die Figuren sind alle sehr sympathisch, der Ort liebevoll beschrieben und die Handlung läuft ohne große Dramatik ab. Allerdings auch ohne großartige Reibungspunkte oder Auseinandersetzungen (gedanklich). Dadurch blieb es mir persönlich etwas zu flach und teilweise auch etwas langatmig. Wer allerdings ein Buch sucht, dass einfach happy ist und sich in dem schönen Ort Valentine verlieren möchte, ist hiermit sehr gut bedient!

3 von 5 Sterne von mir.

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