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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Drama!

The Favourites
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Zum Inhalt:
Seit sie im Alter von 4 Jahren den Sieg einer Eistänzerin bei den olympischen Spielen hat, gibt es für Katherine Shaw nur noch ein Ziel: Selbst oben auf dem Treppchen zu stehen. Gegen alle ...

Zum Inhalt:
Seit sie im Alter von 4 Jahren den Sieg einer Eistänzerin bei den olympischen Spielen hat, gibt es für Katherine Shaw nur noch ein Ziel: Selbst oben auf dem Treppchen zu stehen. Gegen alle Widrigkeiten und gemeinsam mit dem Pflegekind Heath startet sie einen Kampf gegen alle, - und manchmal auch sich selbst.

Mein Eindruck:
Aus der Sicht von Katherine kämpft man sich erst durch finanzielle und dann durch menschliche Probleme - und nie wird der Berg kleiner, der sich vor ihr auftut. Obwohl die Autorin Layne Fargo ihre Protagonistin sehr durchsetzungsfähig und kompromisslos zeichnet, gibt es auch Momente großer Verletzlichkeit und Liebe und das nicht nur zum Eislaufen. Die Idee, den Rückblick auf eine Karriere nicht nur mit den Gedanken Katherines, sondern auch mit Interviews (fiktiver) Persönlichkeiten des Sports zu garnieren, gelingt Fargo so gut, dass man beginnt, die Namen nachzuschlagen, weil sich die Skandale auf und jenseits der glatten Fläche absolut echt anfühlen und die Charaktere sehr lebensnah erscheinen.

Mein Fazit: Großes Kino auch für Menschen, die keine Verbindung zum Sport haben

Veröffentlicht am 09.06.2025

Kampf gegen das Böse

Die Festung
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Zum Inhalt:
Acht Menschen stellen sich einem Escape-Game, das sie schnell an ihre Grenzen bringt. Denn die Festung in der Nähe der Isle of Wight erweist sich als mörderisch und das Spiel um eins um ihr ...

Zum Inhalt:
Acht Menschen stellen sich einem Escape-Game, das sie schnell an ihre Grenzen bringt. Denn die Festung in der Nähe der Isle of Wight erweist sich als mörderisch und das Spiel um eins um ihr Leben.

Mein Eindruck:
Dieses Buch lässt auch auf die Makellosigkeit ihrer Fingernägel bedachte Menschen an jenen kauen. Selten gab es in letzter Zeit eine spannendere Lektüre, man hofft und bangt mit den Figuren (selbst mit denen, die sich als weniger sympathisch entpuppen) und mag nicht glauben, dass die im Podcast eingestreuten Bemerkungen über das fehlende Überleben wirklich in Gänze wahr sein sollen. Überhaupt der Podcast! Die Autorin schafft mit einem Einstreuen der Episoden dort, dem Zeitenwechsel und den Bewerbungssituationen ihrer Kandidaten eine zusätzliche Möglichkeit, den Pegel des Adrenalins bei ihren Lesern auf gesundheitsgefährdendem Niveau zu halten. Bis zum bitteren Ende, das ebenfalls perfekt passt!

Mein Fazit:
Ein thrillertechnisches Meisterwerk!

Veröffentlicht am 06.06.2025

Schöner wohnen

Marchfield Square
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Zum Inhalt:
Celeste ist die Besitzerin eines Wohnblocks in London, in dem sie von ihr handverlesenen Mietern eine günstige Wohngelegenheit verschafft. Als ihr einziger Missgriff Richard stirbt, setzt sie ...

Zum Inhalt:
Celeste ist die Besitzerin eines Wohnblocks in London, in dem sie von ihr handverlesenen Mietern eine günstige Wohngelegenheit verschafft. Als ihr einziger Missgriff Richard stirbt, setzt sie aus Angst vor falschen Schlussfolgerungen der Polizei ihr eigenes Ermittlerteam in Form von Putzfrau Audrey und Kriminalschriftsteller Lewis ein. Das ungleiche Paar beginnt zu schnüffeln, - und begibt sich bald in große Gefahr.

Mein Eindruck:
Egal wie viele Schriftsteller aus anderen Ländern sich auch bemühen, - schwarzhumoriger und leicht brutaler Cosy Crime mit skurrilen Personen in dörflicher Idylle kann keiner so gut wie die Autoren aus "Good Old England". Denn obwohl dieser Krimi in London spielt, präsentiert sich die Kulisse des Marchfield Square als ein Dorf im Kleinformat, - mit Celeste als allwissendem Auge. Wie sie gekonnt die Strippen zieht, an deren Ende ihre Marionetten der Ordnungsmacht nicht nur Paroli bieten, sondern auch auf die Sprünge helfen, ist für so manchen Schmunzler gut. Dabei karikiert Whyte ihre Figuren nicht, sie schafft für alle eine Atmosphäre, in der sie ihrem Charakter entsprechend agieren können. Aus drei Perspektiven - Celeste, Audrey und Lewis - nähert sich der Leser dem Geschehen an, wobei ihm jede der Figuren nur begrenzte Einblicke gewährt. Trotzdem kann man sich die Aufklärung dank geschickter Hinweise selbst erarbeiten und auf eine Fortsetzung hoffen. Denn Celeste hat dank ihrer und der Vergangenheit ihrer Mieter wohl noch viele Asse im Ärmel und Pfeile im Köcher.

Mein Fazit:
Absolutely wonderful

Veröffentlicht am 04.05.2025

Morde in der Idylle

Inspector Barnaby und das Rätsel von Badger’s Drift
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Zum Inhalt:
Dass Miss Simpson eines natürlichen Todes gestorben sein soll, wird von ihrer Freundin so vehement bezweifelt, dass sich Inspector Barnaby genötigt sieht, genauer hinzuschauen. Was er dann ...

Zum Inhalt:
Dass Miss Simpson eines natürlichen Todes gestorben sein soll, wird von ihrer Freundin so vehement bezweifelt, dass sich Inspector Barnaby genötigt sieht, genauer hinzuschauen. Was er dann entdeckt, bringt Einiges ans Licht, was die Dorfidylle im ländlichen England nachhaltig erschüttert.

Mein Eindruck:
Kein Wunder, dass diese Serie so erfolgreich verfilmt wurde. Caroline Graham hat lange vor dem Mainstream einen Polizisten mit familiärem Hintergrund erschaffen, der sympathisch mit Verstand und nur ganz wenig Faust seine Fälle löst. Die Kulisse im ländlichen England ist deshalb so ausnehmend gut gewählt, weil sie einen Sehnsuchtsort beschreibt, an dem das Verbrechen naturgemäß eher wie eine Bombe einschlägt als in der abgestumpften Großstadt. Hier kennt jeder jeden und die Verdächtigungen schießen damit umso schöner ins Kraut. Die Figuren sind wunderbar beschrieben, so dass Äußeres und Charakter deutlich entstehen und der Fall findet einen glaubhaften und nachvollziehbaren Abschluss.

Mein Fazit:
Perfekt für Liebhaber des Genres "blutiger Cosy Crime"

Veröffentlicht am 29.03.2025

Er hat es wieder geschafft

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Zum Inhalt:
Eine kleine Insel bietet die letzte Bastion gegen einen das Leben zerstörenden Nebel. Als jedoch die Wissenschaftlerin Niemi stirbt, werden die Abwehrmechanismen außer Kraft gesetzt und der ...

Zum Inhalt:
Eine kleine Insel bietet die letzte Bastion gegen einen das Leben zerstörenden Nebel. Als jedoch die Wissenschaftlerin Niemi stirbt, werden die Abwehrmechanismen außer Kraft gesetzt und der Nebel rückt näher. Nur wenn der Schuldige für den Tod gefunden wird, kann die Menschheit ihrem Ende entgehen, so lautet das Vermächtnis Niemis und die wissbegierige Emory versucht, diesen Schuldigen zu finden.

Mein Eindruck:
Stuart Turton ist und bleibt der Meister der Verblüffung. Zum wiederholten Male schafft er es, dass seine Leser einem Twist absolut fassungslos beiwohnen, um dann das, was sie bis zu dieser Stelle gelesen haben, hinterfragen zu müssen. Seine Mischung von Fantasy, Science-Fiction, Krimi und Roman sucht ihresgleichen und ist dazu mit wunderbaren Charakteren unterlegt. Ein Buch, welches wachhält, denn man möchte unbedingt wissen, ob und wie die Menschen überleben.

Mein Fazit:
Bravourös