Leider enttäuschend
Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil das Setting eigentlich genau meinen Geschmack trifft: eine Freundesgruppe, die sich in ein unheimliches Haus wagt, Geheimnisse aufdeckt und dabei jede Menge ...
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil das Setting eigentlich genau meinen Geschmack trifft: eine Freundesgruppe, die sich in ein unheimliches Haus wagt, Geheimnisse aufdeckt und dabei jede Menge Horrorfilm-Vibes verspricht. Genau so etwas mag ich normalerweise richtig gerne. Beim Lesen habe ich aber schnell gemerkt, dass mich einiges stört.
Der Schreibstil liest sich zwar leicht, aber für mich oft zu einfach. Stellenweise hatte ich das Gefühl, ein Kinderbuch in der Hand zu haben, obwohl die Figuren fast erwachsen sind. Ich lese sehr gerne Jugendbücher, aber hier hatte ich oft das Gefühl, dass eher jemand von außen eine Vorstellung davon wiedergibt, wie Teenager reden und denken, für mich wirkte das leider oft unauthentisch. Auch Wiederholungen haben mich immer wieder rausgebracht. Übrigens spielt das Buch in 2001, was ich beim Lesen kaum bemerkt habe.
Dazu kommt, dass mir die Figuren insgesamt zu blass geblieben sind. Es gibt mehrere Perspektiven, was eigentlich perfekt wäre, um richtig tief einzutauchen, aber das hat für mich nicht funktioniert. Entscheidungen wirkten unlogisch, und ich konnte weder eine echte Bindung zu den Charakteren aufbauen noch mit ihnen richtig mitfiebern. Auch die Romanze hat mich eher kalt gelassen.
Das Tempo war eher schwankend, mal wurde viel erklärt, dann wieder zog sich die Handlung, nur um plötzlich in übertriebene Wendungen zu springen, die konstruiert wirkten. Klischees stören mich normalerweise nicht, wenn sie gut umgesetzt sind, aber hier wurden sie eher benannt als lebendig erzählt. Der Mystery-Aspekt hätte viel mehr Raum verdient, stattdessen wurde oft erklärt statt gezeigt, was sich leider durchs ganze Buch zog.
Besonders enttäuscht hat mich der Schluss, denn der Epilog wirkte für mich unpassend und die Auflösung hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am Ende blieb für mich mehr Augenrollen als Gänsehaut zurück.
Ich hoffe, dass mir die Serie dazu besser gefällt, denn die Geschichte hat Potenzial, auch wenn sie in Buchform für mich leider nicht gepasst hat.