Profilbild von ChemAngel

ChemAngel

Lesejury Profi
offline

ChemAngel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ChemAngel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2025

Sympathische Heldin, solide Story

Die büchersüchtige Braut des Earls
0

Das Buch habe ich ziemlich fix durchgelesen, es liest sich leicht und macht Spaß. Amelia war mir von Anfang an sympathisch, weil sie trotz allen Drucks ihren eigenen Kopf hat und weiter schreiben will. ...

Das Buch habe ich ziemlich fix durchgelesen, es liest sich leicht und macht Spaß. Amelia war mir von Anfang an sympathisch, weil sie trotz allen Drucks ihren eigenen Kopf hat und weiter schreiben will. Die Idee mit der Zweckehe hat Bridgerton-Vobes und Andrew ist ein angenehmer Gegenpart, eher ruhig und fürsorglich. Manche Szenen waren richtig süß und romantisch, andere etwas heißer, aber so richtig tief ging die Beziehung für mich nicht. Die Figuren hätten ruhig etwas mehr Ecken und Kanten vertragen, und statt so vielen Ballszenen hätte ich lieber mehr über Amelias Alltag und ihre Bücher gelesen. Insgesamt eine nette Geschichte mit glaubwürdigen Motiven, die sich gut weglesen lässt, auch wenn das ganz große Drama oder die emotionale Wucht fehlen. Für zwischendurch aber absolut okay. Von mir gibt’s 4 von 5 Sternen solide Unterhaltung, aber kein Highlight.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2025

Zwischen Reis und Erinnerungen

Onigiri
0

Seit ein paar Jahren habe ich für mich die japanische Literatur entdeckt. Mich fasziniert ihre ruhige Erzählweise und diese besondere Art, Alltägliches so zu schildern, dass es fast poetisch ...

Seit ein paar Jahren habe ich für mich die japanische Literatur entdeckt. Mich fasziniert ihre ruhige Erzählweise und diese besondere Art, Alltägliches so zu schildern, dass es fast poetisch wirkt. Genau das hat mich auch zu diesem Buch geführt. Das Cover strahlt Stille und ein kleines Geheimnis aus, erst später habe ich erkannt, dass es Onigiri zeigt, die im Roman wie ein Symbol für Trost und Verbundenheit zwischen den Generationen wirken. Die Geschichte begleitet Aki, die mit ihrer dementen Mutter nach Japan reist. In fließenden Wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit entfaltet sich das Bild einer Familie zwischen zwei Kulturen, geprägt von Liebe, Missverständnissen und unausgesprochenen Gefühlen. Manche Beschreibungen von Orten und Essen sind sehr detailliert, fast meditativ, andere Sätze treffen mich unvermittelt mitten ins Herz. Besonders nah gingen mir die leisen Momente, in denen Aki ihre Mutter so annimmt, wie sie in diesem Augenblick ist. Am Ende hatte ich das Gefühl, eine Reise gemacht zu haben, die sanft und traurig zugleich war und mich noch eine Weile begleitet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2025

Zwischen Erbe und Erkenntnis

Botanik des Wahnsinns
0

In "Botanik des Wahnsinns" erzählt Leon Engler eindrucksvoll vom Aufwachsen in einer Familie, in der psychische Erkrankungen zur unausweichlichen Realität gehören. Als Psychologe blickt er nicht ...

In "Botanik des Wahnsinns" erzählt Leon Engler eindrucksvoll vom Aufwachsen in einer Familie, in der psychische Erkrankungen zur unausweichlichen Realität gehören. Als Psychologe blickt er nicht nur analytisch, sondern auch persönlich auf die eigene Geschichte mit nüchternem Blick, schwarzem Humor und einer Prise Selbstzweifel. Besonders berührt hat mich, wie feinfühlig er den Alltag in der Psychiatrie beschreibt: zwischen Mitgefühl und Abgrenzung, zwischen Hoffnung und bitterer Rückfalllogik. Der Roman spart weder gesellschaftliche Tabus noch historische Grausamkeiten aus, bleibt aber stets klar, reflektiert und literarisch anspruchsvoll. Der Sprachstil ist manchmal sperrig, oft sarkastisch, aber belohnt mit Tiefe und Ehrlichkeit und kurzweiligkeit. Für mich kein leichtes, aber ein notwendiges Buch. Wer sich mit psychischer Gesundheit auseinandersetzen will, findet hier keine Antworten, aber viele richtige Fragen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2025

Mitreißende Fortsetzung mit starker Hauptfigur

Yrsa. Die Liebe der Wikingerin
0

Aus Interesse hab ich zuerst den ersten Band gelesen und war direkt so drin, dass ich gleich mit diesem hier weitermachen konnte. Zum Glück! Die Fortsetzung hat mich noch mehr gepackt. Man könnte den zweiten ...

Aus Interesse hab ich zuerst den ersten Band gelesen und war direkt so drin, dass ich gleich mit diesem hier weitermachen konnte. Zum Glück! Die Fortsetzung hat mich noch mehr gepackt. Man könnte den zweiten Band zwar auch allein lesen, aber es lohnt sich, beide zu kennen. Nach einem kurzen Einstieg ging’s für mich richtig los: Spannung, Emotionen, Verrat, Mut, Liebe...alles drin, ohne kitschig zu werden. Yrsa ist eine starke, glaubwürdige Figur, die sich super entwickelt. Besonders gefallen hat mir der moderne, aber nicht unpassende Schreibstil und wie authentisch das Wikinger-Setting rüberkommt. Was mich mittlerweile nervt: Warum braucht heute fast jedes Buch spicy Szenen? Klar, bei dem Titel hätte ich es mir denken können, zum Glück war’s nicht zu viel und hat die Handlung nicht dominiert. Insgesamt: ein spannendes, mitreißendes Buch mit Tiefgang und einer Heldin, die einem echt im Kopf bleibt. Ich kann’s absolut empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2025

Hilfe zur Selbstheilung

Trauma ENDLICH überwinden
0

Das Buch hat mir einen ruhigen, verständlichen Zugang zu einem schwierigen Thema eröffnet. Ohne überladen zu wirken, vermittelt es grundlegendes Wissen über Entwicklungstraumata und deren Auswirkungen. ...

Das Buch hat mir einen ruhigen, verständlichen Zugang zu einem schwierigen Thema eröffnet. Ohne überladen zu wirken, vermittelt es grundlegendes Wissen über Entwicklungstraumata und deren Auswirkungen. Die Autorin bleibt sachlich und empathisch, was ich als angenehm empfand. Besonders hilfreich waren für mich die Reflexionsfragen, durch die ich bestimmte Verhaltensmuster besser einordnen konnte. Auch die Übungen regen zum Nachdenken an, ohne Druck auszuüben. Es ist kein Ersatz für eine Therapie, das wird deutlich, aber als Einstieg oder begleitende Lektüre kann es durchaus sinnvoll sein. Manche Abschnitte wirkten auf mich etwas langgezogen, trotzdem bleibt der Aufbau übersichtlich. Insgesamt ist es ein durchdachtes Arbeitsbuch, das nicht zu viel verspricht, aber ehrliche Impulse für den Umgang mit alten Verletzungen geben kann. Es hat gezeigt, dass Veränderung möglich ist, Schritt für Schritt, in eigenem Tempo.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere