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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2025

Leichte Sommerlektüre

Gestern auf Hiddensee
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"Gestern auf Hiddensee" ist eine ruhig erzählte Geschichte, die sich um das Leben von Jenny nach dem Verlust ihres Lebensgefährten dreht. Der Roman verbindet zwei Zeitstränge – Gegenwart und Rückblicke ...

"Gestern auf Hiddensee" ist eine ruhig erzählte Geschichte, die sich um das Leben von Jenny nach dem Verlust ihres Lebensgefährten dreht. Der Roman verbindet zwei Zeitstränge – Gegenwart und Rückblicke aus dem Jahr 1988 – und wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, was den Lesern Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Figuren ermöglicht.
Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, was für eine angenehme, entspannte Lektüre sorgt. Die kurzen Kapitel tragen zu einem zügigen Lesefluss bei und machen das Buch ideal für zwischendurch. Die Atmosphäre der Ostseeinsel Hiddensee wird angenehm vermittelt, auch wenn die Handlung insgesamt eher ruhig bleibt und keine großen Spannungsbögen entfaltet.
Ich hatte von dem Buch etwas mehr erwartet – die Handlung wirkt manchmal zu berechenbar und ist ohne große Höhepunkte. Das Ende ist leider nicht überraschend, was den Lesegenuss für den Leser, der auf Unvorhergesehenes hofft, etwas trüben könnte. Dennoch bietet das Buch eine nette Unterhaltung, insbesondere für jene, die unkomplizierte Geschichten mit emotionalem Tiefgang schätzen.
Zusammenfassend ist "Gestern auf Hiddensee" ein ruhiges, leicht zu lesendes Buch, das durch sein angenehmes Setting und die persönlichen Rückblicke besticht, aber mit einer nicht besonders komplexen Handlung und einigen vorhersehbaren Elementen.
Insgesamt ist das Leseerlebnis für mich mit 3 Sternen zu bewerten. Es ist eine nette, entspannte Lektüre, die gut geeignet ist, um eine kleine Auszeit zu genießen. Für alle, die eine leichte, ruhige Geschichte suchen, ist dieses Buch eine gute Wahl.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Eine berührende, aber distanzierte Liebesgeschichte

Mit dir steht die Welt nicht still
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In diesem Buch erzählt Melissa Müller eine bewegende Geschichte, die im London der Nachkriegszeit spielt. Die zufällige Begegnung zwischen Nanette und John entfaltet sich vor dem Hintergrund von Verlust ...

In diesem Buch erzählt Melissa Müller eine bewegende Geschichte, die im London der Nachkriegszeit spielt. Die zufällige Begegnung zwischen Nanette und John entfaltet sich vor dem Hintergrund von Verlust und Hoffnung. Während John sich in Nanette verliebt, kämpft sie mit ihrer traumatischen Vergangenheit und der Angst vor einem neuen Glück.
Die Briefe, die sie einander schreiben, sind ein zentrales Element der Erzählung und zeigen, wie sich ihre Beziehung trotz der physischen Distanz entwickelt. Die Autorin thematisiert die Kraft der Liebe und die Herausforderungen, die mit der Überwindung von Trauer und Angst verbunden sind.
Allerdings fiel es mir schwer, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Ihre inneren Konflikte und Emotionen wurden nicht immer nachvollziehbar vermittelt, was dazu führte, dass ich nicht vollständig mit ihnen mitfühlen konnte. Trotz der interessanten Thematik konnte das Buch mich nicht restlos überzeugen. Es bleibt ein berührendes Werk, das jedoch in der Tiefe der Charakterentwicklung etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Verlorene Geheimnisse zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die verlassene Villa
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„Die verlassene Villa“ von Sibylle Weischenberg ist ein Roman, der durch seine doppelte Erzählstruktur die Leser in zwei verschiedene Zeitebenen und Handlungsstränge eintauchen lässt. Das Buch verbindet ...

