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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

traurig schön geschrieben

Perlen
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Marianne war acht Jahre alt, als ihre Mutter verschwunden ist. Auch noch viele Jahre später, versucht Marianne nach den Gründen dafür und möchte ein Ventil dafür finden, mit ihrer Trauer, ihrer Wut, mit ...

Marianne war acht Jahre alt, als ihre Mutter verschwunden ist. Auch noch viele Jahre später, versucht Marianne nach den Gründen dafür und möchte ein Ventil dafür finden, mit ihrer Trauer, ihrer Wut, mit ihrer Ungewissheit abzuschließen. Als Leser*innen dürfen wir Marianne ein Stück weit auf diesem Weg begleiten. Durch die Geschichten aus der Kindheit wirkt der Roman sehr authentisch und nahbar, auch die Gefühle sind direkt, ehrlich und berührend. Der Blickwinkel von Marianne hat sich mit der Zeit auch sehr gewandelt. Als Achtjährige konnte sie die psychische Erkrankung ihrer Mutter noch nicht erkennen und verstehen, im Nachhinein gelingt ihr das besser, nachdem sie selbst Erwachsen ist und andere Einblicke hat. Sehr schön, aber auch sehr traurig geschrieben.

Veröffentlicht am 06.06.2025

spannende Fortsetzung

Das Syd
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Der zweite Teil beginnt mit einer Auffrischung, was im ersten Teil vorgefallen ist. Dies habe ich als hilfreich empfunden, da ich den ersten Teil schon vor längerer Zeit gelesen habe und somit wieder aktuell ...

Der zweite Teil beginnt mit einer Auffrischung, was im ersten Teil vorgefallen ist. Dies habe ich als hilfreich empfunden, da ich den ersten Teil schon vor längerer Zeit gelesen habe und somit wieder aktuell war, was bisher geschehen ist. Das neue Restaurant und den Betriebsablauf finde ich sehr gut beschrieben, die Charaktere haben sich weiterentwickelt, teilweise im positiven Sinne, aber auch im negativen, auf alle Fälle ist eine Entwicklung zu erkennen, und ein paar Charaktere sind neu hinzugekommen. Alex steht ständig unter Stress, das ist wahrscheinlich so, wenn man ein Lokal leitet und finanzielle Sorgen hat, und zusätzlich kommen bei ihm auch noch weitere Ereignisse aus der Vergangenheit dazu. Die Beschreibung der einzelnen Speisen und wie mit den Lebensmitteln umgegangen wird, auch regional eingekauft, finde ich toll. Das Ende finde ich sehr schade, auch wenn ich hier nicht mehr verraten möchte.

Veröffentlicht am 03.06.2025

unkonventionelle Liebesgeschichte

Unsere Suche nach Zärtlichkeit
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Das Cover finde ich optisch sehr gelungen, es wirkt farblich sehr harmonisch und strahlt Einsamkeit und Sehnsucht aus. Der Einstieg in die Geschichte war ernst und die Stimmung gedrückt, sodass ich zuerst ...

Das Cover finde ich optisch sehr gelungen, es wirkt farblich sehr harmonisch und strahlt Einsamkeit und Sehnsucht aus. Der Einstieg in die Geschichte war ernst und die Stimmung gedrückt, sodass ich zuerst Bedenken hatte, dass Dumont in seinem Beruf als Telefonseelsorger nicht gut aufgehoben ist und selbst dringend Unterstützung benötigen würde. Mit der Zeit hat Dumont und auch die Geschichte aber eine gewisse Ruhe und Leichtigkeit angenommen, die sich aber auch sehr schnell wieder verändern kann. Generell ist die Stimmung sehr intensiv und die Gefühlslagen der Charaktere sind auch beim Lesen intensiv spürbar. Ich hätte mir Dumonts Auszeit und seine Reise anders vorgestellt, wie er wahrscheinlich auch, aber die Richtung, die dann eingeschlagen wurde, finde ich umso spannender. Ich möchte hier an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber die Liebesgeschichte entwickelt sich ungewöhnlich und nicht normkonform, wie man es vielleicht erwartet hätte.

Veröffentlicht am 03.06.2025

entschleunigen

Das ist Glück
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Das Cover ist einfach wunderschön, auffällig und schlicht zugleich, trotzdem so aussagekräftig und farbgewaltig. Dies hat mich zuallererst angesprochen, aber auch die Sprache mag ich ganz gerne, man fühlt ...

Das Cover ist einfach wunderschön, auffällig und schlicht zugleich, trotzdem so aussagekräftig und farbgewaltig. Dies hat mich zuallererst angesprochen, aber auch die Sprache mag ich ganz gerne, man fühlt sich beim Lesen sofort ins Irland der 1950er Jahre zurückversetzt. Die Landschaftsbeschreibungen und die Menschen sind detailliert, mit einem gewissen Blick auf Besonderheiten, beschrieben. Durch das langsame Tempo hat man Zeit, den Inhalt zu genießen und zu entschleunigen. Ein empfehlenswertes Buch, wenn man abschalten möchte und in den ruhigen Modus zu schalten, für Leser*innen, die Action und viele Ereignisse suchen, ist es nicht die richtige Wahl.

Veröffentlicht am 23.05.2025

journalistischer Krimi

Schweigende Freunde
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Der Thriller beginnt spannend mit einem Todesfall und die Ermittlungen ergeben sehr schnell, dass dieser mit einem weitern Todes- und einem Vermisstenfall nach einer Grillparty vor elf Jahren zusammenhängt. ...

Der Thriller beginnt spannend mit einem Todesfall und die Ermittlungen ergeben sehr schnell, dass dieser mit einem weitern Todes- und einem Vermisstenfall nach einer Grillparty vor elf Jahren zusammenhängt. Spannend finde ich die Befragung der damaligen Freunde, wer sich noch an was erinnern kann und wer wen belastet. Die Freundschaft des Journalisten Steffen mit dem Ermittler hat den Vorteil, dass sie sich gut ergänzen und austauschen können, aber auch den Nachteil, dass meiner Meinung nach, Insiderwissen weitergegeben wird. Hier wird es von beiden Seiten nicht ausgeschlachtet oder missbräuchlich verwendet, aber grundsätzlich ist es so nicht in Ordnung. Die Ermittlungen lenken von einem möglichen Verdächtigen zum nächsten, wobei kein schlüssiges Motiv erkennbar ist. Am Ende wird alles aufgeklärt, aber fast schon durch Zufall. Für mich ist es eher ein journalistischer Krimi als ein Thriller. Es wird mehrmals auf den ersten Teil verwiesen, aber es stellt kein Problem dar, wenn man diesen nicht kennt, der Fall in sich ist abgeschlossen.