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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2025

Ich wollte es lieben- konnte es nicht

A Fate inked in Blood (Skaland-Saga 1)
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Ich hatte richtig Lust auf ein Buch mit nordischer Atmosphare, politischem Intrigenspiel und einer starken Protagonistin und „A Fate Inked in Blood" klang genau danach. Gerade das Worldbuilding hat mir ...

Ich hatte richtig Lust auf ein Buch mit nordischer Atmosphare, politischem Intrigenspiel und einer starken Protagonistin und „A Fate Inked in Blood" klang genau danach. Gerade das Worldbuilding hat mir wirklich gut gefallen. Die nordische Mythologie, das Magiesystem und die Idee rund um die Schildmaid wirken durchdacht und spannend. Auch Freya als Hauptfigur hat Potenzial - sie will nicht länger Spielball sein, sondern selbst über ihr Schicksal bestimmen.

Die Liebesgeschichte ist eher slowburn, auch wenn wir den Loveinterst schnell kennenlernen, und wird nachvollziehbar aufgebaut. Die Sprecherin mochte ich auch, sie hat angenehm gelesen und passte zur Stimmung. Trotzdem hat mich das Hörbuch komplett in eine Flaute gezogen. Ich konnte einfach keine Verbindung aufbauen - weder zu den Figuren noch zur Geschichte. Ich habe immer wieder gemerkt, dass ich abschweife, gar nicht richtig zuhöre oder sogar überlege, einfach abzubrechen.

Es gab einige spannende Wendungen, und eigentlich ist die Geschichte solide erzählt, aber emotional hat sie mich null erreicht. Ich muss auch zugeben, dass ich spicy Szenen in Hörbüchern schwer ertrage. Ich habe die meisten einfach geskippt, weil es sich für mich unangenehm angefühlt hat. Vielleicht wäre das Buch als Printversion bei mir besser angekommen - so war es einfach nicht das Richtige zur falschen Zeit. Also werde ich die Reihe trotz Cliffhanger nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Hat mich nicht ganz abgeholt, aber ein wichtiges Werk

A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja
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In „Die Heldinnen von Troja" verleiht Natalie Haynes Frauen aus den antiken Mythen, die oft im Hintergrund bleiben, eine zentrale Stimme. Sie zeigt die Perspektiven von Göttinnen, Sklavinnen, wartenden ...

In „Die Heldinnen von Troja" verleiht Natalie Haynes Frauen aus den antiken Mythen, die oft im Hintergrund bleiben, eine zentrale Stimme. Sie zeigt die Perspektiven von Göttinnen, Sklavinnen, wartenden Ehefrauen und anderen Figuren, die durch den Trojanischen Krieg betroffen sind. Die Figurenliste zu Beginn des Buches ist hilfreich, um den Überblick über die vielen Charaktere zu behalten.

Haynes Schreibstil ist anspruchsvoll, eine Mischung aus literarischer und populärwissenschaftlicher Sprache. Dies macht das Buch zwar interessant, aber auch herausfordernd. Die wechselnden Perspektiven und Zeitsprünge führen dazu, dass die Geschichte nicht linear erzählt wird und der klassische Spannungsbogen fehlt. Jedes Kapitel befasst sich mit einer anderen Figur zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort, was es schwierig macht, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, vor allem, weil sie oft nur kurz im Mittelpunkt stehen.

Positiv hervorzuheben ist, dass Haynes die Darstellung der Schändung an den Frauen im Hintergrund hält. Dies macht das Lesen angenehmer, da sie sich stattdessen auf die emotionalen und psychologischen Aspekte der Figuren konzentriert, was dem Buch Tiefe verleiht. Trotz des allwissenden Erzählers, der manchmal das Einfühlen in die Figuren erschwert, gelingt es Haynes, die Stärke und Tragik der Frauen von Troja gut darzustellen.

Insgesamt ist „Die Heldinnen von Troja" ein bedeutendes feministisches Werk, das jedoch durch seinen anspruchsvollen Stil und die ungewöhnliche Struktur nicht einfach zu lesen ist. Der Schreibstil ließ mich manchmal emotional distanziert zurück, obwohl das Potenzial zum Mitfühlen vorhanden war.

Die Kapitelsprünge führten dazu, dass sich keine Spannung aufbaute. Empfehlen würde ich das Buch denen, die sich für griechische Mythologie interessieren oder den besonderen Stil von Natalie Haynes schätzen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider nicht so wie erhofft

City of Dust and Shadows
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City of Dust and Shadows hat eine faszinierende, düstere Atmosphäre: eine geheimnisvolle Schattenwelt, eine adelige Elite, die sich in Intrigen verliert, und das düstere Paris, das von magischen Albträumen ...

City of Dust and Shadows hat eine faszinierende, düstere Atmosphäre: eine geheimnisvolle Schattenwelt, eine adelige Elite, die sich in Intrigen verliert, und das düstere Paris, das von magischen Albträumen bedroht wird. Trotzdem konnte mich die Story nicht so fesseln, wie ich gehofft hatte.

Einige Szenen wirkten für mich einfach unlogisch. Tess navigiert sich in der Stadt per Handy zur Wohnung ihrer Schwester, aber versucht nicht mal, die gesuchte Bar auf der Karte zu finden und irrt stattdessen herum. Die Liebesszene am Klavier irritierte mich ebenfalls – Tess sitzt auf der Tastatur, sodass ihr Kopf über dem von Lucien sein soll, was kaum möglich ist. Die Illustration am Anfang des Buches stellt die Szene sinnvoller dar, indem sie auf dem Flügelholz sitzt. Auch die Kampfszene beim Autounfall wirkte auf mich verwirrend, da Tess zuerst auf dem Beton kämpft und dann erst aus dem Auto klettert.

