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Veröffentlicht am 13.12.2021

Chaotischer Achtsamkeitsratgeber

Berauscht vom Leben
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Der Titel “Berauscht vom Leben“ von Jardine Libaire und Amanda Eyre Ward ist mir mit dem ungewöhnlichen Cover schnell ins Auge gesprungen. Und erst nach Lesen des Klappentexts, wurde mir klar, dass es ...

Der Titel “Berauscht vom Leben“ von Jardine Libaire und Amanda Eyre Ward ist mir mit dem ungewöhnlichen Cover schnell ins Auge gesprungen. Und erst nach Lesen des Klappentexts, wurde mir klar, dass es um Alkoholabstinenz geht. Ich selbst trinke seit beinahe fünf Jahren keinen Alkohol mehr. Ursprünglicher Grund waren Kinderplanung, Schwangerschaft und Stillen. Aber auch sonst fehlt mir der Alkohol überhaupt nicht, weshalb es für mich auch keinen Grund gibt, wieder Alkohol zu trinken.

Da es nun ja öfter Bücher zur Thematik gibt, und mich auch das Thema (Alkohol)Sucht interessiert, wollte ich mehr wissen. Jardine Libaire und Amanda Eyre Ward erzählen persönliche Geschichten und ihre Beweggründe, keinen Alkohol mehr zu konsumieren. Dazu kommen ihre Ideen, was man stattdessen tun kann, um trotzdem “berauscht vom Leben“ zu sein. Die Idee dazu finde ich sehr gut. Die Umsetzung gibt allerdings bei weitem nicht das her, was ich erwartet habe: Die Anordnung der Geschichten und Ideen hat für mich keinen richtigen roten Faden. Das Buch ist nicht als Ratgeber gedacht, geht jedoch stark in die Richtung. Und die “berauschenden“ Ideen könnten so oder so ähnlich in einem Achtsamkeitsratgeber stehen.

Die ein oder andere Idee war für mich neu und ich werde evtl versuchen, etwas davon umzusetzen. Die Geschichten kann man zwischendurch mal zur Unterhaltung lesen und darüber nachdenken. Richtig tiefgehende Informationen oder auch Dinge, die jemand mit Alkoholproblemen wissen sollte, sind mir zu dürftig. Daher würde ich entweder ein anderes Buch zur Thematik lesen oder mir einen Achtsamkeitsratgeber kaufen.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Interessante Idee, Umsetzung nicht gelungen

Das Ministerium der Zeit
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"Das Ministerium der Zeit" von Kaliane Bradley klingt von der Beschreibung her wirklich interessant, denn es geht um Zeitreisen und Menschen, die man aus verschiedenen Zeiten ins 21. Jahrhundert geholt ...

"Das Ministerium der Zeit" von Kaliane Bradley klingt von der Beschreibung her wirklich interessant, denn es geht um Zeitreisen und Menschen, die man aus verschiedenen Zeiten ins 21. Jahrhundert geholt hat. Eine junge Frau bekommt nun einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium und soll fortan den 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore behilflich sein, um sich in London des 21. Jahrhunderts zurecht zu finden.

Soweit so gut. Den Anfang, wie die zeitgereiften "Expats" ankommen und betreut werden, fand ich recht unterhaltsam. Denn man wird unweigerlich mit Themen konfrontiert, die man aus heutiger Perspektive ganz anders betrachtet, bspw. die Emanzipation der Frau. Für den viktorianischen Graham Gore ist das zunächst ziemlich unverständlich und er findet es auch merkwürdig als "viktorianisch" bezeichnet zu werden. Das war recht unterhaltsam und taucht auch immer wieder in anderer Form in der Geschichte auf. Allerdings wird es nun immer verwirrender. Die Protagonistin tut Dinge, die immer weniger nachvollziehbar sind. Einige Handlungsstränge werden aufgegriffen und plötzlich wieder fallen gelassen ohne am Ende aufgelöst zu werden. Manche Wörter oder Wendungen fand ich darüber hinaus erst holprig zu lesen, was sicher auch an besonderen Wortkreationen der Autorin lag und Dinge aus der Zukunft bezeichnete. Auf Deutsch war es aber teilweisebetwas unverständlich. Das Ende war darüber hinaus für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar.

Ein enttäuschender Roman, der eine tolle Idee für den Plot hat, aber in der Ausführung meiner Ansicht nach noch gut redigiert hätte werden sollen. Dann wäre es vermutlich ein guter Roman geworden.

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