„Die verlassene Villa“ von Sibylle Weischenberg ist ein Roman, der durch seine doppelte Erzählstruktur die Leser in zwei verschiedene Zeitebenen und Handlungsstränge eintauchen lässt. Das Buch verbindet die Geschichte einer Liebe im Jahr 1964 auf dem Schloss Rosenhof mit der Gegenwart im Jahr 2024, in der die alleinerziehende Maklerin Leonie auf die Spur eines mysteriösen Ortes in Österreich kommt.
Die Vergangenheit ist deutlich spannender und lebendiger erzählt als die Gegenwart, was mich allerdings manchmal etwas enttäuschte, da die aktuellen Ereignisse eher ausschweifend wirken und weniger packend sind. Die Geschichte der jungen Konstanze und Richard ist faszinierend, vor allem durch die im Laufe einer Brieffreundschaft aufgedeckten Geheimnisse, die den Handlungsstrang in der Vergangenheit interessant gestalten.
Das Buch bietet eine gewisse suspense- und geheimnisvolle Atmosphäre, doch insgesamt konnte mich die Erzählung nicht vollständig überzeugen. Die ausführlichen Schilderungen und die ausschweifenden Beschreibungen der Gegenwartsszene erscheinen manchmal etwas langatmig, wodurch der Spannungsbogen verloren ging.
Fazit: Wer gerne historische Liebesgeschichten mit einem Hauch von Geheimnis liest und sich von der Atmosphäre der Vergangenheit fesseln lässt, wird bei diesem Buch sicherlich auf seine Kosten kommen. Für Leser, die eine kompakte und durchgehend fesselnde Geschichte erwarten, könnte die Gegenwart jedoch etwas zu langatmig wirken. Insgesamt ein solides Werk mit einer stärkeren Vergangenheit als Gegenwart.
3 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Eine Kindheit und Jugend in der Schweiz

«Ich bin aus dem Freiamt, wisst ihr, wo das ist?»
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In dieser Autobiografie der Autorin (geb. 1933 als viertes von zehn Kindern) begleitet der Leser die junge Maria Fischer durch ihre Kindheit und Jugend bis hin zum Kennenlernen des Bildhauers Rico Galizia, ...

In dieser Autobiografie der Autorin (geb. 1933 als viertes von zehn Kindern) begleitet der Leser die junge Maria Fischer durch ihre Kindheit und Jugend bis hin zum Kennenlernen des Bildhauers Rico Galizia, ihrem späteren Ehemann. Ihr Leben in der Familie ist geprägt durch religiöses Brauchtum und gelebten Glauben. In dieser tiefen Frömmigkeit ist der absolute Höhepunkt für Maria ihre Erstkommunion sowie die allererste Beichte im Alter von elf Jahren. Als Selbstversorger lebt die Familie auf einem Bauernhof im erzkatholischen Merenschwand im Oberfreiamt, einer Gemeinde im Schweizer Kanton Aargau. Obwohl sie nicht arm sind, ist das Geld doch knapp. Trotzdem ermöglichen die Eltern Maria und ihren Geschwistern eine Ausbildung.
Der geneigte Leser erhält Einsicht in das Leben einer Großfamilie, zu der auch die Großmutter und ihre Schwester Babette gehören. Ebenso die Tante Frieda (Schwester der Mutter) und der geistig beeinträchtigte Knecht Vinzenz. Der absolute Mittelpunkt der Familie ist die Mutter Anna, mit ihrer Klugheit, ihrem Humor und ihrer Offenheit.
Es sind beeindruckende Erinnerungen, die Maria Galizia-Fischer hier aufgezeichnet hat. Doch leider hatte ich mit dem Buch so meine Schwierigkeiten. Denn mir unbekannte Schweizer Ausdrücke und Mundartpassagen erschwerten immer wieder das Lesen und unterbrachen meinen Lesefluss, da ich jedes Mal die Übersetzung am Ende des Buches nachschlagen musste. Dieses wurde mit der Zeit mühsam und trübte meinen Lesegenuss erheblich.
Trotzdem ist diese Autobiografie lesenswert. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Klosprüche und Anekdoten eines Gastwirtes

Zur Krummen Brücke
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Rousseau, Gastwirt der Kneipe "Zur Krummen Brücke", erzählt von Vorkommnissen in seinem Lokal. Feinsinnig beschreibt er mit einem Augenzwinkern die verschiedenen Charaktere und deren Eigenschaften. Aber ...

Rousseau, Gastwirt der Kneipe "Zur Krummen Brücke", erzählt von Vorkommnissen in seinem Lokal. Feinsinnig beschreibt er mit einem Augenzwinkern die verschiedenen Charaktere und deren Eigenschaften. Aber auch von Geschehen wird berichtet, wie zum Beispiel das ungeklärte Schicksal der verschwundenen Köchin Jackie.
Es sind Aufzeichnungen, die zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen. Und in denen sich ganz sicher einige Stammgäste von Kneipen wiederfinden können.
Ein unterhaltsames Büchlein für zwischendurch. 3 Sterne.

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