Außerdem rückte das Thema Drogen zu sehr in den Vordergrund, was mich persönlich gestört hat und mir die Geschichte weniger genießen ließ. Ich hätte mir stattdessen mehr Fokus auf die Fantasy-Elemente und die Albtraumwesen gewünscht. Die Spannung zog sich für meinen Geschmack oft zu schleppend dahin, und auch mit der Protagonistin bin ich nicht wirklich warm geworden. Sie akzeptiert viele unerklärliche Dinge, die sie eigentlich aus der Realität reißen müssten, fast zu schnell. Auch ihre Handlungen fand ich oft schwer nachvollziehbar, während die Nebencharaktere mir viel sympathischer erschienen. Die wiederholt auftauchenden alten Laternen in der Gestaltung, wie man sie an historischen Hauseingängen findet, ließen mich eher auf eine Geschichte in vergangener Zeit schließen.

Die Liebesgeschichte zwischen Tess und Lucien hatte zwar süße Momente, blieb aber leider zu flach und klischeehaft. Einige Dinge wurden zu sehr rückblickend zusammengefasst, die ich lieber direkt miterlebt hätte. Insgesamt ist City of Dust and Shadows für mich daher eher hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider ein wenig enttäuschend

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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“A Study in Drowning” konnte mich anfangs nicht vollständig in den Bann ziehen. Effy als Protagonistin brachte mich oft zum Zweifeln. Ihre Persönlichkeit wirkt widersprüchlich und schwer greifbar – einerseits ...

“A Study in Drowning” konnte mich anfangs nicht vollständig in den Bann ziehen. Effy als Protagonistin brachte mich oft zum Zweifeln. Ihre Persönlichkeit wirkt widersprüchlich und schwer greifbar – einerseits unsicher und verletzlich, andererseits selbstgerecht. Diese Mischung aus Schwäche und Arroganz machte es mir schwer, Sympathie für sie zu empfinden. Zudem fand ich ihre Gedanken und Handlungen oft kindlich und naiv, was für ihr Alter unangemessen wirkte. Ihre psychischen Probleme werden zwar angedeutet, aber nicht wirklich vertieft, was bei mir eher für Fragen sorgte als für Verständnis.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, bleibt leider oft vage. Viele Begriffe und gesellschaftliche Konzepte werden nur angerissen, etwa das “untere Hundert” oder religiöse Bezeichnungen wie “argantischer Heide.” Diese fehlenden Erklärungen ließen die Handlung oft unnötig schwerfällig wirken. So dass, das Potenzial dieser faszinierenden Welt ungenutzt blieb.

Ein Lichtblick war die Beziehung zwischen Effy und Preston. Als ruhiger und rationaler Gegenpol zu Effy brachte Preston eine angenehme Balance in die Geschichte. Die slow-burn Liebesgeschichte zwischen ihnen entwickelte sich zart und glaubwürdig und sorgte für schöne, leichte Momente inmitten der düsteren Grundstimmung.

Insgesamt konnte mich das Buch durch seine poetische Sprache, gesellschaftskritischen Themen und die Atmosphäre durchaus ansprechen, besonders die Ansätze zu Sexismus und Rassismus waren gelungen. Effys Entwicklung im Verlauf der Geschichte ließ sie für mich mit der Zeit nahbarer wirken und schwächte einige ihrer anfänglichen Widersprüche ab. Dennoch blieben Teile der Welt für mich zu distanziert, und die Spannung verlief Wellenartig, unter anderen war sie in Teilen vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider ein wenig langweilig

Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen
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Kings & Thieves war für mich eine besondere Leseerfahrung, denn es ist mein erstes Buch mit asiatischem Setting – und darauf hatte ich mich unglaublich gefreut. Ich finde Sagen und Mythologien faszinierend, ...

Kings & Thieves war für mich eine besondere Leseerfahrung, denn es ist mein erstes Buch mit asiatischem Setting – und darauf hatte ich mich unglaublich gefreut. Ich finde Sagen und Mythologien faszinierend, und Sophie Kim schafft es, mit ihrer Sprache und ihrem beeindruckenden Worldbuilding eine magische, lebendige Welt zu erschaffen. Die detaillierten Beschreibungen und die kreativen Neuerfindungen klassischer Motive haben mich begeistert.

Auch die Charaktere haben mir gefallen: Lina und Rui wirken durchdacht, und ihre Handlungen sowie Entwicklungen sind nachvollziehbar. Besonders gelungen fand ich, dass sie durch Rückblicke und Hintergrundgeschichten an Tiefe gewonnen haben. Es fiel mir leicht, mich in ihre Gedankenwelt hineinzuversetzen. Allerdings gab es zu Beginn sehr viele neue Begriffe, was den Einstieg etwas erschwert hat.

Trotz der spannenden Grundidee konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Die Handlung wirkte oft vorhersehbar, und es fehlten überraschende Wendungen, die mich wirklich mitgerissen hätten. Manche Passagen zogen sich, und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich stellenweise etwas gelangweilt habe. Das Ende war für meinen Geschmack zu abstrakt und fühlte sich an manchen Stellen konstruiert an, sodass es mich emotional nicht überzeugen konnte.

Trotzdem möchte ich dem nächsten Band noch eine Chance geben, denn Sophie Kims Stil hat viel Potenzial, und ich hoffe, dass die Geschichte im weiteren Verlauf spannender und dynamischer wird. Kings & Thieves war für mich eine solide Lektüre mit Stärken, aber auch Schwächen – daher vergebe ich 3/5 ⭐.

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