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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider nicht so wie erhofft

City of Dust and Shadows
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City of Dust and Shadows hat eine faszinierende, düstere Atmosphäre: eine geheimnisvolle Schattenwelt, eine adelige Elite, die sich in Intrigen verliert, und das düstere Paris, das von magischen Albträumen ...

City of Dust and Shadows hat eine faszinierende, düstere Atmosphäre: eine geheimnisvolle Schattenwelt, eine adelige Elite, die sich in Intrigen verliert, und das düstere Paris, das von magischen Albträumen bedroht wird. Trotzdem konnte mich die Story nicht so fesseln, wie ich gehofft hatte.

Einige Szenen wirkten für mich einfach unlogisch. Tess navigiert sich in der Stadt per Handy zur Wohnung ihrer Schwester, aber versucht nicht mal, die gesuchte Bar auf der Karte zu finden und irrt stattdessen herum. Die Liebesszene am Klavier irritierte mich ebenfalls – Tess sitzt auf der Tastatur, sodass ihr Kopf über dem von Lucien sein soll, was kaum möglich ist. Die Illustration am Anfang des Buches stellt die Szene sinnvoller dar, indem sie auf dem Flügelholz sitzt. Auch die Kampfszene beim Autounfall wirkte auf mich verwirrend, da Tess zuerst auf dem Beton kämpft und dann erst aus dem Auto klettert.

Außerdem rückte das Thema Drogen zu sehr in den Vordergrund, was mich persönlich gestört hat und mir die Geschichte weniger genießen ließ. Ich hätte mir stattdessen mehr Fokus auf die Fantasy-Elemente und die Albtraumwesen gewünscht. Die Spannung zog sich für meinen Geschmack oft zu schleppend dahin, und auch mit der Protagonistin bin ich nicht wirklich warm geworden. Sie akzeptiert viele unerklärliche Dinge, die sie eigentlich aus der Realität reißen müssten, fast zu schnell. Auch ihre Handlungen fand ich oft schwer nachvollziehbar, während die Nebencharaktere mir viel sympathischer erschienen. Die wiederholt auftauchenden alten Laternen in der Gestaltung, wie man sie an historischen Hauseingängen findet, ließen mich eher auf eine Geschichte in vergangener Zeit schließen.

Die Liebesgeschichte zwischen Tess und Lucien hatte zwar süße Momente, blieb aber leider zu flach und klischeehaft. Einige Dinge wurden zu sehr rückblickend zusammengefasst, die ich lieber direkt miterlebt hätte. Insgesamt ist City of Dust and Shadows für mich daher eher hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider ein wenig enttäuschend

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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“A Study in Drowning” konnte mich anfangs nicht vollständig in den Bann ziehen. Effy als Protagonistin brachte mich oft zum Zweifeln. Ihre Persönlichkeit wirkt widersprüchlich und schwer greifbar – einerseits ...

“A Study in Drowning” konnte mich anfangs nicht vollständig in den Bann ziehen. Effy als Protagonistin brachte mich oft zum Zweifeln. Ihre Persönlichkeit wirkt widersprüchlich und schwer greifbar – einerseits unsicher und verletzlich, andererseits selbstgerecht. Diese Mischung aus Schwäche und Arroganz machte es mir schwer, Sympathie für sie zu empfinden. Zudem fand ich ihre Gedanken und Handlungen oft kindlich und naiv, was für ihr Alter unangemessen wirkte. Ihre psychischen Probleme werden zwar angedeutet, aber nicht wirklich vertieft, was bei mir eher für Fragen sorgte als für Verständnis.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, bleibt leider oft vage. Viele Begriffe und gesellschaftliche Konzepte werden nur angerissen, etwa das “untere Hundert” oder religiöse Bezeichnungen wie “argantischer Heide.” Diese fehlenden Erklärungen ließen die Handlung oft unnötig schwerfällig wirken. So dass, das Potenzial dieser faszinierenden Welt ungenutzt blieb.

Ein Lichtblick war die Beziehung zwischen Effy und Preston. Als ruhiger und rationaler Gegenpol zu Effy brachte Preston eine angenehme Balance in die Geschichte. Die slow-burn Liebesgeschichte zwischen ihnen entwickelte sich zart und glaubwürdig und sorgte für schöne, leichte Momente inmitten der düsteren Grundstimmung.

Insgesamt konnte mich das Buch durch seine poetische Sprache, gesellschaftskritischen Themen und die Atmosphäre durchaus ansprechen, besonders die Ansätze zu Sexismus und Rassismus waren gelungen. Effys Entwicklung im Verlauf der Geschichte ließ sie für mich mit der Zeit nahbarer wirken und schwächte einige ihrer anfänglichen Widersprüche ab. Dennoch blieben Teile der Welt für mich zu distanziert, und die Spannung verlief Wellenartig, unter anderen war sie in Teilen vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider ein wenig langweilig

Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen
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Kings & Thieves war für mich eine besondere Leseerfahrung, denn es ist mein erstes Buch mit asiatischem Setting – und darauf hatte ich mich unglaublich gefreut. Ich finde Sagen und Mythologien faszinierend, ...

Kings & Thieves war für mich eine besondere Leseerfahrung, denn es ist mein erstes Buch mit asiatischem Setting – und darauf hatte ich mich unglaublich gefreut. Ich finde Sagen und Mythologien faszinierend, und Sophie Kim schafft es, mit ihrer Sprache und ihrem beeindruckenden Worldbuilding eine magische, lebendige Welt zu erschaffen. Die detaillierten Beschreibungen und die kreativen Neuerfindungen klassischer Motive haben mich begeistert.

Auch die Charaktere haben mir gefallen: Lina und Rui wirken durchdacht, und ihre Handlungen sowie Entwicklungen sind nachvollziehbar. Besonders gelungen fand ich, dass sie durch Rückblicke und Hintergrundgeschichten an Tiefe gewonnen haben. Es fiel mir leicht, mich in ihre Gedankenwelt hineinzuversetzen. Allerdings gab es zu Beginn sehr viele neue Begriffe, was den Einstieg etwas erschwert hat.

Trotz der spannenden Grundidee konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Die Handlung wirkte oft vorhersehbar, und es fehlten überraschende Wendungen, die mich wirklich mitgerissen hätten. Manche Passagen zogen sich, und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich stellenweise etwas gelangweilt habe. Das Ende war für meinen Geschmack zu abstrakt und fühlte sich an manchen Stellen konstruiert an, sodass es mich emotional nicht überzeugen konnte.

Trotzdem möchte ich dem nächsten Band noch eine Chance geben, denn Sophie Kims Stil hat viel Potenzial, und ich hoffe, dass die Geschichte im weiteren Verlauf spannender und dynamischer wird. Kings & Thieves war für mich eine solide Lektüre mit Stärken, aber auch Schwächen – daher vergebe ich 3/5 ⭐.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Fantasy, die fesselt – aber nicht ganz überzeugt

Finale
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Nach den ersten beiden Bänden war ich unglaublich gespannt, wie die „Caraval“-Reihe zu Ende gehen würde. „Finale“ war spannend und unterhaltsam, und die magische Atmosphäre der Welt konnte mich auch dieses ...

Nach den ersten beiden Bänden war ich unglaublich gespannt, wie die „Caraval“-Reihe zu Ende gehen würde. „Finale“ war spannend und unterhaltsam, und die magische Atmosphäre der Welt konnte mich auch dieses Mal fesseln. Trotzdem fehlte mir leider der besondere Charme des Spiels, der mich an den vorherigen Bänden so fasziniert hat. Es fühlte sich weniger wie das mysteriöse Caraval an, das ich lieben gelernt habe, sondern eher wie eine klassische Fantasygeschichte, die an einigen Stellen ihren Fokus verliert.

Positiv überrascht hat mich, dass Tella mir in diesem Band endlich sympathischer wurde. Sie hat eine deutliche Entwicklung durchgemacht, und ich konnte ihre Entscheidungen besser nachvollziehen. Besonders gefallen hat mir eine Szene, die mich emotional wirklich mitgerissen hat – ein Gefühl, das ich mir von dieser Reihe schon früher gewünscht hätte. Auch zwei Wendungen im Plot kamen für mich überraschend, was definitiv ein Highlight war.

Was mich allerdings gestört hat, waren die vielen Wiederholungen. Es wird ständig erklärt, wie bestimmte Dinge zu verstehen sind, was zwar praktisch ist, wenn man die Bände nicht direkt nacheinander liest, mich aber gestört hat. Manche Szenen hätten ohne diese Erklärungen viel mehr Wirkung gehabt – etwa das Ende von Scarlett und Julian. Durch die zusätzliche Erklärung hat es für mich an Subtilität verloren. Auch das ständige Hin und Her zwischen den Liebespaaren war mir zu langatmig und hätte straffer erzählt werden können.

Insgesamt bleibt „Finale“ eine unterhaltsame Geschichte mit starken Momenten, aber als Abschlussband hat es meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Viel Potenzial, wenig Wirkung

I Am Fury
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Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut, vor allem wegen des pakistanisch inspirierten Settings, da ich so etwas bisher noch nicht gelesen habe. Umso enttäuschter bin ich leider, dass mich die ...

Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut, vor allem wegen des pakistanisch inspirierten Settings, da ich so etwas bisher noch nicht gelesen habe. Umso enttäuschter bin ich leider, dass mich die Geschichte am Ende überhaupt nicht emotional erreichen konnte.

Mein erstes Problem hatte ich tatsächlich schon mit dem Einstieg, weil manche Dinge direkt zu Beginn sehr unlogisch auf mich wirkten. Dadurch wurde meine Vorfreude leider direkt etwas geschmälert, obwohl ich wirklich versucht habe, darüber hinwegzusehen.

Dabei hat die Geschichte mit ihrem zentralen Thema eigentlich unglaublich viel Potenzial. Rache bietet so viel Raum für Tragik, starke Emotionen und moralische Konflikte, doch genau das wurde für mich nie wirklich ausgeschöpft. Gerade im Mittelteil hatte ich oft das Gefühl, dass die Handlung eher vor sich hinplätschert, obwohl die Geschichte eigentlich so intensiv hätte sein können.

Das Setting und auch das Magiesystem werden nicht besonders ausführlich erklärt, was mich hier überraschenderweise aber gar nicht gestört hat. Obwohl ich normalerweise sehr ausgearbeitete Magiesysteme liebe, kam ich mit den Beschreibungen gut zurecht. Die Magie blieb eher einfach, wirkte dabei aber trotzdem kreativ und atmosphärisch passend.

Mit der Lovestory konnte ich leider überhaupt nichts anfangen. Die Rückblicke in Danias früheres Leben waren zwar interessant, aber emotional hat mich die Beziehung zu Mazin einfach nicht erreicht. Vor allem weil die Romance sehr vorhersehbar war, ging für mich viel Spannung verloren. Dazu kommt, dass der angeblich so tiefe Hass teilweise fast komplett vergessen wirkte. Ehrlich gesagt hätte mir die Geschichte ohne Lovestory deutlich besser gefallen. Zwischen Dania und Noor habe ich stellenweise sogar mehr Spannung gespürt als zwischen Dania und Mazin.

Noor war gleichzeitig einer meiner liebsten und frustrierendsten Aspekte des Buches. Ihre Freundschaft mit Dania mochte ich wirklich sehr gerne und ich fand ihre Entwicklung miteinander schön umgesetzt. Gleichzeitig hatte ich aber oft das Gefühl, dass Noor eher als Mittel benutzt wurde, damit die Handlung funktioniert, statt wie eine vollständig ausgearbeitete Person zu wirken.

Allgemein blieben die Charaktere für mich leider zu blass. Genau deshalb konnte mich die Geschichte emotional überhaupt nicht erreichen und weder beim Lesen noch beim Hören habe ich wirklich etwas gefühlt. Gerade bei einem Buch, das sich so stark mit einem großen Thema wie Rache beschäftigt, hätte ich mir mehr emotionale Wucht gewünscht.

Deshalb hat mich auch das Ende enttäuscht. Ich hätte mir ein Ende gewünscht, das nachhallt, vielleicht etwas vermittelt oder einen länger beschäftigt. Stattdessen wirkte vieles auf mich viel zu einfach gelöst und am Ende sehr zugunsten der Protagonistin geschrieben, wodurch für mich ein großer Teil der emotionalen Wirkung verloren gegangen ist. Gerade bei einer Geschichte über Rache hätte ich mir mehr Konsequenzen, mehr Tragik oder zumindest mehr emotionale Tiefe gewünscht.

Was mich zusätzlich wirklich etwas sauer macht, ist die Vermarktung als „female rage“. Denn genau das habe ich hier absolut nicht bekommen. Für mich hat diese Geschichte mit echter female rage ehrlich gesagt nichts zu tun und diese Bezeichnung weckt einfach komplett andere Erwartungen.

Trotzdem glaube ich, dass viele andere Leser*innen Spaß mit dem Buch haben könnten, besonders wenn man lieber Romantasy als klassische Fantasy liest, Lust auf ein eher seltenes Setting hat, Geschichten über Rache spannend findet und Happy Ends mag.

Außerdem basiert die Geschichte wohl auf einer Nacherzählung von „Der Graf von Monte Christo“. Das Original habe ich selbst allerdings nicht gelesen, weshalb ich dazu nichts sagen kann.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen und das Setting definitiv etwas Besonderes. Leider konnten diese Aspekte die emotionalen Schwächen der Geschichte für mich aber nicht ausgleichen.

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