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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2025

Voller Spannung

BAD VIBES. Deine Geheimnisse sterben nie
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Mit Bad Vibes hat sich Bianca Iosivoni wieder ins Thriller-Genre gewagt. Die Idee hinter der Geschichte habe ich super spannend gefunden und der Einstieg ist so packend, dass man direkt in die Welt geworfen ...

Mit Bad Vibes hat sich Bianca Iosivoni wieder ins Thriller-Genre gewagt. Die Idee hinter der Geschichte habe ich super spannend gefunden und der Einstieg ist so packend, dass man direkt in die Welt geworfen wird. Obwohl das Buch mit rund 700 Seiten relativ dick ist, liest es sich schnell, weil sich die Geschichte an keiner Stelle zieht und durchgehend spannend bleibt. Man rätselt ständig mit, wartet auf jeden neuen Hinweis und möchte immer nur wissen, wie es weitergeht. Auch an Überraschungsmomenten fehlt es nicht.
Dahlia als Hauptperson ist sehr tough und beweist durchgehend viel Stärke. Ich hätte mir keinen besseren Hauptcharakter für die Geschichte vorstellen können und mochte auch die Entwicklung, die sie durchläuft. Die weiteren Charaktere sind alles andere als durchschaubar und besitzen viele Facetten. Ich habe es geliebt über jeden mehr zu erfahren und langsam zu erkennen, was für ein Puzzleteil sie in der komplexen Geschichte spielen. Bianca Iosivoni hat hier wirklich ein gut durchdachtes Mosaik an Figuren geschaffen, die ihren Teil zum Thriller beitragen und für abwechslungsreiche Momente sorgen.
Es gibt auch einen Romance-Part und hier muss ich leider sagen, dass mich dieser nicht ganz angesprochen hat. Der Teil hat meinen Geschmack leider nicht ganz getroffen, weil ich süßere Liebesgeschichten mehr mag, die auf einer seelischen Bindung aufbauen. In Bad Vibes hätte ich es besser gefunden, wenn man sich nur auf einen Love Interest konzentriert hätte. Leider hat sich das etwas negativ auf mein gesamtes Leseerlebnis ausgewirkt. Vom Thriller-Aspekt allein ist Bad Vibes aber wirklich gut gelungen und der Romance-Part Geschmacksache.

Fazit: Voller Spannung und Nervenkitzel - man fiebert ständig mit.

Veröffentlicht am 04.06.2025

Voller Wärme

Jeongmin töpfert das Glück
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Jeongmin töpfert das Glück ist eine healing Geschichte, für die man sich gerne mehr Zeit nimmt. Sie lässt einen alles um sich herum vergessen, eine Auszeit nehmen und regt zum Nachdenken an. In Jeongmin ...

Jeongmin töpfert das Glück ist eine healing Geschichte, für die man sich gerne mehr Zeit nimmt. Sie lässt einen alles um sich herum vergessen, eine Auszeit nehmen und regt zum Nachdenken an. In Jeongmin konnte ich mich schnell wiederfinden. Nahbar wird von ihrer Erschöpfung geschildert und es wird sehr deutlich, warum die Schnelllebigkeit, die man vor allem in Seoul findet, sie ausgebrannt hat. Umso schöner ist es zu sehen, wie sie durch die Keramikwerkstatt langsam wieder mehr Freude und zurück zu sich findet.
Die Szenen in der Werkstatt werden sehr schön beschrieben und stecken voller Wärme. Mit viel Herz wird das Handwerk beschrieben, sodass man sich beim Lesen selbst in die Kunst verliebt. Jeongmins Entwicklung zu verfolgen hat mich berührt. In einer Welt, die sich darum dreht, schneller und weiter zu kommen, kann man sich leicht verlieren. Umso schöner ist es mit ihr zusammen zu realisieren, wie wichtig Ruhe in all dem Trubel ist und dass man auch in einem einfacheren Leben Erfüllung finden kann.
Mit viel Tiefe wird auch auf die Nebencharaktere eingegangen und ihre besonderen Geschichten habe ich ebenfalls gerne verfolgt. Beim Lesen habe ich mir oft gewünscht, selbst die Keramikwerkstatt zu besuchen und mit all den Besuchenden und Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Fazit: Eine wirklich herzerwärmende Geschichte, die zeigt wie heilsam das Keramikhandwerk und der Fokus auf etwas Ruhigem sein kann.

Veröffentlicht am 15.05.2025

Sehr spannend

Diamond Empress. A Million Reasons
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Als Diamond Empress angekündigt wurde, hat mich das Buch sofort neugierig gemacht. Eine Eat-the-rich-Story auf einem Kreuzfahrtschiff - das klingt einfach nach Spannung pur. Das Buch hat mich auch beim ...

Als Diamond Empress angekündigt wurde, hat mich das Buch sofort neugierig gemacht. Eine Eat-the-rich-Story auf einem Kreuzfahrtschiff - das klingt einfach nach Spannung pur. Das Buch hat mich auch beim Lesen von Anfang an in den Bann gezogen, weil Nena Tramountani ein packender filmreifer Einstieg gelungen ist, der Lust auf mehr macht und sofort hunderte von Fragen aufkommen lässt, auf die man Antworten möchte.
Der Kreuzfahrt-Alltag der Crew wird nahbar geschildert, sodass ich mir ein gutes Bild davon machen konnte. Im Vorfeld habe ich mich gefragt, wie man auf einem Schiff für Abwechslung sorgen möchte und ob es nicht zu eintönig vom Setting wirkt. Die Autorin beschreibt aber alles so lebendig, dass es nicht langweilig wird und zeigt, dass es auch auf einem Schiff unterschiedliche Kulissen geben kann.
Wie man es von der Autorin kennt, hat sie mit Noemi und Viktor zwei authentische Charaktere geschaffen, die echt wirken. Sie sind vielleicht nicht jedem auf Anhieb sympathisch, aber das müssen sie auch nicht und ich finde es toll, dass sie einfach normale unperfekte Menschen sein dürfen. Was ich an Noemi auf Anhieb cool gefunden habe, ist dass sie sich ihrer Privilegien bewusst ist und das Luxus-Leben reflektiert betrachtet. Gesellschaftskritik gibt es an sich viel und ich finde es wirklich stark, wie hier die Schattenseiten der Kreuzfahrtindustrie beleuchtet werden, ohne dass es überladen wirkt.
Die Liebesgeschichte zwischen Noemi und Viktor steht nicht so sehr im Fokus wie man es aus anderen Büchern des Genres kennt. Gestört hat mich das aber nicht, weil ich die Überfallgeschichte so packend gefunden habe. Ganz ehrlich: Ich hätte gar keinen Romance-Part gebraucht, weil der Rest so stimmig gewesen ist. Die Annäherung beider habe ich natürlich trotzdem gerne verfolgt und fand es toll, dass sie aus vielen tiefgründigen und vor allem selbstreflektierten Gesprächen bestand. Manchmal erleben die beiden auch dramatische Auf- und Ab-Momente, wodurch man noch mehr mitfiebert. Das Buch hatte manchmal ein paar Längen für mich, aber das ist nicht schlimm, weil es als Gesamtpaket wirklich gelungen ist. Der Cliffhanger lässt auch sofort das Interesse an der Fortsetzung steigen.

Fazit: Eine spannende Eat-the-rich-Geschichte mit viel Nervenkitzel.

Veröffentlicht am 23.02.2025

Wohltuend

Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume
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Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume ist eine absolute Wohlfühlgeschichte, die einen den Alltag um sich herum vergessen lässt und daran erinnert, worauf es im Leben ankommt. In einzelnen Kapiteln ...

Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume ist eine absolute Wohlfühlgeschichte, die einen den Alltag um sich herum vergessen lässt und daran erinnert, worauf es im Leben ankommt. In einzelnen Kapiteln werden die Schicksale von Besuchenden des Waschsalons erzählt und diese sind so unterschiedlich, dass man an jeder hängt und gespannt verfolgt. Auch auf ernstere Themen wird eingegangen und diesen begegnet die Autorin mit viel Feingefühl. Mich haben viele Stellen berührt und ich mir für die Charaktere nur das Beste gewünscht. Der Autorin gelingt es eine so schöne Atmosphäre zu schaffen, dass ich komplett in das Buch tauchen konnte und es gar nicht beenden wollte - ein Grund dafür, warum ich angefangen habe, es langsamer zu lesen - es ist einfach ein so wohltuender Alltagsbegleiter.



Gegen Ende gibt es noch eine überraschende Storyline mit viel Spannung und Action, die der Geschichte ein aufregendes Finale bot. Besonders toll gefunden habe ich, wie die Autorin Bindungen zwischen den unterschiedlichen Charakteren aufgebaut hat. Dadurch ergibt alles einen runden Abschluss und ich habe mein Herz noch mehr an ihren besonderen Ideen verloren. Der zauberhafte Titel wird dem Buch also gerecht - es ist ein wirklich wohltuendes Buch, das einen im stressigen Alltag eine Pause beschert.

Fazit: Eine warmherzige besondere Geschichte, die einen etwas Ruhe im Alltag schenkt.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Ein vielschichtiges Debüt mit starken K-Drama-Vibes

Seoulicious – Fake Me, Real You
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Seoulicious sticht in der Reihe von New-Adult-Geschichten mit Südkorea-Bezug heraus. Beim Lesen merkt man schon auf der ersten Seite, dass es ein Own-Voice-Roman ist und die Vielschichtigkeit des Buchs ...

Seoulicious sticht in der Reihe von New-Adult-Geschichten mit Südkorea-Bezug heraus. Beim Lesen merkt man schon auf der ersten Seite, dass es ein Own-Voice-Roman ist und die Vielschichtigkeit des Buchs ist bemerkenswert. Im Gegensatz zu Yoona belastet Suki das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen in Deutschland und sie zerbricht unter den Vorurteilen, die ihr täglich begegnen. Thea Hong erzählt ohne Filter von den Erfahrungen, die Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland machen und in vielen Punkten konnte ich mich wiederfinden, auch wenn ich andere Wurzeln als Suki habe. Das Lesen entsprechender Stellen hat mich wütend und traurig zugleich gemacht sowie Dinge hochkommen lassen. Doch genau diese Nahbarkeit macht das Buch so emotional und zeigt wie gut es der Autorin gelingt, entsprechende Probleme aufzuzeigen und Rassismus zu beleuchten. Besonders interessant habe ich den Kontrast zu Yoona gefunden, die den Hype um Südkorea für den Aufbau ihrer Social-Media-Kanäle nutzt und weniger verloren als ihre Schwester wirkt. Es zeigt, wie unterschiedlich Lebenswege von Menschen verlaufen können, die in anderen Ländern Wurzeln haben.
Sukis Suche nach sich selbst verläuft in der Heimat ihrer Eltern nicht so leicht wie sie erwartet, denn auch dort wird sie mit Vorurteilen konfrontiert und als teils nicht zugehörig wahrgenommen. Dieses Problem vom Nirgendwo-Richtig-Hingehören wird bewegend geschildert und wirft auf Südkorea einen realistischen statt traumhaften Filter.
Das klingt nach viel Schwere und ja, Seoulicious hat in Bezug auf diese Themen weh getan, weil Sukis Schmerz mit viel Einfühlvermögen beschrieben wird, aber die Liebesgeschichte bringt dafür umso mehr Licht in Sukis Leben. Die Romanze zwischen Jin und Suki ist unglaublich süß und schreit einfach nur K-Drama. Es ist, als ob die Autorin ein K-Drama mit sechzehn Episoden wortwörtlich in knapp 400 Seiten gepackt hat und das ohne Emotionen, Romantik und Tiefe zu verlieren. Jin hat schnell mein Herz gewonnen und wirkt echt, statt nur perfekt. Seine Geduld für Suki ist bewundernswert und sofort wird klar, was für ein passendes Match die beiden abgeben. Da sich die Gefühle zwischen ihnen langsam aufbauen und es einige herzerwärmende Annäherungsszenen gibt, bleibt einem als Lesender nicht anderes übrig, als mit ihnen mitzufiebern. Die Chemie, die Dialoge, die Gefühle - einfach alles stimmt. Es war schön zu sehen, wie Suki durch ihn auftaut.
Südkorea wird bildhaft beschrieben und beim Lesen merkt man, dass die Autorin einen engen Bezug zur Kultur des Landes hat. Beim Lesen kamen bei mir sofort Bilder von meiner eigenen Zeit in dem Land hoch, was mich nostalgisch werden lassen hat. Ich mochte auch, dass die Autorin auf die Schattenseiten des Hypes um Südkorea eingeht und deutlich macht, wie falsch es ist, eine gesamte Kultur als Trend zu betrachten.
Alles in allem bietet Seoulicious somit eine facettenreiche Geschichte, in der es nicht nur um das Finden von Liebe geht, sondern auch dem von sich selbst als Mensch mit Migrationshintergrund. Thea Hong ist es gelungen, eine gute Mischung aus Schwere und Leichtigkeit zu schaffen. Stellenweise merkt man am Schreibstil zwar, dass es sich um ein Debüt handelt, aber dieses ist als Gesamtpaket wirklich gut gelungen und spielt bei den Unterhaltungsromanen mit Südkorea-Bezug in der oberen Liga.

Fazit: Eine Liebesgeschichte, die K-Drama schreit und eine Protagonistin, die inmitten zweier Kulturen zu sich selbst findet sowie lernt mit ihrer Wut auf Ungerechtigkeiten umzugehen - Seoulicios sticht durch seine emotionale Vielschichtigkeit heraus und lässt einen nicht mehr los.